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Der Exorzist (Neue Fassung)

2001 | 126min | FSK 16

1973 schockt Regisseur William Friedkin ( “Die 12 Geschworenen“) mit seinem Werk “Der Exorzist“ das Kinopublikum. Obwohl der Film auf allzu derbe Splatter-Einlagen verzichtet, ruft er vielerlei Diskussionen hervor. Insbesondere die brutal-vulgäre Sprache sorgt für Kontroversen, aber auch die Darstellung der Kirche und ihrer Diener ist umstritten.

Ex und hopp…

Regan ist 12 Jahre alt und ein ganz normales Mädchen. Das ändert sich jedoch aus heiterem Himmel dramatisch. Aus unerfindlichen Gründen neigt die kleine Göre plötzlich zu wirklich schockierenden Obszönitäten. Um Rat gefragte Mediziner und Psychologen glauben, es käme nur auf die richtige Behandlung, bzw. Dosis an, um das renitente Kind ruhig zu stellen. Die sich sorgende Mutter beginnt zu verzweifeln, als keine der Behandlungen Erfolge bringt. Sie bittet die Kirche, in Person von Pater Karras, um Hilfe. Dieser berichtet von Exorzismen, welche die katholische Kirche vornimmt, um Dämonen auszutreiben. Er verspricht, Pater Merrin (Max von Sydow) zu Hilfe zu holen. Es kommt, wie es kommen muss: Die beiden Geistlichen stellen sich dem Bösen!

Der Director’s Cut von 2001 ist knapp zehn Minuten länger als die Originalfassung von 1973. Speziell die “Spinnenszene“ (fehlt in der ursprünglichen Kino-Fassung), als Regan die Treppe hinunter läuft, lässt die Betrachter erschaudern.  Toll ist aber auch, dass die Tonspur hörbar aufgewertet wurde. Alles klingt besser und sauberer, sogar die Stille. Allein das Abspielen der Aufnahme von Regan über das Tonbandgerät erzeugt schon eine Gänsehaut.

Der Exorzist“ ist der filmische Beweis, dass guter Horror nicht zwangsläufig eine “ab 18“-Freigabe braucht. Der Film ist eine gelungene Umsetzung der Romanvorlage von William Peter Blatty und erzeugt eine wirklich unheimliche, bedrohliche und beklemmende Atmosphäre. Wenn die kleine Regan mit entstelltem Gesicht und diabolischer Stimme auf Ihrem Bett sitzend den Kopf um 180 Grad dreht, läuft es einem kalt den Rücken runter. Alpträume auf eigene Gefahr!

Text: Sascha Adermann

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