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	<title>Halloween.de - Das Halloween &#38; Horror Magazin &#187; Bücher</title>
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	<description>Das Halloween &#38; Horror Magazin</description>
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		<title>Die Bücher des Autors Anonymus</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 17:08:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Name des Autors ist unbekannt - im wahrsten Sinne des Wortes. Der Feder von "Anonymus" entsprangen die drei Werke, die nicht nur mit großem Tempo, sondern auch mit ordentlich Krawall, vulgären Ausdrücken, schwarzem Humor und fässerweise Blutvergießen daherkommen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Name des Autors ist unbekannt &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes. Der Feder von &#8220;Anonymus&#8221; entsprangen die drei Romane &#8220;Das Buch ohne Namen&#8221;, &#8220;Das Buch ohne Staben&#8221; und &#8220;Das Buch ohne Gnade&#8221;. Drei Werke, die nicht nur mit großem Tempo, sondern auch mit ordentlich Krawall, vulgären Ausdrücken, schwarzem Humor und fässerweise Blutvergießen daherkommen!</p>
<h2><a title="Das Buch ohne Namen" href="http://www.halloween.de/files/2011/10/Buch-ohne-Namen1.jpg" class="lightview" rel="gallery[37925]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2011/10/Buch-ohne-Namen1-188x300.jpg" alt="" width="188" height="300" /></a></h2>
<h2>Das Buch ohne Namen</h2>
<p>ISBN: 978-3-7857-6010-9<br />
447 Seiten<br />
Verlag: <a href="http://www.luebbe.de/Buecher/Spannung/Details/Id/978-3-7857-6010-9" target="_blank">Bastei Lübbe</a></p>
<h2></h2>
<p><em>&#8220;Jeder, der dieses Buch liest, stirbt. Doch nur wer es liest, weiß, warum&#8230;&#8221;</em></p>
<p><strong>Klappentext:</strong><br />
<em>&#8220;Ein Buch ohne Titel und ohne Autor tötet jeden, der es liest. Ein geheimnisvoller blauer Stein ist plötzlich verschwunden &#8211; und alle suchen ihn. In Santa Mondega bricht die Hölle los &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Sonnenfinsternis wird Santa Mondega bald in völlige Dunkelheit tauchen und dann wird es blutig werden. Blutiger als sich irgendjemand vorstellen kann. Denn ein Fremder ist in der Stadt: Bourbon Kid.&#8221;</em></p>
<p>Von Beginn an geht es in &#8220;Das Buch ohne Namen&#8221; zur Sache. Schon die Handlungen am ersten Schauplatz, der Tapioca Bar, geben einen kleinen Vorgeschmack auf das, was Dich hier erwartet: Düstere Szenarien, derbe Worte, dreiste Aktionen und drollige Regeln! Beispiel gefällig? Dafür taugt eines der ungeschriebenen Gesetze der eben erwähnten Bar, wonach man dort rauchen MUSS:</p>
<p><em>&#8220;Zigarren, Pfeifen, Zigaretten, Joints, Wasserpfeifen, Zigarillos, Bongs, alles war akzeptabel, außer Nichtrauchen. Nichtrauchen war völlig inakzeptabel. Keinen Alkohol zu trinken, wurde ebenfalls als Sünde angesehen, doch die größte Sünde von allen war es, als Fremder dieses Lokal zu betreten.&#8221;</em></p>
<p>Fast unnötig zu erwähnen, dass der Barkeeper der Tapioca Bar Fremden gerne Pisse statt Bourbon einschenkt. Und noch unnötiger zu erwähnen, dass daraus an schlechten Tagen eine tödliche Schießerei, an guten Tagen aber immer noch sehr schnell zumindest eine handfeste Keilerei werden kann, wonach die Bar wie eine mexikanische Würfelbude aussehen muss. Klingt ein bisschen wie Wilder Westen und so wirkt es auch. Aber so bleibt es nicht. Häufig wechseln die Schauplätze von Kapitel zu Kapitel und auch Zeitsprünge sind keine Seltenheit. Hey, sogar die Stimmungen, welche die Buchstaben übertragen, schwanken. Eben noch Western mit knallharten, schmutzigen, schießwütigen Ganoven, plötzlich ein bisschen Eastern mit Martial-Arts-Mönchen. Insofern (aber auch aufgrund der bildhaften Sprache und expliziter Beschreibungen) wirkt &#8220;Das Buch ohne Namen&#8221; tatsächlich teilweise so, als hätte ein Typ wie Quentin Tarantino die Feder geschwungen. Damit ist es ein großer Spaß für Leute, die ein Faible für schwarzen Humor haben.</p>
<h2><a title="Das Buch ohne Staben" href="http://www.halloween.de/files/2011/10/Buch-ohne-Staben1.jpg" class="lightview" rel="gallery[37925]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2011/10/Buch-ohne-Staben1-201x300.jpg" alt="" width="201" height="300" /></a>Das Buch ohne Staben</h2>
<p>ISBN: 978-3-404-20640-7<br />
442 Seiten<br />
Verlag: <a href="http://www.luebbe.de/Buecher/SF-Fantasy/Details/Id/978-3-404-20640-7" target="_blank">Bastei Lübbe</a></p>
<p><em>&#8220;Jeder, der &#8216;Das Buch ohne Namen&#8217; las, ist tot. Für den Rest kommt nun &#8216;Das Buch ohne Staben&#8217;&#8230;&#8221;</em></p>
<p><strong>Klappentext:</strong><br />
Auch ein Massenmörder muss an seine Rente denken. Erst recht nach 18 Jahren Gemetzel und einer höllischen Menge Bourbon. Und so kommt es, dass der berüchtigte Bourbon Kid seinen Job an den Nagel hängen will. Doch so einfach ist das nicht. Der Mönch Peto ist ihm auf den Fersen, denn Bourbon Kid hat alle Mitbrüder des Mönchs auf dem Gewissen. Außerdem trachten ihm diverse Zeitgenossen nach dem Leben: eine Reihe von Vampiren und Söldnern, eine Mumie, ein neuer Dunkler Lord – die Liste scheint endlos. Rente hin oder her. Bourbon Kid hat die Nase voll und erstellt seine eigene Abschussliste. Und diesmal verschont er niemanden&#8230;</p>
<p>Im Gegensatz zu &#8220;Das Buch ohne Namen&#8221; kommt die Geschichte in &#8220;Das Buch ohne Staben&#8221; etwas langsamer in Schwung &#8211; zumindest, wenn man dies auf das erste richtige Blutbad bezieht. Aber auch solange es kein Blutbad gibt, sondern nur die Auferstehung einer Mumie und mehrerer anderer, untoter Gestalten, wirst Du in genau der Art unterhalten, die sich bereits im ersten Buch bewährt hat &#8211; auf eine gewissermaßen merkwürdige Art:</p>
<p><em>&#8220;Das Buch des Todes stand dort. Heilige Scheiße! dachte er bei sich. Diese Sesamstraße-Jahrbücher haben sich aber auch ein ganzes Stück verändert seit meiner Kindheit.&#8221;</em></p>
<p>Solche &#8220;Erkenntnisse&#8221; sind es, die &#8220;Das Buch ohne Staben&#8221; immer wieder auflockern, während Du dem Feldzug des gealterten Killers Bourbon Kid folgst, der lieber seine persönliche Abschussliste abarbeitet, anstatt in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen. Die aus &#8220;Das Buch ohne Namen&#8221; bekannte Art der Szenen-, Zeit- und Stimmungswechsel unterbricht diese Geschichte zwar immer wieder, aber gerade das sorgt für Spannung. Das Interesse am Schicksal des Bourbon Kid wird deshalb wohl auch bei Dir im Mittelpunkt stehen, selbst wenn Du für diesen Bourbon kippenden Killer keine große Sympathie verspüren solltest &#8211; schließlich sind auch alle anderen Charaktere nicht unbedingt Sympathieträger. Das würde zu diesem tatsächlich überaus unterhaltsamen Roman auch nicht wirklich passen.</p>
<h2><a title="Das Buch ohne Gnade" href="http://www.halloween.de/files/2011/10/Buch-ohne-Gnade1.jpg" class="lightview" rel="gallery[37925]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2011/10/Buch-ohne-Gnade1-187x300.jpg" alt="" width="187" height="300" /></a>Das Buch ohne Gnade</h2>
<p>ISBN: 978-3-7857-6048-2<br />
429 Seiten<br />
Verlag: <a href="http://www.luebbe.de/Buecher/Belletristik/Details/Id/978-3-7857-6048-2" target="_blank">Bastei Lübbe</a></p>
<p><em>&#8220;Ich schreibe so lange weiter, bis alle tot sind.&#8221;</em> Anonymus (der Legende nach)</p>
<p><strong>Klappentext:</strong><br />
Ein Hotel irgendwo in der Wüste. Etwas Großes steht bevor: Abgehalfterte Barkeeper, schizophrene Musiker und eine Handvoll Zombies machen sich auf den Weg zu dem Rock-Festival, das unter dem Motto &#8220;Zurück von den Toten&#8221; steht. Die Teilnehmer sollen längst verstorbene Stars imitieren. Keiner von ihnen ahnt, dass sie dem Tod näher sind, als ihnen lieb ist. Denn ein weiterer Gast steht auf der Liste: ein wahnsinniger Killer namens Bourbon Kid&#8230;</p>
<p>Anstatt mit &#8220;Das Buch ohne Gnade&#8221;, dem dritten Titel der Buchreihe, die Geschichte des zweiten Buches weiter zu erzählen, springt der unbekannte Autor Anonymus diesmal wieder etwas in der Zeit zurück. Anstelle von Vampiren stehen diesmal Zombies im Mittelpunkt. Der bitterböse, schwarze Humor und die obligatorischen, derben Schilderungen fehlen natürlich ebensowenig, wie die immer wieder zu einem Schmunzeln führenden, skurrilen Konversationen:</p>
<p><em>&#8220;Bist du Johnny Cash?&#8221;</em><br />
<em> &#8220;Ja.&#8221;</em><br />
<em> &#8220;Und du Kurt Cobain?&#8221;</em><br />
<em> &#8220;Ja, das ist er.&#8221; Johnny deutete auf Kurt.</em><br />
<em> &#8220;Gut.&#8221;</em><br />
<em> Der Knabe schien es nicht eilig zu haben, in eine andere Kabine zu gehen, und die Situation wurde ein bisschen peinlich. Johnny entschloss sich zu einem Friedensangebot.</em><br />
<em>&#8220;Willst Du auch etwas von dem Koks? Wir haben noch zwei Lines übrig.&#8221;</em><br />
<em>&#8220;Nein.&#8221;</em></p>
