Monster im Weißen Haus

George W. Bush ist ein Monster. Aufgrund des fehlenden Gehirns (bis heute kursieren ja gemeine Gerüchte, er würde beim Lesen das Buch falsch rum halten) und der Fremdgesteuertheit kommt da eigentlich nur ein Zombie in Frage. Hierzulande, wo die politische Meinung zu Bush junior ja recht einhellig ausfällt, wird das niemanden verwundern. Vielleicht auch nicht, dass Ronald Reagan ebenfalls ein Monster ist. Aber John F. Kennedy? Bill Clinton und Barack Obama? Tja, die Wahrheit mag überraschen, aber laut der amerikanischen Action-Spielfiguren-Firma „Heroes in Action Toys“ sind zumindest sieben der amerikanischen Präsidenten klassischen Monsterfiguren nicht unähnlich, wie ihr präsidiales Monster-Set zeigt. Da gibt es John F. Kennedy als das Phantom des Weißen Hauses, Ronald Reagan als die Mumie („The Ronmy“), besagten Bush jun. als „Zombush“, Bill Clinton als saxonfonspielenden „Wolf Bill“, Nixon als „Monster from the Watergate Lagoon“, Barack Obama als „Baracula“ und Abraham Lincoln als „Lincolnstein“. Lustige Sache das, findet der Kürbiskönig und bekommt auf einmal wieder Lust, mit Playmobilfiguren zu spielen.   Vorher fordert er aber noch eine deutsche Edition mit Helmut Kohl als „The Blobb“, Angela Merkel als „Das Ding aus einer anderen Welt“ und Gerhard Schröder als „Gerhard Kong“. Link: www.heroesinactiontoys.com
 

Wawel Drache – Monster der Welt


Aussehen:

Der Wawel Drache (polnisch: Smok Wawelski) war vor allen Dingen heiß und schuppig! Denn wie bei Drachen üblich, so war auch der Wawel Drache (manche sagen: Drache von Wawel) ein Feuerspeier und am ganzen Körper mit Schuppen bedeckt. Anstatt nur eines Kopfes besaß der Drache von Wawel laut Sage gleich drei an der Zahl. Leider fehlen präzise Angaben über seine tatsächliche Größe. Doch anhand der Details der im polnischen Volksglauben verankerten Sage (mehr dazu weiter unten) lässt sich vermuten, dass er durchaus von stattlicher Größe gewesen sein muss!  

Heimat :

Die „Heimat“ des Drachen von Wawel ist Krakau, genauer, eine Höhle unter- bzw. innerhalb des Wawelhügels. Bei dem Berg handelt es sich um den südlichsten Ausläufer des Krakau-Tschenstochauer Jura, einer gut 150 Millionen Jahre alten Kalksteinformation. Der 228 m über dem Meeresspiegel liegende Wawelhügel erhebt sich direkt neben der Weichsel, mitten in der Krakauer Innenstadt, immerhin 20 m hoch. Auf ihm „thront“ das Waweler Schlossensemble, u.a. bestehend aus Königsschloss, Kathedrale, mehreren Türmen und Basteien, Burgmauern, Befestigungsanlagen und Fundamenten verschiedener Epochen. Die komplexe Bebauung des Wawelhügels zeugt von einer insgesamt über 1000-jährigen Baugeschichte. Spuren der Besiedlung des Bergs und seiner Höhlen reichen bis in das Paläolithikum, die Alt- oder Frühsteinzeit, zurück. Vorkommen des Wawel Drachen

Hintergrundgeschichte:

Glaubt man den Aufzeichnungen des polnischen Chronisten und Bischofs von Krakau, Wincenty Kadlubek (ca. 1150 – 1223), so war Krak, ein Herzog der Wislanen, der Gründer der Stadt Krakau und um die Mitte des 8. Jahrhunderts Herrscher Polens. Genau zu dieser Zeit terrorisierte der Wawel-Drache die Krakauer, wobei unklar ist, ob der Drache erst zu dieser Zeit in „seine“ Höhle zog oder dort vielleicht schon lange lebte. Jedenfalls terrorisierte der zornige Drache die Einwohner von Krakau dergestalt, dass er den Berg immer wieder zum Beben brachte und Tag für Tag seine Höhle verließ, um die Häuser der Leute in Brand zu stecken und den Menschen nicht nur ihr Vieh, sondern mit besonderer Vorliebe auch ihre Töchter wegzufressen. Am liebsten junge Mädchen und Jungfrauen. Um ihn zu besänftigen (und weil niemand in der Lage war, den Drachen zu töten), brachten die Menschen deshalb gewissermaßen Opfer dar: Die meisten Überlieferungen sprechen davon, dass jeden Tag ein Schaf vor die Höhle des Drachen gelegt wurde, damit dieser die Höhle zum Zwecke der Nahrungsbeschaffung nicht verlassen musste. Das Konzept ging auch einigermaßen auf, dummerweise aber fand der Drache Jungfrauen leckerer als Schafe. So musste einmal monatlich auch ein Mädchen geopfert werden. König Krak versprach Demjenigen die Hand seiner Tochter, der den Drachen besiegen würde. Leider vergebens, denn irgendwann war nur noch die Königstochter übrig und alle Ritter mit dem Vorhaben, den Drachen zu töten, waren gescheitert. Doch gerade in dieser höchst prekären Lage erschien der junge Schusterlehrling Dratewka am Hofe und bat, sich dem Drachen stellen zu dürfen. In seiner Verzweiflung gewährte König Krak dies. Tatsächlich bediente sich Dratewka einer genialen List: Er weidete ein totes Schaf aus, füllte es mit Schwefel, Salz, Pfeffer sowie Pech und nähte es so zu, dass es wie ein echtes Schaf aussah, bevor er es nachts vor die Drachenhöhle warf. Als der Drache morgens hungrig aus seiner Höhle kam, verschlang er das gut gewürzte Schaf. Wenig später verspürte er ein fürchterliches Brennen in seinem Inneren, dass er durch das Trinken von Wasser zu löschen versuchte. Er trank so viel, dass man schon den Boden der Weichsel sehen konnte, doch weil sein Durst nicht endete, trank er weiter bis er letztlich platzte.

Opfer:

Wie bereits in der Geschichte erwähnt, fraß der Drache von Wawel vor allen Dingen Vieh (Schafe, Lämmer) und junge Mädchen, am liebsten Jungfrauen. Aber auch todesmutige Ritter, die dem Drachen entgegen traten, vielen dem Monster reihenweise zum Opfer. Im Prinzip war jedes Lebewesen in Reichweite des Wawel-Drachen ein potenzielles Opfer.

Taktik:

Besonders viel Taktik brauchte der Wawel-Drache mit Sicherheit nicht, da die verängstigten Menschen ja netterweise Bringdienst spielten und dem Schuppentier seine Leibspeisen ganz bequem und mundgerecht direkt vor die Höhle lieferten. Wenn aber irgendwelche „Helden“ kamen, um dem Drachen von Wawel den Garaus zu machen, dann spie er fleißig Feuer und verbrannte sie kurzerhand. Wir vermuten, dass er seine knusprigen Opfer anschließend fraß – auch wenn er ja sonst eigentlich Jungfrauen und Schafe bevorzugte.

