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The Misfits

The Misfits werden gern als der Urknall des Horrorpunks tituliert, auch wenn The Dammned oder The Cramps sicherlich ebenso aussichtsreiche Titelanwärter sind. Was schnurstracks zu der Frage führt: Was genau ist Horrorpunk nun eigentlich?! Viele Bands des Genres beantworten sich diese Frage ganz einfach mit: „So Aussehen und so klingen, wie die Misfits!“ Das bedeutet: Schminke und Horror satt!

Die schaurigen Helden ganzer Horrorgenerationen gründen sich 1977 im Bundesstaat New Jersey. Charakteristisch sind ihre fast ausschließlich von alten Horrorfilmen beeinflussten Texte, muskulöse Oberarme und B-Movie-Horror-Make-Up. Mit voller Wucht und dünnem dreckigen Sound  kloppen sich die vier durch zahlreiche Veröffentlichungen und Besetzungswechsel. Bis Sänger Glen Danzig 1983 die Band auflöst, um nach kurzen Umwegen mit seiner Band Danzig und dazugehörigem Mutter-Song am großen Erfolg zu schnuppern. Bandintern bleibt man über zahlreiche Streitigkeiten bezüglich Namen und Songmaterial in Kontakt.

Unholy Reunion

Erst 1995 gibt es das Comeback. Die Zahl der Fans wächst über die Jahre hinweg stetig an, Originalveröffentlichungen werden zu gesuchten Raritäten und das Misfits Skull-Logo avanciert neben den Motörhead – und Ramones-Schriftzügen zum viel getragenen T-Shirt-Motiv. Die in Misfits (also ohne THE) umbenannten Mannen um Jerry Only gehen mit dem 19jährigen Michael Graves als neuem Sänger wieder auf Tour und legen 1997 mit  “American Psycho“ ein neues Album vor.

Musikalisch ist der Sound fetter, die Songs melodiöser. Viele „Aaahhss“ und „Ohhhs“ singen im Chorus fröhlich mit, wenn vom Angriff der Untoten erzählt wird. Geschwindigkeitsmäßig wird aber weiter volles Brett gefahren. Dennoch sind die neuen Misfits wesentlich eingängiger als die ungeschliffenen Bastarde der Danzig-Zeit. Und mit “American Psycho“ und “Famous Monster“ gelingen ihnen zwei Platten, die zwar die alte Ruppigkeit ein wenig vermissen lassen, dies aber durch neue mitreißende Hymnen mehr als ausgleichen können. Die Band dreht derweil weiter eifrig am Besetzungskarussel. Michael Graves singt schon lange nicht mehr, sondern frönt seltsamem Gedankengut in der so genannten Conservative-Punk-Bewegung. Und so wanken die Misfits heute als untote Kopie ihrer selbst durch die Konzertgruften dieser Welt. Und das passt ja nun schon wieder super.

Songs:

  • Halloween
  • Monster Mash
  • Scream!
  • Living Hell
  • The Forbidden Zone
  • Night Of The Living Dead
  • Vampira

Links:
www.misfits.com (offizielle Webseite)

Video:


Text: A.Hartung

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