<p>Auch für &#8220;Das Buch ohne Gnade&#8221; gilt, das, was schon für die beiden Vorgänger galt: Wer sich an expliziten Beschreibungen teils krasser Gewalt sowie an einem meist vulgären Umgangston nahezu aller Charaktere nicht stört und den grotesken Geschichtchen innerhalb der Story ohne unangebrachten Ernst begegnet, der wird auch an diesem Roman seine helle Freude haben.</p>
<p><strong>Text: Sascha Adermann</strong></p>
<hr class="divider_2" />
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		<title>Die Leichen des jungen Werther</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 10:27:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese blutige Neuinterpretation von Goethes "Die Leiden des jungen Werther" schlachtet genüsslich die heilige Kuh aller Deutschlehrer und wird wohl nie Einzug in die Sekundarstufe finden. Zum Trost verlost der Kürbiskönig drei Exemplare des skurrilen Werkes.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="../files/2011/05/leichen.jpg" class="lightview" rel="gallery[31447]"><img class="picture-left" src="../files/2011/05/leichen.jpg" alt="leichen" width="230" height="357" /></a><strong>Die Zombies sind gnadenlos. Nachdem sie sich bereits auf &#8220;<a href="http://www.halloween.de/empfehlungen/bucher/stolz-und-vorurteil-und-zombies-wir-verlosen-vier-exemplare-des-buchs--11777" target="_blank">Stolz und Vorurteil</a>&#8221; und auf die unschuldige &#8220;<a href="http://www.halloween.de/empfehlungen/bucher/heidi-und-die-monster--22527" target="_blank">Heidi</a>&#8221; gestürzt haben, machen sie jetzt nicht mal mehr vor den großen deutschen Literaturklassikern halt. Die blutige Neuinterpretation von Goethes &#8220;Die Leiden des jungen Werther&#8221; schlachtet genüsslich die heilige Kuh aller Deutschlehrer und wird wohl nie Einzug in die Sekundarstufe finden.</strong></p>
<p>Der Jura-Student Werther ist genervt: Gerade lief das Leben in Weimar mit seinen täglichen Trinkgelagen und den unzähligen Frauengeschichten ausgesprochen angenehm, da versetzt ihn sein Onkel ins Schnarchkaff Walheim, weil er seinem Neffen nicht mehr diesen ausschweifenden Lebensstil finanzieren will. Werther muss zähneknirschend kuschen, doch er schreibt sich den Frust in launigen Briefen an seinen Freund Wilhelm von der Seele. Er berichtet von seinem miesen Job mit einem unerträglichen Chef, den fehlenden Zerstreuungen auf dem Land und beklagt sich über die rückständige Bevölkerung, die doch tatsächlich noch ganz abergläubisch an Untote glaubt. Der Ärger ist jedoch schnell vergessen, als Werther auf Lotte trifft, eine junge Frau, die ihm durch ihre blassgraue Haut und der Einsilbigkeit als unheimlich Vornehm erscheint. Alle Annäherungsversuche werden lediglich mit einem Grunzen von ihr abgetan, was den jungen Mann aber nur noch mehr anspornt und schon bald blind werden lässt vor Verlangen. Bald vergisst er alles um sich herum, ignoriert die hohe Zahl ungewöhnlicher Todesfälle in Walheim und denkt nur noch daran, wie er sich seiner Angebeteten am besten nähern kann. Als er schließlich Erfolg hat, muss er leider feststellen, dass zu viel Nähe manchmal gar nicht so gesund ist&#8230;</p>
<h2>Frisches Blut im alten Schinken</h2>
<h2><a title="Illustration von Jürgen &quot;Geier&quot; Speh (www.geierheim.de)" href="http://www.halloween.de/files/2011/05/werther.jpg" class="lightview" rel="gallery[31447]"><img class="picture-right" src="http://www.halloween.de/files/2011/05/werther-192x300.jpg" alt="werther" width="192" height="300" /></a></h2>
<p>Autorin <a href="http://www.xing.com/profile/Susanne_Picard" target="_blank">Susanne Picard</a> lebt in Bonn und arbeitet schon seit Jahren als Lektorin und Übersetzerin im Fantasybereich. Mit Goethes legendärem Briefroman hat sie sich eine wirklich clevere Vorlage zur &#8220;Zombiefizierung&#8221; gewählt, schließlich kennt fast jeder das Original aus dem Unterricht. Mit viel Sinn für Sprache kopiert sie den schwülstigen Stil der Urfassung und mischt so die Invasion der Untoten vollkommen glaubhaft unter die bekannte Handlung. Als Leser musst Du Dich schon ein wenig auf diesen getragenen Stil einlassen, wirst aber zum Glück inhaltlich nicht mit dem staubtrockenen Gejammere des verweichlichten Ur-Werthers belästigt. Picards Held ist um einiges deftiger: Er säuft, er betrügt die Bauern beim Glücksspiel und er geht gern mal ins örtliche Freudenhaus. Schnell zeigen sich auch die ersten Anzeichen der Zombieplage, was zu teilweise irrwitzigen Szenen führt. So bekommt eine infizierte Adlige aus Werthers Bekanntenkreis bei einem Vortrag einen Anfall, als der Sprecher das weibliche und das männliche Gehirn als gleichwertig betrachtet. Ihre anschließenden &#8220;Gehirn! Gehirn!&#8221;-Schreie interpretiert der Protagonist nämlich nur als Zustimmung seiner Meinung, dass der Typ da vorn ja wohl gerade den größten Schwachsinn der Welt von sich gibt. Alsbald mischen sich dann auch die ersten Metzelorgien in Werthers beschauliches Landleben, was für makabere Unterhaltung sorgt. Comicfans freuen sich zudem über die zahlreichen Illustrationen, die die Comiclegende <a href="http://www.geierheim.de/" target="_blank">Jürgen &#8220;Geier&#8221; Speh</a> extra für das Buch angefertigt hat. So macht deutsches Kulturgut wieder Spaß!</p>
<hr class="divider_2" />
<p>Text: Sebastian Werner</p>
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		<title>Die Untoten und die Philosophie</title>
		<link>http://www.halloween.de/empfehlungen/bucher/die-untoten-und-die-philosophie--31381</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 10:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Was unterscheidet einen Menschen von einem Zombie? Sind Vampire moralische Wesen? Und falls ja: Dürfen wir ihnen dann ohne schlechtes Gewissen einen stumpfen Holzpflock durch das Herz treiben? Zeit, darüber nachzudenken! Ein Buch versucht diesen Fragen jetzt auf den Grund zu gehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Die Untoten und die Philosophie - Cover (Quelle: Klett Cotta)" href="http://www.halloween.de/files/2010/11/Greene_UntotenUndPhilosophie_2d.jpg" class="lightview" rel="gallery[31381]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2010/11/Greene_UntotenUndPhilosophie_2d-641x1024.jpg" alt="" height="320" /></a></p>
<p><strong>Was ist am Untotsein eigentlich schlecht? Was unterscheidet einen Untoten von einem richtigen Menschen? „Dieses Ding ist nicht mehr deine Mutter!“ Warum ist sie es nicht mehr? Und was ist sie denn dann? </strong></p>
<p>Sogar in Zombiegehirnen sind offensichtlich bestimmte Erinnerungs- und Gedankenfragmente erhalten geblieben. Wie sonst wäre es zu erklären, dass die Zombies in &#8220;Dawn of the Dead&#8221; ein Kaufhaus aufsuchen. In &#8220;Shaun of the Dead&#8221; ist die Grenze noch fließender. Bereits viele der Lebenden scheinen sich bereits zombifiziert zu verhalten. Zum richtigen Zombie ist es da nur noch ein kleiner Schritt. Und auch nach seinem Untod muss Shauns Kumpel Ed nicht auf liebgewonnene Lebensgewohnheiten, wie Playstation spielen, verzichten. Wie viel von der Person, deren äußere Erscheinung noch erkennbar ist, steckt in einem Zombie? Und unter welcher Prozent-Marke dürfen wir mit einem Baseballschläger dem Zombie, der einmal unsere Mutter war (vielleicht teilweise noch ist – auch wenn sich ihre Interessenslage eindeutig geändert hat) ohne schlechtes Gewissen den Kopf zu Brei schlagen? Dürfen wir das überhaupt? Notwehr – ist klar. Aber sonst?</p>
<h2>&#8220;Dieses Ding ist nicht mehr deine Mutter!&#8221; Aber was ist es dann?</h2>
<p>Noch schwieriger wird es bei den Vampiren, die offensichtlich eine geistige Kontinuität zu ihrem früheren, lebendigen Ich aufweisen und auch optisch für einen Laien im ersten Augenblick nicht von einem Lebenden zu unterscheiden sind. Viele Vampire entpuppten sich auch als geistreiche und charmante Gesprächspartner. Bleibt natürlich der Konflikt, dass sie zum Überleben auf menschliches Blut angewiesen sind. Was wäre aber nun, wenn sich Menschen z.B. bereit erklären würden, sich in einer Art Blutbordell freiwillig und zum Lustgewinn von Vampiren aussaugen zu lassen? Als eine Art freiwillige, lustvolle Blutspende? Ist es unter diesen gedanklichen Umständen moralisch vertretbar, einem Vampir einen stumpfen Holzpflock in das Herz zu rammen?</p>
<h2>Heidegger trifft Dracula</h2>
<p>Mit solchen Gedanken beschäftigen sich die Texte in <strong>&#8220;Die Untoten und die Philosophie&#8221;</strong>. Auch wenn das Buch sicherlich im Fahrwasser des anhaltenden Vampir- und Zombie-Booms mit entsprechenden bizarren Blüten, wie &#8220;<a href="http://www.halloween.de/empfehlungen/bucher/stolz-und-vorurteil-und-zombies-wir-verlosen-vier-exemplare-des-buchs--11777" target="_blank">Stolz und Vorurteil und Zombies</a>&#8221; entstanden ist, handelt es sich dabei jedoch überraschenderweise nicht um eine schnell zusammengeklaubte Ansammlung von ulkigen Lebensweisheiten. Das liegt vor allem daran, dass die Autoren zum großen Teil wirklich Philosophen SIND, bzw. entsprechende Lehrstühle an amerikanischen Universitäten inne haben. Entsprechend ernsthaft, wenn auch mit der notwendigen Leichtigkeit und Verständlichkeit, bearbeiten sie dann auch das Thema. Hier trifft wirklich Heidegger auf Dracula. Das ganze ist sehr unterhaltsam und kurzweilig zu lesen. Und vor allem auch durchaus anregend. Wirft es doch ein ganz neues Licht auf viele uns so vertraut gewordene Ansichten über die Untoten. Kann sein, dass man nach dem Buch einiges anders betrachtet. Und vielleicht sogar sich selbst. Denn schließlich ist man beim Versuch einer Abgrenzung (die ja notwendig ist, wenn ich jemandem mit dem Baseballschläger… na, Du weißt schon) auch immer damit konfrontiert, wer man eigentlich selbst ist und was das Wesen des Menschen ausmacht. Im Gegensatz z.B. von einem Zombie, der einem das Hirn ausschlürfen will.</p>
