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	<title>Halloween.de - Das Halloween &#38; Horror Magazin &#187; Geschichte &amp; Hintergrund</title>
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	<description>Das Halloween &#38; Horror Magazin</description>
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		<title>Frankensteins Monster</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 10:39:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Figuren]]></category>

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		<description><![CDATA[„Es bewegt sich – es lebt – es lebt! ES LEBT … Nun weiß ich, wie Gott sich fühlt.“ (Victor Frankenstein)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>„</em>Es bewegt sich – es lebt – es lebt! ES LEBT … Nun weiß ich, wie Gott sich fühlt.<em>“</em></strong><br />
(Victor Frankenstein)<span id="more-536"></span></p>
<h2><a title="Frankensteins Monster" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/wwwdeadlanterncom.jpg" class="lightview" rel="gallery[536]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/wwwdeadlanterncom-224x300.jpg" alt="" width="227" height="301" /></a>Hintergrund</h2>
<p>“Frankenstein oder der moderne Prometheus“ ist sicherlich eine der bekanntesten Horrorerzählungen aller Zeiten. Geschrieben wird sie 1816 von der 18-jährigen Mary Godwins (später Shelley) während eines längeren, verregneten Aufenthaltes am Genfer See.</p>
<p>Anlass ist eine Abendgesellschaft mit ihrem Mann Percy Shelley, Lord Byron und dessen Leibarzt John Polidori. Angeregt durch die Lektüre zahlreicher Geistergeschichten entsteht die Idee, jeder der Anwesenden solle selbst eine gruselige Erzählung verfassen. Mary Shelley schreibt später, dass Gerüchte über galvanische Experimente Charles Darwins mit toter Materie, in Form eines Wurms, sie zu der Erzählung inspirierten. Der Roman wird erstmals 1818 (vorerst anonym) veröffentlicht.</p>
<p>Der Wissenschaftler Victor Frankenstein erschafft aus Leichenteilen einen neuen Menschen. Entsetzt von seiner Schöpfung flieht er daraufhin und lässt seine verwirrte Kreatur zurück. Als Dr. Frankenstein beschließt, seine Schöpfung zu vernichten, hat diese sich bereits sprachliche und geistige Fähigkeiten erlangt. Frankensteins Monster fordert nun von Victor ein weibliches Gegenstück. Der Erschaffer willigt ein, vernichtet aber die halbfertige weibliche Kreatur wieder, aus der Befürchtung, die beiden könnten Nachkommen zeugen. Daraufhin nimmt die Kreatur Rache und tötet die frisch Angetraute seines Schöpfers in der Hochzeitsnacht.</p>
<h2>Erscheinung</h2>
<p>Heute ist die Kreatur und sein Schöpfer in der öffentlichen Wahrnehmung längst zu einer Person verschmolzen und wird vor allem mit der Darstellung und Maske von Boris Karloff in der Verfilmung von James Wahle (1931) assoziiert. Mit hoher Stirn, hängenden Augenlidern und Stahlbolzen im Hals taumelt er bis heute durch Trickfilme, Comics, Werbung und Rockposter.</p>
<p>Dabei ist die Kreatur in Mary Shelleys Roman ein fast überlebensgroßes, athletisches Geschöpf mit dichtem schwarzen Haar und perfekten Zähnen. Für die Augen orientierte man sich eher an einem Stich von Goya, dessen Darstellung eines Irren erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Monster der karloffschen Darstellung hat. Natürlich bleibt die Frage offen, wo in aller Welt der gute Victor Leichen mit so plattem Kopf und so hoher Stirn gefunden hat. Die berühmten Bolzen im Hals sind Überbleibsel der kurzlebigen Idee, die Kreatur als eine Art mechanischen Menschen darzustellen.</p>
<p><a title="www.bmovies.de" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein-plakat.jpg" class="lightview" rel="gallery[536]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein-plakat-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a title="Boris Karloff als Frankensteins sensibles Monster (in &quot;Frankenstein&quot; 1931)" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein3.jpg" class="lightview" rel="gallery[536]"> <img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /> </a><a title="www.bmovies.de" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/ea_22.jpg" class="lightview" rel="gallery[536]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/ea_22-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a title="www.bmovies.de" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/bride-of-frankenstein.jpg" class="lightview" rel="gallery[536]"> <img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/bride-of-frankenstein-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /> </a><a title="www.bmovies.de" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein-plakat1.jpg" class="lightview" rel="gallery[536]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein-plakat1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<h2>Verfilmungen</h2>
<p>Das Motiv von Frankensteins Monster wurde in unzähligen Verfilmungen immer wieder aufgegriffen. Der erste Film kommt 1910 in die Kinos und gilt bis in die 70er Jahre als verschollen. Am Bekanntesten sind sicherlich die Verfilmungen mit Boris Karloff als Frankensteins Monster und die Umsetzungen der Hammer Studios, wie “Frankensteins Fluch“ (1957) oder “Frankenstein schuf ein Weib“ (1967).</p>
<p>Auch Robert De Niro versuchte sich 1991 an der Darstellung des Frankensteinschen Monsters. Leider haben die verantwortlichen Maskenbildner zu wenig Humor, um seine Stirn eindrucksvoll in die Länge zu ziehen oder Stahlbolzen in seinen Hals zu bohren. Auf diese Art und Weise kann sich De Niro mit einigen Narben verziert, ganz auf die ursprüngliche Shelleysche Intention der leidenden und ausgestoßenen Kreatur konzentrieren.</p>
<p><a title="Dr. Frankenstein trifft seine Kreatur (aus &quot;Frankenstein&quot; von 1931)" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein2.jpg" class="lightview" rel="gallery[536]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a title="Lon - der Wolfsmensch - Chaney jun. als Frankensteins Monster in &quot;The Ghost of Frankenstein&quot; oder ...äh &quot;Frankenstein kehrt wieder&quot; von 1943" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein-chaney1.jpg" class="lightview" rel="gallery[536]"> <img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein-chaney1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a title="Szene aus &quot;Ghost of Frankenstein&quot; mit Lon Chaney jun." href="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein-chaney3.jpg" class="lightview" rel="gallery[536]"> <img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein-chaney3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /> </a><a title="Wer will nochmal, wer hat noch nicht? Jetzt auch Bela Lugosi als Frankensteins Monster in &quot;Frankenstein trifft den Wolfsmenschen&quot; aus dem Jahre 1943" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein-bela1.jpg" class="lightview" rel="gallery[536]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein-bela1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a title="Frankensteins Monster (Bela Lugosi) streitet sich mit Lawrence Talbot (Lon Chaney j.) aus &quot;Frankenstein trifft den Wolfsmenschen&quot; (1943)" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein-bela2.jpg" class="lightview" rel="gallery[536]"> <img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein-bela2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<h2>Verkleidung</h2>
<p>Als Halloween-Verkleidung ist das Monster von Victor Frankenstein einer der Klassiker schlechthin. Allerdings ist das eigenständige Anbringen von Stahlbolzen im Halsbereich nicht zu empfehlen (habt ihr gehört, liebe Kinder: der Onkel hat NEIN gesagt), da es ein wirklich unangenehmes Zwicken im Kehlkopfbereich auslöst.<br />
Und auch das wochenlange schmerzhafte Abplätten oder Abschleifen der Kopfdecke ist nicht jedermanns Sache. Eine bewährte Möglichkeit ist dagegen, die Benutzung einer entsprechenden Ganzkopfmaske. Am Besten kombinierst Du diese charmante Gesichtsverkleidung mit einem schlichten schwarzen Jacket, wie es Boris Karloff in seinen Filmen trägt.</p>
<p>Die Zweite Möglichkeit ist eine realistischere Version ohne Maske, dafür mit vielen Narben und leichter Verwesungs-Schminke. Das vermittelt den Eindruck, dass für Dein Gesicht wenigstens drei Menschen als Organspender tätig waren. In Lumpen gehüllt, evtl. die Arme und Beine unterschiedlich lang, gibst Du eine überzeugende Vorstellung eines Wesens, welches von seinem Schöpfer verlassen wurde, und seit mehreren Wochen orientierungslos durch die Alpen taumelt.</p>
