Dracula – Tot aber glücklich

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(Dracula: Dead and Loving It) 1995 | 86min | FSK 12 Humorige Horrorstreifen sind – abgesehen von ungewollt amüsanten B-Movies – innerhalb unserer Filmlandschaft eher selten anzutreffen. Das liegt in erster Linie daran, dass Leiden und Lachen nun einmal nicht wirklich gut harmonieren. Wenn der Regisseur allerdings Mel Brooks heißt und Leslie Nielsen die Hauptrolle spielt, dann leiden die Lachmuskeln der Zuschauer auch bei der Umsetzung einer klassischen Gruselgeschichte.

Trotteliger Tolpatsch aus Transsylvanien

DraculaDer Londoner Rechtsanwalt Renfield reist nach Transsylvanien, um mit dem Grafen Dracula über Immobiliengeschäfte zu reden. Trotz aller Warnungen besucht er den kauzigen Kerl in dessen Schloss. Dort verliert Renfield den Verstand und wird zum schwachsinnigen Sklaven des öfters etwas ungeschickten (höflich ausgedrückt) Vlad Tepes. Zusammen reisen die beiden mit dem Schiff namens “Demeter“ nach London, denn der tolpatschige Trottel Dracula will übersiedeln. Renfield wird kurz nach der Ankunft in England in die Heilanstalt von Dr. Seward eingewiesen, wo der wirre Advokat seiner neu entdeckten Leidenschaft nachgeht und fleißig Insekten vertilgt. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet der rumänische Fürst der neue Nachbar des Nervenheilers Jack Seward wird. So lernt der Blutsauger auch Lucy und Mina kennen. Wenig später erkrankt Lucy an einer mysteriösen Krankheit und stirbt. Daraufhin bittet Dr. Seward seinen Kumpel van Helsing um Hilfe, welcher das Werk eines Vampirs erkennt – naja, die auffälligen Biss-Spuren sind schon ein ziemlich eindeutiges Indiz. Mit einem fingierten Tanzabend inklusive Spiegelszene (“Tanz der Vampire“ lässt grüßen) locken die Männer den armen Grafen schließlich in die Falle.

Lustig, mit kleinen Macken

Großteils hält sich Mel Brooks bei seiner Satire an die Vorlage von Bram Stoker und nimmt ein ums andere Mal die Verfilmung von Francis Ford Coppola aufs Korn. Leider sind einige Scherze einfach zu vorhersehbar oder schlecht getimt, um sich wirklich komplett unter den Tisch zu lachen. Trotzdem kann man sich vortrefflich amüsieren, wenn man über kleine Unzulänglichkeiten hinwegsieht und solch einen Klamauk auf ein Kunstwerk nicht als Frevelei sieht. Allein der doofe Blick von Leslie Nielsen und die teilweise gelungenen Anspielungen entschädigen dann doch wieder für die Schwächen. Selbst wenn der Humor Geschmackssache ist, so gefallen uns doch die hübschen Kulissen und passenden Bühnenbilder, welche Erinnerungen an klassische “Dracula“-Verfilmungen wecken. Trailer:
Text: Sascha Adermann

Seddok, der Würger mit den Teufelskrallen

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(Atom Age Vampire, Seddock l´erede de satana) 1963 | 87min | FSK ungeprüft Frage: Was haben Vampire mit dem Atomzeitalter zu tun? Antwort: Nichts, genauso wenig wie der Film mit Blutsaugern und radioaktivem Niederschlag zu tun hat! Der US-Titel “Atom Age Vampire“ hat mal eben gar nichts mit dem italienischen Originaltitel gemein. Dem kommt die deutsche Film-Bezeichnung schon deutlich näher.

Wilde Raserei

film-seddock-der-wurger-mit-den-teufelskrallen-2008-10-17Die aparte Sängerin und Tänzerin Jeanette wird von ihrem Angebeteten völlig überraschend verlassen. Die hübsche Blondine rast in einer Mischung aus Trauer und Zorn mit dem Auto davon und steuert ihren Wagen über eine Klippe in den Abhang. Sie überlebt die kapitale Blechverformung und erwacht Tags darauf im Krankenhaus. Dass sie mit ihren Gesichtsbandagen aussieht wie eine Mumie, ist die eine Sache. Dass sie ohne Gesichtsbandagen aber aussieht wie ein vernarbtes Brandopfer, treibt sie an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Hilfe findet sie bei dem experimentierfreudigen Professor Alberto Levin (Alberto Lupo). Dieser hat einen Wirkstoff namens Serum 28 entwickelt, welcher Zellen regeneriert und somit der verzweifelten Dame helfen kann. Allerdings ist das Zeug extrem selten und noch schwieriger zu gewinnen, da es auf natürlichem Wege ausschließlich  in menschlichen Drüsen produziert wird.

Wo die Liebe hinfällt…

Im Laufe der Anwendungen verliebt sich der düstere Wissenschaftler in seine Patientin. Angesichts der Tatsache, dass die ehemalige Schönheit mehrere Behandlungen braucht und das gute Serum 28 vor Abschluss der Behandlung zu Neige geht, entschließt sich der Forscher dazu, die komplette Drüse einer anderen Frau direkt zu transplantieren. Ein kranker Plan, für den er als erstes eine “Spenderin“ benötigt. Seine ihm hörige Assistentin Monique ist die erste, die er in die ewigen Jagdgründe schickt. Aber gewiss nicht die letzte. Da die Verfügbarkeit spendewilliger Damen zu Wünschen übrig lässt, entscheidet sich Dr. Levin für den nächsten, folgenschweren Schritt. Er injiziert sich Serum 25, den degenerativen Vorgänger des regenerativen Serum 28. Daraufhin verwandelt er sich in eine entstellte Kreatur ohne jedes Gewissen oder Schuldbewußtsein und so kann der Würger mit seinen Teufelskrallen fröhlich neue Spenderinnen “aufreißen“. Ob die zwei am Ende glücklich werden, wird nicht verraten… Wenn es einen Preis für den bescheuertesten Titel gäbe, wäre “Seddock, der Würger mit den Teufelskrallen“ aka “Atom Age Vampire“ sicher ganz vorne dabei. Ansonsten ist der Film eher gutes Mittelmaß. Die Schauspieler bewegen sich auf einem anständigen Niveau, ohne zu glänzen. Richtig unheimlich ist der Film nicht, aber doch irgendwie fesselnd. Für die damalige Zeit sind die Effekte schon durchaus ansehnlich. Insbesondere, wenn die Narben wie von Geisterhand verschwinden. Mysteriös ist die Tatsache, dass die italienische Orignal-Fassung satte 105 Minuten Spielzeit ausweist, wohingegen es auf US-DVDs lediglich maximal 87 Minuten sind. Für Freunde von Schwarzweiß-Trash ein Geheimtipp, der obendrein noch gratis und legal im Netz zum Download bereit steht. Text: Sascha Adermann Trailer:

Braindead

(Dead Alive) 1992 | 80min | FSK 16 Peter Jackson genießt spätestens seit seinen Blockbuster-Verfilmungen von Herr der Ringe“ und King Kong“ weltweit hohes Ansehen. Doch eingefleischten Horror-Fans ist der verrückte Neuseeländer schon seit Längerem bekannt. Mit Bad Taste“ (1987) und Meet the Feebles“ (1989) macht sich der geniale Regisseur Ende der 80er einen Namen, bevor er 1992 Braindead“ auf die Kinobesucher loslässt. Der Film gilt unter Splatter-Fans und Gore-Maniacs weltweit als absoluter Kult.

braindeadAffiger Ratten-Bastard

Was den Streifen so außergewöhnlich macht, sind nicht nur die außergewöhnlich blutigen Spezialeffekte. Auch die skurrile Story – irgendwo zwischen Zombie-Zynismus und Splatter-Sarkasmus angesiedelt – sucht ihresgleichen. Nahe Sumatra, auf einer Insel namens Skull Island, entdeckt ein Forscher 1957 eine bisher unbekannte Lebensform. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus Nager und Primat, genauer um eine Art Ratten-Affe. Das Tier gelangt zur Untersuchung in den Zoo der neuseeländischen Stadt Newtown. In der gleichen Stadt lebt die hübsche Paquita Maria Sanchez, die auf der Suche nach ihrer großen Liebe ist. Den Tarot-Karten ihrer Oma „verdankt“ die junge Frau, dass ausgerechnet der größte Taugenichts der Stadt, das am Rockzipfel hängende Muttersöhnchen Lionel Cosgrove ihr Traummann sein soll. Das allein wäre schon schlimm genug, aber leider ist Lionels Mama auch noch extrem herrschsüchtig und vereinnahmend – wie es sich eben für eine echte Glucke gehört.