<hr class="divider_3" />
<h1>Trailer zum Thema</h1>
<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/iQGqUC707e0&amp;rel=0"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/iQGqUC707e0&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="640" height="385"></embed></object><br />
<object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/BeLEhbONvh8&amp;rel=0"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/BeLEhbONvh8&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="640" height="385"></embed></object></p>
<hr class="divider_2" />
<p>Text: A.Hartung</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Zombie Survival Guide</title>
		<link>http://www.halloween.de/empfehlungen/bucher/der-zombie-survival-guide--26637</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 12:16:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn der Sohn von Komikerlegende Mel Brooks einen Ratgeber über Zombies schreibt, kann das ja nur ein oberflächliches Vergnügen werden. Aber weit gefehlt, dieser Guide ist erstaunlich realistisch und macht fast schon ein bisschen paranoid.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Buchcover &quot;Der Zombie Survival Guide&quot;" href="http://www.halloween.de/files/2011/03/survival.jpg" class="lightview" rel="gallery[26637]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2011/03/survival-205x300.jpg" alt="survival" height="300" /></a><strong>Genre:</strong> Parodie<br />
<strong>Autor:</strong> Max Brooks<br />
<strong>Verlag:</strong> Goldmann</p>
<p><strong>Wenn der Sohn von Komikerlegende <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mel_Brooks" target="_blank">Mel Brooks</a> einen Ratgeber über Zombies schreibt, kann das ja nur ein oberflächliches Vergnügen werden. Aber weit gefehlt, dieser Guide ist erstaunlich realistisch und macht fast schon ein bisschen paranoid.</strong></p>
<p>Die Zombies sind unter uns. Schon seit Anbeginn der Menschheit sorgt ein Virus namens &#8220;Solanum&#8221; für kleinere und größere Epidemien, die regelmäßig von den jeweiligen Regierungen vertuscht werden. Du solltest deshalb ständig auf die kleinen Hinweise achten, die Brooks ausführlich beschreibt: Mordfälle, bei denen die Opfer ausschließlich durch Kopfschüsse getötet werden, vermehrte Meldungen von vermissten Personen, Seuchen, die man mit dubiosen Erklärungen wie &#8220;Rinderwahnsinn&#8221; abtut oder auch grundlose &#8220;Massenhysterien&#8221; in den Nachrichten. Wenn Du diese Warnhinweise registriert hast, wird es Zeit, das Haus zu sichern, die Vorräte zu kontrollieren und die Waffen zurechtzulegen, denn die nächsten Wochen könnten etwas ungemütlich werden. Es kann natürlich auch sein, dass die Bedrohung zu groß wird und Du Deine Behausung verlassen musst. Dann brauchst Du ein Ziel. Ist es ein Haus in den Bergen oder doch lieber eine Bohrinsel? Begibst Du Dich zu den örtlichen Armeestützpunkten oder meidest Du lieber die Hilfe des Militärs? Und was ist die beste Strategie, sicher durch verseuchte Gebiete zu reisen? Per Fahrrad oder besser mit dem Monstertruck? Auf das alles hat Brooks eine Antwort. Und zwar so ausführlich, dass einem fast schwindelig werden kann.</p>
<h2>Kenne Deinen Feind!</h2>
<p>Wie jeder gute Ratgeber, ist auch der <strong>Zombie Survival Guide</strong> strukturiert und übersichtlich aufgebaut. So befasst sich das erste Kapitel zunächst einmal mit den Untoten an sich. Um Ursprung und Wirkungsweise des &#8220;Solanum&#8221;-Virus mogelt sich der Autor zwar ein bisschen herum, doch das ist kein Beinbruch, schließlich ist es ein allgemeiner Ratgeber und jedes Zombiemachwerk &#8211; ob Film oder Buch &#8211; findet sowieso immer irgendeine haarsträubende Erklärung, die letztendlich eh keine Rolle spielt. Fakt ist, die Toten wandeln auf der Erde, jeder Biss ist tödlich und Du solltest deshalb besser wissen, wie die Dinger so ticken. Im Ratgeber erfährst Du alles über die körperliche Leistungsfähigkeit, ihre jeweiligen Sinneswahrnehmungen und ihre Verhaltensmuster. Wie kommunizieren die Biester untereinander, wie jagen sie und kann man sie vielleicht sogar domestizieren?</p>
<h2><a title="Illustration aus &quot;Der Zombie Survival Guide&quot;" href="http://www.halloween.de/files/2011/03/treppe.jpg" class="lightview" rel="gallery[26637]"><img class="picture-right" src="http://www.halloween.de/files/2011/03/treppe.jpg" alt="treppe" width="212" height="179" /></a></h2>
<p>Wer als Hardcore-Zombie-Fan bis hierhin noch nicht ganz überzeugt ist, der wird spätestens ab dem 2. Kapitel namens &#8220;Waffen und Kampftechniken&#8221; leuchtende Augen bekommen. Auf über 30 Seiten lässt sich Brooks über jede Art von Waffen aus, verlässt dabei schnell den ausgetretenen Pfad der Schusswaffen und erklärt anschaulich die Vor- und Nachteile bestimmter Alltagsgegenstände wie zum Beispiel Brecheisen, Bunsenbrenner, Schleudern oder elektrische Schraubendreher. Wie sperrig ist der Gegenstand, lässt er sich auch unter Panik wirkungsvoll einsetzen und wie sehr ist er abhängig von Treibstoff? Dann wird es sogar noch verrückter, schließlich könntest Du Dir ja einen historischen Plattenpanzer oder einen Hai-Anzug aus Drahtgeflecht zur Verteidigung zulegen, oder besser doch nicht? Der <strong>Zombie Survival Guide</strong> erklärt es Dir sehr anschaulich.</p>
<h2>Was wirst du tun, wenn die Hölle losbricht?</h2>
<p><a title="Illustration aus &quot;Der Zombie Survival Guide&quot;" href="http://www.halloween.de/files/2011/03/waffe.jpg" class="lightview" rel="gallery[26637]"><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-26689" src="http://www.halloween.de/files/2011/03/waffe-300x282.jpg" alt="waffe" width="315" height="297" /></a>In ähnlicher Detailfülle setzt sich der Ratgeber auf hunderten von Seiten fort. Wie verteidige ich mein Haus oder meine Mietwohnung, welche Vorräte lege ich mir zu (diese Listen eignen sich sogar für richtige Katastrophen), welche Gebäude eignen sich am besten zum Verschanzen &#8211; Krankenhäuser, Schulen oder doch lieber ein Supermarkt? Was muss ich auf der Flucht beachten, welche Landschaften sollte ich zum Reisen vorziehen und welche eignen vielleicht sogar für einen gezielten Angriff? Was wäre der geeignetste Ort, um in einer Welt zu überleben, die von Untoten überrannt wurde? All diese Fragen klopft Brooks stets auf ihren Realismus ab und kommt oft auf die verblüffendsten Erkenntnisse. So ist die verlockende einsame Insel, auf die wir uns wohl alle flüchten würden, bei genauerer Betrachtung gar nicht mehr so rosig. Schließlich werden skrupellose Banditen nicht davor haltmachen, Inseln und Küstengebiete nach Habseligkeiten abzusuchen. Die Nahrung muss gesichert werden, und weißt Du, wie man Getreide anbaut? Und zu guter Letzt können Zombies auch unter Wasser gemütlich herumspazieren. Was garantiert Dir also, dass nicht eines Morgens ein paar von den Biestern vor Deiner Hängematte stehen? Der Autor schafft es, einem gehörig den Kopf zu waschen und das Gefühl zu geben, sich wirklich mal kümmern zu müssen. Sich eine einsame Hütte in den Bergen zu kaufen und im Sommer nach und nach zombiefest zu machen. Sich Kenntnisse über Waffen, Technologie und Landwirtschaft zuzulegen. Leute mit verschieden Fähigkeiten um sich scharen.<br />
Nach Genuss dieses fundierten Handbuchs wirst Du Dich dabei erwischen, Deinen Alltag nach den wirklichen Gefahren und Chancen abzusuchen. Eine echte Leistung für einen fiktiven Ratgeber.</p>
<p>Abgerundet wird der <strong>Zombie Survival Guide</strong> von einer Jahrhunderte übergreifenden Chronik überlieferter Angriffe der Untoten. Brooks lässt vermeintliche Experten und Augenzeugen zu Wort kommen und mixt ungehemmt Fiktion mit tatsächlichen Vorkommnissen der Menscheitsgeschichte, wie Kriege oder Aufstände. Sehr schön ist auch, dass hier noch einmal das Gelernte vertieft wird, indem man anschaulich nachliest, welche Fehler die Menschen angeblich so alles gemacht haben. Auch hier beweist der Autor einen ungehemmten Einfallsreichtum.</p>
<p>Dieses ultimative Nachschlagewerk für alle Zombiefans ist eine liebevolle, detaillierte und unglaublich ideenreiche Parodie auf alle Überlebensratgeber, dessen größte Stärke es ist, an keiner Stelle wie eine Parodie auf alle Überlebensratgeber zu wirken. Wenn wirklich mal die bissigen Biester unsere Erde überrennen (weiß man&#8217;s?), würde ich auf der Stelle auf dieses Buch zurückgreifen.</p>
<hr class="divider_2" />
<p>Text: S. Werner</p>
