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Ist Halloween zu gruselig für Kinder?

Halloween: Gruselige Gestalten geistern durch die Gassen. Geister, Vampire, Werwölfe. Aber zunehmend auch verwesende Zombies und blutige Gestalten, denen ein Auge fehlt oder die aussehen, wie mehrmals vom Bus überfahren. Eltern, welche oft die Erfahrung machen, dass ihre Kinder nicht schlafen können, weil sich der Schrank im Dunkeln in ein riesiges Monster verwandelt hat, fragen sich mit der wachsenden Verbreitung von Halloween immer öfter: Ist Halloween zu gruselig für Kinder? Oder, wie letztes Jahr die Tageszeitung “Die Welt“: Wie gruselig dürfen Halloween Kostüme sein?

Darf es ein wenig Grusel sein?

Die meisten Kinder gruseln sich eigentlich ganz gern mal ein wenig. Das kann man gut beobachten, wenn Väter im Park Monster spielen und dabei grunzend auf den fröhlich kreischend flüchtenden Nachwuchs zuwanken. Diese genießen den Schauer und den Nervenkitzel. Sobald die “Gefahr“ gebannt ist, kehren sie neugierig zurück um das “Monster“ anzustupsen. Eltern wissen, das kann nun ewig so gehen.

Auch in vielen unserer klassischen Märchen geht es gruselig und manchmal sogar ziemlich blutig zu. Alte Damen werden in einen heißen Backofen geschoben und junge Frauen schneiden sich die Ferse mit einem Messer ab, damit ihnen ein goldener Schuh passt. Die zuhörenden Kinder stört das meist jedoch erstaunlich wenig.

Halloween-zu-gruselig-fuer-Kinder

Eine Frage des Alters und der Veranlagung

Natürlich ist alles eine Frage des Alters. Bis zu sechs Jahren können die Grenzen in der Wahrnehmung zwischen Fiktion und Realität noch sehr fließend sein. Und was eben noch ein lustiges haariges Monster war, kann plötzlich für einen kurzen Moment als echte Bedrohung empfunden werden. Dabei spielt auch die individuelle Veranlagung des Kindes eine Rolle. Jedoch gilt, dass Kinder selbstverständlich viel stärker auf gruselige Reize reagieren als Erwachsene.

Was ihnen wann und wie genau Angst macht, kann man vorher oft nicht genau sagen. So kann es passieren, dass etwas eigentlich Harmloses von der kindlichen Phantasie gruselig aufgeladen wird. Wenn nachts im Dunkeln sich der Umriss eines mit Klamotten beladenen Stuhles wie etwas Unheimliches abzeichnet. Dann doch lieber ein aufregendes haariges Monster mit Kreisch- und Spaßfaktor.

Halloween und Kinder (1)

Der Reiz des Zweifels

Der Thrill für Kinder besteht darin, dass sie wissen, dass es sich bei dem Monster um eine Verkleidung handelt, jedoch ein Rest in ihnen nicht ganz sicher ist. Und genau diese Gratwanderung macht den Reiz aus. Grundsätzlich gilt, dass man sich mit Kindern nur im Bereich des …sagen wir mal … wohligen Gruselns aufhalten sollte. Das Spiel mit der Angst sollte ein Spiel bleiben und nichts sein, was Furcht, ernste Ängste oder gar Panik auslösen kann.

Wenn ein Kind doch Angst bekommt, so ist es wichtig, dass die Eltern am Start sind. Wenn ein Kind lieber nach Hause gehen und den Ort des Schreckens verlassen will, sollte man das Ernst nehmen und auch besser tun. Beschwichtigungen, wie: „Davor musst Du keine Angst haben“ helfen nicht weiter.

Kinder mit Kürbislaternen an Halloween

Mit Kindern selbst aktiv werden

Am besten ist es, selbst mit den Kindern aktiv zu werden. Zu zeigen, wieviel Spaß das Verkleiden und das Schminken machen kann. Wie es ist sich in eine andere Person zu verwandeln. Gleichzeitig kann das Kind einen Blick “hinter die Kulissen” werfen. Selbst zum Erschrecker werden. Das kann man nicht erklären. Das muss man erleben! Das Kind kann selbst aktiv werden und sich die Funktionsweise des Verkleidens aneignen.

Als Orientierung gilt natürlich auch dabei: Altersangemessenes Gruseln. Vielerorts gibt es inzwischen Halloween Veranstaltungen für Kinder. Eine gute Möglichkeit in gewohnter Umgebung die Möglichkeiten des Halloweenspaßes auszutesten ist es, mit Eltern und/oder Freunden in der Nachbarschaft oder im Haus Süßigkeiten sammeln zu gehen (Trick or Treat). Man kann natürlich auch backen, basteln, Kürbisse schnitzen und sich zuhause verkleiden.

In unserem Artikel Halloween Kinderparty haben wir eine Menge Tipps und Tricks für ein buntes, lustiges, gruseliges Halloweenfest mit Kindern zusammengetragen.

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Warum sollten sich Kinder überhaupt gruseln?

Aber brauchen wir das überhaupt? Gruseln und auch die Angst gehört zum Leben dazu. Menschen benötigen Ängste, um sich entwickeln zu können, Grenzen auszutesten, Erfahrungen zu machen und Situationen einschätzen zu können. Es macht keinen Sinn, Kinder von allen Schrecken fernzuhalten, auch wenn das der natürliche Instinkt der meisten Eltern ist.

An Halloween können Kinder gefahrlos solche Erfahrungen machen. Auch wenn wir jetzt natürlich nicht so tun wollen, als wäre Halloween eine pädagogische Veranstaltung. Es soll in erster Linie vor allem Spaß machen (ähm … und natürlich die bösen Geister vertreiben).

Fazit

Wenn man ein Kind altersgerecht begruselt und vor allem aktiv miteinbezieht geht das klar. Kinder haben genauso ein Recht sich zu erschrecken oder kreischend vor einem Monster wegzulaufen, wie alle Anderen auch. Warum sollen nur die Erwachsenen den ganzen Spaß haben?!

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