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Hammerharte Horrorschocker

Verlag: Weissblech Verlag



Hammerharte Horrorschocker“ ist das einzige, regelmäßig erscheinende Comic-Magazin für gepflegten Horror- und Gruselspaß in Deutschland.

Der Weissblech Verlag, dem dieser verlegerische Tropfen auf den heißen Stein zu verdanken ist, hat seine Wurzeln ursprünglich in Sauf- und Kiff-Comics der 90er Jahre (den sogenannten Koma-Comix). Anschließend eroberte man das Herz des aufgeschlossenen Lesers mit Trash- und Genre-Parodien und ersten Gruselthemen, wie Geile Geister aus der Pornogruft“.
Im Juni 2004 erschien die erste Ausgabe von „Hammerharte Horrorschocker“. Ein wenig, vom Geist der vorhergehenden Publikationen, wurde auch in dieses neue Projekt gerettet. So schwingt in vielen Geschichten ein süffisanter, selbstironischer Tonfall mit. Genüsslich wird aus der naiven Hochzeit des Horrors zitiert.



Von lebenden Friedhöfen, Riesenmücken und Moorhexen

Der Weissblech Verlag und sein hauptamtlicher Storyschreiber Levin Kurio haben keine inhaltlichen Berührungsängste und scheinen, sich in beinahe allen Genres so heimisch zu fühlen, als hätten sie sie erfunden. Von lebenden Friedhöfen (und ich meine NICHT lebende Untote auf Friedhöfen, sondern lebende Friedhöfe!), über eine Invasion der Riesenmücken bis hin zur düster verstörenden Geschichte um eine junge Familie, die ihr einziges Kind eines stürmischen Nachts, an die heimische Moorhexe verliert.
Ganz der Tradition der klassischen, amerikanischen Horror-Anthologien verpflichtet, enthält jede Ausgabe mehrere abgeschlossene Kurzgeschichten, welche meist auf eine grausige Pointe hinauslaufen. Charon, der Fährmann, der in der griechischen Mythologie die Toten über den Fluss Styx in das Totenreich namens Hades geleitet, begleitet den Leser persönlich durch die grausige Horrorwelt und weiß dabei selbst, die eine oder andere durchaus schauerliche Anekdote beizusteuern.



Natürlich sind nicht alle Geschichten ein Treffer. Eines aber hat HH der Comicwelt definitiv zurückgegeben: die kindliche Freude, die man verspürt, wenn man auf der Rückseite der neuesten Ausgabe schon das Cover der nächsten Nummer erblickt, welches immer noch farbenprächtiger und aufregender zu sein scheint, als jenes, das man gerade in der Hand hält.


Links: www.weissblechcomics.de


Text: Andreas Hartung

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