Abwehr:

Als Jungfrau oder Schaf wären Dir damals vermutlich nicht viele Abwehrmöglichkeiten geblieben. Nein, der Tod wäre Dir fraglos sicher gewesen. So, wie es der schlaue Schuster gemacht hat, war es richtig. Heutzutage würde Dir ein feuerfester Anzug im Kampf mit dem Drachen bestimmt hervorragende Dienste leisten, aber damals, sorry, keine Chance! Selbst wenn man der Höhle fern blieb, war man nicht in Sicherheit, denn wenn der Wawel Drache nicht täglich ein Schaf geliefert bekam, dann suchte er es sich selbst etwas zu speisen (dann aber bevorzugt Jungfrauen, anstatt Schafe).

Sonstiges:

Die exakte Größe des Wawel-Drachens ist nicht überliefert. Um aber einen Berg zum Beben zu bringen und die Weichsel (zumindest stellenweise) beinahe leer zu trinken, muss man aber schon einiges in die Waagschale werfen können. Da der Eingang zur Drachenhöhle aber nicht außergewöhnlich riesig ist, dürfte der Wawel-Drache zwar von mächtiger, aber eher langer, einigermaßen schlanker Gestalt gewesen sein. Die Drachenhöhle im Wawelhügel ist heute übrigens ein populäres Ziel für Touristen. Vor der Höhle wurde 1970 eine vom Künstler Bronislaw Chromy entworfene Bronzestatue aufgestellt. Die Statue zeigt einen stilisierten Drachen mit drei Köpfen und sechs Beinen, der sogar Feuer speien kann: Über eine Erdgasdüse gibt der Wawel-Drache alle paar Minuten eine Stichflamme aus seinen Nüstern ab.

Schrecklevel: 8 von 13 (für Schafe, Lämmer und Jungfrauen: 13 von 13!)

Klar, es ist schon lange her, dass der Wawel Drache sein Unwesen getrieben hat. Aber mal ganz ehrlich: Wer möchte sich schon mit einem (dreiköpfigen) Drachen duellieren? Eben. Die Vorstellung, bei lebendigem Leibe von drei Seiten flambiert und anschließend gefressen zu werden, ist einfach nicht besonders schön. Deshalb geht man ihm auch besser aus dem Weg. Für Schafe, Lämmer und Jungfrauen liegt der Schrecklevel indes noch etwas höher, schließlich sind das die Lieblingsopfer, nach denen der Drache von Wawel sogar aktiv sucht. Unangenehm.

Seid auch nächste Woche wieder mit dabei, wenn es heißt: Monster der Welt!


Die längste Nacht des Jahres und ein frohes Fest!

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  So, liebe Freunde! Heute ist es wieder so weit: Die längste Nacht und der kürzeste Tag! Ich persönlich schätze ja die Dunkelheit und das raue Klima des späten Herbstes und frühen Winters. Viele meiner Sklav… ähm… Angestellten jedoch freuen sich, dass die Tage ab nun wieder länger werden. Sie sagen, sie brauchen Licht. Törichte Bande! Denn noch wissen sie nicht, dass sie davon eh nichts haben werden, weil sie die nächsten Monate in dunklen Kellern angekettet verbringen werden, um für mich (und natürlich für Euch) zahlreiche raffinierte und abscheuliche Bastel- und Verkleidungs-Tipps zu entwickeln. In die dunklen Nächte dieser Tage fällt dann auch das etwas obskure Fest eines Kollegen von mir, der mir übrigens immer noch 50 €uro schuldet! Es nennt sich Weihnachten. Eine ziemlich lahme Angelegenheit, wenn ihr mich fragt. Früher war das übrigens nicht so und die Menschen feierten Weihnachten feucht fröhlich auf der Straße. Vermutlich kann man sich das wie eine vorgezogene Silvesterfeier vorstellen. Diese Feiern verliefen sogar so feucht und fröhlich, dass es mehrere Versuche gab, das Fest zu verbieten, unter anderem im puritanischem England des Jahres 1647.  Aber auch der preußische König Friedrich-Wilhelm I. versuchte im Jahre 1739 mit Verboten, den ausufernden Weihnachtsfeiern Herr zu werden. Mehr zu der Geschichte: “Wie Weihnachten einst fast verboten wurde“ findet ihr hier. Aber auch heute hat das Fest noch seine Liebhaber und falls ihr dazu gehören solltet, wünsche ich Euch (auch im Namen der ganzen Mannschaft von Halloween.de) ein frohes Weihnachtsfest!. Lasst Euch nicht von euren Verwandten ärgern, sondern lieber gutes Essen schmecken. Und wenn es nach dem Essen noch ein Film sein soll, wie wäre es dann anstatt mit “Der kleine Lord“ mit “Rare Exports: Die Wahrheit über den Weihnachtsmann“? Der ist nämlich auch nicht immer so nett, wie es immer dargestellt wird. Nichtsdestotrotz gehe ich jetzt mal los und binde ihm ein paar Knaller an den Schlitten.

Frohes Fest!

sagt Der Kürbiskönig und das Team von Halloween.de

Gibt es den Weihnachtsmann? – Fragen Sie Dr. Kürbis!

Die Frage:

Lieber Kürbiskönig! Du musst es doch wissen: Gibt es den Weihnachtsmann? Natürlich gibt es ihn nicht. Das weiß doch jedes Kind. Andererseits: Dich gibt es ja auch. Ich kann Dir hier schreiben und so… Also gibt es ihn vielleicht doch. Gibt es den Weihnachtsmann? Vielen Dank für die Antwort Deine Sabine W.

Die Antwort:

