Spiegel-Gucker gruseln mehr: „Oculus“

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„Spieglein, Spieglein an der Wand, Du bist der schlimmste im ganzen Land!“ Merkst Du was? Die Muse hat den Kürbiskönig geküsst. Und genau das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass ein Film das dunkle Herz der hohlen Eminenz berührt hat. Die Rede ist von „Oculus – Das Böse in dir“, der ab dem 5. Dezember 2014 auf DVD, Blu-ray sowie als Video on Demand erhältlich ist und den Du mit etwas Glück auch hier gewinnen kannst!

Wer sich oft und gerne Horrorfilme anschaut, der hat in den letzten Jahren viel gesehen. Doch selbst die unterhaltsamen Vertreter waren selten wirklich originell, sondern eher klassisch, denn die dunklen Mächte befielen besonders gerne Häuser, Menschen oder Puppen. Gute Beispiele sind z.B. Insidious, Sinister, The Conjuring oder Annabelle. Bei „Oculus“ ist es indes ein antiker Spiegel, der das Unheil bringt! Vielleicht denkst Du spontan, dass das Motiv „antiker Spiegel bringt Unheil“ jetzt auch nicht sooo spannend klingt. Aber lass Dich davon nicht täuschen, denn was Regisseur Mike Flanagan mit „Oculus“ auf die Beine gestellt hat, kann sich wirklich sehen lassen! Die Geschichte basiert übrigens auf dem halbstündigen Kurzfilm „Oculus: Chapter 3 – The Man with the Plan“, falls Du Lust auf einen kleinen Vorgeschmack hast.

Eine Familientragödie

Die Handlung von „Oculus“ erstreckt sich über 11 Jahre und wird in zwei verschiedenen Zeitsträngen erzählt, die mal mehr oder weniger fließend ineinander übergehen. Im Mittelpunkt stehen – neben dem bereits erwähnten antiken Spiegel – die Geschwister Kaylie (Karen Gillan) und Tim Russell (Brenton Thwaites), beide Anfang 20. Ausgangspunkt der Geschichte ist eine traumatische Familientragödie, die sich 11 Jahre zuvor abspielt und an deren Ende Tim den Vater erschießt. Tim wird damals trotz (oder wegen?) seiner Beteuerungen („Der Spiegel ist es gewesen!“) in eine geschlossene psychiatrische Anstalt eingewiesen, wo er bis zum Beginn des gegenwärtigen Handlungsstranges intensiv therapiert wird.

Tim und Kaylie als Kinder Kaylie und Tim als junge Erwachsene

Nun also, 11 Jahre später, darf Tim die Einrichtung verlassen. Er hat akzeptiert, dass er in einer psychischen Ausnahmesituation den Vater erschossen hat und es nicht der Spiegel war. Er stellt jetzt keine Gefahr (mehr) für die Gesellschaft dar. Ganz im Gegenteil zu seiner Schwester Kaylie. Nein, sie stellt auch keine Gefahr für die Gesellschaft dar. Aber sie ist nach all den Jahren immer noch felsenfest davon überzeugt, dass der Spiegel an den Geschehnissen schuld war. Leider klingt so eine Annahme sehr abwegig, denn ein Spiegel gehört nun einmal nicht zu den üblichen Verdächtigen wenn es um mutmaßliche Mordfälle geht.

Was wirklich wirklich ist

Aber das ficht die krisenerprobte Kaylie nicht an. Ungeachtet dessen, dass normal denkende Mitbürger wohl eher mit dem Kopf schütteln oder die geistige Gesundheit der jungen Dame in Frage stellen würden, setzt sie alles daran, ihre Theorie zu beweisen. Und um das zu tun, hat sie in ihrer Position als Mitarbeiterin eines Auktionshauses die Spur des sogenannten „Lasser“-Spiegels (benannt nach seinem ersten nachweisbaren Besitzer) bis zum heutigen Tage zurückverfolgt und ihn unter einem Vorwand in ihren Besitz gebracht. Gemeinsam mit ihrem Bruder Tim will sie unter beinahe laborartigen Bedingungen die tödliche Kraft dokumentieren, die ihrer Meinung nach von dem Spiegel ausgeht. Du kannst Dir vielleicht vorstellen, wie gut diese Idee mit dem langjährigen Therapieplan von Tim zusammenpasst. Ja, das ist in etwa so, als würden vor dem Ausgang der Betty Ford-Klinik eine Bar, ein Coffee-Shop und eine Heroin-Abgabestelle eröffnen.

Kaylie will beweisen, dass der Spiegel böse ist. Hier spielt sich gerade die Familientragödie ab

Zwar freut sich Tim, seine Schwester nach all den Jahren wiederzusehen, aber als sie ihm eröffnet was sie vorhat, ist er verständlicherweise „not amused“. Schon beim ersten Anblick der diversen Kameras, mehrfachen Sicherungssysteme und abgefahrenen Kontrollmechanismen erkennt er, wie wahnhaft seine Schwester an der Spiegel-Theorie hängt und versucht gegenzusteuern. Die Seelenklempner haben bei ihm offenbar ganze Arbeit geleistet. Doch mit Fortschreiten des Experiments fällt es auch ihm immer schwerer zu erkennen, was wirklich wirklich ist, denn der Spiegel treibt ein verwirrendes Spiel. Spinnt Kaylie? Hat sich bei ihr eine falsche Erinnerung manifestiert? Wurde Tim einer Hirnwäsche unterzogen? Wie böse ist der Spiegel wirklich? All diese Fragen fügt „Oculus“ zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammen!

Fazit

Mit Hinblick auf den psychologischen Aspekt spielt „Oculus“ seine Stärken aus, denn dieser wird im Laufe des Films immer wieder geschickt in den Fokus gerückt. Gepaart mit den vielen Zeitsprüngen, die bisweilen fließend vonstattengehen und die (Vor)Geschichte spannend erzählen, stellt sich nach und nach ein Gefühl der Verwirrung ein, durch das Du Dich gut in die Rolle der Protagonisten hineinversetzen kannst. Dieses Mitfühlen, das für fesselnde Horrorfilme essenziell ist, verstärkt den Gänsehaut-Faktor in Schreckmomenten ungemein. Und ein paar schöne Schreckmomente hat „Oculus“ durchaus zu bieten!


 „Oculus“ – Verlosung

Das Gewinnspiel ist beendet! Wir gratulieren den Gewinnern, die wir bereits benachrichtigt haben und wünschen Dir, wenn Du diesmal nicht gewonnen hast, viel Glück beim nächsten Mal!


 

Oculus | Offizieller Trailer

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