<p><a title="Christopher - Dracula - Lee als Frankensteins Monster in &quot;Frankensteins Fluch&quot; von 1957" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/christopher-lee-als-frankensteins-monster.jpg" class="lightview" rel="gallery[536]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/christopher-lee-als-frankensteins-monster-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a title="Peter Cushing in seiner Paraderolle als Victor Frankenstein" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein.jpg" class="lightview" rel="gallery[536]"> <img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/frankenstein-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /> </a><a title="Herrman Munster - eine liebevolle Frankensteins Monster Parodie in der TV-Serie &quot;The Munsters&quot;" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/themunsters.jpg" class="lightview" rel="gallery[536]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/themunsters-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Bei Möglichkeit Nummer 3 solltest Du Dich an die originalgetreue Buchvorlage halten. Gehe als nackter, athletischer Zwei-Meter-Mann mit glasigen Augen auf die Party. Niemand wird wissen, was Du darstellst, aber alle werden Dein Kostüm toll finden. Als Verhaltenskodex gelten drei Regeln: 1. Der unsichere Gang. 2. Das Zerdrücken von Gläsern mit der Hand (Liebe Kinder! Siehe oben) und 3. Ab und zu dem Nebenmann die Hand auf die Schulter legen und dann gepresst stöhnen: „Mach mir einnneee FFRAAUHH!“.<br />
Bei einer Nebenfrau empfiehlt sich alternativ: „Giihhhbb mmirr LLIEEHBE!“. Wenn Dir das alles zu blöd erscheint, kannst Du auch einfach tierisch abtanzen – das sieht immer witzig aus. Egal in welcher der drei Variationen!</p>
<p>Text: Andreas Hartung</p>
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		<title>Dracula</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 10:38:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Willkommen hier in meinem Hause! Treten sie frei und freiwillig herein!“ (Graf Dracula)










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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Willkommen hier in meinem Hause! Treten sie frei und freiwillig herein!<em>“</em></strong><br />
(Graf Dracula)</p>
<h2><a href="../files/2008/12/nosferatu4.jpg" class="lightview" rel="gallery[533]"><img class="picture-left" src="../files/2008/12/nosferatu4.jpg" alt="" width="314" height="249" /></a>Hintergrund</h2>
<p>Lange Zeit gelten Vampire nicht als die eleganten Herrscher der Nacht, sondern werden vom einfachen Volk eher als dumme plumpe Blutsauger beschrieben. Das ändert sich erst, als der junge Dr. John Polidori eine von Lord Byron verfasste Kurzgeschichte ohne dessen Wissen überarbeitet. Die Geschichte entspringt jenen geselligen Nächten, in denen auch “Frankenstein“ zum ersten Mal erzählt wird und ist ursprünglich Byrons Beitrag zu den nächtlichen Schauerrunden.</p>
<h4>The Vampyre</h4>
<p>Heimlich schreibt jedoch Byrons Leibarzt Polidori die Geschichte fast völlig um und gibt ihr den Titel “The Vampyre“. In der 20-seitigen Erzählung wütet ein attraktiver adliger Vampir voller Charme und Intellekt durch die feine Londoner Gesellschaft. Die Vampirfigur des Lord Ruthven ist eine Parodie auf Lord Byron selbst. Im Jahr 1819 wird das Büchlein unauthorisiert im New Monthly Magazine veröffentlicht – und wird sofort zum Bestseller. Das Werk wird Lord Byron zugeschrieben und sein eigentlicher Urheber bleibt unerkannt. Als John William Polidori im August 1821 im Alter von 25 Jahren stirbt, stellt der Leichenbeschauer eine natürliche Todesursache fest. Das Gerücht, Polidori hätte sich aufgrund von Depressionen und Spielschulden selbst mit Blausäure vergiftet, hält sich jedoch bis heute.</p>
<p>Der Siegeszug des eleganten Vampirs ist nun nicht mehr aufzuhalten. In Frankreich entsteht ein zweibändiger Fortsetzungsroman (“Lord Ruthwen ou les Vampires“) und zahlreiche Theaterstücke folgen (u.a. von Alexandre Dumas). Im erfolgreichen Vampir-Fortsetzungsroman “Varney, the Vampire or The Feast of Blood“, sind bereits viele Elemente enthalten, die später bei “Dracula“ wieder auftauchen.</p>
<h4>Inspiration im Traum</h4>
<p>Den Auslöser für den “Dracula“-Roman markiert ein Traum, den Bram Stoker am 7. März 1890 geträumt haben soll. Junge Frauen wollen ihn darin auf den Hals küssen. Er leidet Todesängste, bis ein alter Graf wütend dazwischen geht. „Dieser Mann gehört mir!“ Er beginnt, sich Aufzeichnungen zu machen, sammelt in seinem Sommerurlaub auf Whitby erste Notizen über Schiffsunglücke und Folklore. In der Bibliothek macht er sich Notizen über den walachischen Beinamen Dracula und die Feldzüge des Woiwoden Vlad Tepes gegen die Türken.</p>
<p><a title="Vlad Tepes lässt sich vom Anblick der Gepfählten nicht den Appetit verderben" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/vlad-tepes1.jpg" class="lightview" rel="gallery[533]"><img class="picture-right" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/vlad-tepes1.jpg" alt="" width="210" height="261" /></a>Stoker sammelt Inspirationen und Geschichten für eine Horrorgeschichte, weiß sie aber noch nicht zusammenzubringen. Als Assistent und Manager des berühmten Shakespeare-Mimen Henry Irving findet Stoker nur kurze Pausen, um an seinen Notizen zu arbeiten. Während seiner  Sommerurlaube in Whitby, an der Nordostküste Schottlands, lässt er sich von dem noch bewohnten Slains Castle inspirieren. Es wird die Vorlage für das Schloss Dracula. Weiter in den Osten dringt er nicht vor. Entsprechend frei geht er mit der Darstellung Rumäniens und der Vorlage des historischen Vlad Draculas um.</p>
<h4>Lebendige Leichen?</h4>
<p>Während Schreiber Stoker an der Lucy-Passage arbeitet, hört er eine Geschichte über seinen ehemaligen Nachbarn, den Maler und Dichter Dante Gabriel Rossetti. Dieser lässt siebeneinhalb Jahre nach dem Tod seiner Frau den Sarg öffnen, um ein beigefügtes Buch mit Liebesgedichten zu entnehmen, um es zu veröffentlichen. Zu seinem Erstaunen stellt er dabei fest, dass der Leichnam noch gut erhalten, das Gesicht schön und die Haare voll und golden sind. Viele Berichte über gut erhaltene, geradezu frisch und lebendig aussehende Leichen nähren jahrzehntelang Gerüchte im einfachen Volk und den Glauben an die Wiedergänger. Zu dieser Zeit wird die Bevölkerung von Epidemien und Tuberkulose hinweggerafft. Beim Öffnen der Gräber vermeintlicher Wiedergänger infizieren sich tapfere Bürger auf Vampirjagd immer weiter mit den langlebigen und hoch ansteckenden Tuberkulosebakterien.</p>
<p>Man sah ausgezehrte Verstorbene plötzlich fett und wohlgenährt in ihren Gräbern liegen. Was der einfache Mann nicht wusste: Wegen der Zersetzung des Körpers durch Fäulnisbakterien bläht sich der Körper auf. Die Oberhaut löst sich durch von Gasen ausgepresste Flüssigkeit vom Körper ab. Die Lederhaut wird sichtbar und wirkt frisch und neu &#8211; der Leichnam scheint  lebendig. Verwesungsprozesse im Inneren erzeugen so genannte schmatzende Geräusche. Während der Fäulnis tritt Flüssigkeit über den Mund aus den Atemwegen heraus, die wie frisches Blut erscheint.</p>
<p>Die Erdbestattung mit ihrer fehlenden Sauerstoffzufuhr sorgt dafür, dass der Leichnam acht Mal langsamer verwest, als an der Oberfläche. In Verbindung mit ausreichend Feuchtigkeit können die Körperfette zu Wachs erstarren und den toten Körper dauerhaft konservieren. In Amerika wurde 1892 – fünf Jahre vor dem Erscheinen von Dracula – der letzte “Vampir“ exhumiert.</p>
<p><a title="www.bmovies.de" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/dracula.jpg" class="lightview" rel="gallery[533]"> <img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/dracula-300x234.jpg" alt="" width="265" height="208" /> </a><a href="http://www.halloween.de/files/2008/12/dracula4.jpg" class="lightview" rel="gallery[533]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/dracula4-300x234.jpg" alt="" width="265" height="208" /> </a><a title="www.bmovies.de" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/dracula2.jpg"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/dracula2-300x234.jpg" alt="" width="265" height="208" /><br />
</a></p>
<h4>Die Story</h4>
<p>Der Maklerangestellte Jonathan Harker besucht den rumänischen Grafen Dracula, um mit ihm über Immobiliengeschäfte in London zu verhandeln. Bald schon merkt er, dass es auf dem Schloss des Grafen nicht mit rechten Dingen zugeht. Dracula hält Harker fortan im Schloss gefangen und begibt sich an dessen Stelle nach London. Dort zieht er die schöne Lucy in seinen Bann und macht sie zu einer der seinen. Auch der herbei eilende Dr. Van Helsing kann sie nicht mehr retten. Gemeinsam mit Lucys Freunden nimmt der Arzt den Kampf gegen den Grafen auf, der sich nun Mina, der Verlobten von Harker, zuwendet.</p>
<h4>Dracula ist da</h4>
