Tauchen gefährdet die Gesundheit – „Sanctum“ ab Donnerstag im Kino

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Da freut man sich das ganze Jahr auf den Urlaub und dann das: Eine Gruppe Höhlentaucher kämpft nach einem Einsturz des Zugangs ums nackte Überleben. Produziert vom „Avatar„-Schöpfer James Cameron besitzt dieser kleine Reißer große Schauwerte.

plakat2Milliardär Carl hat genug von Luxusyachten und 10-Sterne Hotels, er sucht die ultimative Herausforderung. So bucht er den erfahrenen Höhlentaucher Frank McGuire, der mit ihm die größte unzugängliche Höhle der Erde in Papua-Neuguinea erforschen soll. Zusammen mit Franks aufmüpfigen Sohn Josh, dessen Freundin Victoria und ein paar weiteren Flossen-Fans tauchen sie hinab in die Tiefen der sogenannten Esa’ala-Höhlen. Doch Frank ist scheinbar nicht die beste Wahl, wenn man aufs Überleben steht, da hätte Carl wohl besser nochmal auf Höhlenscout24 klicken sollen. So geht nicht nur ganz schnell ein Team-Mitglied flöten, auch den Wetterbericht hätte sich Frankie-Boy mal anschauen können. Über der Höhle braut sich nämlich ein fetter Zyklon zusammen, der den Höhleneingang, beziehungsweise -ausgang mit Gesteinsbrocken verschüttet. Jetzt ist guter Rat teuer, sogar zu teuer für Milliardär Carl. Es gibt nur eine Lösung für das Problem: Noch weiter hinabtauchen in die Tiefen der verzweigten Höhle, denn irgendwo da unten gibt es einen unterirdischen Fluss, der direkt ins Meer mündet. Doch der Weg dahin ist kein Seepferdchen-Hof, die Gruppe wird mehr und mehr dezimiert. Das gibt noch einen saftigen Brief an den Reiseleiter…

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Unter dem Meer, unter dem Meer!

Mit „Abyss„, „Titanic„, „Die Geister der Titanic“ oder auch „Expedition Bismarck“ hat James Cameron unmissverständlich klar gemacht, dass er die Unterwasserwelt ziemlich super findet. Aus diesem Grund produziert er auch großzügig diesen kleinen Tauch-Thriller und stellt dafür seinen gewaltigen Namen zur Verfügung. Der australische Nachwuchs-Regisseur Alister Grierson erzählt darin eine Geschichte, die von den wahren Erfahrungen des Höhlentauchers Andrew Wight inspiriert sind, der auch am Drehbuch beteiligt ist. Diese Beteiligung könnte aber dazu beigetragen haben, dass der Film in seiner erzählerischen Form etwas schwächelt. Die Figuren sind doch etwas zu platt geraten und auch die Dialoge überzeugen nicht immer, was dem ganzen Geschehen durchaus die Spannung nimmt, denn bei stereotypen Abziehbildern hält sich das Mitfiebern nun mal in Grenzen. Da hätte Papa Cameron ruhig nochmal den Zeigefinger erheben können, schließlich hat er mit „Terminator“ oder „Aliens“ eindrucksvoll bewiesen, dass Action mit Hirn durchaus möglich ist. Visuell allerdings ist „Sanctum“ eine echte Wucht. Die für „Avatar“ entwickelte 3D-Technik entfaltet in der bedrückenden Enge der Unterwasserwelt ihr volles Potential. Die klaustrophobische Atmosphäre und die ausweglose Situation der Protagonisten überträgt sich direkt auf den Zuschauer und kann schon mal zu Atemnot führen. Wenn Du also auf mysteriöse Höhlenwelten und tolle Bilder stehst, auf blutige Metzeleien aber gern verzichten kannst, solltest Du ruhig mal einen Blick auf diesen Thriller werfen. Aber vorher tief einatmen!

Kinostart: 21.4.2011

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