Aktion Mutante

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1993 | 91min | FSK Keine Jugendfreigabe

Es gibt Filme, die sind einfach anders. „Aktion Mutante“ ist so ein Streifen. Da wird dem wohlwollenden Betrachter allein schon mittels eines komplett kranken Handlungsstrangs das Gehirn aufgeweicht. 1993 bringt Regisseur Alex de la Iglesia („Perdita Durango“) dieses extrem eigenwillige Werk heraus. Es ist sein erster Film in Spielfilmlänge.

aktionmutante_coverVon irrelevanten IQ’s, fanatischen Freimaurern und bedrohlichen Brustimplantaten

Die Story musst man sich auf der Zunge zergehen lassen. Im Jahr 2012 schließt sich eine Gruppe militanter Freaks zur „Aktion Mutante“ zusammen. Der entstellte Ramon, dessen Gesicht zur Hälfte von einer schmucken Ledermaske verdeckt wird, ist der Anführer der Terrorzelle. Unterstützt wird er von den siamesichen Zwillingen Alex und Juan, sowie dem 50-fach vorbestraften Mechaniker José. Auch Cesar Ravenstein (was für ein Name) ist dabei, der ein 5-Kilo-Sprengstoff-Implantat in seiner Brust trägt. Dazu kommen noch der taube Gonzales, mit dem niedrigsten IQ der Welt, und Montero. Letzterer ist nicht nur homosexuell, bucklig und zwergwüchsig, sondern auch Jude, Freimaurer und Kommunist in Personalunion.

Bisher begnügte sich die Horror-Horde mit Anschlägen auf Spermabanken und Fitness-Studios. Doch der nächste und zugleich größte Coup dieses kuriosen Kollektivs ist schon geplant: Die schöne Patricia, Tochter des überaus reichen Bäckermeisters Orujo, soll entführt werden. Dass es die Truppe im Verlauf des Films auf einen entlegenen Planeten voller Triebtäter verschlägt, stellt nur die Spitze des Eisbergs dar.

Zugegeben, die darstellerischen Leistungen sind allenfalls durchschnittlich. Die Schauspieler sind hierzulande allesamt weitgehend unbekannt. Gut gefallen tun jedoch die Masken und Kostüme. Die düsteren Dekorationen und das abgefahrene Ambiente der Drehorte gehen in Ordnung. Ein Lob auch für die Musik. Die zumeist rockige Mucke von „Def con dos“ fetzt über weite Teile ganz ordentlich. Besonders cool: Das berühmte Mission Impossible-Theme (von Lola Schifrin) kommt im Film bereits nach der ersten Szene zum Einsatz. Irgendwie lustig, wenn man dabei an Tom Cruise denkt…

Trailer (spanisch):

Text: Sascha Adermann


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