Ja Sabine, da bist Du nicht die Einzige und auch nicht die Erste, die sich diese Frage stellt. Ich erinnere mich z.B. noch sehr gut an das Jahr 1897, ich hatte gerade etwas mit einer äußerst aparten Gargoyle-Dame aus Paris angefangen, als sich die amerikanische Tageszeitung New York Sun (1833-1950) bereits mit diesem Problem auseinandersetzte. Der Geschichte nach stellte die durch ihre Freunde ins Zweifeln gekommene achtjährige Virginia ihrem Vater die gleiche Frage. „Gibt es einen Weihnachtsmann?“ Da Väter aber, wie sie nun mal so sind, auf derlei Fragen („Wo kommen die Babys her?“, „Wieso hat dieser Mann nur ein Bein? Und „Wieso liegt die Mutti tot in der Küche?“) meist nur ausweichend reagieren, riet Virginias Vater seiner Tochter, doch einmal die New York Sun zu fragen, denn diese würde bestimmt nicht lügen. Die daraufhin vom ehemaligen Kriegskorrespondenten Francis P. Church geschriebene Antwort erschien am 21. September und ist mittlerweile fester Bestandteil der amerikanischen Weihnachtsfolklore – sie wird bis auf den heutigen Tag von zahlreichen Zeitungen um die Weihnachtszeit nachgedruckt. Die von Francis P. Church geschriebene Antwort lautet wie folgt: „Virginia, deine kleinen Freunde haben unrecht. Sie sind beeinflusst von der Skepsis eines skeptischen Zeitalters. Sie glauben an nichts, das sie nicht sehen. Sie glauben, dass nichts sein kann, was ihr kleiner Verstand nicht fassen kann. Der Verstand, Virginia, sei er nun von Erwachsenen oder Kindern, ist immer klein. In diesem unseren großen Universum ist der Mensch vom Intellekt her ein bloßes Insekt, eine Ameise, verglichen mit der grenzenlosen Welt über ihm, gemessen an der Intelligenz, die zum Begreifen der Gesamtheit von Wahrheit und Wissen fähig ist. Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Er existiert so zweifellos wie Liebe und Großzügigkeit und Zuneigung bestehen, und du weißt, dass sie reichlich vorhanden sind und deinem Leben seine höchste Schönheit und Freude geben. O weh! Wie öde wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe. Sie wäre so öde, als wenn es dort keine Virginias gäbe. Es gäbe dann keinen kindlichen Glauben, keine Poesie, keine Romantik, die diese Existenz erträglich machen. Wir hätten keine Freude außer durch die Sinne und den Anblick. Das ewige Licht, mit dem die Kindheit die Welt erfüllt, wäre ausgelöscht. Nicht an den Weihnachtsmann glauben! Du könntest ebenso gut nicht an Elfen glauben! Du könntest deinen Papa veranlassen, Menschen anzustellen, die am Weihnachtsabend auf alle Kamine aufpassen, um den Weihnachtsmann zu fangen; aber selbst wenn sie den Weihnachtsmann nicht herunterkommen sähen, was würde das beweisen? Niemand sieht den Weihnachtsmann, aber das ist kein Zeichen dafür, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Die wirklichsten Dinge in der Welt sind jene, die weder Kinder noch Erwachsene sehen können. Sahst du jemals Elfen auf dem Rasen tanzen? Selbstverständlich nicht, aber das ist kein Beweis dafür, dass sie nicht dort sind. Niemand kann die ungesehenen und unsichtbaren Wunder der Welt begreifen oder sie sich vorstellen. Du kannst die Babyrassel auseinanderreißen und nachsehen, was darin die Geräusche erzeugt; aber die unsichtbare Welt ist von einem Schleier bedeckt, den nicht der stärkste Mann, noch nicht einmal die gemeinsame Stärke aller stärksten Männer aller Zeiten, auseinanderreißen könnte. Nur Glaube, Phantasie, Poesie, Liebe, Romantik können diesen Vorhang beiseiteschieben und die übernatürliche Schönheit und den Glanz dahinter betrachten und beschreiben. Ist das alles wahr? Ach, Virginia, in der ganzen Welt ist nichts sonst wahrer und beständiger. Kein Weihnachtsmann! Gott sei Dank lebt er, und er lebt auf ewig. Noch in tausend Jahren, Virginia, nein, noch in zehnmal zehntausend Jahren wird er fortfahren, das Herz der Kindheit zu erfreuen.“ Nun ja. Ich kann bestätigen, dass es den Weihnachtsmann gibt und er ist wohlauf. Erst vorgestern saßen wir noch mit der Frühlingsfee zusammen und haben bis in den frühen Morgen Domino gespielt. Er hat mir die ganze Küche vollgekrümelt und schuldet mir noch 50 €uro. Und noch 75 €uro vom Jahr davor! Das muss mal gesagt werden… Immer schön „Ho Ho Ho“ und einen auf großzügig machen, aber nicht seine Spielschulden bezahlen!! Übrigens irrt Church an einer anderen Stelle. Elfen gibt es nämlich tatsächlich nicht. Zumindest nicht mehr. Die letzten Exemplare haben wir nämlich am besagten Spieleabend knusprig frittiert mit Avocado-Dip als Knabberzeug verzehrt. Dein Dr. Kürbis (Die Übersetzung des Textes von Francis P. Church ist Wikipedia entnommen.)

Du hast auch ein Frage an Dr. Kürbis? Dann schreibe eine Mail an: frage@halloween.de


 

Kurze Pause von der Weihnachts-Streß-Besinnlichkeit gefällig?

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Klar: Weihnachten ist super! Kerzen, Lebkuchen und in Berlin verteilt ein freundlicher Weihnachtsmann kostenlosen Glühwein. Für alle, die trotzdem gerne einmal ein paar Minuten Auszeit von der besinnlichen Zeit nehmen möchten, empfiehlt der Kürbiskönig 36 Seiten bunte Seiten “Schauriger Schund“. So der Titel der zwanzigsten Ausgabe der Heftreihe “Weissblech weltbeste Comics“ (kurz: WWC), die sich schon mit so illustren Titel, wie “Wenn Sexmonster auf Erden wandeln“ und “Wollüstige Vampire aus dem Weltraum“ schmücken kann. Wie die Titel der einzelnen Ausgaben bereits dezent andeuten, nimmt man sich hier nicht ganz so ernst, sondern holt gerne einmal den Trash-Hammer raus um damit fröhlich auf alles einzuprügeln, was der Unterhaltungsmarkt so hergibt. Mit der Jubiläumsausgabe präsentiert sich das ehemalige Verlagsflagschiff im neuen Gewand. Die ganz derben Tage sind vorbei. “Schauriger Schund“ versteht sich eher als Plattform für Horrorstorys der etwas anderen Art. Will heißen: Hier werden die Dinge gerne aus einer anderen Perspektive betrachtet und vor allem mit dem Augenzwinkern, das man bei anderen Horrorstorys schon mal vermisst.
Die Eröffnungsgeschichte “Angst und Schrecken auf der Alm“ greift den Trend der letzten Jahre auf: Klassiker der Literaturgeschichte mit Horrorelementen, wie Zombies und Vampiren (aber meistens Zombies) aufzupimpen! Die Heidi Geschichte wird bei WWC jedoch leserfreundlich auf elf Seiten eingedampft, anstatt sie wie bei den erwähnten Vorgängerwerken der Konkurrenz auf 300 Seiten auf zu blasen. Und Werwölfe und Vampire kommen auch noch drin vor.
“Spooky René – Der Erbsenzähler“ erzählt die Geschichte eines pubertären Jungen, der in einer leicht zurückgebliebenen Stadt lebt und sich aufgrund des von der Großmutter vermittelten Wissens ständig um die okkulten Probleme der abergläubischen Stadtbewohner kümmern muss, wenn die mal wieder als fackelbewehrter Mob vor der Haustür seiner Eltern stehen. Dabei will er eigentlich doch nur für seine Aufnahmeprüfung als Garten-Landschaftsbau-Gärtner lernen!

Abgerundet wird das Ganze durch eine witzige Rahmenhandlung, in welcher der fiese Verleger händeringend Geschichten für eine Graphic Novel sucht. Was dabei herauskommt? Schauriger Schund! Wir verlosen keine Exemplare, da das Heft lediglich 4,90 € kostet (das spart man ja schon, wenn man sich vom besagten Weihnachtsmann einen Glühwein ausgeben lässt) und im Bahnhofshandel erhältlich ist. Wer keinen solchen in der Nähe weiß, kann das Heft jedoch auch online bestellen. Dort gibt es auch unter dem Titel „Derber Trash“ die Sammelbände der, bereits erwähnten, frühen Ausgaben der WWC zu erwerben. In Kürze soll Band 3 erscheinen, der u.a. den Heftklassiker “Horror aus der Pornogruft“ enthält. Allerdings nur gegen einen Altersnachweis. Eigentlich ein schönes Weihnachtsgeschenk: Da freut sich die Mutti! Link Weissblech Verlag
 

Ungeheuer!

