Die Addams Family

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1991| 99min | FSK 12

In Anlehnung an die erfolgreiche gleichnamige US-TV-Serie der 60er Jahre kommt 1991 der Film “Die Addams Family“ in die Kinos.

adams-familyFamilie Addams lebt wie eine ganz normale amerikanische Familie – zumindest hätten es die Eltern Gomez und Morticia Addams (Anjelica Houston, bekannt aus “Hexen hexen) gerne so.
Deshalb gehen die Kinder, Wednesday und Puxley, auch in eine normale Schule und darum halten sich die Addams sogar ein verschmustes und anhängliches Haustier – nämlich das eiskalte Händchen. Warum eiskalt? Vermutlich aufgrund des fehlenden wärmenden Blutflusses. Es handelt sich nämlich, wie sollte es bei den Addams auch anders sein, um ein abgehacktes kaltes Händchen!!
In der Schule eckt die kleine Wednesday mit ihrer morbiden, sarkastischen Art und den schwarzen Klamotten regelmäßig bei den Mitschülerinnen des Typs Cheerleader an, weshalb sie stets gemobbt wird.

Super-Sippe

Zur Sippschaft gehört auch Onkel Fester (Christopher Lloyd, bekannt aus “Zurück in die Zukunft“). Der trottelige Glatzkopf mit dem blassen Teint einer gefrorenen, hellhäutigen Leiche ist jedoch seit gut einem Vierteljahrhundert verschollen – im Bermuda-Dreieck.
Als der freakige Fester plötzlich wieder vor der Tür steht, freut sich der Anhang zunächst. Komisch nur, dass Onkel Fester wie ausgewechselt ist. Ob das an seiner neuen Flamme liegt? Und welche Rolle spielt dabei der Familienschatz im Keller? Nachtigall, ick hör dir trapsen …

Regisseur Barry Sonnenfeld hat mit der Grusel-Komödie (die Betonung liegt auf Komödie)  ausreichend Erfolg, um zwei Jahre später noch eine Fortsetzung zu drehen. “Die Addams Family in verrückter Tradition“ ist teilweise noch witziger und nimmt sich selbst noch weniger ernst, als der erste Teil. Sofern das überhaupt möglich ist. 1998 erscheint der dritte Teil “Die Addams Family und die lieben Verwandten“, jedoch in komplett anderer Besetzung und längst nicht so gut wie sein Vorgänger.

“Die Addams Family“ ist definitiv kindgerecht gemacht. Selbst die abgeschlagene Hand dürfte keine traumatischen Erinnerungen zur Folge haben. Insgesamt besticht der Film durch Witz und Charme der Addams, sowie die hübsche Gestaltung und Detailverliebtheit des Sets.

Text: Sascha Adermann, 2008

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