Folgenschwerer Appetit-Happen

So kommt die Matrone dahinter, dass sich die beiden Turteltauben eines Tages heimlich zum Date in jenem Zoo verabreden, der das hässliche Mix-Wesen beherbergt. Sie beobachtet das Paar gerade heimlich, als sie plötzlich von der affigen Ratte gebissen wird. Natürlich bleibt der Appetit-Happen nicht ohne Folgen, die tyrannische Mutter fault trotz Behandlung durch eine Krankenschwester bei lebendigem Leibe vor sich hin und stirbt folgerichtig. Dieser Zustand ist jedoch nicht von Dauer, denn trotz der ausgeprägten Verwesung wandelt die dominante Dame alsbald wieder unter den Lebenden. Der Zombie-typische unstillbare Blutdurst und der obligatorische Fleischeshunger sind von nun an ihre Begleiter, sie vergreift sich an Freunden, Nachbarn und sogar Haustieren. Doch nicht nur der konstante kannibalische Kohldampf ist problematisch. Weitaus besorgniserregender ist der Umstand, dass die Angeknabberten ebenfalls dieselben unangemessenen Verhaltensweisen an den Tag legen.

Zombies + Aufputschmittel = Gefahr!

Lionel entschließt sich, alle Befallenen im heimischen Keller zu verstecken und medikamentös ruhig zu stellen. Das geht solange gut, bis plötzlich Onkel Les auftaucht und eine zünftige Fete im Haus seiner (un)toten Schwester feiern will. Paquita und Lionel entschließen sich, die Zombie-Horde mit Giftspritzen zu neutralisieren. Guter Plan, aber leider total ineffektiv. Im Gegenteil, anstatt dahinzuschlummern, wirkt das Toxin sogar noch aufputschend, das dicke Ende kommt erst noch… Braindead ist ein absoluter Kult-Film. Zwar ist die einzige in Deutschland legal erhältliche Version mit dem Titel “Dead Alive“ recht umfangreich gekürzt worden, um die FSK 16-Richtlinien zu erfüllen. So fehlt z.B. die komplette Rasenmäher-Szene, bei der gut 300 Liter Kunstblut zum Einsatz kommen. Doch auch diese geschnittene Fassung zeigt deutlich, was die Faszination an diesem Werk ausmacht. Es ist die Versessenheit, mit der Regisseur Peter Jackson seiner Arbeit nachgeht. Die Detailverliebtheit zeigt sich nicht nur in der Gesamtheit, sondern in vielen kleinen Dingen und kurzen Augenblicken, die man beim ersten Betrachten oft nicht wahrnimmt. Das stilechte 50er Jahre-Setting, der mit Stacheldraht bewehrte Zombie-Kinderwagen und und und. Auf jeden Fall solltest Du nicht allzu empfindlich sein, denn rote Blutkörperchen gibt es genug zu sehen. Text: Sascha Adermann Trailer:

Angriff der Killertomaten

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(Attack of the Killer Tomatoes) 1977 | 83min | FSK 12 Der Grat zwischen zeitlosen Trash-Klassikern und schlechten Machwerken ist äußerst schmal. Ob ein Streifen ernst genommen oder als Parodie verstanden werden will, ist oft sehr schwer zu erkennen oder liegt allein im Auge des Betrachters. Ein klassisches Paradebeispiel dafür ist die – sagen wir mal – Horrorkomödie “Angriff der Killertomaten“.

Amerika, Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten

film-b-movies-angriff-der-killertomaten-2008-10-29-001Amerika, ist nicht nur das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, sondern auch der unbegrenzten Unmöglichkeiten. Da beginnen plötzlich ganz gewöhnliche Tomaten, die menschliche Bevölkerung zu attackieren und zu tyrannisieren. Der Grund dafür? Keine Ahnung! Ist aber auch egal, denn nach Gründen oder gar Begründungen sollte man als Zuschauer besser nicht suchen, das ist Zeitverschwendung. Angesichts der dramatischen Angriffe sieht sich der amerikanische Präsident genötigt, etwas zu unternehmen. Sein Pressesprecher wird beauftragt, mit der PR-Firma “Meinungsmache“ die Gemüter der beunruhigten Bevölkerung zu besänftigen und die Menschen von der Harmlosigkeit der roten Pflanzen zu überzeugen. Unterdessen stellt das kistenweise Kugelschreiber testende Staatsoberhaupt eine Spezialeinheit zusammen. Diese Truppe ist so speziell, dass es schon nicht mehr auszuhalten ist. Die Leitung der Truppe übernimmt Agent Mason Dixon. Er wird von Sam Smith – einem Meister der Verkleidung – unterstützt. Zu dessen Lieblingsmaskeraden zählt ein Adolf Hitler-Kostüm, welches auch seinem afroamerikanischen Träger Probleme beschert. Zu seinen weiteren Begleitern gehören der nicht ganz (wasser)dichte Navy-Taucher Greg Colburn, der wahnwitzige Fallschirmspringer Wilbur Finletter und die Steroide-Schwimmerin Gretta Attenbaum aus dem russischen Olympia-Team.

Nebulöse Nachtschattengewächse

Smith wird beauftragt, die Tomaten-Truppen zu infiltrieren, während seine Kameraden versuchen, der Bedrohung Herr zu werden. Natürlich geht dabei so ziemlich alles schief, was schiefgehen kann, sogar die Spezialeinheit wird dezimiert. Die Rettung kommt letztlich von gänzlich unerwarteter Seite. Die nebulösen Nachtschattengewächse haben nämlich eine schleierhafte Schwäche für Musik… Angesichts des schmalen Budgets von knapp 100.000 US-Dollar ist es nicht verwunderlich, dass die Spezialeffekte allesamt armselig sind. Die spektakulärste Szene ist sogar ungewollt entstanden. Zu Beginn des Films unterhalten sich zwei Darsteller, als im Hintergrund ein Hubschrauber zur Landung ansetzt. Plötzlich gerät der Drehflügler außer Kontrolle, trudelt umher und fabriziert eine bezaubernde Bruchlandung. Das der Crash so realistisch aussieht, liegt daran, dass er nicht geplant war! Laut Drehbuch sollte der Pilot ganz normal landen. Der Absturz wurde nachträglich kurzerhand in die Handlung eingebunden. Angesichts der insgesamt total überspitzten Geschehnisse sollte man ausschließen, dass Regisseur, Drehbuch-Autor und Produzent John De Bello einen ernsthaften Film produzieren wollte. Die Anspielungen sind dafür eigentlich zu deutlich. Ein gutes Beispiel dafür ist die Szene, als schwimmende Tomaten unschuldige Schwimmer angreifen – im Stile von “Der Weiße Hai“. Außerdem parodiert sich der Streifen an unzähligen Stellen selbst.

Tomaten-Trash

Es folgen noch drei weitere “Killertomaten“-Sequels. In “Die Rückkehr der Killertomaten“ (1988) ist sogar George Clooney in einer seiner frühen Rollen zu sehen. Als letztes erscheint hierzulande “Die Killertomaten schlagen zurück“ (1990), wohingegen “Killer Tomatoes Eat France“ (1991) bei uns nicht veröffentlicht wird. Zum Glück, denn das ohnehin niedrige Niveau lässt sich bei den Nachfolgern kaum noch erkennen. Auch die Zeichentrickserie “Killertomaten“ wird nach 21 Folgen eingestellt. Zugegeben, man muss schon eine sehr alberne Ader haben, um an “Angriff der Killertomaten“ seine Freude zu haben. Trotzdem ist der Film für zahlreiche Lacher gut. Nicht etwa, weil die Witze so gut und pointiert sind. Allein die rollenden Tomaten sehen so lächerlich aus, dass man es heutzutage kaum glauben kann. Zweifelsohne eine echte Trash-Granate! Text: Sascha Adermann Trailer:

Halloweenparties und Horrorevents

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JUCHU – Nur noch wenige Stunden und dann ist es soweit…Let`s have a Party!

