Friedhof der Kuscheltiere
Ein schreckliches Gerücht macht unter den niedlichen Tieren des Kinderzimmers die Runde. Ein verrückter Wissenschaftler führt blutige und brutale Experimente an harmlosen Kuscheltieren durch. Von grässlichen Verstümmelungen ist die Rede. Von in Gefangenschaft geborenen Tieren mit grotesken Entstellungen, riesigen Hirnen und ekelhaften Tumoren. Du weißt, dass das nicht nur wilde Gerüchte sind. Und der Kürbiskönig persönlich zeigt Dir hier, wie Du ihn herstellen kannst: Den Friedhof der Kuscheltiere!
Schwierigkeitsgrad: mittel – anspruchsvoll
Zeitaufwand: 1 – 2 Std (mit Trocknen)
Dafür benötigst Du:
- Einweckgläser (wenn möglich, verschiedene Formen und Größen)
- Lebensmittelfarben (z.B. Farben zum Ostereierfärben)
- alte Kuscheltiere
- Bauschaum
- rote Farbe (Sprühdose)
- Zeitungspapier
- evtl. Werkzeug, wie Zangen, Cutter, Säge, Messer, Stock
Schritt 1
Besorge Dir eine Anzahl möglichst großer, aber auch unterschiedlicher Einweckgläser. Diese bekommst Du am besten im Haushaltswarenbedarf, billig bei eBay oder direkt bei weck. Nun benötigst Du noch eine Anzahl ausrangierter Kuscheltiere. Bediene Dich dazu nicht (auf jeden Fall nicht ohne VORHER zu fragen und eine positive Antwort erhalten zu haben) bei den Kuscheltieren Deiner Freundin oder Deiner kleinen Geschwister. Einige der Tiere können durchaus ein wenig größer sein, als die Gläser, in die sie hinein sollen. Das wirkt dann besonders grotesk.
Nun sind Deiner Fantasie keine Grenzen mehr gesetzt: Schlitze, Sprühe, Stopfe, Färbe!
Hier drei Beispiele aus der letzten Operationssitzung des Kürbiskönigs!
Operierter Fuchs
Dem niedlichen Füchslein wird sorgfältig mit der Zange ein Auge entfernt (vielleicht kannst Du es noch gebrauchen, siehe unten). Im Glas gibt es ja ohnehin nicht so viel zu sehen.
Anschließend wird sein Bauch mit einem Cuttermesser aufgeschnitten. Die Wunden werden mit etwas Bauschaum behandelt, dass es aussieht, als würden die Eingeweide herausquellen. Für die Arbeit mit Bauschaum gilt: Benutze dazu unbedingt Arbeitshandschuhe und am besten noch eine Schürze. Arbeite bei offenem Fenster. Bauschaum sollte nicht mit der Haut oder Deinen Sachen in Berührung kommen. Es ist extrem klebrig und geht NICHT wieder ab. Berühre den Schaum erst, wenn er vollständig ausgetrocknet ist. Das kann ca. zwei Stunden dauern. Teste es, indem Du ihn ab und zu mit einem Stock drückst. Sprühe vorsichtig! Der Bauschaum schwillt in der Trocknungsphase noch einmal extrem auf. Also lieber erstmal weniger und vorsichtiger sprühen.
Sobald der Bauschaum getrocknet ist, kannst Du ihn mit einer Sprühdose rot einfärben. Decke den Rest des unglücklichen Tieres, der nicht besprüht werden soll, mit Zeitung ab. Öffne vor dem Sprühen das Fenster!
Das kopflose Schaf
Wer wird denn da gleich den Kopf verlieren, kleines Schaf?! Der Kopf des Schäfchens wird behutsam mit einem Schnitt vom Körper getrennt.
Sprühe nun vorsichtig kleine Kegel aus Bauschaum auf die Wunden! Beachte dabei die Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Bauschaum, wie sie im Abschnitt über den operierten Fuchs aufgeführt sind. Sobald der Bauschaum richtig ausgetrocknet ist, schnitzt Du ihn je nach Bedarf und Geschmack zurecht. Am Kopf kann ruhig etwas mehr dran bleiben.
Sprühe nun die offenen Wunden mit einer Sprühdose rot an. Denke auch diesmal daran, dafür das Fenster zu öffnen!
Mutiertes Schweinchen
Kommen wir nun zu einem besonderem Problemfall. Das kleine süße Schwein leidet unter einem riesigen Gehirn, welches ihm tumorartig aus dem Kopf wuchert. Das muss untersucht und präpariert werden. Das rechte Auge des Schweins ist von dem Tumor extrem angegriffen. Es wird entfernt und durch das noch vorhandene Auge von Reineke Fuchs ersetzt.
Nun mit dem Bauschaum noch den Gehirntumor auf den Kopf sprühen. Beachte, dass der Bauschaum sich beim Trocknen noch einmal extrem ausdehnt und beachte die Sicherheitsanweisungen beim Arbeiten mit Bauschaum. Warte bis dieser komplett ausgetrocknet ist. Mit einer einfachen Schnur wird nun eine grobe Operationsnaht auf den Bauch genäht. Dazu sticht man (z.B. mit einer Nagelschere) Löcher in den Stoff und zieht mit einem spitzen Gegenstand (z.B. der Nagelschere) die Schnur durch die Löcher. Am Ende brauchst Du nur noch die beiden Enden miteinander verknoten. Das Ganze kann ruhig schief und krumm aussehen. Umso brutaler wirkt es letztlich.
Das sind nur drei Vorschläge des Kürbiskönigs! Wie so oft sind Deiner Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Warum z.B. nicht mal einen Schafskopf auf einen Schweinekörper verpflanzen? Aber Obacht! Wir reden hier von Kuscheltieren!
Schritt 2
Stopfe nun die präparierten Tiere in ihre Gläser. Der Vorteil der Kuscheltiere ist, dass man sie stark zusammenknüllen kann und so noch durch relative enge Öffnungen bekommt. Auch Bauschaum kann man, wenn er an der Oberfläche getrocknet, aber im Inneren noch nicht ganz fest ist, gut zusammendrücken und durch kleine Öffnungen pressen.
Schritt 4
Färbe das Wasser nun mit Lebensmittelfarben ein. Bei den Tieren empfiehlt sich Gelb mit einem Spritzer Rot um einen Farbton ähnlich dem von wirklichen Präparaten zu erzielen. Fülle die Gläser mit der gefärbten Flüssigkeit. Achte darauf, dass keine großen Luftlöcher bleiben. Bei größeren Präparaten wirst Du das Wasser bestimmt noch einmal nachfüllen müssen, da sich das Plüschtier erst langsam mit Wasser voll saugt.
Schritt 5
Ähnlich dem Monstrositäten-Kabinett des verrückten Wissenschaftlers ist es besonders wichtig, wie und wo Du die Gläser präsentierst. Ein besonders eindrucksvolles Ergebnis erzielst Du, wenn Du die Präparate von hinten oder der Seite anleuchtest.
Deine Gäste werden fasziniert sein – vorausgesetzt, sie haben ebensoviel Interesse an der Wissenschaft, wie Du.

















































unheimlich geil
Kommentar von Chris — 23. Oktober 2009 @ 18:11
aaaaaaaaalter wie geil is das denn?
Kommentar von Karl — 27. Oktober 2009 @ 12:27
Voll Krass…. schade Kinder noch zu klein….
Kommentar von Muhahaha — 31. Oktober 2009 @ 10:18