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Lollipop Chainsaw

Sexy Cheerleader + fiese Kettensäge + viel bunt + Horden von Zombies = Spiel mit viel Blut. Ein sehr interessantes, für den durchschnittlichen Mitteleuropäer auf den ersten Blick aber vielleicht etwas befremdlich wirkendes Konzept. Vielleicht. Denn so ist das bei Entwickler-Legende Goichi Suda alias Suda 51 (killer7), der in Spielerkreisen für seine ausgefallenen Konzepte verehrt wird: Seine Spiele sind Kunstwerke, die nicht Jedem gefallen.

Das Schöne an den Arbeiten von Suda 51 ist, dass er immer mit sehr viel Herzblut bei der Sache ist. Im Falle von “Lollipop Chainsaw” wird das ganz besonders offensichtlich, wenn die Heldin des Spiels – Cheerleader Juliet – mit ihrer Kettensäge reihenweise Untote niedermäht und die Blutfontänen nur so sprudeln. Sprudelnde Fontänen von Herzblut. Hach, ist das schön! Das dachte sich wahrscheinlich auch Regisseur und Drehbuchautor James Gunn (“Dawn of the Dead”; 2004), als er von Goichi Sudas Konzept hörte und mit in das Projekt einstieg. Nun musste er sich nur noch (egal, ob im Ätherrausch oder nicht) eine schicke Story um böse Zombie-Rock-Lords (dazu später mehr) einfallen lassen und fertig war die derbe Trash-Granate!

Die Story ist bei “Lollipop Chainsaw” erwartungsgemäß eher eine Art Alibi, um verrückte Dinge plausibel zu machen. Dessen war man sich gewiss auch beim Entwicklerstudio Grashopper Manufacture (gehört Goichi Suda) bewusst, getreu dem Motto “Zu dem Äther noch etwas Pot und derbe crazy wird der Plot”. Oder so ähnlich. Das Ergebnis in Kurzfassung: Juliet Starling ist Cheerleader, gerade 18 Lenze alt geworden, frisch verliebt und möchte sich mit ihrem Freund Nick Carlyle im Park der San Romero (nette kleine Anspielung) High School treffen. Dummerweise bricht genau zu dieser Zeit an der High School eine Zombie-Epidemie aus. Da trifft es sich total gut, dass Juliet die letzte Nachfahrin einer Reihe großer Zombie-Jäger ist. Statt auf gute Noten kommt es jetzt also erst einmal auf gutes Töten an! Und weil Juliet das Töten im Blut liegt, liegen schon bald die Untoten im Blut! Ihr Freund Nick ist da leider weniger erfolgreich und wird gebissen.

Du Lutscher! Nimm die Kettensäge!

Die unausweichlich drohende Verwandlung ihres Freundes in einen Untoten vor Augen, entschließt sich Juliet, den Kopf von Nick fachmännisch mit der Kettensäge vom Torso zu trennen und nun als Glücksbringer bzw. Anhänger am Gürtel ihres Minirocks zu tragen. Dort – kurzer Blick zu Suda und Gunn – lebt der Kopf alleine weiter, spricht und macht einen zufriedenen Eindruck. Mit Kettensäge in der Hand und Kopf an der Hüfte wirbelt sich der Spieler in der Rolle von Juliet fortan akrobatisch und blutig durch die Zombiewellen an der High School. Mit ihren spektakulären Cheerleader-Moves (von denen sie im Laufe des Spiels schwierigere und effektivere Varianten erlernt), schlägt sie sich sehr wacker. Dabei spritzt nicht nur der rote Lebenssaft, sondern es fliegen bei Treffern auch rosa Herzen, gelbe Sterne und Münzen umher, was schon ein ziemlich stranges, sparkle Bild abgibt. Suda style. Ach ja, Suda: Weil monotones Rumgekloppe auf Dauer doch recht langweilig wäre, warten die – festhalten – Zombie Rock Lords auf Juliet. Diese supergeilen Typen und Typinnen müssen in fordernden Bosskämpfen ausgeschaltet werden, wenn Juliet dem Abspann näher kommen möchte.

Ja, “Lollipop Chainsaw” ist trashig und verrückt. Und zwar im eindeutig positiven Sinne. Natürlich sind Geschmäcker verschieden, aber es ist ja auch klar, dass die Zielgruppe von “Lollipop Chainsaw” nicht deckungsgleich mit der von “Der Komödienstadel” ist. Apropos Komödienstadel, was sagt eigentlich das Bayerische Sozialministerium zur Freigabe ab 16 Jahren?

Lollipop Chainsaw – Die offizielle Webseite (englisch)

Lollipop Chainsaw Gameplay


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