<p><a title="Graf Orlok wird vom Sonnenaufgang überrascht (aus Nosferatu von 1922)" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/nosferatu1.jpg" class="lightview" rel="gallery[533]"><img class="picture-right" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/nosferatu1-150x150.jpg" alt="" width="163" height="163" /></a>Die Entscheidung für den endgültigen Titel “Dracula“ fällt erst in letzter Minute. Zur Auswahl stehen ebenfalls die Titel “Der Untote“, “Der untote Untote“ oder “Count Wampyr“. Im Juni 1897 erscheint schließlich die Erstauflage von Dracula mit 3000 Exemplaren. Zu Stokers Lebzeiten folgen noch acht weitere englische Ausgaben, auch wenn das Buch kein nennenswerter kommerzieller Erfolg wird. Selbst nach Strokers Tod kann seine Frau Florence Balcombe nicht vom mittlerweile großen Erfolg des Werkes profitieren. Sie versucht 1922 vergeblich, ihre Rechte an der ersten Verfilmung des Romans („Nosferatu – Symphonie des Grauens“) geltend zu machen.</p>
<h2>Erscheinung</h2>
<p>Bei seinem ersten Erscheinen beschreibt Jonathan Harker Dracula als „ganz in Schwarz gekleideten, großen alten Mann mit einem langen weißen Schnurrbart“. Mina schreibt später von harten, grausamen aber zugleich sinnlichen Gesichtszügen, sowie auffallend roten Lippen im Kontrast zu strahlend weißen Zähnen. Noch spricht niemand von schwarzen Umhängen mit aufgestelltem Kragen und rotem Innenfutter.<br />
Später notiert Mina, dass offensichtlich ein paar Naturgesetze für den Grafen nicht gelten. So wirft er keinen Schatten, besitzt kein Spiegelbild und kann Räumlichkeiten nur nach ausdrücklicher Einladung durch einen Bewohner betreten. Dafür hat die Kräfte, sich in einen Wolf oder eine Fledermaus zu verwandeln, kann Nebel materialisieren und sich so klein machen, dass keine verschlossene Tür ihn aufhält. Am Tage jedoch ist er machtlos. Außerdem kann er fließendes Wasser nur bei eintretender Ebbe und Flut passieren. Bei der Konfrontation mit Knoblauch oder geheiligten Dingen verliert er seine Macht. Ein Zweig wilder Rosen auf seinen Sarg gelegt, hindert ihn am Herauskommen. Und wenn man dann noch mit einer geweihten Kugel in den Sarg schießt, ist man ihn endgültig los.</p>
<p><a title="Max Schreck in der ersten (unauthorisierten) Verfilmung des Dracula-Stoffes (Nosferatu 1922)" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/nosferatu2.jpg" class="lightview" rel="gallery[533]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/nosferatu2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a title="Bela Lugosi als hypnotischer Graf Dracula in Dracula von 1931" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/bela.jpg" class="lightview" rel="gallery[533]"> <img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/bela-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /> </a><a title="Und immer charmant zu den Damen (Dracula 1931)" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/bela2.jpg" class="lightview" rel="gallery[533]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/bela2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> <a title="Gute Zahnpflege ist das A und O. Und keine Süßigkeiten nach Sonnenuntergang. Christopher Lee in der Rolle seines Lebens." href="http://www.halloween.de/files/2008/10/christopher-lee-als-dracula-3.jpg" class="lightview" rel="gallery[533]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/christopher-lee-als-dracula-3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /> </a> <a title="www.bmovies.de)" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/rueck_44.jpg" class="lightview" rel="gallery[533]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/rueck_44-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<h2>Verfilmungen</h2>
<p>Es existieren zahlreiche mehr und weniger gelungene Verfilmungen zum Thema Dracula. Eine der originalgetreuesten ist “Nosferatu – Symphonie des Grauens“ aus dem Jahr 1922. Zwar verändert man, um das Copyright zu umgehen, den Namen des Grafen und verlegt die Handlung von London nach Bremen, trotzdem bewegt sich diese Umsetzung sehr nah an der Roman-Vorlage. Die erste Verfilmung unter dem Namen “Dracula“ (mit dem legendären Bela Lugosi in der Hauptrolle) stammt aus dem Jahre 1933. Es folgen zahlreiche Crossover-Filme, wie “The House of Frankenstein“ (1944) oder “Abott &amp; Costello meet Frankenstein“ (1948). Aber erst die farbkräftigen Verfilmungen der legendären Hammer Studios, wie  “Horror of Dracula“ (1958) oder “Dracula – Prince of Darkness“  bzw. “Blut für Dracula“ (Werbung: „Story? Was noch keiner sah! Thema? Blut für Dracula Mit Horror! Schock mit Sex hoch drei! Sorry, erst ab 16 frei!“) von 1965 mit Christopher Lee als Dracula setzen neue Maßstäbe. Die letzte prägende Verfilmung ist die eng an das Original angelehnte von Francis Ford Coppola. Gary Oldman spielt darin einen besonders feingeistigen, melancholischen Dracula. Diese Verfilmung von 1992 rückt wieder mehr den sinnlich-erotischen Kontext der Draculageschichte in den Vordergrund.</p>
<h2>Verkleidung</h2>
<h2><a title="www.maskworld.com" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/maskworld2.jpg" class="lightview" rel="gallery[533]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/maskworld2-136x300.jpg" alt="" width="136" height="300" /></a></h2>
<p>Das klassische Dracula-Outfit hat Stil. Abendgarderobe ist angesagt. Zur allergrößten Not ein Regencape  mit albern aufgestellten Kragen und leuchtend roter Innenfarbe. Aber würde sich ein jahrhundertealtes, ehrwürdiges rumänisches Adelsgeschlecht mit Hang zu exzentrischer Ernährung so kleiden? Vermutlich ja. Dank Filmen wie der neuen Dracula-Version von Coppola und Anne Rice&#8217;s Zyklus um das “Interview mit einem Vampir“, bist Du aber auch in eleganter Abendgarderobe passend gekleidet. Allerdings sind dann Accessoires, wie Zylinder und Sonnenbrille Pflicht.</p>
<p>Darüber hinaus lautet Regel Nummer eins: Achte auf Deine Zähne. Vampirgrafen, deren schlecht sitzendes Gebiss ständig in der Bowle landet, wirken schnell wenig Furcht einflößend. Ein ausgeprägter Sprachfehler auf Grund eines überdimensionalen Plastikgebisses vermindert ebenso deutlich die Chance, am Hals ihres bezaubernden Gegenübers zu saugen.</p>
<p>Sonst heißt die Devise: Benimm Dich! Du entstammst einem uralten, rumänischen Adelsgeschlecht und nicht der Gummibärenbande. Leiste Dir leichte exzentrische Ticks, wie ein zuckendes linkes Auge oder eine seltsame Handbewegung, aber tanze keinen Twist! Versuche,  mit Akzent zu sprechen. Wenn das mehr nach Exilrussisch als Rumänisch klingt, ist das auch okay. Im Regelfall merkt das eh keiner. Und Klugscheißer werden normalerweise sowieso nicht zu Partys eingeladen.</p>
<p>Natürlich musst Du Dich nicht an den eleganten Dresscode halten. Du kannst auch einen pubertierenden Vampir von der Straße spielen, wie er aus dem Film “Near Dark“ bekannt ist. Aber sei darauf gefasst, falls Du sabbernd und lallend über die Anwesenden herfällst, ganz flugs von der Party entfernt zu werden. Und wenn Frankensteins Monster dann noch den Rausschmeißer mimt, gibt das ein lustiges Bild ab. Nur nicht für Dich.</p>
<p>Ach und denke daran: Vampire essen nicht! Na dann, eine gute Nacht!</p>
<p><strong>Text</strong>: A. Hartung</p>
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		<title>Bräuche und Legenden</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Oct 2008 22:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bräuche und Legenden]]></category>

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		<description><![CDATA[Nuss-Orakel, Kürbis schnitzen oder Trick or Treat: Gar vielfältig sind die Bräuche zum herbstlichen Halloween und oft verschwommen &#38; mysteriös ihre Ursprünge. Wir haben eine Übersicht zusammengestellt und klären den Ursprung des Trick or Treats. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Das Nuss-Orakel<a title="Quelle Pixelio/Luczyk" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/ralf-luczyk-pixelio.jpg" class="lightview" rel="gallery[528]"><img class="picture-right" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/ralf-luczyk-pixelio-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></h2>
<p>In Schottland und Nordengland heißt die Halloween-Nacht auch Nut-Crack-Night. Denn in dieser Nacht wird das Orakel der Nüsse befragt. Hierzu wird das frisch geerntete Schalen-Obst ins Feuer geworfen. Ein junger Mann kann mehrere Nüsse mit den Namen seiner zahlreichen in Frage kommenden Liebsten beschriften. Anschließend wirft er die Nüsse ins Feuer, um zu sehen, welche am Hellsten brennt. Schon weiß er, wem er am nächsten Tag vom Schicksal begünstigt, den Hof machen kann. Von dieser Art Orakel gibt es zahlreiche Variationen. So kann man die Zukunft eines Paares bestimmen, indem man zwei Nüsse ins Feuer legt und wartet, ob sie langsam verbrennen oder laut explodieren. Noch 1912 werden ähnliche Spiele in dem Buch “Games vor Hallow-e’en“ aufgeführt.</p>
<p>Bereits in der Antike nahmen die Kelten zum Jahreswechsel-Fest „Samhain“ derartige Prophezeiungen vor. Ein ähnliches Ritual ist heutzutage das bei uns bekannte Bleigießen.</p>
