Geh bloß nicht in den Keller! – Horrorfilme zum Mitmachen

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Wer kennt das Problem nicht? Da sitzt man gemütlich im Kino. Auf der Leinwand rennt eine nur noch mit dem notwendigsten bekleidete, junge Dame durch ein abgeranztes Gemäuer, verfolgt von einem gemächlich, aber stetig näherkommenden, zwei Meter großen Irren mit einer Eishockey- oder Karnevalsmaske. Und es ist zum Haare raufen: Die junge Dame macht einfach alles falsch! Sie verbindet den frischen Zombiebiss ihrer besten Freundin und anstatt schreiend auf die Straße zu rennen und die Polizei zu holen, versteckt sie sich vor dem irren Slasher im Wandschrank aus dem es kein Entkommen gibt.

Aber nun gibt es für den genervten Horrorfan endlich die Möglichkeit, den Opfern zu zeigen wo es lang geht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ganz nach dem Motto: Wie hätten sie entschieden?

The Last Call – ein interaktiver Slasherfilm

Zum Beispiel in dem vom Spartensender 13th Street in Auftrag gegebenen Film “The Last Call“. Zu Beginn des Films werden die Kinozuschauer aufgefordert ihre Handyverbindung an eine Nummer zu senden. Während des Films wird dann einer der Zuschauer angerufen – und mittels Spracherkennung zum Teil des Films. Im Großen und Ganzen besteht diese Rolle natürlich darin, dem umherirrenden Opfer (mit welchem der Zuschauer am Telefon verbunden ist) Ratschläge zu seinem weiteren Weg zu geben („Geh nach oben! Geh in den Keller!“). Wie so etwas aussehen kann, zeigt der folgende Trailer. Angeblich soll der Film schon mehrere erfolgreiche Vorführungen hinter sich haben. Allerdings gibt es keine Infos, wo und wann der Film als nächstes laufen soll. Ebenso ist unklar, wie oft das Opfer im Film sagt: „Ich habe sie nicht richtig verstanden. Bitte wiederholen sie!“, was passiert, wenn das Akku des angerufenen Kinozuschauers schlapp macht oder wenn ein Vollidiot die ganze Zeit ins Handy brüllt: „Zieh dich aus!“. Und was machen die anderen Zuschauer in der Zeit? Wahrscheinlich schauen sie weiter den Film und ärgern sich über die getroffenen Entscheidungen. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Trailer:

The Outbreak – ein interaktiver Zombiefilm

In die gleiche Richtung, aber mit traditionellerer technischer Umsetzung geht der Film “The Outbreak“ von SilkTricky. Bei dem Online-Film begleitet der Zuschauer einen Überlebenden einer Zombie-Katastrophe und muss an Schlüsselstellen entscheiden, wie es weitergeht („Geh nach oben! Geh in den Keller!“). Das Sujet beginnt ganz klassisch mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe und einem Verletzten in einem verlassenen Haus auf dem Land. Die Reihen beginnen sich schon bald zu lichten und jede Entscheidung ist eine Entscheidung auf Leben und Tod (meistens Tod). Aber Obacht! Nicht immer führt die logisch richtige oder aus einschlägigen Filmen bekannte Entscheidung zum erwarteten Ergebnis. Obwohl die Handlungsmöglichkeiten der Figur sehr beschränkt sind – nur ein Weg führt zum Überleben – ist „The Outbreak“ ein recht kurzweiliger Spaß! Und warten bis man angerufen wird, muss man auch nicht.

Trailer:

Und hier geht es direkt zum Film. Viel Erfolg!

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1 Kommentar

  1. Na ich bin ja n toller Zombie-Experte. Bei „The Outbreak“ wirklich jeden Tod mitgenommen, den ich kriegen konnte 🙁 Macht echt Spaß. Gut produziert!

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