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Autor: Levin Kurio | Boris Koch | Josef Rother Zeichner: Klaus Scherwinski Verlag: Weissblech Comics
Sieben bringen das Grauen. Sieben Kurzgeschichten, allesamt von Zeichner Klaus Scherwinski illustriert, welche das Böse in all seiner bizarr vielfältigen Herr… äh, Schrecklichkeit abbilden. Angesichts so namhafter Autoren wie Josef Rother („Argstein“), Boris Koch („Der Drachenflüsterer“) und Levin Kurio („Bella Star“) darf man da als geneigter Leser auch nichts Geringeres erwarten! „Ungeheuer!“, so der Name einer bei Weissblech Comics erschienenen Sammlung hammerharter Storys, umfasst nicht nur einige Horrorklassiker aus teilweise seit langer Zeit vergriffenen „Horrorschocker“-Ausgaben, sondern kann auch mit zwei Premieren aufwarten: „Das Lied des Mörders“ wird im Rahmen dieses 68-seitigen Hefts erstmals in Deutschland veröffentlicht, die Geschichte „Ein Stück Fleisch“ feiert sogar Weltpremiere! Überdies gewährt der Illustrator Klaus Scherwinski zu jeder Geschichte Einblicke in den kreativen Schaffensprozess, Skizzen und ein paar persönliche Anekdoten lassen den Leser gewissermaßen an der Entstehung der Strips teilhaben. Den Abschluss des Comics bildet ein doppelseitiges Interview mit Illustrator Klaus Scherwinski, der – vom ehrenwerten Levin Kurio höchstpersönlich befragt – bereitwillig aus dem Nähkästchen plaudert. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung der sieben Kurzgeschichten, die in Ausgabe #1 von „Ungeheuer!“ enthalten sind.

  „Ein Stück Fleisch“ erzählt die Geschichte des Trappers John Moult, der nach Tagen ohne Essen Zeuge einer wilden Hetzjagd wird. Eine dämonische Rothaut zu Pferd jagt eine um ihr Leben rennende Indianerin. Zunächst rettet John Moult die Squaw, doch anstatt den Trapper aus Dankbarkeit zu beglücken, rennt sie davon. Am Ende schließt sich der Kreis und die drei Protagonisten – sagen wir mal – finden bei einem schönen, gemütlichen Lagerfeuer zusammen. In „Rabizus Reich“ geht es alles andere als zimperlich zu. Der Dämon Rabizu zehrt die Menschen aus, er unterjocht sie und die so unterjochten Menschen müssen nicht nur ihre Kinder opfern, sondern auch ihre Jungfrauen beim nimmersatten Chef-Dämon Rabizu abliefern. und das alles nur, weil ein alter, größenwahnsinniger Zauberer am Hofe des Königs die falsche Beschwörungsformel gesprochen hat. Hat er? „Das Derby von Hadingen“ ist das einzig wahre Derby. Wer glaubt, bei den Spielen Dortmund gegen Schalke, Bayern gegen 1860 oder Celtic Glasgow gegen die Rangers ginge es hoch her, der darf sich mit dieser Geschichte eines besseren belehren lassen. Thomas, ein junger, aufstrebender Fußballer im beschaulichen Dorf Unterhadingen kommt – unter unerwarteten Umständen – in den Genuss des Derbys Unterhading gegen Oberhading. „Abfall!“. Für den einen ist es ganz einfach nur der Müll unserer zivilisierten Gesellschaft, der Tag für Tag in irgendeine Tonne wandert. Für den anderen sind es die Individuen selbst, die unsere ach so zivilisierte Gesellschaft zu dem machen, was sie ist: Ein Sündenpfuhl gewissenloser oder gescheiterter Existenzen. Und gerade bei letzteren, den gescheiterten Existenzen, gibt es für ein gewissenloses Subjekt wie den in dieser Geschichte im Mittelpunkt stehenden Drücker fast immer etwas zu holen. Fast immer. „Der Schlächter von Oakwood Manor“ ist stets pünktlich. Pünktlich um Mitternacht erscheint er, um all jene mit dem Tod zu strafen, die sich auf seinem verlassenen Anwesen herumtreiben. Davon hört auch der Geisterjäger Michael Lineker, der sich solcher haarsträubenden Erscheinungen gerne annimmt. Als Profi in Sachen Geistervernichtung ist ihm weder Angst, noch bange, als er Oakwood Manor aufsucht. Doch der Schlächter erscheint nicht wie erwartet, offenbar nimmt es hier jemand nicht so genau mit der Uhrzeit. „Xydoon spricht…“. Aber welche Sprache? Offenbar eine, die seine neugierigen Besucher nicht zu verstehen scheinen. Wie sonst ist es zu erklären, dass er auf seine Botschaften nicht die erhoffte Reaktion erhält? Doch Xydoon verzweifelt nicht, er wartet einfach weiter. Wartet, auf die nächsten Besucher. Eines Tages kommen sie. Vielleicht verstehen sie ihn… „Das Lied des Mörders“ kommt mit sehr wenigen Worten aus. Mit weniger als bei einem Durchschnitts-Comic. Und das soll schon etwas heißen, wo Comics ja nun wahrlich keine Textwüsten sind. Stattdessen liegt der Fokus auf den Bildern. Und auf der Bedeutung, die der Tod für den Protagonisten der Geschichte – einen absolut pflichtbewussten Ninja – hat. Die sieben Kurzgeschichten, die in Ausgabe #1 von „Ungeheuer!“ enthalten sind, können nicht nur schockieren, sondern auch faszinieren. Mit ihren oftmals unerwarteten Wendungen bleibt die Spannung bis zum Ende erhalten und bereitet den Leser schon nach den ersten Storys darauf vor, das Ende geduldig und doch gespannt abzuwarten!

Links: www.weissblechcomics.com www.klausscherwinski.de/
Text: Sascha Adermann

Golem – Monster der Welt


Aussehen:

Der Golem wird gemeinhin beschrieben als aus Ton geformtes Wesen, das nach menschlichem Vorbild modelliert wurde. Je nach Handwerkskunst oder Intention des Erschaffers sind also zwischen grobschlächtigen Ungetümen und wunderschönen, an den David von Michelangelo erinnernde, Wesen viele Möglichkeiten denkbar. Einzelne Golems können sich in Form, Farbe und Größe zwar stark unterscheiden, gemeinhin wird eine Größe von ca. drei Ellen (ca. 160-210 cm) angegeben. Laut Clemens Brentano und Jacob Grimm kann der Golem aber mit erstaunlicher Geschwindigkeit wachsen, so dass er nach wenigen Tagen groß genug würde, das Dach von einem Haus zu heben.  

Heimat des Golem:

Die Heimat des bekanntesten Golem ist Prag, wo die Erschaffung des Prager Golems dem Rabbi Judah Löw zugeschrieben wird. Weitere Golem-Geschichten spielen in Polen, der Ukraine und anderen Regionen Europas. Heimat des Golem


Hintergrundgeschichte:

