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Hallucigenia: Geschichten vom Rande des Abgrunds

Laird Barron ist vermutlich ein interessanter Mensch (Und das obwohl er Bücher schreibt). Als er mit 30 seine erste Geschichte veröffentlichte, konnte er bereits auf ein abenteuerliches Leben zurückblicken. So arbeitete er lange Zeit als Fischer im Beringmeer und nahm dreimal am längsten (und härtesten) Hunderennen der Welt teil. Der Kürbiskönig verlost 3 Exemplare seines Buchs Hallucigenia!

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Horrorgeschichten zum Licht brennen lassen

Was genau dann mit Laird Barron passiert ist, wissen wir nicht. Er begann düstere Geschichten zu schreiben. Diese Art von Geschichten, die wirklich seltsam sind … die einem wirklich Angst einjagen können. Nach denen man nachts das Licht brennen lässt. Vier dieser Geschichten hat der ambitionierte Golkonda Verlag in einem Sammelband erstmalig in deutscher Sprache veröffentlicht. Sie gehören zum originellsten und atmosphärischsten, was man in den letzten Jahren im Horrorbereich lesen konnte. Als hätte der späte David Lynch zuviel “True Detectives“ geschaut, während Lovecraft ab und zu vorbei kam, um Chips anzubieten. Angeblich soll sich True Detectives-Autor Nic Pizzolatto von Laird Barron maßgeblich beeinflusst worden sein. Das glaubt man sofort. In seinen Geschichten kreiiert er eine fiebrige düstere Atmosphäre, in welcher die Helden im schwitzendem Wahnsinn unaufhaltsam ihrem eigenen Untergang entgegen kreiseln. In der Erzählung “Die Prozession des schwarzen Faultiers“ (!) kommt ein amerikanischer Industriespion während eines Einsatzes in China einem okkulten Zirkel alter Frauen auf die Spur. Nun ja … was heißt auf die Spur … er verstrickt sich in einem klebrigen dunklen Netz von Ereignissen und endet in einer Vorhölle hellraiserischem Ausmaßes.


Die kosmische Bedrohung

Ein wichtiger Bestandteil des Barronschen Literaturkosmos scheint eine Art allumfassende kosmischen Bedrohung zu sein, welche immer wieder in seinen Erzählungen auftaucht und sich Stück für Stück zu einem eigenen Mythos zusammensetzt. Ähnlich wie bei H.P. Lovecraft geht es dabei um uralte nicht näher definierte Wesen, welche mittels oukkulter Anhänger ihre Rückkehr auf die Erde vorbereiten. Mit dem Altmeister verbindet ihn, dass der unwissende Protagonist nach und nach in die Erkenntnis der kosmischen Bedrohung stolpert und dann an ihr zerbricht. Barron verzichtet jedoch – im Gegensatz zu den zahlreichen Lovecraft-Epigonen – auf Tentakel- oder Chthulhuschnickschnack und verleiht dadurch seinem Grauen eine große Intensität. Ein kleines Meisterwerk dieser Art und Höhepunkt des Sammelbandes ist die Erzählung “Mysterium Tremendum“ in der zwei befreundete männliche Pärchen sich in einem Nationalpark auf die Suche nach einem geheimen Hügelgrab begeben, welches nur in einem geheimnisvollen Reiseführer vermerkt ist. Wenn man das Buch “Hallucigenia” am Ende dieser äußerst verstörenden Erzählung zuschlägt und anschließend nicht schlafen kann, fragt man sich, warum es nur so lange gedauert mit der ersten deutschen Veröffentlichung von Laird Barron.

Direkt bestellen kann man das Buch (u.a.) in der Otherland-Buchhandlung in Berlin



Verlosung zu Hallucigenia von Laird Barron

Wenn Du Dich auch um den Schlaf bringen lassen möchtest, nimm an unserem Gewinnspiel teil. Unter allen Teilnehmern verlosen wir mit freundlicher Unterstützung des Golkonda-Verlages 3 Exemplare von “Hallucigenia”.

Beantworte dazu einfach folgende Frage:

Eine Erzählung von Laird Barron heißt “Die Prozession des schwarzen Faultiers“. Was findest Du an einem Faultier gruselig?

 


Hallucigenia-Verlosung
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14 Kommentare »

  1. Es stinkt

    Comment von Kira — 26. Februar 2016 @ 19:11

  2. Es ist klein und gemein

    Comment von Lena Müller — 26. Februar 2016 @ 19:12

  3. Stinktiere sind unberechenbar..und stinken

    Comment von Kathrin — 26. Februar 2016 @ 19:13

  4. Dass sie sich so langsam bewegen.

    Comment von Rolf Wanka — 27. Februar 2016 @ 13:49

  5. Antwort: Die schwarz unterlegten Augen und die langen Krallen…

    Comment von Tina Klein — 27. Februar 2016 @ 19:30

  6. Das gesamte Aussehen und die langen Krallen. Schrecklich!

    Comment von Peter Heidbrink — 28. Februar 2016 @ 0:05

  7. Das Gegrinse!

    Schon die Vorstellung so ein Tier sitzt mit dem Rücken in einem sperlich beleuchteten Raum zu mir, dreht sich ultra langsam um und fletscht mir die Zähne

    Comment von Christoph Karger — 28. Februar 2016 @ 13:14

  8. Antwort: die Art und Weise, wie es sich bewegt und sein leicht bizarres Aussehen

    Comment von Eva Hinz — 29. Februar 2016 @ 21:09

  9. Faultiere haben diesen verschlagenen Blick. So als ob sie jede Sekunde ihres Lebens damit verbringen zu überlegen, wie sie dich zerstückeln und dann verstecken können… und das gaaaannnnzzz langsam!

    Comment von Eddy — 1. März 2016 @ 10:05

  10. Sie hängen an Bäumen, gucken teilnahmslos und sehen ganz niedlich aus – aber wehe du geht unter einem hindurch:

    Dann zeigen sie ihre wahre Natur! Stürzen sich grazil wie Berglöwen herab, schlagen ihre Klauen in deine Augen und laben sich an deinen Eingeweiden, während du blind ins Dickicht geschleift wirst… nicht umsonst meiden Einheimische und Touristen noch heute den
    “森林 森林 树懒 [樹懶” – den WALD DES FAULTIERS…

    Comment von Vincent Lentzsch — 2. März 2016 @ 11:38

  11. Das es so wahnsinnig langsam ist

    Comment von Daniela Schiebeck — 3. März 2016 @ 22:33

  12. noch finde ich nichts an einem Faultier gruselig, das kann sich ja aber nach dem Lesen dieser Lektüre ändern ;)

    Comment von Sandra Pistner — 5. März 2016 @ 23:23

  13. Egrlich gesagt seid ich Zoomania gesehen habe, finde ich Faultiere überhaupt nicht gruselig.

    Comment von miko — 8. März 2016 @ 22:45

  14. Hey!
    Gruselig finde ich, dass ich mir manchmal selbst vorkomme wie ein Faultier ;) Das Buch klingt stark! Ich liebe H.P. Lovecraft und der Vergleich macht echt neugierig.

    Comment von Christian Anger — 9. März 2016 @ 21:37

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