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Jack the Ripper – Die Geschichte eines Mörders

Hier, die Kehle ist von links nach rechts bis auf die Wirbelsäule durchschnitten, was darauf schließen lässt, dass der Täter Rechtshänder ist. (Dr. Ralph Llewellyn)

Autor: Frank Gustavus
Genre: Klassischer Horror

Die Erzählung von Jack the Ripper ist eine der bekanntesten und ältesten Geschichten, die sich um die Serienmörder-Thematik dreht. Fast jeder kennt (zumindest vage) die Anekdote des bestialischen Killers, der zahlreiche Prostituierte in den Armen-Bezirken Londons auf grausame Art und Weise ermordet und verstümmelt.

Die genauen Vorgänge der damaligen Zeit sind allerdings bis heute nicht vollständig aufgeklärt. Selbst über die genaue Anzahl der Opfer des Rippers herrscht unter “Experten“ keine Einigkeit. Anfang der 90er Jahre wird das vermeintliche Tagebuch des James Maybrick veröffentlicht, auf das Frank Gustavus bei der Darstellung der Geschichte Bezug nimmt. Ob es sich wirklich um das Tagebuch von James Maybrick handelt, ist nach wie vor umstritten.

Ende des 19. Jahrhunderts: James Maybrick (Dietmar Mues), ein Baumwollhändler aus Liverpool, erzählt seine spannende Story. Der nach einer Malaria-Infektion arsen- und strychninabhängige Mann leidet unter den Folgen seines extremen Drogenmissbrauchs. Sein zügelloser Konsum, jener zu dieser Zeit weit verbreiteten Rauschmittel, führt zu einer ausgeprägten Paranoia. Als sich Maybrick in einem Anfall von Wahnvorstellungen einbildet, seine Frau Florie betrüge ihn mit einem Bekannten, dreht er durch. Wie durch einen Zufall häufen sich plötzlich die mysteriösen Mordfälle und bestialischen Bluttaten an Frauen. Scotland Yard schickt deshalb seine besten Leute, um dem “Monster“ auf die Spur zu kommen. Inspector F.G. Abberline (Werner Cartano) und Detective John Littlechild (Jens Scheiblich) untersuchen die Fälle.

Hervorragende Sprecher, atmosphärische Geräuschkulisse und tadellose Musik ergeben einen erstklassigen Gesamteindruck. Dietmar Mues (“Die Akte Odessa“) spricht den Ripper so engagiert, als hätte er sich eigens für diese Rolle in einen Arsen- und Strychninvorrat gestürzt. Die Bilder im Kopf sind düster wie Londons winklige, kleine Gassen bei Nacht. So bleibt das Hörspiel bis zum Schluss spannend und bietet ein überraschendes Ende.

Länge: 74 min

Sprecher:
Dietmar Mues (“Die Akte Odessa”) als James Maybrick
Barbara Nüsse (“Teufelsbraten”) als Polly Nicholls
Werner Cartano (“Großstadtrevier”) als Inspector Abberline
Wolfgang Kaven (“Knockin’ on Heaven’s Door”) als Dr. Ralph Llewellyn
Angela Stresemann (“Unser Lehrer Doktor Specht”) als Annie Chapman
Heinz Lieven (“Adelheid und ihre Mörder”) als George Hewitt
Hans Paetsch (“Lola rennt”) als Richter James Fitzjames Stephen
Dagmar Puchalla als Florie Maybrick / Mary Kelly
Jens Scheiblich als Detective John Littlechild
Achim Schülke als Constabler John Neil
Volker Bogdan als Dr. Arthur Hopper
Aranka Mamero-Jaenke als Elizabeth Stride


Text: Sascha Adermann

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