Die genauen Hintergründe der Legende vom Golem verlieren sich im Dunst der Geschichte. Die älteste schriftliche Quelle stammt aus einem kabbalistischenText aus dem 12. Jahrhundert, der sich mit Gottes Schöpfung befasst und ein Ritual beschreibt, nach dem es mithilfe der 10 Urziffern (Sephiroth) und der 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets möglich sein soll, tote Materie zu beleben. Im Talmud wird die Erschaffung Adams aus einem formlosen Brocken beschrieben. Daher können Golems nur durch Menschen erschaffen werden, die Gott besonders nahe stehen, denn nur ihnen hat er seine Weisheit in ausreichendem Maße mitgeteilt. Die Erschaffung eines Golems reicht jedoch keineswegs an die Schöpfung des Menschen durch Gott heran, deshalb ist der Golem im Allgemeinen z.B. nicht in der Lage zu sprechen oder komplizierte, geistige Arbeiten zu verrichten. Neben komplizierten kabbalistischen Ritualen und Formeln spielt ein Stück Papier eine wichtige Rolle beim Bau eines Golems. Der Name Gottes auf Papier, unter die Zunge gelegt, in den Kopf eingearbeitet oder auf die Stirn geheftet, sorgt nämlich erst für die Belebung der Kreatur. Eine Entfernung des Zettels zerstört den Golem oder schaltet ihn aus. Alternativ ist das sogenannte „Siegel der Wahrheit“ wichtig, eine Tafel oder eine Inschrift auf der Stirn, die das hebräische Wort für Wahrheit (אמת-emet) zeigt. Wird der erste Buchstabe entfernt bleibt nur noch met (מת) stehen, was Tod bedeutet und den Golem sofort vernichtet oder deaktiviert.
„[…]ist es leicht für ihn, sie wieder zu töten; denn er darf nur das An von dem Worte Anmanth auf ihrer Stirne verlöschen, damit nur die Silbe Manth bleibt, welche Tod bedeutet, worauf sie wieder zu Lehm zerfallen.“
…Clemens Brentano „Erklärung der sogenannten Golem in der Rabbinistischen Kabbala“ Viele Autoren geben als zentrale Motivation für die Erschaffung eines Golems die andauernde Gefahr an, in der Juden im Europa der vergangenen Jahrhunderte ständig schwebten. Von einer zutiefst antisemitisch eingestellten Gesellschaft umgeben, sehnten sich Einige nach einem starken Beschützer, einer Kreatur von unvergleichlicher Kraft und Ausdauer. So war z.B. der Bestimmungszweck des Prager Golems, die nächtliche Stadt zu durchstreifen und Jeden aufzuhalten, der eine Last oder ein Paket mit sich trug. Zu dieser Zeit wurden die Juden häufig des Kindesmordes beschuldigt, da sie angeblich das Kinderblut für Rituale benötigten. Der Golem kontrollierte daher jeden Lastenträger, ob er nicht eine Kinderleiche mit sich führte, um diese den Juden unterzuschieben. Weiterhin wird beschrieben, sei der Golem als Diener erschaffen worden, um all die Arbeiten zu verrichten, die sein Herr nicht verrichten konnte, durfte oder wollte. Allerdings sollten die Befehle an einen Golem sehr bedacht formuliert sein. Ein Golem soll, als er den Befehl bekam, Wasser ins Haus zu tragen, während die Dame des Hauses den Markt besuchte, wiederholt so viel Wasser ins Haus getragen haben, dass das alte Gebäude dabei schwer beschädigt wurde. Es empfielt sich also, genau zu spezifizieren, wie viel erledigt werden soll und wann der Golem seine Arbeit ggfs. einzustellen hat.

Opfer des Golem:

Tatsächliche Todesopfer eines Golems sind nicht überliefert. Es soll aber einen Golem-Erschaffer gegeben haben, der den rasanten Wuchs seiner Kreatur unterschätzte und irgendwann die Stirn des Golems nicht mehr erreichen konnte, um die Schriftzeichen zu entfernen. Also befahl er der Kreatur, ihm die Schuhe zu binden, woraufin der Koloss auf die Knie fiel und tat wie ihm geheißen war. Der Erbauer entfernte die Schrift von des Golems Stirn, nur um sogleich von der nun leblosen, haushohen Lehmmasse begraben und erdrückt zu werden. Allerdings sei angemerkt, dass ein Golem jeden Befehl seines Meisters ausführen wird. Im Falle von „Töte XY“ hast Du also schlagartig einen Feind, der intelligent und schnell vorgeht, nicht ruht und nicht rastet bis er Deiner habhaft geworden ist.

Taktik:

Die Intelligenz des Golems richtet sich nach der Intelligenz mit der ihm befohlen wurde. Erhält er eine Anweisung, die schlau ausformuliert, was zu tun und was zu lassen ist, kann der Golem durchaus menschenähnlich verschlagen und schlau handeln. Strategien und Taktiken variieren daher stark und können nicht eingegrenzt werden.

Abwehr eines Golem:

Einen Golem abzuwehren ist schwierig. Er ist schnell, er ist stark, ausdauernd und widerstandsfähig. Von einigen Golems wird berichtet, dass sie sich selbst in Windeseile wieder instand setzten. Die einzige sichere Art, einen Golem auszuschalten oder zu vernichten besteht darin, die oben beschriebenen Buchstaben von seiner Stirn zu löschen oder den Zettel mit dem Namen Gottes aus Mund oder Kopf zu entfernen. Die Erfolgsaussichten sind bei einem so wehrhaften Gegner allerdings arg begrenzt. Ohne Teamwork und/oder großkalibrige Argumentationshilfen ist es sehr angebracht, erst einmal die Beine in die Hand zu nehmen und sich eine Strategie zu überlegen.

Sonstiges:

Fantasyfans verstehen unter dem Begriff des Golem allgemein ein großes, magisches Konstrukt aus ursprünglich unbelebter Materie. Je nach Material werden diese Wesen auch Steingolem, Eisengolem, Kristallgolem, … bezeichnet. Ihnen allen gemeinsam ist ihre furchterregende Stärke und große Widerstandsfähigkeit gegen jede Art von Schaden. Weiterführende Literatur:
  • Klaus Völker: Künstliche Menschen, ISBN 3518387936, suhrkamp 1994
  • Kafkaesk: Die Golemsage
  • Humboldt Gesellschaft – Alexander Wöll: Der Golem
  • YUThora Online: Golem of Prague – Fact or Fiction

Schrecklevel: 10 von 13

Die Vorstellung, einen (oder, die Götter mögen’s verhindern, mehrere) Golem(s) mit üblen Absichten an den eigenen Fersen kleben zu haben ist eine wahrhaft schauerliche. Dein Gegner ist schlau, er ermüdet nicht, er muss nicht essen, und egal was Du ihm vor den Latz knallst – er kommt immer weiter auf Dich zu. Dem Golem ist es egal, ob die Jagd auf Dich zwei Minuten oder zweiundzwanzig Jahre dauert: Irgendwann hat er Dich und dann ist’s aus.

Monster der Welt – Teil 13: Der Ahool


Wie sieht ein Ahool aus?

Augenzeugenberichte beschreiben den Ahool als sehr große Fledermaus mit einer Flügelspannweite von drei bis vier Metern. Auf dem von dunklem Pelz bedeckten, etwa kleinkindgroßen Körper des Ahools sitzt ein menschen- oder affenartiger Kopf mit riesigen, dunklen Augen. An den Vorderarmen trägt der Ahool sehr imposante Klauen. Ahool



Wo kommt der Ahool vor?:

Der Ahool ist in Indonesien zuhause, genauer: Im Regenwald der Insel Java. Dort behaust er abgelegene Areale und hält sich vom Menschen allgemein fern. Die erste Sichtung fand 1925 am Berg Salak statt. Gelegentlich, so wird berichtet, dringt der Ahool jedoch auch in die Hörweite menschlicher Behausungen vor. Allerdings handelt es sich stets um mehr oder weniger vereinzelte Häuser mitten in der Wildnis. Andere Quellen nennen auch Sichtungen in Afrika, dort wird die Kreatur auch Kongamato genannt. Wie so viele andere Tiere auch, dürfte Ahools Lebensraum jedoch sehr bedroht sein. Immerhin leben auf Java über 130 Millionen Menschen und vom tropischen Regenwald, der die Insel einst fast komplett bedeckte, ist heute kaum noch etwas übrig.



