Keiner kommt hier lebend raus – Tod und Sterben in der Rockmusik

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Kurt_Cobain_mugshot_2Endlich macht mal jemand eine Ausstellung über die wirklich wichtigen Dinge im… äh… Leben: Musik und Tod. In der Kombination, versteht sich, denn Musik wie auch der Gevatter Tod kamen bereits des Öfteren zu musealen Ehren. Nun nimmt sich also das Museum für Sepulkralkultur in Kassel (yep, das gibt’s tatsächlich) dem Tod und Sterben in der Rockmusik an. Die von der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen initiierte Schau „The Sun Ain’t Gonna Shine Anymore“ wurde zwar im letzten Jahr an anderer Stelle (im rock’n’popmuseum Gronau) schon einmal gezeigt, empfiehlt sich aber jetzt zusätzlich durch seine lange Ausstellungsdauer.

Am vergangenen Wochenende, dem 29. Mai, eröffnet, wird „The Sun Ain’t Gonna Shine Anymore“ noch bis zum 12. September dieses Jahres zu sehen sein. Laut den Angaben der Macher werden „200 Platten- und CD-Cover, zahlreiche Songbeispiele ergänzt durch übersetzte Songtexte, Videoclips und dreidimensionale Exponate“ die Besucher in „die Welt jenseits des Lichts, in die atemberaubenden Gewölbe menschlicher Vergänglichkeit und Abartigkeit“ führen. Klingt soweit doch schon mal ganz gut. Konkret bedeutet dies, dass die Ausstellung die Buchtitel zur Ausstellungunterschiedlichen Formen der Annäherung von Tod und (Rock-)Musik beleuchtet und im Wandel der Zeit darzustellen versucht. Das kann tragische und unnatürliche Todesursachen der Musiker selbst bedeuten („The Day The Music Died„, Kurt Cobain, Janis Joplin, Jimi Hendrix, Ian Curtis u.v.a.) oder die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Tod thematisieren. Allein dieser letzte Punkt an sich liefert schon so viel Potential, dass ganze Genres (von Death Metal bis Gothic) ihre Existenz darauf aufbauen können.

Hoffen wir mal, dass die Ausstellung den Erwartungen entspricht und zumindest qualitativ das rausreißt, was quantitativ hier ein wenig mager erscheint. Denn 200 Platten kommen uns schon in den Sinn, wenn wir nur an die Thematisierung des Todes durch Monster und anderes Gezücht denken. Doch Tod und Rock kommt in vielerlei Paarungen: metaphysisch (The Doors „Full Circle„), kritisch (Jefferson Airplane „Crown Of Creation„), zynisch (Dead Kennedys „Kill The Poor„), tragisch (Eric Clapton „Tears In Heaven„) oder ganz offensichtlisch als Band- und Songname (Ice-T „Copkiller“, Metallica „Kill Em All“, Megadeth, The Killers, The Kills, The Cure „Killing An Arab“ usw. usf.).

Was fällt Dir zu dem Thema ein? Welcher Song, welches Plattencover, welche Band spiegelt für Dich das Thema Tod und Rockmusik am besten wieder? Schreib es uns in den Kommentaren!

Mehr Infos: www.sepulkralmuseum.de | www.telos-verlag.de

1 KOMMENTAR

  1. Queen – Who wants to live forever 😉

    Ansonsten noch Johnny Cash mit seinem American 4 Album, da schwingt das Ende einfach mit…

    Halleluja vom Shrek Soundtrack schickt mich auch immer wieder ins Jenseits.

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