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		<title>Heidi und die Monster</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 16:01:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorbei die Zeiten, in denen dunkle Tannen und grüne Wiesen im Sonnenschein die heile Welt von Heidi waren. Nun verbreitet sich ein fieser Virus, der die Menschen zu Zombies mutieren lässt, in der Idylle der schönen Alpenwelt. Das hier eine klebrig-süße Geschichte mit blutgierigen Menschenfressern kollidiert, der Autor dabei aber immer in der Kindersprache bleibt, ist der große Spaß an diesem liebevollen Werk. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;<a href="http://www.halloween.de/empfehlungen/bucher/stolz-und-vorurteil-und-zombies-wir-verlosen-vier-exemplare-des-buchs--11777" target="_blank">Stolz und Vorurteil und Zombies</a>&#8221; hat den Anfang gemacht: Man nehme einen historischen Roman und verwandle ihn in eine Monster-Story. Doch während der englische Gesellschaftsroman </strong><strong>hierzulande nicht unbedingt jedem geläufig ist, was den Sinn einer Parodie durchaus schmälern kann, nimmt sich der Autor des Romans &#8220;Heidi und die Monster&#8221; die beste Vorlagen zu Brust, die es gibt: Die klebrig-süße Geschichte von &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heidi_%28Roman%29" target="_blank">Heidi</a>&#8221; aus dem Jahr 1880 gehört zu den bekanntesten Kinderbüchern der Welt.<br />
</strong></p>
<p><a href="http://www.halloween.de/files/2010/11/heidi.jpg" class="lightview" rel="gallery[22527]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2010/11/heidi.jpg" alt="heidi" width="269" height="444" /></a>Vorbei die Zeiten, in denen dunkle Tannen und grüne Wiesen im Sonnenschein die heile Welt von Heidi waren. Nun verbreitet sich ein fieser Virus, der die Menschen zu Zombies mutieren lässt, in der Idylle der schönen Alpenwelt. Außerdem muss Heidi erfahren, dass ihre Mutter vor sieben Jahren gar nicht gestorben ist, sondern als Vampirbraut ihr Unwesen treibt. Beherzt greift Heidi zum Pflock und befreit mit Hilfe des Großvaters Almöhi die Untote von der Unsterblichkeit. Doch es gibt jemanden, dem das gar nicht gefällt: Marus, dem Blutsauger. Er war es, der sich die Frau Mama einst mit einem Biss gesichert hat und den es nun nach Rache dürstet für seinen Verlust. Und wenn er die Mutter schon nicht bekommen kann, dann doch vielleicht das Kind. Dumm nur, dass die kleine just von ihrer Tante Dete nach Frankfurt gebracht wird, wo sie in einem herrschaftlichen Haus gut bewacht als Spielkameradin für die gelähmte Klara herhalten muss. Und um als Vampir an die Kleine heranzukommen, ist ein Blutbad wohl unvermeidlich&#8230;</p>
<h2>Mit Pfyffeli und Pflöckli</h2>
<p>Ja, Du hast richtig gelesen, nicht nur Zombies knabbern die Alm-Bewohner an, auch Vampire streifen gleich noch mit durch die Nacht. Und dazwischen versuchen nun Heidi, der Almöhi und natürlich der Ziegenpeter ein halbwegs geregeltes Leben zu führen. Autor Peter H. Geißen nimmt das zuckersüße Mädchen-Universum und bastelt daraus eine Horror-Geschichte, ohne auch nur einmal die absurde Sprache der historischen Vorlage aus den Augen zu verlieren: Zombies heißen &#8220;Niänenüütli&#8221;, die Vampire sind &#8220;Uuputztä&#8221; und diese Biester werden beseitigt mit dem &#8220;Pflöckli&#8221; und dem &#8220;Füüschtlig&#8221;, einem großen Hammer. Die ganze Geschichte wirkt nie aufgesetzt, ist immer aus einem Guss und sogar die Kämpfe mit den Zombies lesen sich herrlich naiv. Beispiel gefällig?</p>
<p><em>In Heidis Augen war keine Angst, nur die Gewissheit, dass die Tante jetzt kämpfen würde. Heidi kannte das Kurzschwert oder Pfyffeli, wie die Männer im Tal dazu sagten. &#8220;Kehr ihnen niemals den Rücken zu!“, rief Dete noch, dann schlitzte sie den Vordersten vom Bauch bis zum Brustbein auf. Mehliger Brei quoll ihr entgegen.<br />
Für den Zweiten und Dritten zielte sie vortrefflich und enthauptete beide mit einem Streich. Da flogen die Köpfe nur so durch die Luft, im kurzen Grase rollten sie bergab, bis sie an einer Mooskuppe ein letztes Mal hochsprangen und in der Tiefe verschwanden. &#8220;Gut gemacht!“ Heidi klatschte in die Hände.</em></p>
<h2>Heidi in der großen Stadt</h2>
<p>Das hier eine vollkommen überzogene Idylle mit blutgierigen Menschenfressern kollidiert, der Autor dabei aber immer in der Kindersprache bleibt, ist der große Spaß an diesem liebevollen Werk. Glücklicherweise ruht sich Geißen aber nicht nur auf der Naivität der Vorlage aus, sondern entspinnt ein durchdachtes Zombie-Universum, das sehr bald auch durchaus dramatische Züge annimmt. Denn durch Heidis Reise nach Frankfurt ist es nämlich schnell vorbei mit der Idylle. Die Beschreibung der Großstadt, die unter den Heerscharen von Menschenfressern zu leiden hat, ist bedrückend realistisch. Während sich die reichen Häuser mit dicken Mauern und Wachdiensten vor der Bedrohung schützen, muss das Gesindel wie beispielsweise Prostituierte quasi jeden Moment mit ihrem Ableben rechnen. Auch als Ziegenpeter sich aufmacht, Heidi wieder nach Hause zu holen, spart der Autor nicht mit tragischen Momenten, in denen Leute aus ihren Häusern gezerrt werden und eine Mutter mit ihrem Kind auf dem Arm über ein Feld gejagt wird. Durch solche ernsten Ausflüge wirken Heidis naive Aussagen und ihre unauslöschliche Fröhlichkeit dann doppelt absurd.</p>
<p>Natürlich könnte man Peter H. Geißen vorwerfen, dass er seine Idee einfach nur von &#8220;Stolz und Vorurteil und Zombies&#8221; abgekupfert und auf ein bekanntes Kinderbuch übertragen hat. Damit würde man ihm aber Unrecht tun, denn man merkt, wie viel Aufwand und Originalität in seiner &#8220;Heidi&#8221;-Version steckt. Seine Geschichte ist durchdacht, einfallsreich und skurril. Außerdem erzählt er eine schlüssige und spannende Geschichte, die am Ende sogar auf eine Fortsetzung hoffen lässt. In diesem Fall stimmt einmal der Spruch: <strong>Lieber gut geklaut, als schlecht erfunden.</strong></p>
<p><object width="640" height="385" classid="d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ybf_43nss68?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="640" height="385" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/ybf_43nss68?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<hr class="divider_2" />
<p>Text: S. Werner</p>
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		<title>Stolz und Vorurteil und Zombies</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 11:28:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Heimlich schrieb Jane Austen eine zweite Version ihres Klassikers "Stolz und Vorurteil", in dem heiratswütige Damen im vorviktorianischen England blutrünstigen Zombies mittels Ninja-Wurfsternen den Garaus machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Cover &quot;Stolz und Vorurteil und Zombies&quot; (Heyne)" href="http://www.halloween.de/files/2010/05/cover-stolz-und-vorurteil-und-zombies.jpg" class="lightview" rel="gallery[11777]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2010/05/cover-stolz-und-vorurteil-und-zombies-189x300.jpg" alt="cover-stolz-und-vorurteil-und-zombies" width="189" height="300" /></a><strong>Wer kennt es nicht: “Stolz und Vorurteil“ &#8211; die bürgerliche Schmachtschmonzette von Jane Austen aus dem Jahr 1813 in der sich junge, verliebte Damen und ihre Verehrer erst durch ein Wirrwarr von gesellschaftlichen Verwicklungen und Irrtümern kämpfen müssen, bevor sie am Ende alle glücklich verheiratet sind. Wer kennt es nicht? Richtig: Kaum jemand kennt es! Denn im Allgemeinen zeigt der durchschnittliche Horror-und Halloweenfan doch ein recht begrenztes Interesse für Geschichten in denen die größte Herausforderung darin besteht, innerhalb der gesellschaftlichen Norm eine Balance zwischen gesellschaftlichem Druck und dem privaten Liebesglück zu finden und alle großen Probleme eigentlich mit einem kurzem Gespräch zu lösen wären. </strong></p>
<p>Das könnte sich jetzt aber grundlegend ändern. Denn völlig unbemerkt hat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jane_Austen" target="_blank">Jane Austen</a> eine zweite Version ihres Erfolgsromans, über den Mark Twain einmal gesagt hat: &#8220;Immer, wenn ich “Stolz und Vorurteil“ lese, möchte ich sie (Jane Austen) ausgraben und ihr mit ihrem eigenen Schienbein auf den Schädel hauen&#8221;, geschrieben. Er heißt “Stolz und Vorurteil und Zombies“. Genau, Zombies! Diese untoten, schwankenden Dinger, deren einziger Sinn und Streben dahin geht, den Lebenden das Gehirn aus dem Kopf zu lutschen. Zu verdanken ist diese &#8230; ähm &#8230; Entdeckung dem amerikanischen Literaturwissenschaftler <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Seth_Grahame-Smith" target="_blank">Seth Grahame-Smith</a>, der seitdem als verschollen gilt.</p>