<h2>Kürbis schnitzen</h2>
<p>Das Symbol von Halloween schlechthin ist die fratzenhaft ausgehöhlte Kürbislaterne. Sie wird auch Jack O&#8217;Lantern genannt, was so viel wie „Jack mit der Laterne“ bedeutet. Ursprünglich wurden dafür große Rüben benutzt. In Irland und Britannien ist es seit langem Tradition, Laternen aus Gemüse zu schnitzen. Im Zuge der Kolonialisierung und Besiedelung Nordamerikas stießen die irischen Aussiedler dann auf die eindrucksvolle Kürbisfrucht. Diese lässt sich viel besser schnitzen und bietet zudem mehr Raum für Kerze und Fratze. Anfangs steht sie in Nordamerika sinnbildlich für den Herbst. Doch schon bald ist die breit grinsende Kürbisfratze das bekannteste Maskottchen des Halloweenfestes.</p>
<p><a title="Quelle Pixelio/Gerhardt" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/gerhardt_pixelio1.jpg" class="lightview" rel="gallery[528]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1229" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/gerhardt_pixelio1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> <a title="Quelle Pixelio/Seeger" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/seeger_pixelio.jpg" class="lightview" rel="gallery[528]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1218" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/seeger_pixelio-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> <a title="Quelle Pixelio/Kleinert" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/kleinert_pixelio.jpg" class="lightview" rel="gallery[528]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1219" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/kleinert_pixelio-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> <a title="Gregor Knape" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/hintergrund-braeuche-legenden-2008-10-15-07.jpg" class="lightview" rel="gallery[528]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1220" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/hintergrund-braeuche-legenden-2008-10-15-07-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> <a title="Quelle Pixelio/Bshaw" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/bshaw_pixelio.jpg" class="lightview" rel="gallery[528]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1221" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/bshaw_pixelio-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Das Kürbisgesicht verdankt seinen Namen einer irischen Erzählung. Darin erscheint einem geizigen Hufschmied namens Jack am Vorabend vor Allerseelen in der Kneipe der Teufel. Der Höllenfürst bietet dem Geizhals großzügig an, dessen letzten Drink zu bezahlen, wenn er dafür Jacks Seele erhielte.</p>
<p>Als dieser einwilligt, verwandelt sich der Teufel flugs in eine Sixpence-Münze (der damals übliche Preis für ein Bier), welche der Hufschmied fix in seinen Geldbeutel steckt. Die Rückverwandlung ist Luzifer jedoch unmöglich, da Jack in seinem Portemonnaie ein silbernes Kreuz trägt.</p>
<p>Jack handelt mit dem bedrängten Beelzebub eine Galgenfrist von zehn Jahren aus. Als der  Dämon nach den vereinbarten zehn Jahren zurückkehrt, um Jacks Seele einzufordern, bittet dieser den Teufel, ihm einen Apfel zu pflücken. Anstatt nun den frechen Jack mit seinem Dreizack in die Hölle zu jagen, klettert der recht barmherzige Satan tatsächlich auf den Apfelbaum. Der Hufschmied schnitzt eilig ein Kreuz in den Stamm, so dass der ungeschickte Vertreter der Hölle erneut gefangen ist.</p>
<p>Diesmal gelingt es ihm, einen totalen Freispruch auszuhandeln. Als Jack das Kreuz vom Baum entfernt, verabschiedet sich der hilfsbereite Teufel auf Nimmerwiedersehen. Doch für Jack bleibt es nur ein halber Sieg. Denn als er stirbt, wird er am Himmelstor abgewiesen. Er führte eben doch ein zu schlechtes Leben. Anschließend bittet er vor den Toren der Hölle um Einlass, wird aber erneut abgewiesen. Schließlich hat der Teufel sein Versprechen gegeben, niemals Jacks Seele zu holen. Und ein Teufel hält was er verspricht. Aber aus Mitleid (ein echter Teufel eben) schenkt er Jack eine glühende Kohle, frisch aus dem Höllenfeuer. Diese steckt er Jack in seine als Wegzehrung mitgenommene Rübe. Seitdem wandelt er mit seiner Laterne zwischen den Welten umher. Andere Versionen erzählen, dass Jack mit seiner Laterne das Tor zur Hölle sucht, nachdem ihn der Teufel beleidigt hat. Wahrscheinlich, um ihn vor die Tür zu bitten und die Sache wie Männer zu klären.</p>
<h2>Lampion-Umzug</h2>
<p>Der November ist die große Zeit der Lampion-Umzüge. Diese stehen traditionell in Zusammenhang mit den Umzügen zum St. Martinstag am 11. November. In vielen Regionen Deutschlands enden die Prozessionen mit dem Martinsfeuer. Oft bekommen die Kinder dabei Gebäck oder Laugenbrezeln geschenkt. Seit einigen Jahren beginnen die Umzüge oft schon an Halloween. Die Teilnehmer verbinden das „Trick or Treat“ mit der Atmosphäre des Lampion-Umzugs.</p>
<h2><a title="Quelle Pixelio/Virra" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/virra_pixelio.jpg" class="lightview" rel="gallery[528]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/virra_pixelio-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a>Totengedenken</h2>
<p>Einen Tag nach Halloween (All Hallows’Even = der Abend vor dem katholischen Feiertag Allerheiligen) wird der katholische Feiertag Allerseelen begangen. An diesem Tag wird der Verstorbenen und Toten gedacht. Man glaubt, dass an diesen Tagen die Toten für kurze Zeit aus dem Fegefeuer zurückkehren, um ihre Angehörigen um Fürsprachen zu bitten. Im Laufe der Zeit  verschmelzen beide Tage miteinander zu einer Art Doppelfeiertag. So kommt der Totenandacht an diesen Tagen eine besondere Rolle zu.</p>
<p>Im 16. Jahrhundert ist erstmals der Brauch belegt, an Allerseelen, Gräber mit Tannengrün abzudecken und ein ewiges Licht darauf zu stellen. Dieses solle entweder die Seelen wärmen, den umher spazierenden Seelen den Weg zum Körper weisen oder einfach nur böse Geister abhalten. Der ursprüngliche Sinn der brennenden Kerze ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Sehr verbreitet ist der Glaube, dass die Verstorbenen (bzw. deren Seelen)  an Allerseelen aus dem Fegefeuer zurückkehren, um sich für kurze Zeit auszuruhen. Das Fegefeuer (Purgatorium) ist in der katholischen Lehre eine Art Vor-Hölle in der die frommen Seelen von ihren Sünden schmerzhaft gereinigt werden, bevor sie geläutert ins Himmelreich eintreten dürfen.</p>
<p>An der Mosel isst man zu dieser Zeit (Mittelalter) vor Allerseelen vor allem Hirsebrei, da man davon ausgeht, dass mit jedem verzehrten Korn eine Seele aus dem Fegefeuer befreit wird. Auch sonst ist der mittelalterliche Mensch mit zahlreichen und oft widersprüchlichen Ratschlägen und Anweisungen für die Allerseelen-Tage gesegnet. So soll einerseits das Herdfeuer die ganze Nacht brennen, damit die armen Seelen sich daran wärmen können, andererseits soll ein Licht mit Butter oder Fett betrieben werden, damit die Seelen daran ihre Brandwunden kühlen können. Da können die armen Seelen aber schnell mal durcheinander kommen. Wärmen oder Kühlen? Auch soll der Hausbesitzer es vermeiden, leere Pfannen auf dem Herd stehen zu lassen, da sich sonst eine Seele hineinsetzen könnte (und wahrscheinlich gebraten würde, obwohl sie sich doch einen Tag erholen will).</p>
<p>Lange Zeit werden die Gräber an Allerseelen mit Weihwasser bespritzt, um den Toten die Qualen des Fegefeuers zu erleichtern. Darüber hinaus werden die Toten  mit Essen und Trinken versorgt. In den Alpen wird stellenweise noch in den letzten Jahrzehnten Bohnenbrei als “Allerseelengastung“ auf das Grab gestellt.</p>
<h2>Heischgänge und Trick or Treat</h2>
<p>Weit verbreitet und tief verwurzelt ist die Tradition der so genannten Heischgänge. Bereits im  neunten Jahrhundert ziehen in Europa die Besitzlosen von Tür zu Tür, von Dorf zu Dorf und bitten mit dem Spruch „Bitt’ gar schön um a Seelenstuck!“ um Seelenkuchen (meist ein quadratisches Stück Brot mit Beeren), Seelenspitzbrot oder den Seelenzopf, welchen sie stellvertretend für verstorbene Seelen annehmen . Im Gegenzug versprechen  sie, für die Verstorbenen der Spender zu beten („zu Hilf und Trost lieber Verstorbener“), was den Seelen helfen würde, sich zu reinigen und so schneller den Weg aus dem Fegefeuer in das Himmelreich zu finden.</p>
<p>Wird dem Seelensammler das Brot verweigert, kann es durchaus zu Drohungen und Verwünschungen kommen. Schon bald versammeln sich die Armen an Allerseelen zu ganzen Bettlerzügen, die mit der Zeit immer fordernder und lärmender auftreten. Im Laufe der Zeit übernehmen teilweise ganze Gemeinschaften (Gilden, Städte) die Aufgabe und spenden Brot, Wein und auch Kleidung für die Armen.<br />
