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Alone In The Dark

1992 | Alone in the Dark | PC, 3DO | FSK 16
1994 | Alone in the Dark 2 – Jack is back | PC, 3DO, PS1, Saturn | FSK 16
1995 | Alone in the Dark 3 | PC | FSK 16
2001 | Alone in the Dark 4 – The New Nightmare | PC, PS1/2, DC, GBC | FSK 6 – 12
2008 | Alone in the Dark 5 | PC, PS2/3, Xbox 360, Wii | FSK Keine Jugendfreigabe

Alone in the Dark 1Die Veröffentlichung des Videospiels “Alone in the Dark“ im Jahr 1992 gilt als die Geburtsstunde des Survival Horror-Genres. Die Abenteuer des auf übernatürliche Fälle spezialisierten Privatdetektivs Edward Carnby befassen sich mit spirituellen bzw. mystischen Phänomenen und Ereignissen.

It’s not a Sony. It’s a trick.

Die Grafik ist aus heutiger Sicht natürlich absolut überholt, damals jedoch revolutionierte die Optik die Spielwelt. Dies lag weniger an den aus großen Dreiecken (auch Polygone genannt) zusammengesetzten Figuren, als vielmehr an der Umgebung, welche für die damaligen Verhältnisse noch heute brillant ist. Der Trick: Die Räume und Umgebungen bestehen aus mehreren, von der Kameraeinstellung abhängigen „Bühnenbildern”. Betrittst Du beispielsweise einen Gang, siehst Du das Geschehen aus der Eingangsperspektive. Etwa auf der Hälfte des Flurs wechselt die Kameraperspektive automatisch auf die andere Seite des Flurs. Der Prozessor berechnet nur die Figur, die vorgefertigte detailreiche Umgebung kostet kaum Ressourcen. So ließ sich auch auf weniger leistungsstarken Systemen, wie dem 3DO, eine recht ansehnliche Optik abbilden.

Dass die Story auf dem berühmten Cthulhu-Mythos von H.P. Lovecraft basiert, zeigt sich im Detailreichtum und kommt der Gestaltung des Spiels insgesamt zugute. Obwohl Teil 2 und 3 technisch ein gutes Stück besser sind als der Vorgänger, bleibt die nach wie vor schwerfällige Steuerung das größte Manko. Einzig Teil 4, der im Jahr 2001 erscheint, stellt einen Quantensprung dar und spielt sich auch heute noch angenehm flüssig. Besonders gut gelungen sind die fordernden Rätseleinlagen, die atmosphärischen Lichteffekte und die Tatsache, dass Du das Spiel entweder als Edward Carnby oder Aline Cedrac durchspielen kannst. Deren Handlungsstränge sind zwar verschieden, überschneiden sich aber gelegentlich. Wer also alle Geheimnisse aufdecken will, muss sich mit beiden Protagonisten in das Abenteuer stürzen.

Ring frei, zur fünften Runde!

scr_21_gdZwischen Sommer und Herbst 2008 erscheinen Umsetzungen des fünften Teils für verschieden Systeme. Diesmal setzt sich Edward Carnby mit einer ausgewachsenen Dämonenplage im New Yorker Central Park auseinander. Glanzpunkte sind hierbei der frei begeh- bzw. befahrbare Park, die tollen Licht- und Schatteneffekte, sowie die realistisch anmutende Simulation von Feuer. So kommst Du anfangs kaum aus dem Staunen heraus. Dein Pulsschlag erhöht sich zwangsläufig, wenn Du am Sims eines Wolkenkratzers entlang hangelst, während unter Dir auf der Straße das absolute Chaos herrscht und von oben zudem unablässig Trümmerteile und Möbelstücke herabregnen.

Leider ist die Steuerung wieder dezent misslungen. Mr. Carnby bewegt sich derart langsam, dass Du ständig von den Gegnern verprügelt wirst und Dich ununterbrochen heilen musst. Doch auch das gestaltet sich schwieriger als von anderen Spielen gewohnt, denn Objekte oder Waffen kannst Du nicht direkt aus dem Inventar anwählen, sondern musst Du immer umständlich in Echtzeit durchschalten. Überschüssige Items oder Gegenstände trägst Du in der Hand, weil das Inventar platzmäßig sehr begrenzt ist.
Eine gute Organisation der zu gebrauchenden Dinge ist also definitiv überlebenswichtig. Der Vorteil: Die Identifikation mit der Hauptfigur Edward Carnby intensiviert die Spannung spürbar. Der Nachteil: Der Frustfaktor übersteigt die Geduld vieler Spieler.

Intro


Text: Sebastian Werner

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