Wir haben eine Übersicht mit Parties in ganz Deutschland für Euch zusammengestellt. Natürlich sind das nicht alle Halloween-Parties und Horror-Events, die es im Lande gibt und wenn Ihr uns helfen wollt, die Liste komplett zu machen, dann schickt uns einfach Eure Termine! Und hier gehts zu unserer Partyliste!

TV Berlin zu Besuch bei maskworld.com

TV Berlin hat uns in unserem Store, in der Oranienburger Straße 46/47, in Berlin-Mitte besucht und Shopmanager Jan Herold zum Thema Halloween und Verkleidungen interviewt. Ein wirklich gelungener Beitrag des bekannten Lokalsenders in Berlin finden wir. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle und nun Vorhang auf:
Sollte der Trailer nicht funktionieren, klickt hier: http://www.tvbvideo.de/

Halloween Masquerade – Die Nacht der Kreaturen

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Im „Adagio“, am Marlene Dietrich Platz in Berlin, steigt diese über die Stadt hinaus bekannte und sehr beliebte Veranstaltung. Im atmosphärischen Ambiente der angesagten Location treffen sich Hexen, Zombies, Vampire, Werwölfe und andere Spuk-Gestalten zur gemeinsamen Party. Um 22.00 beginnt die von Bob Young Events organisierte Fete, nebst legendärer „Geisterbahn des Grauens“. Da die besten Kostüme prämiert werden, lohnt sich vorab der Besuch entweder bei uns im Laden oder in unserem Webshop. Mehr Infos und einen gruseligen Trailer findest Du unter: www.halloweenmasquerade.de!

Weltrekorde beim Zombie-Walk!

In Toronto trafen sich nach Angaben der örtlichen Behörden im Rahmen des Zombie-Walk kürzlich mehrere 1.000 Freizeit-Zombies und Hobby-Wiedergänger zum gemeinsamen Umherwandeln. Damit wurde ein neuer inoffizieller Weltrekord aufgestellt. Auch in der Monroeville Mall in Pennsylvania trafen sich die Untoten in Massen. Das Kaufhaus, welches durch George A. Romeros „Dawn of the Dead“ berühmt geworden ist, wurde anlässlich des „Zombie Fest„ebenfalls von über 1.000 Zombies bevölkert. In den nächsten Jahren wollen verschiedene Veranstalter ihre Zombie-Walks zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Städten auf der ganzen Welt stattfinden lassen, um den offiziellen Eintrag ins „Guiness Book of World Records“ zu erzielen. Wir halten Dich auf dem Laufenden, damit Du die nächste Parade der Untoten nicht verpasst. Denn auch hierzulande finden diese lustigen Leichenumzüge bereits statt. Bilder vom Zombie-Walk in Toronto (Oktober 2008) Bilder vom letzten Zombie-Walk in Berlin (Mai 2008). Auch maskworld.com war dabei! Informationen rund ums Zombie-Walking in Deutschland. Informationen rund ums Zombie-Walking in der großen weiten Welt. Informationen rund um Zombies und Untote.

Horror-Fotografie als Kunstform!

Joshua Hoffine

Wenn Du auf den Auslöser drückst während einige Beinahe-Alkoholleichen auf der Tanzfläche schwoofen, dann sieht das einem wilden Zombie-Rudel unter Umständen schon sehr ähnlich. Es gibt aber auch semi-professionelle Fotografen, die sich ernsthaft bemühen, schaurig-schöne Bilder zu erstellen. Extrem eindrucksvoll sind die Arbeiten von Joshua Hoffine. Die Szenarien, in denen er seine schauerlichen Motive arrangiert, wirken oft sehr professionell. Der Foto-Künstler arbeitet dennoch nur zum Spaß und seine Models sind ausschließlich Verwandte, Freunde und Bekannte. Natürlich sind kleine Photoshop-Nachbearbeitungen (Colorieren und Kontrastieren) vonnöten, es handelt sich bei seinen teils verstörenden Werken aber keinesfalls um Collagen.

Undead Pin-Ups

Bei „My Zombie Pinup“ hat man die guten 50er Jahre Pinups ausgegraben und ihnen die Schaufel augenscheinlich sehr kräftig über den Kopf gezogen. Die Damen sind blutig, aber dennoch sexy gestylt. Sofern Du an den Motiven ein gesteigertes Interesse hast, kannst Du Dir dort auch gleich den kompletten Kalender bestellen. Tipp: Und wenn Du selbst mal ein paar Horror Pin Up-Shots machen willst oder gar die Idee eines 50ies Babe für Halloween passend findest, dann schau doch mal unsere Sexy Costumes durch! Kombiniert mit Kunstblut oder einer Latexwunde – und das Bloody Pin Up-Girl ist perfekt!

5×2 Freikarten für „Mord im Märchenwald“ im Silver Wings

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Eine Halloween-Party der etwas anderen Art findet dieses Jahr am 31.10. im SilverWings Club in Berlin statt. Anstelle von Mumien und Monstern begegnest Du hier grausig-schönen Märchenfiguren auf der Tanzfläche. Demzufolge solltest Du Dich auch thematisch entsprechend kleiden, wenn Du nicht als einsamer Vampir vor der Tür bleiben willst. Eigens für dieses Event inszeniert das Silver Wings im Vorfeld der Veranstaltung den „Mord im Märchenwald“. Wer den Fall bis zum Tag der Veranstaltung aufklärt, steht auf der Gästeliste und kommt umsonst in den angesagten Club. Falls Dich auch dieses besonders atmosphärische Setting reizt, beantworte einfach unsere Frage und sichere Dir zwei Freikarten! Noch mehr Infos zur Veranstaltung und zu den mysteriösen Todesfällen findest Du unter www.silverwings.de! UNSERE FRAGE: Welches unserer Komplett-Kostüme für Erwachsene besteht aus den meisten Einzelteilen? a) Schneewitchen b) Dornröschen c) Rotkäppchen Wenn Ihr die richtige Antwort auf diese schwierige Frage wisst, dann schickt uns einfach unten einen Kommentar. Und keine Angst – die Kommentare mit der Lösung werden natürlich nicht veröffentlicht. Teilnahmeschluss ist der 30.10.2008. Solltet Ihr ausgelost werden, bekommt Ihr sofort per E-Mail Bescheid – achtet also bitte darauf, daß Ihr eine Emailadresse angebt (Telefonnummer für den Fall der Fälle wäre auch gut), unter der wir Euch zuverlässig erreichen können. Die Karten werden an der Kasse für die Gewinner hinterlegt. VIEL GLÜCK !!! Rechtliches: Eine Bar-Auszahlung und/oder ein Umtausch des Gewinns sind nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Unsere Mitarbeiter dürfen nicht an der Verlosung teilnehmen. Alle eingehenden Daten werden ausschließlich für die Verwendung in Zusammenhang mit unserem Gewinnspiel gespeichert und entsprechend den Regelungen des Datenschutzgesetzes vertraulich behandelt. Du erklärst Dich mit einer Veröffentlichung Deines Vornamens mit Wohnortangabe einverstanden. Die Zustellung des Gewinns erfolgt auf dem Postweg ohne Gewähr. Eine absolut korrekte Angabe Deiner Daten ist Voraussetzung für die korrekte Zustellung des Gewinns.

Grauer Werwolf

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Lieber Fell auf der Hand, als Haare auf den Zähnen?