Die traditionelle Antwort auf die Spende lautet meistens „Vergelt’s Gott für die armen Seelen“. In dieser abschließenden Segnung des Spenders liegt sicherlich einer der Hauptgründe für die reichhaltige Spendenpraxis. Der Volksmund sagt, dass es viele „Vergelt’s Gott!“ braucht, um ins Himmelreich zu kommen. In Südtirol singen weißgekleidete Gruppen, die an die armen Seelen erinnern sollen, um Seelenbrote zu erhalten. Ebenfalls in Südtirol gibt es das Krapfenlottern, bei dem verkleidete Männer mit verstellter Stimme um einen Krapfen bitten. Im Laufe der Zeit wandeln sich die Bittzüge der Armen immer stärker in Kinderbräuche. Im Paderborner Land ziehen Kinder am Abend vor Allerheiligen (All Hallows Eve) durch die Ortschaft, um Äpfel und Nüsse zu erbitten.</p>
<p>Schon damals werden in weiten Teilen Großbritanniens und Irlands Streiche gespielt, Türen verrammelt und Gerätschaften entführt, wie man es von Elfen und Kobolden erwartet.</p>
<p>Außerdem gibt es seit Langem fest terminierte, so genannte Unruhenächte. In Österreich zum Beispiel ist es verbreitet, Strohzöpfe auf das Dach von Damen zu werfen, denen man eine lockere Moral nachsagt.</p>
<p>In den USA werden solche Streiche im 19. Jahrhundert immer populärer. So schreibt Alice Herdan-Zuckmayer 1949 zu Halloween in Vermont: „Totenkopf-Laternen werden durch die Straßen getragen und am Morgen von Allerheiligen finden die Farmer ihre Schlitten auf dem Dach, die Egge auf den Schornsteinen, die Stalltüren offen“ und weiter „Ermahnungen stehen in der Zeitung, der Unfug sei wieder zu weit getrieben worden.“ Über die Jahre nimmt besonders in den anonymen Großstädten das Schabernacktreiben immer ausschweifendere Ausmaße an und schlägt nicht selten in blanken Vandalismus und Randale um.</p>
<p>Ist es früher durchaus üblich, die heischenden Gäste hereinzubitten, werden sie nun zunehmend an der Tür abgefertigt, da man Angst vor randalierenden Jugendlichen im Haus hat. Inzwischen versuchen staatliche Organisationen und Pfadfinder-Vereine, den „Halloween-Irrsinn“ durch gezielte Kampagnen und Angebote in geordnete Bahnen zu lenken. Mit organisierten Veranstaltungen will man die Kinder und Jugendlichen – die Erwachsenen gehen schon lang nicht mehr auf Trick or Treat-Raubzüge – binden und mit organisierten Halloween-Feiern das Chaos beenden. Das funktioniert erst wenig, wird aber im Laufe der Jahre erfolgreicher. WICHTIG: Beachte unbedingt <a href="http://www.halloween.de/halloween-zelebrieren/trick-or-treat/trick-or-treat-%E2%80%93-die-doppelten-zehn-gebote--620">Zehn Gebote</a> des Halloween zum Thema &#8220;Trick or Treat&#8221;.</p>
<h2><a href="http://www.halloween.de/files/2008/10/2.jpg" class="lightview" rel="gallery[528]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/2.jpg" alt="" width="200" height="132" /></a>Urbane Legenden über vergiftete Süßigkeiten</h2>
<p>Unterstützt wird die Entstehung solcher urbanen Legenden durch vereinzelte tatsächliche Vorfälle, bei denen vergiftete Süßigkeiten an Kinder verteilt werden.</p>
<p>Seit Jahren und Jahrzehnten warnen Radio, Zeitungen und örtliche TV-Sender vor manipulierten Halloween-Süßigkeiten und empfehlen statt, den &#8220;gefährlichen&#8221; Hausgängen lieber die sichere Halloween-Party daheim. Entgegen des öffentlichen Empfindens ist die Zahl tatsächlicher Vorfälle verschwindend gering. Ein Fall, in dem wahllos vergiftete Halloween-Süßigkeiten verteilt werden, ist bis heute nicht bekannt.</p>
<p>Am nächsten kommt diesem Szenario der berühmte Fall der Helen Pfeil. Die Frau entschließt sich 1964, Kinder, die ihr zu alt für den Halloween-Gang erscheinen, mit ungenießbaren Geschenken abzustrafen.<br />
Darunter Hundebiscuits, Päckchen aus Stahlwolle, sowie mit Ameisengift versetzte Süßigkeiten. Um ganz sicher zu gehen, warnt sie jedoch die betroffenen Kinder bei der Übergabe und erklärt, dass es sich lediglich um einen Witz handle. Demzufolge wird auch niemand verletzt.</p>
<h2>Mysteriöse Todesfälle</h2>
<p>Ebenso bekannt, doch ungleich tragischer, ist der Tod des achtjährigen Thimothy Mark O&#8217; Brian, der Halloween 1974, an mit Zyanid vergifteten Süßigkeiten stirbt. Jedoch stellt sich schnell heraus, dass an dem Abend nachweislich keine der beim Trick-or-Treat-Zug angesteuerten Stationen, Süßigkeiten der vergifteten Marke verteilt hatte. Bei der polizeilichen Untersuchung kommt dagegen heraus, dass der Vater Ronald Clark O&#8217; Brian Tage vorher Zyanid gekauft und gemeinsam mit einem Nachbarn die Kindergruppe auf ihrem Heischgang begleitet hatte. Es stellt sich heraus, dass das Leben des Jungen auf eine hohe Geldsumme versichert ist. Um sich zu tarnen und die Tat als die eines sadistischen Irren hinzustellen, vergiftet er auch noch seine Tochter und drei weitere Kinder. Der Vater wird verhaftet und knapp zehn Jahre später, am 30.März 1984 hingerichtet. Gerne wird erzählt, es wäre der 30. Oktober 1984 gewesen.</p>
<p>Bereits 1970 an Halloween fällt in Detroit der fünfjährige Kevin Toston ins Koma und stirbt vier Tage später. Bei der Untersuchung seiner Halloween-Süßigkeiten, stellt sich heraus, dass sie mit Heroin besprenkelt sind. Im abschließenden (und in der Öffentlichkeit nicht so bekannten) Bericht der Polizei wird festgestellt, dass der Junge sich selbst mit dem Heroin seines Onkels vergiftet hatte. Um den abhängigen Onkel zu schützen, hatte die Familie anschließend die Süßigkeiten des Jungen mit Heroin versetzt.</p>
<p>Die Stimmung an Halloween ist bald so sensibilisiert, dass viele Vorfälle schlicht auf  Verwechslung von Ursache und Wirkung beruhen. So stirbt 1990 die siebenjährige Ariel Katz während des Trick or Treat an einem angeborenem Herzfehler. Ebenso, wie der 31-jährige Kevin Cherry im Jahr 1991.  Bis die Polizei die tatsächliche Todesursache durch eine Autopsie klären kann, riegelt sie ganze Stadtviertel ab. Panische Eltern vernichten reihenweise die süßen Mitbringsel ihrer Kinder.<br />
So ist es nicht verwunderlich, dass viele der Vorfälle sich mittlerweile aus den eigenen urbanen Legenden heraus produzieren. Joe Bell, Professor für Soziologie erwähnt in einem Interview die Geschichte von dem Jungen, der mit einem halben, vergifteten kandierten Apfel zu seinen Eltern kommt. Später zeigt sich, dass der Junge die Legenden kennt und den Apfel selbst vergiftet hat.</p>
<p>Ähnlich beliebt wie Geschichten von Rasierklingen in Äpfeln und vergifteten Süßigkeiten, sind die Gerüchte über Satanskulte, welche für Halloween noch auf der Suche nach einem unschuldigen Opfer sind. Die Gerüchte beginnen in den 70er Jahren mit einer Reihe ungeklärter Viehmorde. Als dann auch noch im Frühjahr 1974 in Montana die Frau eines Geistlichen mit ihrem fünfjährigem Kind ermordet wird, verbreitet sich das Gerücht, die verantwortliche Satanssekte suche nun ein drittes Opfer, um es an Halloween in einer satanischen Messe zu töten. Die Polizei warnt daraufhin die Kinder, das Haus nicht mehr zu verlassen.</p>
<p>Eine Reihe ähnlicher Hysterien folgt. 1978 warnt ein Deputy nach einer erneuten Reihe von Viehtoden, dass das nächste Opfer des Satanskultes ein 13-jähriges, ungetauftes Mädchen sein würde. Als die Schulen die Warnung  weitergeben, kommt es zu einer Massenpanik. Über die Jahre verbreiten sich die Gerüchte und potenzieren sich. 1990 sollen es in Bloomington (Indiana) bereits über 100 Opfer sein, die dem Satanskult zum Opfer gefallen sind. Belegt ist jedoch kein einziger Fall.</p>
<p>Nichtsdestotrotz entfalten die Geschichten ihre Wirkung. Vor Halloween gibt es zahlreiche Ratgeber, wie man sich zu verhalten hat. Eltern haben ihre Kinder unbedingt zu begleiten. Selbstgemachte Süßigkeiten sind unter keinen Umständen anzunehmen, sondern nur original verpackte Industrieware. Große Süßigkeiten-Konzerne bringen extra sichere Halloween-Editionen ihrer Schokoriegel heraus. Mit den maskierten Kindern soll ein Codewort vereinbart werden, dass die Nachbarn wissen, wer hinter der Maske steckt. An dieser Maßnahme sieht man, dass das Misstrauen auf Gegenseitigkeit zu beruhen scheint.</p>
<p>Trotz dieser Sicherheitsmaßnahmen ist der Trick or Treat-Heischzug in den USA auf dem Rückzug, da viele besorgte Eltern ihre Kinder gar nicht mehr losziehen lassen und lieber sichere Hauspartys feiern. Veronika Neumann schreibt in „Halloween – Das Wann, Wo und Wie“ sogar, dass eine amerikanische Mutter, die zu Besuch in Österreich ist, davon abrät dort Halloween einzuführen, da es für die Kinder viel zu gefährlich sei.</p>
<p>Text: Andreas Hartung, 2008</p>
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		<title>Außerirdischer</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Oct 2008 22:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Figuren]]></category>

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		<description><![CDATA["Ich bewundere die konzeptionelle Reinheit dieser Spezies. Geschaffen, um zu überleben. Kein Gewissen beeinflusst es. Es kennt keine Schuld, oder Wahnvorstellungen ethischer Art."