<p>England im 18. Jahrhundert: Das ganze Land ist von einer Zombieplage befallen. London ist durch dichte Mauern halbwegs sicher („Ich befürchte, das Osttor ist schon wieder gefallen“). Aber auf dem Land kommt es schnell mal vor, dass ein Anwesen mit 18 Personen durch eine einfallende Horde Untoter komplett ausgelöscht wird. Oder die Gesellschaft bei einem Abendessen auf das Dessert verzichten muss, da das Küchenpersonal durch das Öffnen der Kellerklappe für frische Luft sorgen wollte und nun mit seinen herumliegenden Eingeweiden den bereits servierfertigen Kuchen vollkommen ruiniert hat. Im Angesicht dieser dramatischen Lage hält es Mr. Bennet für richtig, seine fünf Töchter in einem chinesischen Shaolin-Kloster zu blutigen Kriegerinnen auszubilden. Mrs. Bennet dagegen hat vor allem die standesgemäße Verheiratung ihrer Töchter im Sinn. Da passt es ihr bestens, dass in dem vor kurzem so unglücklich frei gewordenen, benachbarten Anwesen (siehe oben) ein junger Gentleman einzieht und gleich noch einen reichen Freund mitgebracht hat. Und so nehmen bald darauf die Liebesringeleien ihren Lauf. Und in all den Verwicklungen und Missverständnissen kommen die Mädchen bald kaum noch zum Zombietöten oder den einfachsten, täglichen Leibesertüchtigungen wie &#8220;Küss das Rehlein&#8221; (man schleicht sich von hinten unbemerkt an ein Reh, ringt das überraschte Tier nieder und küsst es auf die Schnauze).</p>
<h2>&#8220;Es ist eine allseits bekannte Wahrheit, dass es einen Untoten, der im Besitz von Gehirn ist, nur nach einem verlangt: mehr Gehirn&#8221;</h2>
<h2><a href="../files/2010/05/stolz-und-vorurteil-und-zombies-illustration-1.jpg" class="lightview" rel="gallery[11777]"><img class="picture-right" src="../files/2010/05/stolz-und-vorurteil-und-zombies-illustration-1.jpg" alt="stolz-und-vorurteil-und-zombies-illustration-1" width="313" height="466" /></a></h2>
<p>“Stolz und Vorurteil und Zombies“ ist eine amüsante und kurzweilige Parodie auf Jane Austens berühmten Roman, der laut einer BBC-Umfrage (nach „Herr der Ringe“) das zweitbeliebteste Buch der Engländer ist. Natürlich wird auch hier, wie im Original, viel Spazieren gegangen und um den heißen Brei herum geredet. Aber der Kontrast der förmlichen Umgangsformen und gesellschaftlichen Normen mit Sätzen, wie: „Nein, der Hass auf ihn war schon lange verflogen, und fast genauso lang, schämte sie sich dafür, dass sie sich einst gewünscht hatte, sein Blut zu trinken“ oder „Dann köpfte er noch rasch das gemetzelte Personal, während Mr. Bingley sich diskret in die vorgehaltene Hand übergab“ macht das Buch zu einem unterhaltsamen und lustigen Leseerlebnis.</p>
<p>Sehr gelungen ist auch der Anhang mit Arbeitsvorschlägen für die Abiturprüfung, sowie die Verlagswerbung für Bücher wie Goethes “Die neuen Leichen des jungen Werther“ oder “Der Zombieberg“ von Thomas Mann. Das Buch ist im <a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=332687" target="_blank">Heyne-Verlag </a>erschienen.</p>
<p>Ein Verfilmung ist selbstverständlich bereits in Vorbereitung (mit Natalie Portman in der Hauprolle) und im Oktober soll das Prequel “Stolz und Vorurteil und Zombies: Aufstieg der lebenden Toten“ erscheinen, welches die Vorgeschichte erzählt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr class="divider_2" />
<p>Text: A.Hartung</p>
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		<title>Auf Geisterjagd in der Hauptstadt &#8211; Die Gespenster von Berlin</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 02:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Autorin Sarah Khan machte sich auf die Suche nach den Berliner Geistern des 20. Jahrhunderts. Ihre Erlebnisse und Fundstücke schildert sie in diesem Buch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="../files/2009/10/die-gespenster-von-berlin.jpg" class="lightview" rel="gallery[8553]"><img class="picture-gallery" src="../files/2009/10/die-gespenster-von-berlin-185x300.jpg" alt="die gespenster von berlin" width="185" height="300" /></a><strong>Genre: </strong>Geistergeschichten<br />
<strong>Autorin</strong>: Sarah Khan<br />
<strong>Verlag</strong>: Suhrkamp</p>
<p><strong>Berlin ist eine Stadt mit einer langen und wechselhaften Geschichte. Auch wenn man im Gegensatz zu altmittelalterlichen Städten auf einen relativ geringen Sagen- und Folkloreschatz zurückblicken kann, muss doch allein die Geschichte des letzten Jahrhunderts ausreichen, um Berlin mit einer ganzen Armee von Spuk- und Geistererscheinungen zu versorgen.</strong></p>
<p>Das hat sich anscheinend auch die Autorin Sarah Khan gedacht und so beschloss sie, auf die Suche nach den Berliner Geistern zu gehen und ein Buch darüber zu schreiben. Und sie ist fündig geworden. Ihr Buch “Die Gespenster von Berlin“ erzählt aber nicht von putzigen enthaupteten Adelsgeschlechtern, die nächtens in Ritterrüstungen durch das Schloß Bellevue klappern (auch wenn die weiße Frau aus dem Berliner Schloß die einzige, offiziell eingetragene Geisterescheinung von Berlin sein dürfte). Sarah Khan findet eine alte Frau, die sich Mitte der Neunziger Jahre im Prenzlauer Berg auf einmal in einer chaotischen WG wiederfindet und eines Nachts auf der Toilette stürzt, weil die Mitbewohner die Waschmaschine (auf der sich die alte Dame bis dato immer aufstützte) umgeräumt haben, ohne es ihr zu sagen. Kurze Zeit später stirbt sie an den Sturzfolgen. Zum Schluss war die Alte nicht mehr ganz richtig im Kopf. Sagte immer „Putzen, Mädels, dann kriegt ihr auch einen Ehemann!“ und hatte ständig Angst vor der Stasi. Sah sie überall. Und versteckte ihr Geld eng zusammengerollt in Mauerrritzen und Möbelspalten. Nach ihrem Tod spukt es in der WG. Das Licht im Flur geht aus und aus dem ehemaligen Zimmer der alten Dame kommen Geräusche, als würde jemand Möbel verrücken (oder Geld verstecken?). Die neue Bewohnerin fühlt sich nicht wohl in dem Zimmer. Nur wenn sie zu Putzen beginnt, überkommt sie auf einmal eine tiefe Befriedigung. „Putzen, Mädels, dann kriegt ihr auch einen Ehemann!“</p>
<h2>Die Geschichten hinter den Geistern</h2>
<p>Es sind keine Schockeffekte, sondern die leisen Geschichten, die in den Alltag sickern. Sarah Khan erzählt in ihrem Buch vor allem von ihrer Suche, wie sie recherchiert, Leute befragt, mit einer Freundin und einem Tonbandgerät im Bethanien Geisterstimmen aufnehmen will. Dabei interessiert sie sich vor allem für die Menschen hinter dem Spuk und fördert so oft Details aus einer meist nicht allzu fernen Vergangenheit zu Tage. Von einer Klavierlehrerin, die 1945 in einem Haus in der Göhrener Straße im Prenzlauer Berg einsam verhungert. Die Menschen werden sichtbar und eine leise Traurigkeit schleicht sich in die Geschichten. Denn letztendlich steht immer hinter jeder Geistererscheinung eine tragische, oder zumindest traurig endende Lebensgeschichte. Glückliche Menschen werden nicht zu Geistern. Und so sind es vor allem die Echos dieser Menschen, die durch ihr Buch schwingen.</p>
<p><a title="Das Bethanien in Berlin Kreuzberg. Fotograf: Georg Slickers (Diese Datei ist lizenziert unter der Creative Commons-Lizenz Attribution ShareAlike 2.0. )" href="http://www.halloween.de/files/2009/10/bethanien.jpg" class="lightview" rel="gallery[8553]"><img class="picture-right" src="http://www.halloween.de/files/2009/10/bethanien.jpg" alt="bethanien" width="425" height="319" /></a></p>
<p>Sie berichtet von der Windmühle, dem Selbstmörderhaus am Alexanderplatz, wo sich jedes Jahr mindestens drei Menschen das Leben nehmen. Der Balkon im 24. Stock ist voller eingeritzter Botschaften. Von den zahlreichen Geistererscheinungen im ehemaligen Krankenhaus Bethanien, wo wahrscheinlich schon Fontane einen Geist gesehen hat. Von dem jungen Paar, welches ins Berliner Umland zieht und es fast nicht schafft, dem neuen Haus wieder zu entkommen. Welches sie niederdrückt. Wo nichts wachsen will, in einer Gegend, wo die Wälder noch voller gefallener Soldaten aus dem 2.Weltkrieg sind. Und die Erscheinung einer rauchenden Frau, die niemand sonst sieht und erst als sie beginnt, über die Geschichte des Hauses zu recherchieren, zu einer Person, zu einer Geschichte wird.</p>
<p>Sarah Khan erzählt im witzig charmanten Plauderton, ohne jedoch den Respekt und die schauerliche Neugier vor dem Gegenstand ihres Interesses (die Personen, die hinter den Geschichten stehen) zu verlieren. Sie zitiert E-Mails, Gespräche und berichtet von Misserfolgen. Zu einem wirklich gruseligen Lesererlebnis wird das Buch vor allem deswegen, weil die Ereignisse so eng mit der Gegenwart verknüpft sind und ihre Ursachen in der erst kürzlich vergangenen Geschichte liegen. Kein abstraktes Mittelalter, sondern Erscheinungen aus dem Hier und Jetzt, deren Geschichten in der Gegenwart traurig nachhallen und denen man sich deswegen auch nur schwer entziehen kann.</p>
<hr class="divider_2" />
<p>Text: A.Hartung</p>
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		<item>
		<title>Roald Dahl&#8217;s Buch der Schauergeschichten</title>