Grauer WerwolfDann ist die Werwolf-Verkleidung genau Dein Ding! Damit kannst Du bei Vollmond mit Deinen Pranken so richtig auf die Pauke hauen! Doch nicht nur das. Mit der animalischen Maske, den charakteristischen Klauen und dem abgerissenen Holzfäller-Hemd sorgst Du auf der nächsten Party bestimmt für Hochstimmung. Kreischende Mädchen  werden Dir zwar nicht zu-, sondern weglaufen. Aber letztendlich ist Fliehen zwecklos, denn der Wirkung Deines weichen Fells und Deiner scharfen Klauen kann sich niemand entziehen. Das komplette, dreiteilige Kostüm besticht durch den durchgängig hohen Pelzfaktor. Dein Antlitz bleibt unter dem haarigen, langohrigen Kopfschmuck jederzeit diskret verborgen. Das erlaubt Dir, den heißen Typen oder die süße Maus auf der Tanzfläche inkognito aufzureißen (Bitte, nimm es nicht allzu wörtlich und lass die Krallen, wo sie hingehören). Das zerfranste Oberteil macht den Lykanthropen von Welt endgültig gesellschaftsfähig – kein Vergleich zu einer staubigen und schief gewickelten Mumie. Text: Sascha Adermann, 2008

Herr der Zombies – Das Land der lebenden Toten

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(King of Zombies) 1941 | 67min | FSK 6 Wie sich die Zeiten doch ändern! Da verspricht die Kino-Werbung von “Herr der Zombies“ im Jahr 1941 noch „Menschen-Opfer, grausame Folter und Voodoo-Riten“ oder auch „Enthüllungen, die das Blut in den Adern gefrieren lassen“. Heutzutage ist dieses unerhört “gruselige“ Werk schon als kindertauglich eingestuft. Ursprünglich ist DER Grusel-Mime schlechthin für die Rolle des undurchsichtigen Dr. Sangre vorgesehen: Béla Lugosi. Daraus wird jedoch nichts, da der Star vieler klassischer Horror-Geschichten zur Zeit der Dreharbeiten nicht verfügbar ist. Auch die “Ersatzlösung“ Peter Lorre steht kurzfristig nicht mehr zur Verfügung. In letzter Minute wird der renommierte Henry Victor (spielte in über 100 Filmen) für die Produktion gewonnen und übernimmt den Part des Doktors.

Zu Besuch beim netten Blut-Doktor

film-herr-der-zombies-2008-10-17“Herr der Zombies“ spielt in der Zeit des Zweiten Weltkrieges, irgendwo zwischen Puerto Rica und Kuba. James, ein Geheimagent und Jefferson, sein Diener, sind auf der Suche nach einem mysteriösen, schwachen Funksignal. Leider geraten die beiden Männer samt Pilot Bill mit ihrem Flugzeug in einen schweren Sturm. Dadurch kommt die Maschine vom Kurs ab und auch der Treibstoff geht zur Neige. Die unausweichliche Notlandung bringt die Gruppe auf eine verwegene Insel, die vom übertrieben freundlichen Dr. Sangre (toller Name, Dr. Blut) bewohnt, ja sogar beherrscht wird. Doch trotz oder gerade wegen dieser Aufgeschlossenheit und Hilfsbereitschaft wirkt der alte Mann unheimlich und wenig vertrauenerweckend. Als erstes bemerkt Jeff, dass im Hause des Doktors mit dem seltsamen Namen noch ganz andere unheimliche Dinge ablaufen. In der Küche des Dr. Mikhail Sangre begegnet er einigen mutmaßlichen Zombies. Leider glauben ihm seine Begleiter anfangs nicht – kein Wunder, schließlich ist der schwarze Mann im amerikanischen Sklaven-Weltbild der 40er Jahre nur als gehorsamer Diener und für schlechte Witze zu gebrauchen. Der weiße Mann spielt natürlich den Helden. Eigentlich überflüssig zu erwähnen, dass es sich um einen Schwarzweiß-Film handelt.

Hat der nette Mann Leichen im Keller?

Nach und nach entdecken auch die beiden Ungläubigen, dass im Staate Dänemark etwas faul ist. Die ganze Freundlichkeit ist wohl doch nur Vorwand. Sie kommen dahinter, dass der Onkel Doktor äußerst merkwürdige Riten und Zeremonien durchführt, welche die Bediensteten scheinbar zu wandelnden Leichen machen. Erst gegen Ende des knapp über eine Stunde langen Films erkennen die drei Abgestürzten, welch perfiden Plan der im Undercover-Exil befindliche Insel-Nazi mit dem russischen Vor- und dem spanischen Nachnamen in seinem Keller verfolgt. Angesichts der Tatsache, dass es sich bei “Herr der Zombies“ um eine ernsthafte Hollywood-Produktion handelt, ist der Begriff B-Movie eigentlich nicht ganz korrekt. Immerhin war der Film für einen Oscar (Beste Musik) nominiert. Angesichts der kruden Story (besonders am Ende) sind Begriffe wie Trash oder B-Movie jedoch nicht abwegig. Außerdem wirken die Schauspieler – mit ihrem für die damalige Rassentrennung in Amerika typischen Verhalten – unfreiwillig komisch. Soll heißen, man kann sie als aufgeklärter und vernunftbegabter Mensch einfach nicht ernst nehmen. Im Prinzip ist dieser Streifen über die Jahrzehnte vom Horror-Film zum kindgerechten, aber politisch unkorrekten Gruselspaß mutiert. Text: Sascha Adermann Ausschnitt: Link: „King of the Zombies“ (englisch) auf www.archive.org online sehen: http://www.archive.org/details/KingOfTheZombies

John Sinclair – Edition 2000 VERSUS John Sinclair (1981-1991)

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Genre: Horror-Trash Autor: Jason Dark John Sinclair – Edition 2000 ( Lübbe Audio & Wortart) seit 2000 | ca. 50min | FSK 16 John Sinclair (Tonstudio Braun) 1981-1991 | ca.  60min. |

Sein Name ist Sinclair. John Sinclair.

Seit über dreißig Jahren kämpft der berühmte Oberinspektor der Scotland Yard Sonderabteilung für paranormale Phänomene unermüdlich gegen die Ausgeburten der Hölle an. Ob apokalyptische Reiter, Geisterbräute, Horror-Cops, Todesengel, Eisvampire oder der schwarze Tod selbst – John Sinclair schafft sie alle. Aus der Feder des Drei-Groschenheft-Altmeisters Helmut Rellegerds, den meisten Gruselfreunden wohl besser bekannt unter dem Pseudonym Jason Dark, stammen die Geschichten um den verwegenen Londoner Geisterjäger. Seit 1973 erscheinen sie wöchentlich im Bastei-Verlag und genießen mittlerweile Kultstatus in der internationalen Szene lesender Horrorfans. Der James Bond der Dämonenwelt, auch “Sohn des Lichts“ genannt, ist allerdings dabei keinen Tag älter geworden – und das bei über 300 Taschenbüchern sowie über 1500 Romanheftchen! Kann das mit rechten Dingen zugehen? Nein, im Universum eines John Sinclair ganz bestimmt nicht.

Doch das Böse existierte, und es war schlau

Seit Oktober 2000 erscheint die Serie unter der Regie von Oliver Döring als eine aufwendige Hörspielinszenierung bei Lübbe Audio und WortArt. Unter dem Titel “John Sinclair – Edition 2000“ werden zunächst sechs Folgen auf den Markt gebracht. Die Resonanz ist jedoch so überwältigend gut, dass bis zum Jahre 2008 sechsundvierzig John Sinclair-Hörspiele und zusätzliche Sonderfolgen inklusive einem Hörbuch in Produktion gehen. Weitere sind schon in Planung. Die Hörspielcover entsprechen dabei den Front-Illustrationen der Romanhefte. Gleiches tut das Tonstudio Braun (der Einfachheit halber im weiteren Text TSB genannt) seit 1981. Bekannt wird das Wiesbadener Studio durch die Erstveröffentlichung einer „John Sinclair“-Hörspielreihe auf Musikkassetten. Zehn Jahre lang werden 107 Kassetten veröffentlicht, wofür sich die Macher einen Eintrag in das Guinness Buch der Rekorde verdienen. Der Erfolg soll aber nicht von Dauer sein. 1991 wird die Produktion aufgrund eines verlorenen Rechtsstreits mit dem Bastei-Verlag komplett eingestellt. Neuauflagen der bereits vorhandenen Tapes dürfen nicht folgen. Diese Tatsache macht die Serie bei Grusel-Hörspielfans zu einem wertvollen Sammlerobjekt. Was ist nun aber das Besondere an der 2000er Serie? Zunächst einmal sind die Folgen in chronologischer Reihenfolge. In der TSB-Reihe dagegen wurden die Folgen in Zusammenarbeit mit dem Autor und Fans nach Tauglichkeit für den Hörspielmarkt ausgewählt. Dadurch entstehen Logikfehler im Handlungsablauf. Wenn man diese Tatsache nicht kennt, kann man sich wohl kaum erklären, warum innerhalb einer Geschichte eine Figur stirbt, die unter mysteriösen Umständen 2-3 Folgen später beispielsweise mit dem Geisterjäger in aller Ruhe ein Bierchen trinkt. Solche Ungereimtheiten sind leider keine Seltenheit in Hörspiel- oder auch Filmumsetzungen von Roman- Serien. Zudem werden  in den 80ern die TSB Musikkassetten mit einem technischem Aufwand produziert, der aus heutiger Sicht an Hörabfall eines Amateur Keller-Tonstudios erinnert und noch dazu, durch die inzwischen gealterten Bänder, mit einem herrlich eiernden Klang ergänzt wird. Billige Soundeffekte sowie übertriebene Kreisch-Orgien der weiblichen Sprechergilde lösen Gänsehaut im Trommelfell aus. Das hat allerdings nichts mit der “gruseligen Atmosphäre“ zu tun. Das TSB besitzt in dieser Zeit bei Weitem kein so großes Budget, wie die Produktionen des bekannten Hörspielverlags EUROPA. Auch Quantität setzt keine Qualität voraus, nichtsdestotrotz kann die umfangreiche TSB Serie die Hörerschaft auch noch Jahre später durch eine gewisse “Reife“ der Dialoge überzeugen, die an Trash-Appeal nichts einbüßt hat. Möglicherweise besitzt diese Serie gerade deshalb Kultstatus. Vielleicht sind es aber auch die unzähligen erotischen Anspielungen, untermalt von ins-mikro-hauchenden, Telefonsex-tauglichen Sprecherinnen, die gewinnend wirken. Dies trägt wahrscheinlich zu der Entscheidung des Tonstudios bei, die Sprecherangaben während der ganzen Produktionszeit nicht zu veröffentlichen.

