Nicht totzukriegen: „Resident Evil 4“ startet im Kino

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Anfang 1996 erscheint in Japan der Horror-Schocker „Biohazard“ für die Playstation 1. Wenige Monate später tritt das Spiel seinen Siegeszug um die Welt an und gerät auch bei uns als „Resident Evil“ zum Hit. Die Realverfilmung von 2002 ist so erfolgreich, dass das Folgen hat. Die neueste davon startet heute als „Afterlife“ in den heimischen Kinos. Passend zum aktuellen Trend natürlich in 3D!

Resident-Evil-AfterlifeWas das britische Unternehmen BP für die Ozeane ist, das ist der amerikanische Konzern Umbrella Corporation für die Menschheit: der endgültige Untergang. Der riesige Industrieapparat hat fast unbegrenzten politischen und finanziellen Einfluss in der Gesellschaft und ist der führende Vertreter in Wissenschaft und Technik. Ob Computertechnologie, Arzneimittel oder biologische Waffen – wenn es Geld einbringt, wird es hergestellt. Und so forscht man fröhlich am sogenannten T-Virus, eine Mutation des Ebola-Virus, das in der Lage ist, tote Zellen wiederzubeleben. Dass die Wissenschaftler keine tanzenden Schnitzel produzieren wollen, ist vorauszusehen – der unbesiegbare Supersoldat ist wie üblich das Klassenziel. Bis hierhin sind Spiel und Film noch deckungsgleich. Doch während im Spiel die untoten Obergefreiten zu Testzwecken in der näheren Umgebung ausgesetzt werden, stiehlt im Film ein skrupelloser Dieb das Virus und setzt damit die Bedrohung frei (schöne Grüße aus dem Jurassic Park!). Jetzt sind die Menschenfresser entfesselt und nur ein unerschrockener Mann macht sich auf, die Biester mit vollem Körpereinsatz erbarmungslos zu stoppen: Milla Jovovich! *räusper*


chicks with gunsAnders als im Spiel und damit zum Unmut einiger Fans, hat sich die Kampfamazone Alice (gespielt von Jovovich) zum ultimativen Zombieschreck und damit zur Hauptdarstellerin aller Filme hochgefightet: Sie springt, schießt und kickboxt sich durch die Reihen der gammeligen Toten wie Steven Seagal in seinen besten Tagen. Dass dieses durchgestylte Nahkampfgepolter eine radikale Abkehr vom ursprünglichen Spiel ist, scheint Regisseur und Videospiel-Spezi Paul W. S. Anderson („Mortal Combat„, „Alien vs. Predator„) dabei kaum zu stören. Hauptsache Alice sieht sexy aus, wenn sie die Wiedergänger verkloppt. Das Anderson mit Jovovich verheiratet ist, könnte ein nicht unwesentlicher Grund für diese überzogene Film-Ästhetik sein. Wenn man sich damit einmal abgefunden hat, ist die „Resident Evil“-Filmreihe jedoch ein Heidenspaß für große Jungs: Untote und scharfe Kurven, das bekommt man sonst nur im Bahnhofskino zu sehen. Kauf Dir ’ne Tüte Popcorn, schalte das Hirn aus, stülp Dir ’ne schicke 3D-Brille über und genieße das überzogene Actionfeuerwerk in knackiger Optik. Es muss ja nicht immer Ingmar Bergman sein.


Nachdem es Alice in „Extinction“ aus dem zombieverseuchten Racoon-City in die Wüste verschlagen hat, setzt sie diesmal ihre Reise nach Alaska fort, wo die letzte Zuflucht der Menschheit zu finden sein soll. Dabei empfängt sie die Funksprüche einer Gruppe Überlebender aus Los Angeles, die sich in einem Hochsicherheitsgefängnis häuslich eingerichtet haben. Da Alice eh gerade nichts besseres vor hat, stattet sie dem Kittchen einen Überraschungsbesuch ab und trifft dort auf eine handvoll Leute, die den Gefangenen Soldaten Chris Redfield bewachen. Während man noch grübelt, ob man dem jungen Mann in seiner Zelle trauen sollte, der etwas von einem sicheren Schiff an der Küste erzählt, kriechen die Untoten auch schon durch die Abwasserkanäle in die mit Leckerli gefüllte Haftanstalt…

Trailer

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