		<link>http://www.halloween.de/empfehlungen/bucher/roald-dahls-buch-der-schauergeschichten--5146</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 08:58:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Im schauerlichen Jahre 1958 war es, dass der Autor Roald Dahl, als Verfasser von so namenhaften Schmökern, wie “Charlie und die Schokoladenfabrik“, “Hexen Hexen“, “Kuschelmuschel“ und “James und der Riesenpfirsich“ beileibe kein Unbekannter, einem ihm halbwegs bekannten Hollywood-Produzenten vorschlug, zusammen eine TV-Gespenster-Serie zu produzieren. Diese sollte nicht mehr und nicht weniger als die Adaptionen der besten Gespenstergeschichten der Welt enthalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.halloween.de/files/2009/09/buch_roladdahlsbuchderschauergeschichten1.jpg" class="lightview" rel="gallery[5146]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2009/09/buch_roladdahlsbuchderschauergeschichten1-177x300.jpg" alt="Roald Dahl's Buch der Schauergeschichten" width="177" height="300" /></a><strong>Genre:</strong> klassische Gruselgeschichten<br />
<strong>Autor</strong>: Roald Dahl (Hrsg.)<br />
<strong>Verlag:</strong> Rowohlt</p>
<p><strong>Im schauerlichen Jahre 1958 war es, dass der Autor Roald Dahl, als Verfasser von so namenhaften Schmökern, wie “Charlie und die Schokoladenfabrik“, “Hexen Hexen“, “Kuschelmuschel“ und “James und der Riesenpfirsich“ beileibe kein Unbekannter, einem ihm halbwegs bekannten Hollywood-Produzenten vorschlug, zusammen eine TV-Gespenster-Serie zu produzieren. </strong></p>
<p>Diese sollte nicht mehr und nicht weniger als die Adaptionen der besten Gespenstergeschichten der Welt enthalten. Alle waren begeistert und nun lag es an Dahl aus dem riesigen Œuvre an Schauergeschichten, welche die Jahrhundertwende so zahlreich hinterlassen hatte, die 24 besten für die Serie herauszusuchen. Ein leichtes Unterfangen. Doch schon Tage später fand man den Erfolgsautor schockiert, ja geradezu entgeistert, zwischen seinen Stapeln von Gruselbüchern aus der örtlichen Bibliothek sitzen. Doch nicht die gruseligen Schrecken der Erzählungen hatte zu diesem Zutand geführt. Nein! Allein die grausige Qualität der Gruselwerke ließ den Meister in einer Schockstarre unfassbaren Entsetzens zurück. Nach 150 gelesenen Erzählungen hatte er erst zwei brauchbare Geschichten zusammen. Nach eigenen Angaben quält er sich durch ganze 749 Geschichten – er trägt jede Geschichte sorgfältig in ein Heft ein und gibt ihr eine Note – bis er 24 Geschichten zusammen hat.</p>
<p>Um es kurz zu machen: Das TV-Serienprojekt scheitert. Und dem armen Erfolgsautor bleibt, nach tagelangen, wochenlangen, ja vielleicht Monaten des Lesemartyriums nichts weiter, als die einmalige Kenntnis der 24 besten Gespenstergeschichten der Welt. Er benötigt 25 Jahre, um den Schock zu verarbeiten und auf die für einen Schriftsteller äußerst abwegige Idee zu kommen, die Geschichten in einem Buch zu veröffentlichen.</p>
<h2>Wohin fährt der &#8220;Der Vier Uhr-Fünfzehn Express&#8221;?</h2>
<p>Leider hat er von den 24 Geschichten wiederum nur 14 ausgewählt. Vielleicht wollte er dem Leser kein all zu dickes Buch zumuten? Oder er befürchtete, bei so einer Ansammlung exzellenter Schauergeschichten würde der eine oder andere Leser erschrocken vom Stuhl fallen und er sähe sich dann deren Klagen ausgesetzt? Und so müssen wir leider auf solch neugierig machende Geschichten wie “Der Vier Uhr-Fünfzehn Express“ verzichten. Auch wenn mich der Gedanke quält: Was mag nur in diesem Express grausiges vorgefallen sein?</p>
<p>Natürlich ist an Dahls “Besten Gruselgeschichten der Welt“ der Zahn der Zeit nicht ganz spurlos vorbeigezogen. Einige wirken aus heutiger Sicht doch arg betulich und vohersehbar. Mit der Erkenntnis, dass es sich bei dem seltsamen Herren aus dem Antiquitätenladen um die Ecke in Wahrheit um einen Geist gehandelt hat, ist nun mal heutzutage nur noch wenig Gänsehaut zu machen. Dennoch ist Dahls Zusammenstellung eine echte Empfehlung für alle Freunde des wohligen, altmodischen Schauderns und hat mit Geschichten, wie “Harry“ oder “Die obere Koje“ einige echt unheimliche Highlights zu bieten. Und mit “Der Geist einer Hand“ (ja, sie handelt genau davon!) eine der obskursten Gespenstergeschichten überhaupt.</p>
<p>Eine wahrer Lesetipp für alle Freunde des atmosphärischen Gruselns. Das Buch ist antiquarisch gut erhältlich und dabei auch noch äußerst preiswert.</p>
<hr class="divider_2" />
<p>Text: A. Hartung</p>
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		<title>Elli &#8211; Ungeheuer geheim</title>
		<link>http://www.halloween.de/empfehlungen/bucher/elli-ungeheuer-geheim--3666</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 10:57:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Das kleine Gespenstermädchen Elli ist pitschnass. Ihr gutes altes Spukhaus ist abgerissen worden und nun irrt sie schon seit drei Tagen durch das schlechte Wetter auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Diese erhofft sie sich in der Geisterbahn eines alten Rummelplatzes zu finden. „Geist und Geisterbahn, das passt!“ denkt sie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.halloween.de/files/2009/04/buch_elli_3.jpg" class="lightview" rel="gallery[3666]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2009/04/buch_elli_3-234x300.jpg" alt="" width="234" height="300" /></a><strong>Genre</strong>: Monster-Kinderbuch<br />
<strong>Autor:</strong> Klaus Baumgart<br />
<strong>Verlag:</strong> Baumhaus</p>
<p><strong>Das kleine Gespenstermädchen Elli ist pitschnass. Ihr gutes altes Spukhaus ist abgerissen worden und nun irrt sie schon seit drei Tagen durch das schlechte Wetter auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Diese erhofft sie sich in der Geisterbahn eines alten Rummelplatzes zu finden. „Geist und Geisterbahn, das passt!“ denkt sie.</strong></p>
<p>In der Geisterbahn wohnen hinter einer geheimen Tür bereits der Vampir Rolf Vangrufti, das haarige Monster Martha und Knarf (der offensichtlich mit Frankensteins Monster verwandt ist). Es wird beschlossen, dass Elli erstmal in der Geisterbahn bleiben darf, obwohl sie eigentlich nicht so richtig zum Fürchten ist. Trotzdem versucht sie nach allen Kräften, die Besucher der Gespensterbahn mit ihrem „Buh!“ zu erschrecken! Als aber ein kleiner Junge seinen Teddybären in der Geisterbahn verliert, zeigt sich das wahre Gesicht der ansässigen Monster und sie setzen alles daran, dass der kleine Junge sein Kuscheltier wiederbekommt&#8230; denn manchmal brauchen auch große Monster zum Einschlafen ein Kuscheltier!</p>
<p><a href="http://www.halloween.de/files/2009/04/buch_elli_2.jpg" class="lightview" rel="gallery[3666]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2009/04/buch_elli_2-142x142.jpg" alt="" width="142" height="142" /></a><a href="http://www.halloween.de/files/2009/04/elli.jpg" class="lightview" rel="gallery[3666]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2009/04/elli-142x142.jpg" alt="" width="142" height="142" /></a>“Elli &#8211; Ungeheuer Geheim“ ist ein buntes, freundliches Geisterbuch für Kinder aus der Feder des Bestseller-Autoren Klaus Baumgart. Wer zusammen mit Elli die freundlichen Monster aus der Geisterbahn kennenlernt, der hat nachts bestimmt keine Angst mehr. Vor allem wenn die Vampire nur Hagebuttentee trinken!</p>
<p>Text: A. Hartung</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr class="divider_2" />
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		<title>Die Geständnisse des Grafen Dracula</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 10:27:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Graf Dracula ist lange tot. Hat man gedacht. Doch da trifft das Ehepaar Harker 1975 inmitten eines Schneesturmes auf der Rückbank ihres Autos niemand anderen als ihren alten Erzfeind. Der will ihnen aber nicht in den Hals beissen, sondern ein für alle mal die alte Geschichte richtig stellen. Eine Geschichte voller Mißverständnisse, wie er meint.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.halloween.de/files/2008/10/cover4.jpg" class="lightview" rel="gallery[471]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/cover4.jpg" alt="cover4" width="200" height="311" /></a></strong>(Orginaltitel: “The Dracula Tape“)</p>
<p><strong>Genre:</strong> Parodie<strong><br />
Autor:</strong> Fred Saberhagen<br />
<strong>Verlag:</strong> Festa</p>
<p><strong>Im Dezember 1975 trifft das Ehepaar Arthur Harker (Nachfahre des berühmten Jonathan Harker) und Janet Harker, während eines Schneesturmes, völlig entkräftet und dem Kältetod nahe, im All Saints Hospital bei Plymouth ein. Ihr Auto wird wenig später, ca. 30 Meilen entfernt, mit steckendem Schlüssel und halbvollem Tank gefunden. Auf die Frage hin, warum sie ihr Auto verlassen haben und was es mit dem Tonbandgerät auf dem Rücksitz des Wagens auf sich hat, verweigern sie vehement die Auskunft.</strong></p>
<h2>Totgeglaubte reden länger</h2>
<p>Nicht ohne Grund, denn das Tonband weiß die Antwort. Darauf erzählt ein zu Unrecht Totgeglaubter seine Geschichte. Sein Name, Vlad III. Drăculea, besser bekannt als Graf Dracula!</p>
<p>Naja, eigentlich erzählt er nicht seine ganze Lebensgeschichte. Vielmehr unternimmt der Fürst der Dunkelheit den ersten und letzten Versuch, einige Halbwahrheiten ins rechte Licht zu rücken. Insbesondere wurmt ihn die Darstellung jener Ereignisse in dem Tagebuch-&amp; Brief-Roman, welcher Bram Stoker als Autor weltberühmt macht. So beschreibt Dracula, wie er versucht nach London überzusiedeln. Leider scheitert er mit dem Versuch, sich mit dem Kanzleiangestellten Jonathan Harker anzufreunden. Leider kann er ihn auch nicht vor drei blutrünstigen Vampir-Damen gleichzeitig beschützen. Der in Panik verfallene Harker versucht sich in diesem heiklen Moment, durch das hohe Fenster aus dem Staub zu machen, während vor dem Tore eigentlich, eine von Dracula bereit gestellte, luxuriöse Kutsche mit uniformiertem Ziegeuner-Fahrer, auf ihn wartet um ihn zum Bahnhof zu fahren.</p>