Den rechten Fuß vor, das linke Bein nachziehen. Ausruhen.

Dagegen punkten die Hochglanz-CDs der „Edition 2000“ natürlich mit namhaften Schauspielern als Sprach-Akteuren und Synchronsprechern der Hollywood Stars. Als Erzähler überzeugt Joachim Kerzel, bei dem man sofort einen fies grinsenden Jack Nicholson vor Augen hat. Mit von der Partie sind ebenso Detlef Bierstedt a.k.a. George Clooney sowie die charmante Franziska Pigulla a.k.a. Agent Scully aus “Akte X“. Selbst Jason Dark, der als ausgesprochen zurückhaltend gilt, wenn es um Auftritte in der Öffentlichkeit geht, läßt es sich nicht nehmen, einigen Nebenrollen seine Stimme zu leihen. Die Neuauflage der Serie wartet außerdem mit professionellen Soundeffekten auf, bei denen man das Blut und glibberige Innereien förmlich spritzen sieht. Mit dem Soundtrack, insbesondere dem eingängigen Gothic-Darkwave Song “Age of Darkness“ der Band Cain, landen die Produzenten der neuen Sinclair Hörspiele einen weiteren Clou. Die Linie heißt wohl hart, laut und rockig brachial und bedeutet wohl vor allem eines: Zielgruppenaktivierung! Die Zuhörerschaft hat sich nun ein wenig in jüngere Gefilde verlagert und da muss man sich eben auch als älterer Dämonenjäger anpassen. In der „Edition 2000“ werden die Geschichten um den “Sohn des Lichts“ in die heutige Zeit verlagert. Somit sind Mobiltelefone, Laptop & Co. auch in Adaptionen älterer Roman-Geschichten ganz selbstverständlich und die Story erhält eine gewisse Realitätsnähe. Natürlich kommt auch der Humor nicht zu kurz. Von der TSB Produktion spricht man gestern wie heute eher von einer unfreiwilligen Komik, während in der jüngeren Serie sehr auf Wortwitz und einen so ganz eigenen Humor geachtet wird. Das gesprochene Intro der Serie ist ein Markenzeichen geworden und kann von jedem Fan inzwischen mit geschlossenen Augen mitgesprochen werden. Auch sind sich die Macher der Hörspielreihe nicht zu schade, dem Fan einige spaßige Outtakes als Bonus zu liefern. Einen scharfen Kritikpunkt muss aber auch die Edition 2000 vertragen: Man hätte ein wenig mehr auf Abwechslung in der Sprecher-Besetzung achten können. Der wiederholte Einsatz derselben Stimmen als verschiedene Bösewichte in nah aufeinander folgenden Folgen, gerade zu Beginn der Reihe, wirkt schnell ermüdend und die Geschichte verliert an Glaubhaftigkeit – wenn man das bei einem solchem Genre überhaupt sagen kann.

Trash at its Best …

Fazit: In einer knapp 50minütigen Folge der Neuauflage schlägt sich John Sinclair mit Hilfe seiner Freunde, bewaffnet mit Silberkreuz und seiner Beretta  in altbewährter Manier mit seinen Dauergegnern herum. Und brüllt dabei Erzengelnamen heraus. Seine Gegner, das sind Schwarzmagier, Dämonen, Untote und schlicht das Böse selbst. Ebenso erfolgt die Rettung der Menschheit in der TSB Serie. Hier allerdings gibt man dem Geisterjäger 60 Minuten Zeit, um am Ende im Heldenglanz zu erstrahlen. Alles in allem sind beide Serien unterhaltsamer handzahmer Splatter im Hörspielformat. Die ältere Serie gewinnt den Zuhörer durch Mitleid erregende Primitivität und ungewollte Komik, verliert aber bezüglich der Schaffung eines unverwechselbaren Wiedererkennungswerts haushoch gegen die neue Hörspieledition. Die aktuelle Variante schafft eine perfekt gestylte Atmosphäre, ja, eine regelrecht protzige Hörfreude. Da sieht man gerne über die Oberflächlichkeit der Charaktere und den fehlenden Tiefgang der Handlung hinweg. Das erwartet man auch gar nicht. John Sinclair bleibt eben immer John Sinclair, ob auf Papier oder Tonband. Wahre Fans besitzen ohnehin beide Hörspielausgaben und konnten sich in diesem Sommer bereits deutschlandweit an einer gelungene Sinclair Satire des Wuppertaler Vollplaybacktheaters erfreuen. Mehr Infos zu John Sinclair: www.wortart.de | www.sinclairhoerspiele.de | www.hoerspiele.de
Text: Cornelia Weidmann

Diamanda Galás

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Sie ist eine wirklich Große! Mit einem Stimmvolumen von fast vier Oktaven und einem gesegneten musikalischen Feingefühl, das nur sehr wenigen Musikern vergönnt ist, zaubert diese Ausnahmemusikerin ganze Welten in ihre Tonträger. So entkommt ihr auch wirklich keiner ihrer Zuhörer! Ihre Musik mag durchaus eine Frage des Geschmacks sein, aber ihre Genialität ist unumstritten! 1955 wird sie als Tochter einer griechischen Einwandererfamilie in San Diego, Kalifornien, geboren. Schon früh lernt sie das klassische Spiel am Flügel. Stets begleitet sie dieses Instrument auf ihrer musikalischen Odyssee zwischen klassischer Musik und Anklängen von Punk, Rock und Avantgardismus. Mitte der 70er Jahre studiert die inzwischen grandiose Vocalistin an der Universität von Kalifornien Film- und Musikwissenschaften, um dann Ende der 70er nach Europa umzusiedeln. 1982 veröffentlicht Diamanda Galas dann ihr Debütalbum “Litanies Of Satan“. Sie vertont ein Gedicht von Charles Baudelaire und erregt damit enormes Aufsehen. In New York erreicht “Litanies Of Satan“ wahren Kultstatus!