Hintergrundgeschichte:

Der erste Bericht einer Begegnung mit dem Ahool stammt aus dem Jahr 1925, als Dr. Ernest Bartels den Berg Salak auf der indonesischen Insel Java bereiste. Ihm zufolge flog ein riesiges, fledermausartiges Wesen dicht über ihn hinweg und stieß dabei einen furchterregenden Schrei aus, der in etwa wie „a-HOOOOOOOoool!“ klang.  Bartels suchte die folgenden Jahre nach dem unbekannten Wesen, doch erst 1927 ergab sich der nächste Kontakt: Nachts in seinem Bett liegend vernahm Bartels den bekannten Schrei. Obwohl er sofort hinaus in die Dunkelheit eilte, vernahm Bartels lediglich noch einmal das schreckliche „a-HOOOOOOOoool!“, das sich schnell in Richtung des dunklen Dschungels verflüchtigte. Die Kreatur selbst sollte er nie wieder sehen. Über die Ursprünge des Ahools sind viele Spekulationen angestrengt worden, doch leider ist die Faktenlage recht dünn. Manche Kryptozoologen glauben, es könnte sich um eine isoliert überlebende Art der Flugsaurier handeln, andere wiederum vermuten, Ahool sei verwandt mit dem Kongamato in Afrika.

Opfer des Ahool:

Auch wenn es keine Berichte über Todesfälle im Zusammenhang mit einem Ahool gibt, darf die Gefährlichkeit dieser Kreatur nicht unterschätzt werden. Mit seinen großen Krallen und kräftigen Füßen kann der Ahool gar fürchterliche Wunden schlagen und selbst große Säugetiere wie den Menschen töten.

Taktik:

Wie andere Fledermäuse auch geht der Ahool überlegt und effektiv zur Sache und verbringt viel Zeit damit, sich in der Luft an die Beute heranzuschleichen. Hat er den richtigen Zeitpunkt gefunden, stürzt er sich auf sein Opfer herab, im Sturzflug, Klauen voran. Dabei zielt er vermutlich auf die Augen des Unglückstiers, um an dieser Stelle mit seinen scharfen krallen Schädel und Gehirn zu durchstoßen und die Beute blitzschnell zu töten.

Abwehr:

Hat Dich der Ahool erst einmal auf dem Kieker, wird die Abwehr schwierig. Besonders geeignet ist das Prinzip der Prävention: Ahool ist als große Fledermaus darauf angewiesen, seine Beute schnell auszuschalten, sonst droht ihm selbst Unbill und, im Falle einer Verletzung seiner Flughäute, Verlust der Flugfähigkeit, was einem Todesurteil gleich käme. Daher ist es ratsam, nicht allein durch den Dschungel zu wandern und in regelmäßigen Abständen Baumkronen und Himmel abzusuchen. Sollte sich ein Ahool bereits im Anflug befinden, ist es zweckmäßig viel Lärm zu machen, mit den Armen um sich zu schlagen und sich flach, Gesicht nach unten, auf den Boden zu kauern.

Sonstiges:

Dr. Bartels selbst glaubte, der Ahool sei lediglich eine sehr große Eulenart, dies ist jedoch sehr unwahrscheinlich, haben Eulen doch so gut wie gar keine Ähnlichkeit mit der beschriebenen, monströsen Kreatur.

Schrecklevel: 2 von 13

Die Kreatur mag auf den ersten Blick furchteinflößend wirken, durch die Zerstörung seines Lebensraums dürfte der Ahool jedoch entweder bereits ausgestorben sein oder kurz davor stehen. Auf jeden Fall liegen die besten Tage bereits hinter ihm.

Und das nächste Mal: Keramische Handarbeit en masse!



Boah, ist das kalt hier: Gewinnspiel zum Kinostart von „The Thing“

Nein, es ist kein Remake. Zum Glück. Denn einen Film neu aufzulegen, den man praktisch nicht verbessern kann, würde wenig bis gar keinen Sinn machen. Stattdessen erzählt der Film „The Thing“, der ab heute hierzulande in den Kinos läuft, die Vorgeschichte zum kultigen 1982er Horrorstreifen „Das Ding aus einer anderen Welt“. „Neuauflage“ und „Fortsetzung“. Für viele Filmfans, der pure Horror, zwei ganz schlimme Wörter. Umso mehr, wenn solche Wörter von der Filmindustrie in Zusammenhang mit dem Titel eines echten Klassikers gebracht werden – daran ändert sich auch nichts, wenn sich manche Businesskasper aus den Untiefen Hollywoods lieber der Worte „Remake“ oder „Sequel“ bedienen. Umso erfreulicher, dass im Falle von „The Thing“ Überlegungen über eine Neuauflage oder Fortsetzung schon in der frühesten Planungsphase ad acta gelegt wurden. Stattdessen entschied man sich, den Fokus auf die Vorgeschichte des 1982er Klassikers „Das Ding aus einer anderen Welt“ zu legen. Denn diesen, von John Carpenter grandios inszenierten Film, könnte man nicht besser machen – so der Tenor von Drehbuchautor Eric Heisserer, der sowohl für „Final Destination 5“ als auch für die Neuauflage (aaargh!) von „A Nightmare on Elm Street“ die Feder geschwungen hat und Regisseur Matthijs van Heijningen Jr., der mit „The Thing“ sogar sein Regiedebüt im Bereich Spielfilme feiert. Respekt dafür.

Mutig, mutig, meine Herren.

Ja, die Tatsache, dass man bei Universal Pictures (ein Studio, mit einer langen und ruhmreichen Vergangenheit im Horrorfilm-Genre) diese doch recht mutige Entscheidung gegen namhafteres Personal und stattdessen für Männer, die mit Herzblut bei der Sache sind, getroffen hat, nötigt Respekt ab. Und es zeigt, dass es auch anders geht. Sogar in Hollywood. Denn van Heijningen und Heisserer geben nicht nur vor, große Fans und Bewunderer des Carpenter-Klassikers zu sein, sie sind es. Kein PR-Geschwafel, sondern echte Leidenschaft. Und das ist schon verdammt viel wert in diesen Tagen. Auf jeden Fall darf man gespannt sein und wird abwarten müssen, ob diese Leidenschaft hinter den Kulissen den Funken auf die Zuschauer vor der Leinwand überspringen lassen wird. Denn es ist alles andere als leicht, eine Geschichte, deren Ende vielen Menschen bereits bekannt ist, von Anfang an spannend und überraschend zu erzählen. Zur Story: Im ewigen Eis der Antarktis machen norwegische Forscher eine sensationelle Entdeckung: Sie stoßen auf ein Raumschiff! Die Paläontologin Dr. Kate Lloyd (Mary Elizabeth Winstead) wird als Expertin hinzubestellt und tauscht deshalb den wohl temperierten, amerikanischen Vorlesungsraum der Columbia University gegen die kalte, norwegische Forschungsstation. Aber Moment mal! Die gute Frau Lloyd ist doch keine Expertin für Raumschiffe, oder? Eben! Da liegt also offenbar mehr im Busch. Und in der Tat entdecken die Forscher an Bord des Raumschiffs einen Organismus außerirdischen Ursprungs, der mutmaßlich beim Absturz ums Leben gekommen und dank der eisigen Temperaturen konserviert worden war. Tja, konserviert wurde er tatsächlich, aber er ist noch lange nicht tot!

Der blanke Horror

Das zeigt sich schneller und heftiger, als den Forschern lieb ist. Denn der Alien ist im Prinzip eine Art Parasit. Ein Parasit, der jede Lebensform nachahmen kann, mit der er in Kontakt kommt. Ziemlich übel die Sache. Aber davon wissen die Forscher erstmal fieserweise überhaupt nichts. Erst als das neugierige Forscherteam nach einigen Experimenten erkennt, welche Gefahr von dem „Ding“ tatsächlich ausgeht, macht sich immer mehr Angst unter den Wissenschaftlern breit. Eine Angst, die sowohl die Forscher, als auch die Zuschauer nachempfinden können, denn neben dem blanken Horror, der sich mitunter in erschreckenden Bildern manifestiert, ist es vor allen Dingen das mörderische Misstrauen innerhalb der Gruppe, das übergreifend für Paranoia sorgt. Das klassische „Jeder-könnte-der-Mörder-sein“-Motiv funktioniert in den beengten Verhältnissen der von der Außenwelt abgeschnittenen Forschungsstation im ewigen Eis eben besonders gut.