<p>Draculas Bemühen steht auch weiterhin unter keinem guten Stern. Die Mannschaft seines Schiffes meuchelt sich auf der Überfahrt nach England vor lauter abergläubischer Furcht selbst, während der verzweifelte Graf versucht, den Kapitän zur Kooperation zu bewegen. Er fürchtet auf Grund zu laufen und dabei seine Kisten voller Heimaterde zu verlieren. Doch damit nicht genug, heftet sich auch noch der sadistische und nicht mal richtig englisch sprechende – ein Umstand, der anscheinend in keiner deutschen Dracula-Übersetzung Berücksichtigung fand – Dr. Van Helsing an Draculas Fersen.</p>
<h2>Dracula, der Frauen-Versteher</h2>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="../files/2008/10/Dracula.jpg" class="lightview" rel="gallery[471]"><img class="picture-right" src="../files/2008/10/Dracula.jpg" alt="Dracula" width="300" /></a><p class="wp-caption-text">Wir haben es immer geahnt: Dracula ist ein Frauenversteher!</p></div>
<p>Mit den Frauen läuft es hingegen viel besser. Lucy ist froh, dass sie endlich einen Liebhaber gefunden hat, der ihr nicht mit ausufernden Wort-Eskapaden einen Heiratsantrag macht. Harkers frisch Angetraute Mina erweist sich gar als Draculas große Liebe. Gemeinsam schmieden Mina und er einen Plan, Draculas Tod vorzutäuschen und somit seinen fanatischen Feinden zu entkommen.</p>
<p>“Die Geständnisse des Grafen Dracula“ erzählt Stokers berühmten Roman aus der Sicht des obersten aller Vampire. Da sich der erzählerische Ablauf sehr eng an der Vorlage orientiert, hält sich der Spannungsaufbau zwangsläufig in Grenzen. Dafür ist es sehr amüsant zu lesen, wenn Dracula versucht, sein in eigenr Person sein nicht vorhandenes Personal zu ersetzen und zivilisiert zu wirken. Harkers dreckiges Geschirr wirft er einfach aus dem Fenster, in der Überzeugung, dass die goldenen Teller in einigen Jahren von allein sauber werden. Von der Leerung des Nachttopfes ganz zu schweigen. Süffisant verweist er auf die fehlenden, medizinischen Kenntnisse des “führenden Mediziners“ Dr. Van Helsing, der Lucy mit wahllosen Bluttransfusionen zu Tode kuriert. Zudem sinniert er darüber, ob ihn allein seine sexuelle Sprunghaftigkeit (wenn man das so bezeichnen darf) zum Hassobjekt der tapferen Männer werden lässt.</p>
<p><strong>Ein unterhaltsamer Lesespaß!</strong></p>
<hr class="divider_2" />
<p>Text: Andreas Hartung</p>
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		<title>Baltimore, oder Der standhafte Zinnsoldat und der Vampir</title>
		<link>http://www.halloween.de/empfehlungen/bucher/baltimore-oder-der-standhafte-zinnsoldat-und-der-vampir--456</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 10:26:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Europa ist am Boden. Die Hessenkriege, ein dem 1.Weltkrieg ähnliches Szenario, sind praktisch vorbei. Aber nicht Sieg und Niederlage führten wie sonst üblich zum Kriegsende. Nein, die graue Pest wütet mit verheerenden Auswirkungen in ganz Europa. Angesichts der tödlichen Krankheit desertieren Freund und Feind. In dieser Zeit treffen sich, in einer vom Verderben gezeichneten Stadt, drei seltsame Gestalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="http://www.halloween.de/files/2008/10/Baltimore-Cover.jpg" class="lightview" rel="gallery[456]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/Baltimore-Cover.jpg" alt="Baltimore-Cover" width="223" height="269" /></a></h2>
<p>(Originaltitel: “Baltimore, Or The Steadfast Tin Soldier And The Vampire“)</p>
<p><strong>Genre:</strong> Vampir-Roman mit düsteren märchenhaften Elementen<br />
<strong>Autor</strong>: Mike Mignola / ChristopherGolden<br />
<strong>Verlag:</strong> Crosscult</p>
<h2></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Europa ist am Boden. Die Hessenkriege, ein dem 1.Weltkrieg ähnliches Szenario, sind praktisch vorbei. Aber nicht Sieg und Niederlage führten wie sonst üblich zum Kriegsende. Nein, die graue Pest wütet mit verheerenden Auswirkungen in ganz Europa. Angesichts der tödlichen Krankheit desertieren Freund und Feind, um zu ihren Liebsten zu eilen. In dieser Zeit treffen sich, in einer vom Verderben gezeichneten Stadt, drei seltsame Gestalten.</strong></p>
<h2><br class="clear" /></h2>
<h2>Triebfeder der Pest</h2>
<p>Grund für das Treffen an diesem unwirtlichen Ort ist die Bitte eines gemeinsamen Freundes, namens Lord Henry Baltimore. Nach einem erschreckenden Erlebnis auf dem Schlachtfeld weiß er als einer der wenigen Menschen, um die wahre Herkunft der Pest. Nicht Bakterien sind die Krankheitserreger, sondern Vampire! Wie Heuschrecken überziehen sie die Landstriche und lassen nichts Lebendes zurück. Nachdem seine Familie den Todbringern zum Opfer gefallen ist, schwört Baltimore Rache und wird zum unerbittlichen Jäger der nächtlichen Blutparasiten.</p>
<p>Dazu benötigt er jedoch die Hilfe seiner drei potentiellen Mitstreiter. Der Seemann Demetrius Aischos, der verstümmelte Chirurg Lemuel Rose und der adlige Jugendfreund Thomas Childress folgen dem Ruf ihres Freundes. Sie sind bereit, der Geschichte Baltimores Glauben zu schenken und ihn in seinem Kampf zu unterstützen. Schließlich haben sie selbst  bereits erschütternde Erfahrungen mit dem Bösen gemacht. Zunächst aber warten die Drei vergeblich in einer öden Spelunke, bis endlich ein Bote eintrifft und ihnen das Tagebuch von Lord Baltimore übergibt. Von da an wissen die drei skurrilen Helden, wie sie ihrem Freund helfen können.</p>
<p><a title="Illustration: Mike Mignola / Quelle: crosscult.de" href="../files/2008/10/Baltimore-4.jpg" class="lightview" rel="gallery[456]"><img class="picture-gallery" src="../files/2008/10/Baltimore-4.jpg" alt="Baltimore-4" width="195" /></a><a title="Illustration: Mike Mignola / Quelle: crosscult.de" href="../files/2008/10/Baltimore-3.jpg" class="lightview" rel="gallery[456]"><img class="picture-gallery" src="../files/2008/10/Baltimore-3.jpg" alt="Baltimore-3" width="195" /></a><a title="Illustration: Mike Mignola / Quelle: crosscult.de" href="../files/2008/10/Baltimore-2.jpg" class="lightview" rel="gallery[456]"><img class="picture-gallery" src="../files/2008/10/Baltimore-2.jpg" alt="Baltimore-2" width="195" /></a></p>
<h2>Vom Comic zum Buch</h2>
<p>“Baltimore“ ist ursprünglich als Comic geplant. Als Hellboy-Schöpfer Mike Mignola aber merkt, dass die Geschichte den Rahmen sprengen würde, holt er Christopher Golden als erfahrenen Mitautor ins Boot. Das Ergebnis ist ein über 300 Seiten starker Roman. Die Kombination des Märchens vom einbeinigen Zinnsoldaten (Titelheld Baltimore verlor im Krieg ein Bein), klassischen Vampir-Geschichten und düsterer Folklore funktioniert hervorragend. Genau wie in seinen Comics (“Hellboy“) benutzt Mignola Motive aus der Welt der Sagen und Märchen, die er in seine Rahmengeschichte kunstvoll einbindet. So lesen wir in “Baltimore“ von verwunschenen Städten, indianischen Wasserdämonen und einem Gestalten-Wandler in Form eines Werwolfes.</p>
<h2>Vom Buch zum Film</h2>
<p><a title="Illustration: Mike Mignola / Quelle: crosscult.de" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/Baltimore.jpg" class="lightview" rel="gallery[456]"><img class="picture-right" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/Baltimore.jpg" alt="Baltimore" width="283" height="181" /></a>Eine Verfilmung der Geschichte ist ebenfalls geplant. Die Regie soll David S. Goyer  führen, der bereits u.a. bei “Blade Trinity“ als Regisseur und bei “Dark Knight“ als Drehbuchautor fungierte. Das Drehbuch schreiben Mike Mignolia und Christopher Golden zusammen.</p>
<p>Obwohl man den Eindruck hat, dass Mignola den Kern der folkloristischen Versatzstücke relativ unberührt lässt und diese “nur“ stimmig in sein Gesamtkonzept integriert, entsteht eine dichte, düstere und geheimnisvolle Atmosphäre. Seine Leistung besteht vorrangig darin, viele dieser Mythen und Geschichten in ein zeitgemäßes Gewand zu kleiden. “Baltimore“ ist in sofern keine Neuerfindung des Genres. Aber es ist ein unglaublich spannendes Buch und schauriges Gruselmärchen.</p>
<p>Das Buch enthält darüber hinaus zahlreiche Illustrationen von Mignola, die größtenteils wie Embleme wirken. Noch mehr großflächige Bilder wären zwar schön gewesen, dafür hat das Buch aber das schönste Cover der letzten Jahre. Und als Zugabe gibt es das Original-Märchen “Der standhafte Zinnsoldat“ von Hans Christian Andersen.</p>
<hr class="divider_2" />
<p>Text: Andreas Hartung</p>
<p><em>Alle Illustrationen sind von Mike Mignola und wurden dem Buch entnommen.</em></p>
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		<title>Die falsche Kiste</title>