Geniale Exentrikerin

Schon bald etabliert sich die Exzentrikerin in der internationalen Musikszene und zählt Musiker wie Laurie Anderson, Lydia Lynch, den Komponisten Vinko Globokar und den Bassisten John Paul Jones (“Schrei X „) zu ihren Mitstreitern. Auch die Schriftsteller und Poeten William S. Borroughs und John Giorno zählen zu ihren engen Freunden und beeinflussen ihre weitere musikalische Entwicklung spürbar. Auf “Litanies Of Satan“ folgt 1984 “Diamanda Galás“ und 1986 die Alben “Saint Of The Pit“ und “Divine Punishment“. Die beiden wichtigsten Aufnahmen ihrer Karriere sind neben “The Singer“ (1992) wohl “You Must Be Certain Of The Devil“ (1988) und “Masque Of The Red Death“ (1989). Bei letzteren beiden verarbeitet sie den Tod ihres an Aids verstorbenen Bruders und Schriftstellers Philip-Dimitri Galás und unterstützt damit die internationale Aidshilfe. “The Singer“ hingegen ist wohl ihr eingängigstes Kunstwerk. Hier interpretiert sie in ihrer unverkennbaren Art unter anderem Songs wie “I Put A Spell On You“ oder “Gloomy Sunday“ und “Let My People Go“. “You Must Be Certain Of The Devil“ ist eine sehr intensive Platte. Ein klangliches Horrorszenario! Ausdrucksvoll, mit kräftiger bedrohlicher Stimme verzaubert Diamanda Galás den Hörer und reißt ihn in finstere Klangwelten. Sie konfrontiert den Zuhörer mit Tod, warnt ihn mit „No One Waits For The Dead Man“ vor der Vergessenheit des Lebens und unterstreicht ihre Texte mit fast schmerzenden Flügelklang-Attacken und aggressiver, düsterer Elektronik.

Eine zerreissende Huldigung des Bösens

Immer wieder zieht sie den Teufel in den Mittelpunkt ihrer Texte. Ihre zerreißende Stimme huldigt dem Bösen und zitiert Auszüge aus den Psalmen 58 und 59 des Alten Testaments. Zum Beispiel beschreibt sie in “Malediction“ mit diabolischem Sprachgesang ein wahrhaft gruseliges Szenario: „The arms that you cut off that sunday night of the young man who ran screaming through the street, streaming blood in the trails of terror. Are the arms that point me to my door, which forsaken by blood of Jesus, invites the devil, who now waits for me outside.“ Immer bleibt jedoch ihre unverkennbar markante Stimme im Vordergrund. Mal elektronisch verzerrt, mal in glasklarer Reinheit! Eben immer – welcome to the holy day!
Link: www.diamandagalas.com
Video (Gloomy Sunday):
Text: Rino Röhrig

Van Helsing macht Blau

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Autor/Zeichner: Nicolas Mahler Verlag: Reprodukt
Was macht Van Helsing, wenn er Feierabend hat? Wie bestellt sich der Unsichtbare ein Bier? Was machen Herr und Frau Wolfsmann am Abend vor dem Fernseher? Was passiert, wenn Zorro gerade in der Badewanne sitzt? Solche und andere Fragen, die jeden Horrorfan seit jeher quälen, beantwortet nun der Schweizer „Horrorexperte“ Nicolas Mahler.  

Meet and Greet der Horror-Ikonen

In kurzen wortlosen Geschichten erzählt er aus dem oft recht beschwerlichen Alltag unserer liebsten Horror-Ikonen. Und siehe da: das Leben derer scheint noch beschwerlicher zu sein, als es sich der Laie ohnehin schon vorstellt. Wenn man Frankensteins Monster ist, bedient einen doch keiner mehr an der Theke. Oder finde Du mal an Draculas Stelle, nach ein paar Bier zuviel, Dein Grab auf dem Friedhof wieder. Das hat man jetzt von der Grabstein-Normung. Wie es sich gehört, wird der anspruchsvolle Horrorfan von Mahler mit zahlreichen Crossover-Geschichten versorgt. Frankensteins Monster trifft den Wolfsmann, die Mumie trifft den Wolfsmann oder Zorro trifft den Wolfsmann. Traditionalisten und Fans klassischer Horror-Comics seien aber gewarnt. Mit Zeichnungen von Bernie Wrightson hat das Ganze nichts zu tun. Mahlers Figuren und Monster bestehen größtenteils aus wenigen Strichen. Die Mumie sieht gar wie eine laufende Lutschstange vom Rummelplatz aus. Aber gerade die fehlende Ernsthaftigkeit macht einen guten Teil der Komik aus und genau deshalb ist “Van Helsing macht blau“ eines der lustigsten Monsterbücher überhaupt.
Links: Mahlermuseum Reprodukt
Text: Andreas Hartung

Witzige Servietten-Halter

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Wer seine Halloween Tischdekoration etwas feiner mag, der ist hier genau richtig. Bei uns halten schaurig-schöne Monsterfratzen, ganz stilecht, die Sabbertücher in ihren Mündern. Und ist das Dinner vorbei, sehen die lustigen Fratzen auch noch als Tür- und Wanddekoration sehr schmuckhaft aus.


Schwierigkeitsgrad: leicht Material: – buntes Papier oder weißes Papier zum Ausmalen – dicker Karton, zum Beispiel Wellpappe – Bastelkleber – Schere und optional ein Papiermesser oder einen Cutter – einen Bleistift und nach Wunsch Wasserfarben oder andere „Buntmacher“ Download Servietten-Halter „Frankenstein“ Download Servietten-Halter „Totenkopf“ Download Servietten-Halter „Critter“


Wir haben drei Vorlagen für Dich zum Download bereitgestellt. Du kannst natürlich auch eigene Kreationen entwerfen: Einfach mit einem Bleistift vorzeichnen und mit einem dicken schwarzen Stift nachziehen. Zum Spiegeln empfiehlt es sich, das Bild in ein Bildbearbeitungsprogramm einzuscannen – oder Du paust die dicken schwarzen Linien ab. Die beiden Seiten des Servietten-Halters müssen auch nicht gleich sein – aber der Umriss beider Seiten sollte ungefähr gleich sein, sonst passt es nicht.
Wir haben die Vorlage von Frankensteins Monster ausgewählt und diese auf hellgrünen Fotokarton gedruckt. Wenn Du nur weißes Papier hast, dann male die Monsterhaut einfach später grün. Nun schneide den Umriss der Vorlage sorgfältig aus. Für die plastische Version, wie wir sie hier zeigen, brauchst Du den Ausdruck doppelt. Ausschneiden musst Du aber erstmal nur zwei von einem Blatt.
Verwende für den Mundausschnitt ein Bastelmesser und vergiss dabei nicht eine geeignete Unterlage. Mache das mit den beiden ausgeschnittenen Fratzen nacheinander.
Wir wollen unserem Monster richtig wulstige Augenbrauen und ein hervorstehendes Kinn verpassen. Deswegen schneiden wir nun von dem zweiten ausgedruckten Vorlagenblatt die beiden Kinnpartien mit Unterlippe nochmal aus. Das Monster hat ja schön viele Narben-Linien im Gesicht, daran kann man sich gut beim Schneiden orientieren.
Die Nase bildet mit den daran hängenden Augenbrauen den zweiten plastischen Teil unserer kleinen Bastelei. Schneide das Ganze zweimal aus.
Damit die Partien auch schön hervorstehen, klebst Du die Papierstücke auf ein kleines Stück von der dicken Wellpappe.
Sobald das Papier gut festgeklebt ist, kannst Du die Kanten der hervorstehenden Bereiche mit einem schwarzen Stift nochmal nachziehen. Dabei verschwinden Ungenauigkeiten und die braune Wellpappe fällt auch nicht mehr so stark auf.
Nun klebe einfach die Nase und das Kinn auf. Dank der schwarzen Linien hast Du eine prima Vorlage zum Anlegen.
Das ganze Gebilde klebst Du nun auf ein ausreichend großes Stück Wellpappe. Erst das eine Papiergesicht – nicht beide nebeneinander…
…denn nun schneidest Du erstmal die eine Seite aus. Das ist ein bisschen mühsam weil die Pappe recht dick ist. Nimm eine große Schere oder das Bastelmesser und benutze Dein Schneidezeug auf einer geeigneten Unterlage. Dann klebst Du die andere Seite passend auf den Umriss und lässt das Ganze trocknen. Danach muss natürlich noch die Pappe aus dem Mund geschnitten werden.
So sieht der Monster-Servietten-Halter anschließend aus. Naja, nicht ganz, schließlich siehst Du hier schon, wie die weiß gemalten Zähne und die mit silbernem Lackstift ausgemalten Narben-Klammern aussehen.
Wenn Du grünes Papier verwendet hast, kannst Du nun mit dünner Wasserfarbe dem grün noch verschiedene Tönungen hinzufügen. Die Narbenlinien bieten sich hier sehr gut als Schablonen an. Male die Lippe lila und violett aus und mache einzelne Hautflächen gelblich und heller, andere bläulich und dunkler.
Voilà! So sieht der dreidimensionale, bunte Frankenstein aus! Eine wirklich schicke Dekoration.
Hier noch eine Variante mit dem Totenschädel aus unserer Vorlagensammlung: Du machst alles genauso wie beim Frankenstein, schneide nur auch die großen Augenhöhlen aus. Achtung, bevor Du die zweite bedruckte Seite auf die dicke Pappe klebst, klebe einfach noch ein Stück rotes Transparenz-Papier hinter die Augen! Das durchsichtige Papier wird auf jedem erleuchteten Tisch schön schimmern.
Den Schädel kannst Du plastischer gestalten, indem Du ihn mit etwas hellgrau oder hellbraun schattierst. Gelbliche Zähne sehen auch gut aus!
Text: Gregor Knape

Kostüme selbermachen? Wir wollen Deine Ideen!