.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Ich bewundere die konzeptionelle Reinheit dieser Spezies. Geschaffen, um zu überleben. Kein Gewissen beeinflusst es. Es kennt keine Schuld, oder Wahnvorstellungen ethischer Art.&#8221;</strong></p>
<h2><strong><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/aliens16-244x300.jpg" alt="Alien - Echtes Bild oder Fälschung?" /></strong><strong>Hintergrund<br />
</strong></h2>
<p>Die Existenz von extraterrestrischen Lebewesen mag umstritten sein. Dabei weiß doch jedes Kind, dass das Universum unendlich groß ist und demzufolge genug Platz für endlos viele, noch so verrückte Lebensformen bietet. Das beste Beispiel ist der Mensch – von unserer abgefahrenen Tier- und Insektenwelt ganz zu schweigen. Von Alpha Centauri aus betrachtet, sind schließlich alle auf der Erde beheimateten Lebensformen astreine Aliens. Der Mythos vom Außerirdischen hält sich auch deshalb so eisern, weil Höhlenmalereien, Kornkreise, Pyramiden und Himmelslinien (genau, die von Nazca) immer etwas Rätselhaftes umgibt oder ihre Herkunft bzw. ihr Zweck bisher nicht vollends geklärt werden konnte.</p>
<p>Schlagwörter wie „Roswell“ oder „Area 51“ sind seit Jahrzehnten untrennbar mit angeblichen oder mutmaßlichen UFO-Abstürzen und Sezierungen von bruchgelandeten Außerirdischen verbunden. Allein, endgültige Beweise fehlen. Mal handelt es sich beim abgestürzten Raumschiff offiziell nur um einen geheimgehaltenen Forschungsballon, dann ist das berühmte Video, welches die Sezierung eines Alien zeigen soll, angeblich eine Fälschung. Dahinter stecken &#8211; so die Meinung der &#8220;UFO-Gläubigen&#8221; natürlich immer wieder die Regierungen, die versuchen, Beweise verschwinden zu lassen oder zu fälschen und Hinweise zu widerlegen. Nicht zuletzt deshalb werden die Verfechter dieser Meinungen u.a. von Regierungsmitgliedern und bibeltreuen Christen abfällig als Verschwörungstheoretiker tituliert.</p>
<p><img class="picture-right" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/alien1-300x213.jpg" alt="Alien-Autopsie" />Was die Meldung einer außerirdischen Invasion anrichten kann, zeigte sich an einem Sonntag, genauer, am 30. Oktober 1938. Im Zuge einer Radiosendung wurde der Science-Fiction-Roman &#8220;Krieg der Welten&#8221; von H.G. Wells der Bevölkerung über den Äther vermittelt. Allerdings hatten viele Zuhörer bei der Einleitung noch nicht so genau zugehört, sonst hätten sie gewusst, dass es sich bei dem was folgte, um eine Adaption für das Radio handelte, für die Orson Welles und das Mercury Theater verantwortlich waren. Stattdessen spitzten sie erst die Ohren, als vom Einschlag marsianischer Materie in New Jersey die Rede war. Wenig später berichteten vermeintliche Augenzeugen bei einer &#8220;Live-Schaltung&#8221; von einem Metallobjekt mit Tentakeln, welches sich nach der Landung erhoben hatte und Menschen mit Strahlen in Brand setzte. Kurz darauf waren die Telefonleitungen im Großraum von New York überlastet, Bürger suchten Schutz bei der Polizei. Erst als Orson Welles mit dem Spruch &#8220;Wenn es an Ihrer Tür klingelt und niemand davor steht, dann war es kein Marsianer &#8211; heute ist Halloween!&#8221; die Sendung beendete dämmerte es auch den letzten, leichtgläubigen Bürgern.</p>
<h2><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/wp-alien-1-l-300x225.jpg" alt="Eines der fiesesten, filmischen Aliens" /></h2>
<p>Unter kreativen Geistern wie Regisseuren, Autoren und Zeichnern erfreut sich der Außerirdische sowieso seit jeher großer Beliebtheit. Ein wichtiger Grund dafür ist die künstlerische Freiheit bei der Gestaltung bzw. Beschreibung des Aliens. Mindestens genauso bedeutend ist aber auch der Fakt, dass unbekannte Dinge zunächst immer unheimlich sind. Die Annahme, dass wir im Universum nicht allein sind, ist für manche Menschen höchstwahrscheinlich, für Andere jedoch unvorstellbar. Die Einen würden sich über den Kontakt mit Außerirdischen freuen, die Anderen fürchten das Eintreffen extraterrestrischer Lebensformen.</p>
<h2>Erscheinung</h2>
<p>Im Gegensatz zum Vampir, zum Werwolf, zur Mumie oder zu Frankensteins Monster hat der Außerirdische einen entscheidenden Vorteil: Er ist nicht auf ein bestimmtes Aussehen oder Erscheinungsbild und auch nicht auf gewisse Eigenschaften festgelegt. Vom kleinen grünen oder grauen Männchen mit großem Kopf, über das brutal spezialisierte Giger-Alien, bis hin zum formenwandelnden Ding, ist praktisch jede Erscheinungsform möglich.</p>
<h2><img class="picture-right" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/alf-201x300.jpg" alt="Alf, der Katzenfreund" /></h2>
<h2>Verfilmungen</h2>
<p>Filme, in denen es um eine akute außerirdische Bedrohung geht, erleben seit den 50er Jahren Hochkonjunktur. Howard Hawks, renommierter Regisseur früherer Tage und vielen Filmfans ein Begriff, produzierte zusammen mit Christian Nyby 1951 „Das Ding aus einer anderen Welt“ (The Thing From Another World). Wissenschaftler entdecken ein eingefrorenes Raumschiff samt Pilot im Eis des Nordpols und bringen die Kreatur zur Forschungsstation. Durch den schwerwiegenden Fehler eines Bewachers taut der Pilot auf und bedroht von da an alle Lebewesen der Basis.<br />
1953 folgt mit „Kampf der Welten“ die erste, aber nicht die letzte Umsetzung des bereits im Zusammenhang mit der durchschlagenden Radiosendung erwähnten Romans von H.G. Wells „Krieg der Welten“.<br />
Ridley Scott leitet 1979 mit dem Kassenschlager „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ eine neue Ära ein. Der von HR Giger entworfene, parasitäre Organismus ist nicht nur äußerst brutal, sondern auch lernfähig und nur auf das eigene Überleben bedacht – Verhandlungen sind hier zwecklos!<br />
1982 erscheint nochmal „Das Ding aus einer anderen Welt“. Das Remake von John Carpenter hält sich zwar enger an die Romanvorlage als der Vorgänger und schockt die Zuschauer mit extremen Splatterelementen. An der Kinokasse aber ist der Film ein Flop. Hauptgrund dafür dürfte das wohl schrecklichste und böseste aller Aliens sein – E.T. Dieser Film startet nämlich zwei Wochen vorher&#8230; Bis heute sind unzählige Verfilmungen mit Außerirdischen erschienen, meistens sind uns die extraterrestrischen Lebensformen nicht wohl gesonnen. Mit Ausnahme von Alf.</p>
<h2>Verkleidung</h2>
<p>Die Verkleidung als Alien ist einerseits kompliziert, andererseits leicht. Klingt wie ein Widerspruch? Ist es auch, aber nur zum Teil. Kompliziert ist es deshalb, weil ein HR Giger-Alien-Kostüm nahezu unmöglich selbst herzustellen, geschweige denn zu bezahlen ist. Die Variante „Formenwandler“ ist zwar denkbar, aber möchtest Du wirklich zehn verschiedene Outfits mit zur Party schleppen und Dich dann auch noch ständig umziehen!? Eben. Alternativ kannst Du Dich als außerirdischer Android oder Cyborg probieren, mit ein paar Leuchtdioden und losen Kabeln am Kopf. Last but not least bleibt Dir noch die Möglichkeit, Dich als undefinierbares Etwas zu stylen.</p>
<p>Ob mit Alien-Verkleidung oder ohne, Dein Auftritt wird wesentlich glaubhafter, wenn Du Dich darauf besinnst, was einen Außerirdischen ausmacht.</p>
<h2><a title="Maskottchen www.maskworld.com" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/maskworld1.jpg" class="lightview" rel="gallery[531]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/maskworld1-133x300.jpg" alt="" width="133" height="300" /></a></h2>
<p><strong>Deshalb hier die </strong><strong>10 Gebote für Aliens:</strong></p>
<p>1. Verhalte Dich merkwürdig! Gehe beispielsweise mit nur einem Schuh, oder zwei verschiedenen Schuhen zur Party!<br />
2. Verpasse Dir selbst eine total schräge Frisur – oder lass es Deine kleine Schwester machen!<br />
3. Lerne eine Sprache, die sonst niemand in Deinem Freundeskreis spricht! Eventuell Kisuaheli. Oder noch besser, Kimbundu.<br />
4. Starre einfach immer an den Leuten vorbei oder Deinem Gesprächspartner mitten ins Gesicht! Effektiv ist es, wenn Du Dir etwa zwei Zentimeter über dem Mittelpunkt der Augen Deines Gegenübers, einen Punkt suchst und drauflosglotzt.<br />
5. Gefühlsausbrüche sind dem außerirdischen Party-Gänger fremd!<br />
6. Antworte und frage nur mit einzelnen Worten (Ja! Nein! Vielleicht! Wie? Wo? Was? Wer?)! Das ist authentisch – schließlich bist Du gerade dabei, die Sprache der Menschen zu lernen.<br />
7. Ziehe bei jeder Nahrungsaufnahme (flüssig und trocken) Grimassen!<br />
8. Nimm die Konstruktionspläne Deiner fliegenden Untertasse mit!<br />
9. Denke Dir jetzt noch einen verrückten Namen für Deinen Heimatplaneten oder Dein Sternensystem aus!<br />
10. Vergiss Punkt 1-9, wenn grüne (nicht vom Planeten Mars stammende) Männchen mit blauer Sirene kommen, um Dich zu holen!</p>
<p>Sofern Du diese 10 Gebote beherzigst, wirst Du einen erstklassigen Außerirdischen abgegeben!</p>
<p>Text: Sascha Adermann</p>
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		<title>Mumie</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Oct 2008 22:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Figuren]]></category>

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		<description><![CDATA[Hintergrund
Die alten Ägypter glauben an ein Leben nach dem Tod. Zwar variiert die Vorstellung vom Jenseits im Laufe der Jahrhunderte erheblich. Jedoch bleibt eine Annahme durch die gesamte altägyptische Kultur hindurch konstant: Ein Weiterleben nach dem Tod ist ohne den Körper nicht möglich.