		<link>http://www.halloween.de/empfehlungen/bucher/die-falsche-kiste--440</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 10:13:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wenn das kein komisches Buch ist, möchte ich wissen, was dann. Ich bin beim Schreiben beinahe umgekommen vor Lachen.“ sagte Robert Louis Stevenson, der diesen absurden und schwarzhumorigen Roman zusammen mit seinem Stiefsohn Lloyd Osborne schrieb.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="../files/2008/10/cover-dt1.jpeg" class="lightview" rel="gallery[440]"><img class="picture-left" src="../files/2008/10/cover-dt1.jpeg" alt="" width="154" height="250" /></a>(Originaltitel: “The Wrong Box“)</p>
<p><strong>Genre:</strong> Klassiker des makabren Humors<br />
<strong>Autor:</strong> Robert Louis Stevenson und Lloyd Osbourne<br />
<strong>Verlag:</strong> Insel; Deutscher Taschenbuch Verlag; Büchergilde Gutenberg; Hanser</p>
<p>„Wenn das kein komisches Buch ist, möchte ich wissen, was dann. Ich bin beim Schreiben beinahe umgekommen vor Lachen.“ sagte Robert Louis Stevenson, der diesen absurden und schwarzhumorigen Roman zusammen mit seinem Stiefsohn Lloyd Osborne schrieb. Es handelt von Verwicklungen und Betrügereien rund um die baldige Auszahlung einer stattlichen Tontine.</p>
<h2><strong>Was ist eine Tontine?</strong></h2>
<p>Eine Tontine ist eine Art obskure Lebens- bzw. Rentenversicherung, mit der unsere britischen Nachbarn, gern die Zeit bis zu ihrem Ableben überbrücken. Eine Gruppe stolzer Elternteile zahlt für ihre jungen Sprösslinge bei einem gewissenhaften Notar jeweils eine nicht unerhebliche Summe ein. Sagen wir mal unbescheidene 1000 Britische Pfund. Dieses Geld wird Gewinn bringend angelegt und vermehrt sich über die Jahre zu einem prächtigen Vermögen. Ausbezahlt wird der letzte Überlebende der ehemals so munteren und viel versprechenden Kinderschar, um sich damit seine möglicherweise letzten Lebenswochen angemessen zu verschönern.</p>
<p>Die beiden Brüder Masterman und Joseph Finsbury sind die einzigen beiden Überlebenden einer solchen Tontinen-Abmachung. Joseph hat jedoch nicht viel Freude an der Aussicht auf baldigen Reichtum. Denn er muss seinen Anspruch an der Tontine an seine beiden verwaisten Neffen Morris und John abtreten, die er groß gezogen und deren ursprünglich ansehnliches Vermögen er in seinem defizitären Ledergeschäft und ausufernden Weltreisen versenkt hat. Die mittlerweile volljährigen Neffen sind nun stark an ihrem Anteil der viel versprechenden Tontine interessiert und verändern radikal das Leben des bisher so lebenslustigen Onkel Joseph. Nach dem Motto: „Wer zuerst stirbt, hat verloren“ hütet Neffe Morris seinen Onkel, im übrigen ein passionierter Vortrags-Redner, wie seinen Augapfel. Er lässt ihn nicht mal mehr zu dessen geliebten Vortragsreisen außer Haus und kleidet ihn von oben bis unten in patentierte Gesundheitswäsche nach dem neusten Schrei. So drangsaliert, nutzt Onkel Joseph das Chaos nach einem schrecklichen Eisenbahnunglück, um heimlich zu verschwinden. Seine Neffen finden nur eine kopflose Leiche, welche zufällig ebenfalls in der patentierten Gesundheitswäsche verpackt ist.</p>
<h2><a title="Der Autor Robert Louis Stevenson fotografiert von seinem Mitautor Lloyd Osbourne" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/Stevenson.jpg" class="lightview" rel="gallery[440]"><img class="picture-right" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/Stevenson.jpg" alt="Stevenson" width="227" height="300" /></a>Leiche, wechsle dich!</h2>
<p>Ihre Schlussfolgerung ist klar: Der Onkel ist tot. Und kein Onkel, kein Geld. Den ungerechten Lauf des Schicksals beklagend, beschließen sie die Leiche verschwinden zu lassen. Es reift der Plan den Onkel, rein virtuell am Leben zu erhalten, um doch noch die Tontine zu kassieren. Aber das ist gar nicht so einfach. Erst recht nicht, als ein Witzbold die Adressen-Etiketten vertauscht und jemand anderes die Leiche in einer Kiste zugeschickt bekommt.</p>
<p>„Leiche, Leiche, du musst wandern“ &#8211; denken die Neffen, denn fortan wechselt der kopflose Tote munter seine Besitzer. Man verkleidet sich und erfindet abstruse Geschichten, um die ungeliebte Leiche anderen Leuten unterzuschieben und das Dasein eines totgeglaubten Menschen vorzutäuschen, der gar nicht tot ist. Mittelpunkt dieses lustigen Verwirrspiels ist der lebenslustige Winkeladvokat Michael Finsbury. Dieser ist der Neffe von Morris und John und als Sohn von Masterman Finsbury eben selbst extrem heißer Anwärter auf die reizvolle Tontine.</p>
<p>“Die falsche Kiste“ gleicht einem bayrischen Volksschwank, in dem immer zum falschen Moment noch ein Großvater aus dem Küchenschrank stolpert. Die unwahrscheinlichsten Verknüpfungen und Zufälle stapeln sich dramatisch hoch. Und durch die distanzierten und lakonischen Kommentare der beiden neutralen Erzähler, ist das Buch auch über 100 Jahre nach seinem Erscheinen ein prächtiger und vor allem komischer Lesespaß.</p>
<p>Aufgrund seiner moralischen und heiteren Unbeschwertheit –  keine der handelnden Personen wird für sein moralisch grenzwertiges Tun vom Erzähler getadelt – wird der Roman nach seinem Erscheinen beim großen Publikum und der Presse leider kein großer Erfolg. Er erfreut sich aber  einer geradezu kultischen Verehrung, in einem kleinen Kreis prominenter Verehrer (u.a. Gilbert Keith Chesterton). Angeblich wurde den Redakteuren der Times in den Zwanziger Jahren sogar untersagt, mehr als ein Zitat aus “Die falsche Kiste“ pro Ausgabe zu verwenden.</p>
<p>In Deutschland ist das Buch antiquarisch gut und preiswert erhältlich.</p>
<hr class="divider_2" />
<p>Text: Andreas Hartung</p>
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		<title>Scary Godmother</title>
		<link>http://www.halloween.de/empfehlungen/bucher/scary-godmother--85</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Oct 2008 22:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[„Sie braut Tränke und füllt Ängste in Flaschen ab! Fängt Schreie und malt Wolken in die dunkle Nacht.“ Jill Thompson illustriert diese, thematisch an Halloween angelehnten, Geschichten nicht nur eigenhändig, sondern schreibt auch die Texte selbst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.halloween.de/files/2008/10/buecher-scary-godmother-2008-10-15-cover.jpg" class="lightview" rel="gallery[85]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/buecher-scary-godmother-2008-10-15-cover-223x300.jpg" alt="" width="223" height="300" /></a><strong>Genre:</strong> Kinderbuch<br />
<strong>Autor/Zeichner:</strong> Jill Thompson<br />
<strong>Verlag:</strong> Egmont Ehapa</p>
<p><strong>„Sie braut Tränke und füllt Ängste in Flaschen ab! Fängt Schreie und malt Wolken in die dunkle Nacht.“</strong></p>
<p><strong>1997 erscheint in den USA mit “Scary Godmother“ der erste Band einer Serie von Comic-Büchern für Kinder. Jill Thompson illustriert diese, thematisch an Halloween angelehnten, Geschichten nicht nur eigenhändig, sondern schreibt auch die Texte selbst. Von den über zehn, in Amerika erschienenen, Bänden veröffentlicht der Egmont Ehapa Verlag im Jahr 2002 die ersten beiden Bücher in deutscher Sprache. Zudem sind bereits zwei sehenswerte 45min-Filmchen (“Halloween Spooktacular“  und “Jimmy&#8217;s Revenge“) erschienen – allerdings nur in englischer Sprache!</strong></p>
<p>Besonders hervorzuheben ist der eigenwillige, aber spektakuläre Zeichenstil. Ein bisschen erinnert die Art der Darstellung an den Stil von Tim Burton. Die Figuren sind skurril, die Szenarien größtenteils knallig bunt und die Proportionen vieler Objekte verschoben. Mit einem Wort: schräg! Zugegeben, auf den ersten Seiten wirken die Wesen noch wunderlich und das Umfeld ulkig, doch dieser Eindruck lässt zunehmend nach und weicht innerer Freude und Begeisterung.</p>
<h2>Happy Halloween!</h2>
<p>Maßgeblich tragen dazu die lustig-schaurigen Storys bei. Die Scary Godmother, auch „Gruseltante“ genannt, ist im Prinzip eine Hexe mit orange-roten Haaren, blass-grüner Haut und winzigen Fledermaus-Flügeln auf dem Rücken, mit denen sie auch fliegen kann. Sie erscheint, wann immer sich Kinder an Halloween fürchten, und nimmt ihnen in traumhaften, bildgewaltigen Erzählungen die Furcht vor Halloween und den dazugehörigen Kreaturen. Sie ist sozusagen die sanfte Seele der gutherzigen Geisterwelt!<br />
Die Handlungen sind zwar eigenständig erzählt, aber dennoch miteinander verwoben. So wird die kleine Hannah-Marie im ersten Band (“Süßes oder Saures“) von der Gruseltante kuriert und freut sich im zweiten Band (“Jimmy&#8217;s Rache“) bereits auf Halloween, während ihr Cousin Jimmy die Erlebnisse aus dem ersten Band noch nicht verarbeitet hat und sich deshalb in “Jimmy&#8217;s Rache“ ganz besonders vor Halloween fürchtet.</p>
<p>Ganz nebenbei erwähnt, sind die Anekdoten zusätzlich sehr witzig geschrieben, so dass beim Lesen keine Langeweile aufkommt. Darüber hinaus kommt schon allein die Betrachtung der figürlichen Feinheiten einer spannenden Entdeckungsreise gleich. Ich sag nur: Fledermaus-Flügel! So macht “Scary Godmother“ großen und kleinen Halloween-Freunden Spaß!</p>
<hr class="divider_2" />
<p>Text: Sascha Adermann</p>
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