Massenware ist nix für Dich? Du bist gerne selber kreativ und hast auch das Talent dazu? Du hast auch mehr drauf als nur schnell ein Bettlaken überzustülpen und das dann innovative Geisterverkleidung zu nennen? Dann bist Du hier genau richtig! Für diese Kategorie suchen wir nämlich noch abgefahrene Verkleidungsideen und Dein Input ist gefragt. Schick uns Deine Kostümidee oder Anleitung mit Bildern (!) und Deinem Wohnort und mach Dir einen Namen als abgefahrener Kostümdesigner.

Schicke Deine Idee mit Bild an: verkleidungstipp@halloween.de oder lade sie einfach über Facebook hoch!

Falls Du jedoch auf der Suche nach einem eindrucksvollem Halloween Kostüm zum selbermachen bist, dann wirf doch mal einen Blick in in folgende Kategorien:

Halloween Kostüm-Trends

Halloween Kostüme selbermachen



Frida Krüger

Tara schreibt: Hallo Ihr Lieben. Hier mein selbstgemachtes Halloween-Kostüm vom letzten Jahr (2011). Man benötigt: – WC-Papier – Latexmilch – Rote und schwarze Wasserfarbe – Kunstblut – Pinsel / Schwamm – Ggf. Freddyhandschuh mit Klingen Eine Brandwunde schminken ist gar nicht so schwer wie man denkt. Als erstes trennt man ein paar Blatt WC-Papier in seine einzelnen Lagen und reißt dieses in unterschiedlich große Stückchen. Je nach Größe der Wunde benötigt man mehr oder weniger Papier. Mit einem Pinsel trägt man nun Latex auf die Stellen, wo später die Brandwunde sitzen soll und klebt nach und nach Stückchen des WC-Papiers drauf. Immer wieder mit Latex darüber streichen und gelegentlich mit dem Pinsel verschieben, so dass unregelmäßige Erhebungen entstehen. Die Trockenzeit kann man mit gelegentlichem föhnen verkürzen. Nun geht es ans schminken. Mit einem Pinsel tragt ihr auf die spätere Wunde die rote Farbe auf und verreibt diese am Rand etwas mit den Fingern. Sobald die rote Farbe trocken ist streicht ihr mit einem in schwarz getupfte Pinsel oder Schwamm die Erhebungen der Wunde entlang. Achtet darauf, dass ihr hierfür nur ganz wenig Wasser nehmt. Die schwarze Farbe muss fast trocken sein beim auftragen um nicht zu viel der Wunde zu schwärzen. Um einen feuchten Effekt der Wunde darzustellen tupft ihr mit einem groben Pinsel oder Schwamm Kunstblut auf die Wunde. Und schon seid ihr fertig. PS: Es kann im Laufe des Abends, je nach Größe passieren, dass sich die Wunde von der Haut löst. Diese kann man super mit Mastix, den ihr z.B. bei Maskworld bekommt wieder reparieren. Nun wünsche ich euch viel Spaß beim nachbasteln und auf der Party. Eure Tara

Halloween Circus

Nadine (Berlin) schreibt: Das Grundthema der Party war „Halloween Circus“. Das Konzept für die Figuren sollte zwar tot, aber nicht untot sein. Für meinen Freund passte „der verrückte Hutmacher“ aus Alice im Wunderland und mein Kostüm sollte in die Clown-Richtung gehen. Alles aber im Tim Burton Stil. Unsere Kostüme haben wir uns bei der Second-Hand-Kette „Humana“ nach unseren Vorstellungen zusammengestellt. Es ist zwar nicht 1 zu 1 geworden, aber so, dass es sehr gut zu Zirkus passt.

Weißer Anzug mit Blutvergießen

Patrick (Berlin) schreibt: Ich hab mir letztes Jahr für Halloween einfach den billigsten weißen Anzug online bestellt den ich finden konnte. Kostete keine 30 Euro. Dazu ein altes weißes Hemd und weiße Schuhe (Slipper, die man auf dem Bild leider nicht sieht) vom Flohmarkt, ne weiße Schleife ausm Dekoladen als Fliege und zwei Sorten Kunstblut (Wundschorf und normales Blut) aus nem Verkleidungsshop im Internet. Das Blut habe ich mir vorsichtig über den Kopf gegossen und mit dem Wundschorf Akzente gesetzt. Den Anzug habe ich erst direkt vor der Party besudelt. Hab mich einfach über einen Gulli gestellt und das restliche Kunstblut über den Anzug verteilt.

Blutige Gesichtsmaske

Sebastian (Berlin) schreibt: Da Halloween eine Recht blutige Veranstaltung ist, hab ich mich für eine Latexapplikation mit hervortretenden Adern entschieden. Und das Ganze für das EIGENE Gesicht. Dafür brauchen wir: Gipsbinden, Modellgips, Knetmasse, flüssiges Latex, Vaseline, Mastix-Hautkleber, Kunstblut Im ersten Schritt musste ich einen Abdruck meines Gesichtes anfertigen. Hierbei empfiehlt sich die helfende Hand einer Person, die nun Stück für Stück das Gesicht mit kleingeschnittenen Gipsbinden in mehreren Schichten verkleistert, bis eine stabile „Maske“ entsteht. Die Nasenlöcher lässt man frei, Gesichtsbehaarung sollte man vorher großzügig mit Vaseline einfetten. Nach ca. 10-15 Minuten kann die „Maske“ vorsichtig entfernt werden. Als nächsten Schritt verklebt man die offenen Nasenlöcher und Ränder in mehreren Schichten. Nachdem nun auch die Nachbesserungen durchgehärtet sind, streichen wir die „Maske“ wiederum von innen mit Vaseline ein. Um einen Abguss meines Gesichtes herzustellen, habe ich ganz normalen Modell- oder Hobbygips verwendet, den ich nicht zu dick angerührt habe. Ist der Gips durchgehärtet, entfernen wir ihn aus der Gussform, überflüssige Vaseline wird abgewischt. Und nun habe ich mein Abbild mit Adern übersät. Dazu habe ich die Knete in kleine „Würste“ gerollt und diese dann direkt auf den Gipsabguss modelliert. Wer es einfacher mag, kann sich auch ein Schnitt-, Riss-, oder Kratzwunde modellieren. Nun müssen wir davon wieder einen Abdruck machen. Also die ganze Sache vorsichtig einfetten und dann wiederum mit angerührten Gips übergießen. Das Ganze aushärten lassen, Positiv und Negativ vorsichtig voneinander trennen. Im Negativ befindliche Reste der Knetmasse werden vorsichtig entfernt. Dabei ist höchste Vorsicht und Sorgfalt geboten! Meine Negativform sieht jetzt von innen aus, wie der Querschnitt eines Ameisenbaus. In diese Negativform gießen wir nun das Latex. (Ich selber habe von einem befreundeten Maskenbildner eine Spezialmischung bekommen, Latexmilch sollte es aber auch tun.) Das Latex verteilen wird nun sorgfältig mit einem Ohrenstäbchen im Negativ. Nach dem Durchtrocknen der Latexmasse kann die fertige Maske aus der Form ausgelöst werden. Vorsicht hier!!! Latex neigt zum Kleben. Deshalb die Oberfläche während des Auslösens auf der Innen- und der Außenseite mit Puder bestäuben. Nun noch ein wenig Make-Up und dann die Maske mit Mastix-Kleber aufs Gesicht geklebt, sichtbare Hautstellen geschminkt, reichlich Kunstblut drüber verteilt und schon hat man einen abgebrannten Zombie aus der Unterwelt. Viel Spaß beim Nachmachen

