Das unheimliche Monstrositäten-Kabinett des verrückten Wissenschaftlers

Beklemmung ergreift den unbedarften Besucher, als er zum ersten Mal Deinen Wohnraum betritt. Natürlich weiß er, dass er zu einer Halloween-Party eingeladen ist. Aber was ist das? Überall im Raum stehen diffus leuchtende Gläser, in denen in einer geheimnisvollen Flüssigkeit seltsame Objekte schwimmen. Ist das dort ein Gehirn? Und das sind doch Innereien und dort ein Stück Lunge? „Diese Sammlung stammt von meinem Onkel väterlicherseits” zischst Du dem verunsicherten Besucher ins Ohr, „er war ein großer Wissenschaftler und seiner Zeit weit voraus. Eine aufgebrachte Meute stürzte ihn aus dem Fenster seines Labors. Zum Glück konnten wir große Teile von ihm retten und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass er hier in seiner Sammlung weiterlebt.” Verstört streckt Dein Gast die Hand nach einem der Gläser aus. „Lassen sie das lieber!” knurrst Du warnend, und während der Gast erschrocken seine Hand zurück zieht, erklärst Du: „Onkel mag es gar nicht, um diese Zeit gestört zu werden!”
Schwierigkeitsgrad: leicht
Zeitaufwand: 20 Min
Dafür benötigst Du:
- Einweck-Gläser (wenn möglich, verschiedene Formen und Größen)
- Lebensmittelfarben (z.B. Farben zum Ostereierfärben)
- verschiedene Obst- und Gemüsesorten, z.B.:
• Blumenkohl
• Brokkoli
• Rote Beete
• Sellerie
• …
- Etiketten
Schritt 1
Schneide als erstes das Gemüse auf die entsprechende Glasgröße zurecht. Leider neigen selbst große Einweckgläser dazu, eine recht schmale Öffnung zu haben. Deswegen wirst Du stellenweise das Gemüse an den Seiten beschneiden müssen, damit es durch die schmale Öffnung passt. Achte einfach darauf, dass eine schöne, gruselige, unbeschnittene Seite erhalten bleibt, welche Du später in Richtung des Betrachters drehst, während die beschnittene Seite zur Wand zeigt. Andererseits kannst Du auch ein wenig experimentieren. Vielleicht bekommst Du ja eine noch groteskere Form, als Dein Objekt eh schon hat. Bei einigen Gemüseteilen wie Brokkoli oder Blumenkohl empfiehlt es sich, diese in der Mitte aufzuschneiden um ihre schönen Windungen und Verästelungen sichtbar zu machen.
Du kannst auch die Gemüseobjekte mit Fruchtgummi-Spaghetti oder ähnlichem kombinieren. Wenn diese ein paar Stunden im Wasser gelegen haben, quellen sie bis auf die dreifache Größe auf und sehen dann schön eklig aus.
Schritt 2
Wenn Du die Objekte in die Gläser gefüllt hast, färbe in einem extra Behälter das Wasser ein. Am besten benutzt Du dazu Lebensmittelfarben (wie z.B. Ostereierfarben). In unserem Fall handelt es sich um Farbe, die normalerweise für das Einfärben von Kuchenteig gedacht ist. Jede Farbe hat eine andere Intensität und ist mal trüber oder klarer. Diese Effekte kannst Du bewusst einsetzen. Umso mehr Farbe Du nimmst, umso geheimnisvoller werden Deine Objekte. Unter Umständen ist dann aber auch weniger von ihnen zu sehen.
Schritt 3
Wichtig ist natürlich die Etikettierung. Schließlich will man auch in 100 Jahren noch wissen, welche ekelhafte Scheußlichkeit der verehrte verrückte Vorfahr zum lehrreichen Studium in einem Glas versenkte. Du kannst Dir dafür z.B. das hier bereitgestellte Etikett herunterladen und ausdrucken. Beschrifte diese nun mit fantasiereichen, lateinischen oder ausgedachten Begriffen. Hauptsache sie klingen geheimnisvoll und ein wenig grotesk.
Schritt 4
Fast so wichtig wie die Auswahl der Objekte sind ihr Standplatz und die effektive Ausleuchtung. Deine Objekte kommen vor allem dann richtig zur Geltung, wenn Du sie von hinten anstrahlst, so dass das Licht das farbige Wasser leuchten und die Silhouetten der Objekte erkennen lässt. Stelle immer mehrere der Gläser nebeneinander, um eine möglichst schaurige Atmosphäre zu kreieren.
Tipp:
Wenn Du erstmal begonnen hast, Dein Kuriositäten-Kabinett zu erstellen, wirst Du merken, dass Dir wenig Grenzen gesetzt sind. Schau Dich in Deiner Umgebung um! Überall wimmelt es von Dingen mit seltsamen Formen, die, richtig eingelegt, einen schaurigen Effekt erzielen. Wie wäre es mit Artischockenherzen? Oder den (abgekochten) Knochen vom letzten Geflügelbraten? Bei dem seltsamen, stacheligen Gebilde in der Bildreihe unten handelt es sich z.B. um Haselnußfrüchte vom Straßenrand. Natürlich kannst Du auch Sachen miteinander kombinieren. Deine Gäste werden fasziniert sein. Noch wissen sie auch nicht, dass sie sich am Ende der Party selbst in solch einem Glas wiederfinden werden. HarHarHar!!




















schoen schaurig sag ik mal…
ick scheiss mir glei ein
Kommentar von Holger — 29. Oktober 2009 @ 2:25
WOOW coole Tipps
Kommentar von Andreas — 31. Oktober 2009 @ 0:18