Jeden Tag verlässt die Seele – das sogenannte Ba, symbolisiert durch einen Vogel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Hintergrund</h2>
<p>Die alten Ägypter glauben an ein Leben nach dem Tod. Zwar variiert die Vorstellung vom Jenseits im Laufe der Jahrhunderte erheblich. Jedoch bleibt eine Annahme durch die gesamte altägyptische Kultur hindurch konstant: Ein Weiterleben nach dem Tod ist ohne den Körper nicht möglich.<br />
Jeden Tag verlässt die Seele – das sogenannte Ba, symbolisiert durch einen Vogel mit menschlichem Kopf – den toten Körper, um umherzuwandern. Würde der Körper verwesen, fände das Ba ihn bei seiner Rückkehr nicht wieder bzw. würde das Ba den Körper nicht erkennen. Aus diesem Grund mumifizierten die Ägypter die Leichname mächtiger und bedeutender Personen, um ihnen auf der Reise ins Jenseits zu helfen.<br />
Im Laufe der Jahrhunderte wandelt sich der Glauben an den konkreten Ort des Jenseits jedoch erheblich und führt zu recht widersprüchlichen Annahmen.</p>
<h4>Die Prozedur der Mumifizierung<a title="Quelle www.burgenkunde.at" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/wwwburgenkundeat.jpg" class="lightview" rel="gallery[539]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/wwwburgenkundeat.jpg" alt="" width="191" height="129" /></a></h4>
<p>Dem Toten wird mit einem 40 cm langen Eisenhaken das Gehirn durch die Nase rausgezogen. Damit das Gehirn überhaupt durch die Nase abfließen kann, muss es zunächst mit dem Haken ordentlich durchgerührt werden. Die leere Kopfblase wird dann mit Harzen oder Leinentüchern ausgestopft.</p>
<p>Anschließend werden die Eingeweide entweder durch einen Seitenschnitt oder durch den After entfernt und in speziellen Krügen verwahrt. Das Herz bleibt im Körper, da es als Sitz des Denkens und Fühlens angesehen wird. Dem Körper wird dann mittels Salz die Flüssigkeit entzogen. Die hohlen Körperstellen werden mit Leinen oder Sägespänen gefüllt. Zwiebeln oder Leinen dienen als Augenersatz.<br />
Danach wird der Körper wieder zugenäht und in Leinen gewickelt. Amulette werden angelegt und eine hübsche Gesichtsmaske mit dem Antlitz des Toten in den besten Jahren aufgesetzt. Durch die Verwendung der aromatischen Harze nehmen die Mumien im Laufe der Zeit eine rötlich-braune bis schwarze Färbung an und beginnen, angenehm zu duften.<br />
In der Neuzeit bis hinein ins 16. und 17. Jahrhundert wird in Europa schwungvoller Handel mit den Wickelleichen betrieben. Sie gelten als beliebtes Heilmittel gegen Wunden, Prellungen und Brüche. Noch bis 1924 verkauft der deutsche Pharmakonzern Merck zerriebene Mumien (Mumia vera Aegyptica) als Allheilmittel für etwa 10 Goldmark pro Kilo – das wären heute etwa 80 bis 100 Euro.</p>
<p><a title="www.bmovies.de" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/the-mummy-karloff-plakat-2.jpg" class="lightview" rel="gallery[539]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/the-mummy-karloff-plakat-2-187x300.jpg" alt="" width="133" height="205" /></a><a title="www.bmovies.de" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/the-mummy-karloff-plakat-copy.jpg" class="lightview" rel="gallery[539]"> <img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/the-mummy-karloff-plakat-copy-300x234.jpg" alt="" width="253" height="205" /></a><a title="www.bmovies.de" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/tthe-mummy-hammer-plakat.jpg" class="lightview" rel="gallery[539]"> <img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/tthe-mummy-hammer-plakat-183x300.jpg" alt="" width="133" height="205" /> </a><a title="www.bmovies.de" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/film_the-mummy-karloff.jpg" class="lightview" rel="gallery[539]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/film_the-mummy-karloff-300x234.jpg" alt="" width="258" height="205" /></a><br class="clear" /></p>
<h2>Erscheinung</h2>
<p>Der deutsche Begriff „Wickelleiche“ hat sich zwar nie durchgesetzt, beschreibt den Zustand aber recht gut. Im Allgemeinen macht eine Mumie, je nach Zustand, einen recht verbrauchten Eindruck. Und einen schlecht gelaunten oft noch dazu. Kein Wunder: Wie würden sie reagieren, wenn man ihnen verspricht, sie auf das Leben im Jenseits vorzubereiten und als erstes das Gehirn mit einem Haken zerkleinert, um es gleich durch die Nase zu ziehen. Das gibt auf unbestimmte Zeit eindrucksvolle Kopfschmerzen. Und dann gibt es da natürlich noch die glücklichen Kandidaten, denen die Gedärme durch den Hintern entfernt wurden. Herzlichen Glückwunsch!<br />
Charakteristisch für Mumien sind neben der notorisch schlechten Laune selbstverständlich die allseits beliebten Leinenumwicklungen mit mehr oder weniger freiem Gesichtsfeld (nichts ist peinlicher als eine Mumie, die mit vollständig verbundenem Kopf ständig gegen die Wand neben der Tür rennt) und fauligem Gebiss (es gibt ja kein Vollkornbrot im alten Ägypten).</p>
<h2><a title="Imhotep (Boris Karloff) führt Böses im Schilde (&quot;Die Mumie&quot; von 1933)" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/mumie3.jpg" class="lightview" rel="gallery[539]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/mumie3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a title="2000 Jahre schlecht geschlafen (&quot;Die Mumie&quot; von 1933)" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/mumie.jpg" class="lightview" rel="gallery[539]"> <img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/mumie-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a title="&quot;Die Mumie&quot; von 1933" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/mumie-filmtitel-universal.jpg" class="lightview" rel="gallery[539]"> <img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/mumie-filmtitel-universal-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a title="Imhotep (Boris Karloff) erwacht (&quot;Die Mumie&quot; von 1933)" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/mumie-intro.jpg" class="lightview" rel="gallery[539]"> <img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/mumie-intro.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a title="So gehts nicht! Vergewissern Sie sich vor(!) dem Einbalsamieren, dass ihre Leiche auch wirklich tot ist! (&quot;Die Mumie&quot; von 1933)" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/mumie2.jpg" class="lightview" rel="gallery[539]"> <img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/mumie2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></h2>
<h2>Verfilmungen</h2>
<p>Gegenüber seinen großen Brüdern, den Vampiren, Werwölfen etc. ist die Mumie filmisch immer ein wenig stiefmütterlich behandelt worden. Vielleicht liegt das daran, dass sie als personifizierte Mullbindenwerbung meist doch erschreckend unbeholfen und eindimensional daherkommt und nach evtl. erfolgreicher Regenerierung verblüffend unspektakulär aussieht. In den erfolgreichen Trash-Blockbustern der 90er Jahre löst man das Problem durch das Auftreten von fleischfressenden Riesenkäfern, kampfwütigen Mumienarmeen, dummen Grabräubern und lustigen Sprüchen in Indiana Jones Manier. Wesentlich subtiler, und zugleich eindrucksvoller, müssen da noch Boris Karloff und Christopher Lee den lebendig mumifizierten (also DAS muss nun wirklich weh getan haben) und aus dem Totenreich wiedergekehrten Imhotep darstellen.</p>
<p><a title="Titel der Hammer Film Production &quot;Der Fluch der Pharaonen&quot; (&quot;The Mummy&quot;) von 1959" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/titel-mumien-hammer-films.jpg" class="lightview" rel="gallery[539]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/titel-mumien-hammer-films-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> <a title="Christopher Lee als Imhotep (noch unmumifiziert) (&quot;Fluch der Pharaonen&quot; von 1959)" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/christopher-lee-noch-unmumifiziert1.jpg" class="lightview" rel="gallery[539]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/christopher-lee-noch-unmumifiziert1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> <a title="Christopher Lee gut präpariert mit einer Falten reduzierenden Moorpackung (&quot;Fluch der Pharaonen&quot; von 1959)" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/christopher-lee-gut-praepariert.jpg" class="lightview" rel="gallery[539]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/christopher-lee-gut-praepariert-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> <a title="die Christopher Lee Mumie zeigts Peter Cushing (&quot;Fluch der Pharaonen&quot; von 1959)" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/die-christopher-lee-mumie-zeigts-peter-cushing.jpg" class="lightview" rel="gallery[539]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/die-christopher-lee-mumie-zeigts-peter-cushing-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /> </a><a title="die Mumie dampft (&quot;Fluch der Pharaonen&quot; von 1959)" href="http://www.halloween.de/files/2008/12/mumie5.jpg" class="lightview" rel="gallery[539]"><img class="picture-gallery" src="http://www.halloween.de/files/2008/12/mumie5-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<h2>Verkleidung</h2>
<p>Mullbinden sind Pflicht! Lassen sie sich nicht zur Alternative aus preiswertem Toilettenpapier überreden. Dieses ist oft wenig reißfest und auch sonst nicht sehr strapazierfähig. Außerdem erhöht es die unangenehme Wahrscheinlichkeit, vorwiegend als wandelnder Hygiene- und Apothekenbedarf wahrgenommen zu werden. Und wer jemals beobachten durfte, wie ein betrunkener Werwolf versucht, bei einer Party sein Erbrochenes mit einer Mumie aufzuwischen, der weiß, wovon ich rede.<br />
Ferner ist zu bedenken: Mumien sind tausende Jahre alt! Und selbst, wenn sie diese Jahrtausende ruhend in einer schalldichten Grabkammer vertrödeln, hinterlässt die Zeit deutliche Spuren. Sauen Sie sich ein! Mumien tragen kein leuchtendes Mullbinden-Weiß, sondern neigen mehr zu Gelblich-Braun mit dezenter Erdnote! Dass es sinnvoll ist, Mund und Augenpartie (wahlweise noch die Nasenflügel) frei zu lassen, muss ja wohl nicht extra erwähnt werden.</p>
<p>Wem diese ganze Angelegenheit zu verwickelt ist, (haha) kann natürlich auch als wiederhergestellter Imhotep gehen. Ein paar schicke Augenringe, ägyptisch anmutendes Hütchen und vornehmes orientalisches Gewand sind hierfür ausreichend. Aber denken sie daran: Adel verpflichtet. Orientierungslos und mordlustig durch die Gegend torkeln, is dann nich mehr. Dafür wird aber auch niemand versuchen den Boden mit ihnen aufzuwischen. Es sei denn, sie quatschen die Freundin des behaarten muskulösen Typen von der Seite an.</p>
<p><strong>Weitere Links: </strong><br />
http:<a href="http://www.voxel-man.de/virtualmummy">//www.voxel-man.de/virtualmummy</a></p>
<p>Text: A. Hartung</p>
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		<title>Die Geschichte</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Oct 2008 22:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Geschichte Halloweens]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist Halloween bei uns in erster Linie als ein aus den USA stammender Party-Spaß mit Gruseleinschlag bekannt. Allerdings hat Halloween – wie fast alle Feiertage und Feste – eine sehr viel längere Geschichte, als manch einer vermuten würde. Zwar ist der Ursprung nicht leicht nachzuvollziehen &#8230; wir wollen es aber trotzdem versuchen.
