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Terkel In Trouble

2004 | 77min | FSK 12

plakatTerkel aus der 7A hat es nicht leicht. Der Wortschatz seines ewig Zeitung lesenden Vaters besteht aus genau einem Wort („Nein!“), seine Mutter raucht Kette, dass man in der Küche die eigene Hand vor Augen nicht mehr sehen kann und seine kleine Schwester, die ständig mit ihren Augen in offene Gabeln läuft, nervt einfach nur.

Und manchmal muss er sich nachts mit seinem besten Freund Jason (!) Horrorvideos reinziehen, obwohl das nicht so sein Ding ist. Seine Eltern wollen am Wochenende heiraten. Das ist natürlich gar nicht so schlimm. Auch das seine Klassenlehrerin überraschend von einem Laster überrollt und durch einen ehemaligen Waldorflehrer ersetzt wird, ist nicht weiter tragisch. Richtig unangenehm wird es aber, als die beiden Klassenschläger es nach einem… öhm Missverständnis mit Terkels betrunkenem Onkel Steward, fortan auf ihn abgesehen haben.

Darüber hinaus wird Terkel plötzlich von einem Unbekannten bedroht. Der beschmiert nachts, wenn Terkel bereits schläft, sein Zimmer mit blutigen Botschaften. Dann stürzt sich seinetwegen auch noch die fette Dorit aus dem Fenster. Das ist fast zu viel für eine  Woche. Aber nicht genug: Jetzt müssen sie auch noch ins Zeltlager in den Wald, um mit dem neuen Lehrer Salamander zu zählen. Jeder weiß doch, was in Teenager-Zeltlagern passiert. Und so lässt der irre Killer natürlich auch nicht lange auf sich warten.

Tim Burton meets Augsburger Puppenkiste

Terkel in Trouble ist ein sehr amüsanter, dänischer Animationsfilm. Um Konkurrenz mit den großen Computer animierten Riesen aus Übersee, hat man sich sympathischerweise erst gar nichtbemüht, sondern seinen eigenen Stil gesucht und gefunden. Diesen kann man als „Tim Burton meets Augsburger Puppenkiste in CGI“ bezeichnen. Die Figuren bedienen sich treffend aus der Klischee-Kiste, sind einfach animiert und hüpfen beinahe schwerelos mit runden, durchhängenden Gummiarmen durch die Landschaft.

Der Film ist gespickt mit zahlreichen Anspielungen auf populäre Horrorfilme und hat ein paar schöne gemeine Dialoge zu bieten. Nebenbei hat Terkels Onkel Steward definitiv das Potential zur Kultfigur. Ein Film für die ganze Familie, außgenommen vielleicht für die ganz Kleinen oder wenn man für schwarzen Humor nichts übrig hat.

Einziger Wermutstropfen ist, dass Hans-Dampf-in-allen-Gassen, Bela B., tatsächlich alle Stimmen gesprochen und die dazugehörigen Songs eingesungen hat. Aber  nach einer halben Stunde, nervt auch das (fast) nicht mehr!

Trailer:


Text: A. Hartung


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