Allghoi Khorkhoi – Monster der Welt

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Wie sieht ein Allghoi Khorkhoi aus?

Glaubt man den Schilderungen der mongolischen Nomaden, so ähnelt der Allghoi Khorkhoi (u.a. auch: Olgoj-Chorchoi, Allergorhai-horhai, Olgoi-jorjoi) seiner Gestalt nach einem dicken Wurm oder einer Schlange. Er ist zwischen 60 und 150 cm lang und hat auffällige rote Haut. Da der Wurm wie eine große Salami aussieht und nach manchen Schilderungen keine sichtbaren Augen, Ohren, Nase oder Mund aufweist, kann man schlecht sagen, wo beim Allghoi Khorkhoi vorne und hinten ist. Es gibt jedoch auch Zeichnungen, die den Wurm mit Mund zeigen.




Heimat:

Auch wenn „Allghoi Khorkhoi“ ein bisschen nach der idyllischen Teilregion Oberschwabens im Süden Deutschlands klingt, so hat dieses Monster leider nichts mit blühenden Wiesen, Milchkühen und Alpenvorland zu tun. Denn der Allghoi Khorkhoi lebt nicht im Allgäu, sondern in der Mongolei, in der riesigen Wüste Gobi, meist versteckt unter der Oberfläche. Angeblich macht er vor allen Dingen den Süden der Wüste Gobi unsicher.


Wo kommt der Allghoi Khorkhoi vor?

Allghoi Khorkhoi bedeutet übersetzt etwa so viel wie „Darmwurm“. Die Mongolen bezeichnen ihn auch als „Innereienwurm“, da sein Äußeres den Innereien eines Rindes ähneln soll. Aufgrund seiner todbringenden Eigenschaften ist er aber am besten unter seinem Spitznamen „Mongolischer Todeswurm“ bekannt. Bei den Araten – nomadisierenden Viehzüchtern, die rund um die Wüste Gobi leben – gehören die Erzählungen über den Allghoi Khorkhoi zum Volksglauben. Man glaubt, der Wurm hält die meiste Zeit eine Art Winterschlaf und kommt nur in den Monaten Juni und Juli an die Oberfläche. Besonders häufig soll der Allghoi Khorkhoi zu sehen sein, wenn es regnet und die Wüstenböden nass sind.


Opfer:

Egal ob Mensch oder Tier: Wer oder was auch immer in der Wüste Gobi einem Allghoi Khorkhoi begegnet, der oder das befindet sich in Lebensgefahr! Der mongolische Todeswurm kann Menschen und selbst ausgewachsene Kamele problemlos töten.


Taktik:

Der Allghoi Khorkhoi nutzt offenbar besonders gern das Überraschungsmoment, indem er sich zunächst unter der Erdoberfläche seinen Opfern nähert, um dann urplötzlich, wie aus dem Nichts, zuzuschlagen. Die Nomadenvölker der Wüste Gobi berichten in diesem Zusammenhang von zwei tödlichen Taktiken des Wurms: Demnach ist das fiese Vieh in der Lage sich aufzublähen, wodurch sich unzählige Blasen auf der Haut bilden, aus denen die Kreatur ein hochwirksames Gift spritzt. Dieses Gift, das alles gelb färbt, was es berührt, ist angeblich nicht nur in der Lage, Metall zu zerfressen, sondern auch einen Menschen bei bloßem Hautkontakt im Nu zu töten. Doch damit nicht genug. Glaubt man den Berichten der Nomaden, so ist der Allghoi Khorkhoi überdies in der Lage (ähnlich einem Zitteraal) Stromstöße abzugeben – sogar über einige Meter Entfernung!


Abwehr:

Es tut mir fast ein bisschen Leid, Dir das sagen zu müssen, aber die Chancen für eine erfolgreiche Abwehr stehen äußerst schlecht, denn mit tödlichen Giftblasen und potenziell fatalen Elektroschocks ist nicht zu spaßen. Die besten Überlebenschancen haben diejenigen, die dem Allghoi Khorkhoi gar nicht erst begegnen – was angesichts der wenigen, überlieferten Todesfälle immerhin durchaus wahrscheinlich ist. Auf jeden Fall solltest Du, wenn Du in der Wüste Gobi unterwegs bist, keine gelbe Kleidung tragen und auch sonst nichts auffälliges Gelbes mit Dir herumtragen, da diese Farbe angeblich eine besonders starke Anziehung auf den mongolischen Todeswurm ausübt. Und wenn Du schon durch die Wüste Gobi reisen musst, dann eben nicht im Juni oder Juli.



Sonstiges:

Solltest Du ein ambitionierter Biologe sein, wirst Du Dich vielleicht schon gefragt haben, wie so ein Wurm in der Wüste überleben soll, da Hitze und Trockenheit der Feind des Wurms sind und sein Körper austrocknen müsste. Allerdings erreichen durchaus Ausläufer des Monsuns den Südosten der Steppe, die stärksten Regenfälle gibt es ausgerechnet in den Sommermonaten Juni und Juli. Die Temperaturen schwanken an einzelnen Tagen stark, so erreichen die Temperaturen im Juni und Juli meist nicht mal 30 Grad Celsius, wohingegen sie in den Wintermonaten auf unter -65 Grad Celsius fallen können. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass der Wurm gar kein Wurm, sondern eine Schlange (die ja mit einem Wurm, durchaus gewisse Ähnlichkeit hat) ist. Eine mongolische Todesschlange also, die in der Wüste Gobi lebt. Giftige Schlangen gibt es ja genug. Was die Stromstöße angeht, so klingen die Geschichten der Nomaden zwar ziemlich unglaubwürdig. Aber wer weiß, vielleicht ist der Allghoi Khorkhoi ja ein landlebender Verwandter des Zitteraals.


Schrecklevel: 10 von 13

Angesichts dessen, dass der Allghoi Khorkhoi mit seinen Gift- und Stromattacken doch sehr gefährlich ist, sollte man ihn durchaus fürchten. Andererseits ist ein schneller Tod durch solche Angriffe bestimmt sehr viel angenehmer, als ein langsames und qualvolles Dahinsiechen. Zudem gibt es derart wenig Berichte über den mongolischen Todeswurm, dass die Gefahr (ihm zu begegnen) doch außerordentlich gering zu seien scheint.


Und das nächste mal: Eine Seeschlange mit Hundekopf.


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5 Kommentare

  1. Liebe Viki oder Vampirbraut! Ich persönlich habe den Allghoi Khorkhoi noch nicht getroffen, aber die Berichte stammen von den mongolischen Nomaden – und die müssen es ja wissen. Dein Kürbiskönig!

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