Das christliche Allerheiligen/Allerseelen
Bekanntlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist Halloween bei uns in erster Linie als ein aus den USA stammender Party-Spaß mit Gruseleinschlag bekannt. Allerdings hat Halloween – wie fast alle Feiertage und Feste – eine sehr viel längere Geschichte, als manch einer vermuten würde. Zwar ist der Ursprung nicht leicht nachzuvollziehen &#8230; wir wollen es aber trotzdem versuchen.<span id="more-590"></span></p>
<h2><a href="http://www.halloween.de/files/2008/10/hintergrund-geschichte-2008-10-16-01.jpg" class="lightview" rel="gallery[590]"><img class="picture-right" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/hintergrund-geschichte-2008-10-16-01-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a>Das christliche Allerheiligen/Allerseelen</h2>
<p>Bekanntlich wird Halloween am 31. Oktober gefeiert. Der Name ist eine Umformung von the Eve of All Hallows. Zu Deutsch: Der Abend vor Allerheiligen &#8211; dem katholischen Feiertag am 1.November. Durch sprachliche Faulheit wurde All Hallows’Eve zu Hallows Even und schließlich zu Hallowe’en.<br />
Christliche Feiertage beginnen oft am Vorabend des eigentlichen Feiertages (wie z.B. Heiligabend bei Weihnachten). An Allerheiligen gedenkt die katholische Kirche – wie der Name schon sagt – in einem Abwasch all ihrer Heiligen (vor allem auch derer, die nicht selig gesprochen wurden).<br />
Um 830 n.Chr. legt Papst Gregor IV. diesen Feiertag offiziell auf den 1. November. Einen Tag später wird Allerseelen begangen. An diesem Tag wird der Verstorbenen  und Toten gedacht. Lange glaubt man, dass an diesen Tagen die Toten für kurze Zeit aus dem Fegefeuer zurückkehren, um ihre Angehörigen um Fürsprachen zu bitten. Im Laufe der Zeit sind beide Tage zu einer Art Doppelfeiertag miteinander verschmolzen.</p>
<p>Durch diese Bindung an religiöse Feiertage wird Halloween lange Zeit nur in den traditionell katholischen Gebieten Großbritanniens begangen.</p>
<h2>Das keltische Samhain-Fest</h2>
<p>Das Halloween-Fest, wie wir es heute kennen, ist das Ergebnis zahlreicher Wechselspiele der Geschichte. Traditionelle Bräuche und religiöse Vorstellungen verschmelzen zu neuem, vom Alten völlig losgelöstem Brauchtum.</p>
<p>Im nordeuropäischen Kulturkreis spielt der Monatswechsel von Oktober auf November seit der Antike eine wichtige Rolle. In diesen Kalendertagen verabschiedet sich der Sommer endgültig und der Herbst geht langsam in den Winter über. Diesen Übergang markiert das keltische Jahresend-Fest Samhain, welches am 1.November begangen wird. Es ist eine Art Erntedank und entspringt dem bäuerlichen Sonnenkalender, der das Jahr in vier wichtige Abschnitte unterteilt. Das Vieh wird von den Weiden genommen und die letzten Feldfrüchte werden geerntet. Die Annahme, es handele sich hierbei um ein keltisches Totenfest, ist eher unwahrscheinlich. Denn eine kulturhistorischen Quelle über einen Totengott namens Samhain ist nicht bekannt. Durch die Invasionen der Römer in Nordeuropa kommt es jedoch zur Vermischung mit den römischen Totenfesten. Glaubt man den Sagen, stehen am keltischen Neujahrstag Samhain die Tore der Elfenhügel offen. An diesem Tag sei es möglich, mit dem Totenreich Kontakt aufzunehmen. Andere römische Glaubensvorstellungen kommen hinzu und überformen weiter das Bild von einer Nachwelt. Unsere heutige Vorstellung über Jenseits und Geister wird schließlich mit der Christianisierung vollendet.</p>
<p>Die Schwierigkeit, das Samhainfest einzuordnen, liegt vor allem darin, dass die Kelten fast keinerlei kulturelle Aufzeichnungen hinterlassen haben. Abgesehen von einigen Sagen gehen alle Niederschriften auf Außenstehende, wie den römischen Eroberer Cäsar, zurück. Frühe Aufzeichnungen stammen von christlichen Autoren, deren Berichte jedoch von christlicher Glaubensmission geprägt sind. Wissenschaftliche Neutralität oder volkskundliches Interesse stehen bei derartigen Schilderungen wohl eher im Hintergrund.</p>
<p><a title="keltische Symbole" href="http://www.halloween.de/files/2008/10/hintergrund-geschichte-2008-10-16-02.jpg" class="lightview" rel="gallery[590]"><img class="picture-left" src="http://www.halloween.de/files/2008/10/hintergrund-geschichte-2008-10-16-02.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Allein der Begriff „<strong>Kelten</strong>“ ist bereits mit Vorsicht zu genießen, da es sich hierbei um keinen homogenen Volksstamm oder eine zusammenhängende Kulturgruppe handelt, sondern vielmehr um eine lose Sprachgemeinschaft – die indogermanische Sprachfamilie. Selbst dies ist nicht unumstritten, da es auch Definitionen des Begriffs keltisch gibt, die sich auf materielle, archäologische Gemeinsamkeiten beziehen. Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, wie die keltische Sprache nach Großbritannien kam. Möglicherweise war es eine frühe Form des Kulturexports.</p>
<p>Der oft zu lesende Verweis auf das keltische Neujahrsfest Samhain als direkter Ursprung von Halloween ist jedenfalls eher Wunschdenken an einen jahrhundertealten Mythos, als nachgewiesene Realität. Zumal viele der Bräuche und Traditionen, die zu Halloween gepflegt werden, in Europa auch in ähnlichen Variationen wie der Unruhenacht und dem Heischgang bekannt sind. Beim  Letzteren beispielsweise ziehen die Menschen von Tür zu Tür und bitten um Gaben.</p>
<p>Erste schriftliche Erwähnungen halloween-ähnlicher Riten stammen aus dem 7. Jahrhundert. Der angelsächsische Kapuziner-Mönch und Geschichtsschreiber Beda Venerabilis schreibt in seiner „Kirchengeschichte des englischen Volkes“, dass im November das überzählige Vieh geschlachtet und geopfert wird, weswegen der November auch Blutmonat genannt wird. Ein festes Datum notiert er hierfür noch nicht. Sichere Belege für Halloween-Feiern und Halloween-Feuer gibt es erst aus dem 17. Jahrhundert.</p>
<h2>Halloween in der Neuzeit</h2>
<p>Vor allem die Auswanderungswellen der Iren ab 1840 trägt entscheidend dazu bei, dass die All Hallows’Eve &#8211; Bräuche in den USA populär werden. Von der grünen Insel bringen sie auch die  Tradition des Schnitzens von Gemüselampen mit in die Neue Welt. Im amerikanischen Kürbis finden sie hierfür eine weitaus stattlichere Frucht als die heimischen Rüben. Schon bald vermengen sich im Schmelztiegel Amerika die unterschiedlichen religiösen und folkloristischen Traditionen des Erntedankfests miteinander. Viele der Rituale verlieren fernab ihrer Heimat und ihres Ursprungs den historischen Sinn und werden vor allem für Amüsement und Unterhaltung zelebriert. So entwickelt sich das Halloween-Fest zu der Art gruseligem Herbstfasching, die es heute ist. Etwa seit der Jahrtausendwende schwappt die Halloween-Welle nun nach Europa zurück – wo sie genau genommen ja auch ihren Ursprung hat.</p>
<p>Text: Andreas Hartung, 2008</p>
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