Nosferatu

Marco (Potsdam) schreibt: Kostüme selbermachen muss ja nicht immer heißen, dass man komplett auf vorgefertigte Teile verzichtet. Oder hat hier irgendwer ne Zahnkorrektur bei sich vornehmen lassen, um vernünftige Vampirbeißerchen zu bekommen? Siehste. Also um sich in einen halbwegs ordentlichen Nosferatu zu verwandeln, braucht man ein paar Grundlagen. Bei mir waren dass die Zähne, die Kontaktlinsen und natürlich die Schminke. Die hab ich mir alle – muss man ja keinen Hehl draus machen – bei Maskworld gekauft. Das Leichen Make-Up klappt dafür am besten, sind alle Farben bei, die man so braucht. Als erstes hab ich mir das komplette Gesicht und den Haaransatz an den Schläfen weiß getüncht, im Anschluss dann leicht die Wangenknochen farbig abgehoben. Sieht man auf dem Bild jetzt nicht so gut, dafür erkennt man aber, dass ich an den Augenringen nicht gespart hab 😉 Für diesen schön gelackten Scheitel hab ich Pomade genommen, gibt’s in der Drogerie. Ich glaube, ganz normales Kokosfett aus dem Supermarkt tut es auch, das is ja der Hauptbestandteil der Pomade. Wichtig ist auf jeden Fall die richtige Jacke! Ihr braucht eine mit hohem Kragen, die sich auch vorne hoch zuknöpfen lässt! Das verstärkt den Effekt des fehlenden Halses und der leicht gebeugten Haltung. In meinem Fall war es eine alte Seemannsjacke von meinem Vater. Dann noch die weißen Kontaktlinsen rein (unbedingt Pflicht – ist der Hammer!) und das Gebiss zwischen die Kauleiste – und fertig. Geht alles recht fix und macht was her. Was ich Leuten mit kurzen Haaren empfehlen kann: Vergesst nicht, euren Nacken ebenfalls weiß zu schminken! Wenn ich mich über das Büffet (oder über mein Opfer – hihi) gebeugt hab, konnte man meine gar nicht so vampirmäßige Nackenbräune sehen. Wer denkt denn schon an sowas?

Horror-Clown

Marcus (Berlin) schreibt: Hejhej, Nachdem mein erstes Kostüm leider kaputtgegangen ist, habe ich mit ganz einfachen Mitteln (Filmblut, einem Verband aus dem 1.Hilfekasten, einer Clownsnase, weisser Schminke und ewas Mastix zum fixieren des Verbandes und der Nase) ein tollen Horrorclown gezaubert. Das Highlight war eure Bloodshot Kontaktlinse, von dem paar habe ich nur eine genutzt, die andere habe ich ´nem Kumpel gegeben. Wie findet ihr´s? Beste grüße marcüs

Gratis-Grusel!

Creative Commons-Lizensierung und bewundernswerter persönlicher Einsatz machen es möglich: Ein kostenloses, qualitativ hochwertiges Hörbuch für Jedermann und -frau. „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ von Robert Louis Stevenson ist nun als Download verfügbar. Deef „Gefühlskonserve“ Pirmasens liest in über drei Stunden die spannende Geschichte der bekannten gespaltenen Persönlichkeit. Die Musik kommt von Chillerstadt, die Illustrationen (z.B. CD-Cover) von Jan Hähnel. Wer jetzt glaubt, die Qualität hielte sich in Grenzen, der irrt gewaltig! „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ ist ein wirklich gelungenes Werk, welches den Zuhörer in seinen Bann zieht. HIER geht’s zum kostenlosen Hörbuch und HIER zur Gefühlskonserve.

Sexy Halloween-Hexe

Falls Du anlässlich Halloween nicht mit Deinen Reizen geizen willst, probiere es doch mal mit diesem ansprechenden Outfit.

Es muss ja nicht immer gruselig sein! Verzichte auf überdimensionale Warzen und verkleide Dich stattdessen als heiße Hexe – sozusagen direkt zum Anbeissen! Da kann das schrumpelige Schreckgespenst von nebenan gewiss nicht mithalten… sorry, Frau von und zu Wulsche-Jacobs! Mit dieser dreiteiligen Kombination ziehst Du die Blicke von Kürbis-Köpfen und Werwölfen garantiert reihenweise auf Dich. Da stellt sich die Frage: „Süßes oder Saures?“ schon gar nicht mehr. Klassischer Hut, figurbetontes, schulterfreies Kleid, sowie neckische Strümpfe passen perfekt zueinander. Darüber hinaus harmoniert das Zusammenspiel von orange und schwarz vorzüglich mit jeder üblichen Halloween-Dekoration. Viel Spaß beim Verzaubern! Text: Sascha Adermann, 2008

Screaming Lord Sutch

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Screaming Lord Sutch, mit bürgerlichem Namen David Edward Sutch, wird am 10. November 1940 in der Londoner Grafschaft Hampstead geboren. In den 60ern ändert er seinen Namen in “Screaming Lord Sutch, 3rd Earl of Harrow“ – auch ohne adelige Herkunft. Als Inspiration für seinen Namen dient ihm Screamin‘ Jay Hawkins, eine amerikanische Blues-Ikone. Er gruselt sein Publikum mit exzentrischen Auftritte und fulminanten Bühnenshows. Als einer der ersten verwendet er Horrorelemente und Comedy-Splattereinlagen bei seinen Auftritten und gilt somit als ein Vorläufer des späteren Schockrocks. So performt er seinen bekanntesten Song “Jack the Ripper“ (1967) mit weißgeschminktem Gesicht, Zylinder und wehendem schwarzen Umhang. Auf der gleichnamigen Single sind Schreie fliehender Frauen zu hören. Bei seinen Liveauftritten holt er riesige Doppelherzen aus den Körpern seiner Opfer oder tritt mit einer rosa Klobrille auf den Schultern auf. Lord Sutch landete trotz einiger Bekanntheit nie einen veritablen Hit. Seine LP “Lord Sutch and Heavy Friends“ von 1970 trifft es ungeachtet namhafter Gäste, wie Jimmy Page und Jeff Beck, besonders hart. 1988 wird das Album von der BBC zur schlechtesten Platte aller Zeiten gekürt. Und auch in Colin Larkin’s Buch “The Top 1000 Albums of All Time“ liegt die Scheibe ganz hinten.

Official Monster Raving Loony Party

Genauso “erfolgreich“ wie als Musiker agiert Lord Sutch als Politiker. 1961 gründet er die “Sod’em All Party“, welche ab 1983 (nach zahlreichen Umbenennungen) “Official Monster Raving Loony Party“ (OMRLP) heißt. Mit abstrusen Forderungen kandidierte Sutch bei insgesamt 41 Parlamentswahlen. Doch seine Vorschläge, die Butterberge der europäischen Union in einen Skihang umzuwandeln oder in einem riesigen Laufrad mit Joggern und Arbeitslosen preiswerte Energie zu erzeugen, sind ihrer Zeit zu weit voraus: Er gewinnt keine einzige Wahl. Immerhin sind einige seiner langjährigen politischen Forderungen, wie der Wegfall der Sperrstunde und das Wahlrecht mit 18, heute in den britischen Gesetzen verankert.

Mit seinem verwegenen Erscheinungsbild, seiner ungewöhnlichen Art und seinen provozierenden Bühnenshows gilt Screaming Lord Sutch noch heute als einer der Wegbereiter für Schockrocker wie Alice Cooper. Am 16. Juni 1999 – ein Jahr nach dem Tod seiner Mutter – erhängt sich der von schweren Depressionen geplagte Screaming Lord Sutch.
Songs: Jack The Ripper Till The Following Night I’m A Hog For You Monster In Black Tights Murder In The Graveyard Draculas Daughter Monster Rock
Links: www.omrlp.com – offizielle Webseite der Official Monster Raving Loony Party www.rosalyn.me.uk/loonyarchive/ – ausführliche Archivseite über OMRLP und Screaming Lord Sutch mit Biografie und Diskografie Videos:
Text: Andreas Hartung