Fazit: Man merkt, dass die Beteiligten mit Herzblut bei der Sache waren. Mit zahlreichen Anspielungen, vertrauten Einstellungen und kleinen Querverweisen schaffen es van Heijningen Jr. und Heisserer spielerisch, die Fans des Kultstreifens mit ins Boot zu holen. Aber trotz aller Detailverliebtheit bleibt „The Thing“ ein eigenständiges Werk, mit seinem ganz eigenen Charme. „The Thing“ – Official Website (englisch)

Verlosung

Und weil „The Thing“ so cool und voller Charme ist, verlosen wir mit freundlicher Unterstützung von Universal Pictures International jetzt einfach ein paar elementare Dinge, die man super gebrauchen kann, selbst wenn man nicht in einer norwegischen Forschungsstation im ewigen Eis inmitten der Antarktis arbeitet: Für die drei ersten Plätze gibt es je ein T-Shirt, eine Taschenlampe und einen Eiskratzerhandschuh, für die Gewinner vier und fünf gibt es Taschenlampe und Eiskratzer und als sechster und siebter Preis machen wir nochmal praktische Eiskratzer locker, mit denen das Eiskratzen in kommenden Wintern bestimmt mindestens doppelt soviel Freude macht.

Wenn es in Deinen Breitengraden Eis und Schnee gibt und Du an der Verlosung teilnehmen möchtest, dann beantworte die folgende Frage korrekt:

Wo befindet sich die norwegische Forschungsstation im Film?

a) Am Südpol b) Am Äquator c) Am Nordpol d) Auf’m Mond Schicke uns bis zum 27. November 2011 Deine Lösung, indem Du sie als Kommentar unten in das Textfeld schreibst! WICHTIG: Schreibe Deine E-Mail-Adresse und Deinen vollständigen Namen nebst Anschrift mit dazu! Natürlich werden Deine persönlichen Daten nicht im Kommentarfeld veröffentlicht! Je nach Browser kann es aber sein, dass Du Deinen eigenen Kommentar auf der Seite sehen kannst – doch keine Sorge, niemand sonst bekommt Deine persönlichen Daten zu Gesicht! „The Thing“ – Deutscher Trailer  
Rechtliches: Eine Barauszahlung und/oder ein Umtausch des Gewinns sind nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und selbstverständlich dürfen unsere Mitarbeiter nicht am Gewinnspiel teilnehmen. Alle eingehenden Daten werden ausschließlich für die Verwendung in Zusammenhang mit unserer Verlosung gespeichert und entsprechend den Regelungen des Datenschutzgesetzes vertraulich behandelt. Die Zustellung des Gewinns erfolgt auf dem Postweg ohne Gewähr. Eine einwandfreie Angabe Deiner Daten ist Voraussetzung für die korrekte Zustellung des Gewinns.  

Was ist die Geisterstunde? – Fragen Sie Dr. Kürbis!


Die Frage:

Sehr geehrter Dr. Kürbis! Was ist die Geisterstunde? Warum kommen die Geister eigentlich immer um Punkt 24 Uhr hervor? Warum nicht früher? Warum nicht später? Warum nur für eine Stunde? Herzlichst, Ihre Cornelia  

Die Antwort:

  Liebe Cornelia, der Schluss, dass in der tiefen Nacht, wo der Abstand zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang am größten ist, irgend etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, liegt nahe. Denn lange bevor die Menschen definierten, dass Mitternacht der Zeitpunkt ist, an dem die Sonne den tiefsten Stand ihrer Bahn am Himmel durchläuft, wurden Überlegungen angestellt, wann der alte Tag endet, der Neue beginnt und was es mit der  Zeit dazwischen auf sich hat. Die Sonne, wichtigster Indikator der Zeit, fehlte, ebenso wie künstliche Beleuchtung. Der alte Tag war bereits verstorben, der Neue noch nicht geboren, alles war nachts irgendwie undefiniert. Allnächtlich durchwanderte der Mensch eine Grenze zwischen Tag und Nacht, Diesseits und Jenseits, Leben und Tod, die nicht unbedingt einladend und behaglich wirkte. Die Signifikanz dieser Stunde spiegelt sich auch in der Kultur wider: In „Die tragische Historie vom Doktor Faustus“ (Christopher Marlowe) erscheint der Teufel dem Protagonisten zur Mitternacht und verschleppt ihn in die Hölle. William Shakespeare eröffnet sein wohl bekanntestes Stück „Hamlet“ mit dem Erscheinen des ermordeten Vaters Hamlets um Mitternacht.

Aus diesen Voraussetzungen ergab sich auch der Tag-Nacht-Rhythmus der Menschen: Man erhob sich im Morgengrauen und ging entsprechend früh, irgendwann bald nach Sonnenuntergang, wieder schlafen. Das war zweckmäßig und praktisch. Und es hatte zur Folge, dass in der Mitte der Nacht die meisten Leute tatsächlich mehr oder weniger süß träumend dahin schlummerten – man wollte ja am nächsten Morgen ausgeschlafen sein. Von ein paar Mönchen und anderen Taugenichtsen abgesehen, waren also in DenAltenZeiten™ um Mitternacht nur sehr wenige tatsächlich wach, in aller Regel unfreiwillig. Stell Dir vor: Du liegst im Bett und kannst nicht einschlafen. Draußen ist alles totenstill, die Sicht ist durch die Dunkelheit stark eingeschränkt. Alltägliche Objekte erscheinen merkwürdig verändert und zu allem Überfluss regelt Dein Körper die anderen Sinne hoch und macht die Maus zum Elefanten. Statt kleiner Nagetierfüßlein hörst Du plötzlich Raubtiere auf dem Dachboden hin und herwandern, der Holzwurm im Gebälk hört sich an, als würden sich klauenbewehrte Pranken durch das Holz fräsen und jeder Windhauch wird zur gespenstischen, eiskalten Berührung. Kurz: Deine Psyche wird in einer ungewohnten Situation mit stark veränderten sensorischen Reizen konfrontiert. Gelingt deren Interpretation nicht, schleichen sich Unbehagen und Angst ein und Du beginnst, buchstäblich Gespenster zu sehen. Hallo Geisterstunde!  Natürlich ist es total abwegig zu glauben, dass, nur weil Dir der eigene Verstand übel mitspielt, Gespenster lediglich im Zeitraum von 0 bis 1 Uhr (je nach Region auch 23 bis 0 Uhr) erscheinen. Geister kommen und gehen grundsätzlich wann sie wollen. Manchmal sind sie so an den regelmäßigen Lebenswandel ihres ehemaligen Ichs gewöhnt, dass sie auch im Jenseits brav und pünktlich ihrem Terminkalender folgen. Andere machen das je nach Lust und Laune. Wieder andere sind faul und/oder höflich und wollen erst angerufen und eingeladen werden. Darum solltest Du Dir im Falle einer geisterhaften Erscheinung oder eines supernaturalen Vorkommnisses erst einmal darüber klar werden, ob nur eine harmlose Sinnestäuschung vorliegt, oder ob Du Dich tatsächlich in Gegenwart eines Spukgespenstes befindest. Für den Fall der Fälle empfehle ich daher dringend die Lektüre meiner Artikel „Wie kontaktiert man Geister“ und (falls die jenseitige Kreatur nicht so freundlich gesinnt ist) „Wie wird man Exorzist?„.  

Dein Dr. Kürbis


Du hast auch eine Frage an Dr. Kürbis? Dann schreibe eine Mail an: frage@halloween.de


Bajang – Monster der Welt


Wie sieht ein Bajang aus?

Laut der malaysischen Mythologie tritt der Bajang in zwei Erscheinungsformen auf: Selten sieht man ihn in seiner menschenähnlichen, mit Krallen bewehrten Gestalt. Sehr viel häufiger – nämlich dann, wenn der Bajang seine Opfer heimsucht – erscheint er jedoch als Wiesel-, Marder- oder Iltis-artige Kreatur mit auffälligen, orangefarbenen Augen, die ihn besonders bösartig und unheilvoll aussehen lassen. Bajang

Heimat:

Der Bajang ist auf der malaiischen Halbinsel ebenso beheimatet, wie auf der Insel Borneo und den umliegenden Gebieten. Dort sucht er sich einen x-beliebigen Baum von geeigneter Größe als Behausung, der allerdings – so glaubt man – nicht weiter als eine Meile vom nächsten Dorf entfernt ist. Warum? Weil der Bajang zwar einerseits in sicherer Entfernung zu den Menschen bleiben will, aber andererseits die Nähe zu seinen potenziellen Opfern sucht. Doch gilt dies nur für den wildlebenden, „freien“ Bajang. Dient der Bajang einem Menschen (dazu mehr im Abschnitt „Hintergrund“), dann reicht ihm als Unterschlupf ein Behältnis aus Bambus, welches mit Blättern verschlossen und durch ein magisches Amulett versiegelt ist. Dieser Bambusbehälter nennt sich „Tabong“.  

Hintergrundgeschichte des Bajang:

Der Bajang entsteht in den Körpern von totgeborenen oder frisch verstorbenen Kindern. Kundige Hexen und Zauberer beschwören den Bajang herauf, indem sie die Seele aus diesen Körpern extrahieren – am besten bevor das Kind begraben ist. Der Bajang verbleibt dann in dem bereits erwähnten Bambusbehälter und muss von seinem Besitzer fortan mit Eiern und Milch gefüttert werden – sonst wendet er sich gegen ihn! Wird der Bajang immer brav gefüttert, dann kann er sogar von Generation zu Generation weitergegeben werden. Und somit über sehr lange Zeit von seinem Besitzer/seinen Besitzern kontrolliert werden.  

Opfer:

Deshalb kann im Prinzip auch Jedermann ein Opfer des Bajang werden, der sich in relativer Nähe zu einem Bajang-Besitzer befindet. Aber auch Bajang ohne Besitzer sind gefährlich. In seiner Wiesel-/Mader-/Iltis-artigen Gestalt sucht der wildlebende Bajang manchmal scheinbar willkürlich die Häuser der Menschen auf und miaut vor deren Tür. Dieses unheilvolle Miauen gilt als sicheres Zeichen dafür, dass ein Kind im Haus sterben wird.

Taktik:

Der Bajang kann seine Opfer sowohl in seiner tierischen, wie auch seiner menschlichen Gestalt heimsuchen, egal wo, allerdings nur bei Nacht. Angriffe in Wiesel-/Marderform sind jedoch ungleich häufiger. Direkte Attacken des Bajang erfolgen in jedem Fall durch Bisse oder den Einsatz seiner Krallen. Die Folgen dieser Angriffe können von Krämpfen und Ohnmacht bis hin zu Wahnsinn oder Krankheiten (manchmal sogar mit Todesfolge) reichen.

Wie wehrt man sich gegen einen Bajang?

Den Bajang abzuwehren ist nur schwer möglich. Man benötigt dafür einen geeigneten Talisman oder ein Amulett. Solche Amulette werden deshalb in Malaysia besonders oft Kindern umgehängt. Ist ein Opfer des Bajang von einer mysteriösen Krankheit befallen, so kann ein Pawang (ein Experte für die entsprechenden Rituale) das Opfer entweder mithilfe von Rauch und Kräutern in ein Delirium versetzen und nach dem Auftraggeber der Heimsuchung befragen oder ein Metallgefäß mit einem scharfen Messer auskratzen, wodurch dem Bajang-Besitzer die Haare ausfallen. Der so oder so enttarnte Bajang-Besitzer wird dann entweder aus der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen oder getötet. Alternativ lässt sich ein Bajang eliminieren, wenn man seinen Bambusbehälter oder den Baum in dem er lebt, zerstört.

Sonstiges:

Manchmal wird auf den Bajang im Zusammenhang mit Vampiren Bezug genommen (warum eigentlich?), es gilt allerdings als als sicher, dass der Bajang kein Blut trinkt.

Schrecklevel: 3 von 13

Die Vorstellung, irgendein Irrer könnte mithilfe der Seele eines verstorbenen Säuglings einen Dämon heraufbeschwören, ist schon relativ beunruhigend. Allerdings sollte so ein Marderbiss eigentlich nicht besonders schlimm sein. Auf der anderen Seite wiederum können die Folgen eines solchen Bisses ja durchaus fatal sein. Dass man sich mit dem richtigen Amulett aber recht zuverlässig schützen können soll, beruhigt dann doch wieder etwas.

Und das nächste Mal: Eine pelzige Riesenfledermaus mit Affenkopf.



Der Spuk mag’s dunkel: Gewinnspiel zum Kinostart von „Paranormal Activity 3“

Keine Frage, fast jeder hat in seinem Leben schon das eine oder andere Mal etwas Merkwürdiges erlebt: Bei dem einen fällt etwas herunter, was eben noch vermeintlich sicher auf dem Tisch lag. Ein anderer hört plötzlich ein unidentifizierbares Geräusch in der Küche, dessen Herkunft Rätsel aufgibt. Und der Nächste hat manchmal sogar das Gefühl, jemand würde hinter ihm stehen, obwohl da niemand ist. Oder ist da vielleicht doch jemand? Ganz gleich, ob Du solche seltsamen Sachen selber schon erlebt hast oder nicht: All das ist relativ harmlos verglichen mit dem, was auf der Leinwand zu sehen ist, wenn ab dem 3. November „Paranormal Activity 3“ in deutschen Kinos läuft. Denn das, was Dich erwartet, ist weitaus beunruhigender! Die Geschichte des dritten „Paranormal Activity“-Teils (sofern man „Tokyo Nights“ nicht mit zählt) spielt Ende der 1980er Jahre, also deutlich vor den Geschehnissen der beiden ersten Teile. Damit bringen die Regisseure Henry Joost und Ariel Schuman endlich Licht ins Dunkel und klären, wie es dazu kam, dass die beiden Schwestern Katie und Kristi für den Rest ihres Lebens von einem fiesen Dämon heimgesucht werden. Dazu bedienen sich die Regisseure auch diesmal den bewährten Stilmitteln, die schon bei den Vorgängern funktionierten. Soll heißen: Erst gibt es ein bisschen Familienidylle, dann geschehen schon die ersten, merkwürdigen Ereignisse und bald werden Videokameras im Haus installiert, welche die mysteriösen Vorgänge dokumentieren sollen, woraufhin die Vorkommnisse immer heftiger werden. Auf diese Art und Weise steigt die Spannung mehr und mehr, während man nur darauf wartet, dass etwas passiert. Und es passiert jede Menge!

Ist doch nicht normal, so etwas!

Die Schreckmomente, bei denen einem (je nach Intensität und eigener Empfindsamkeit) die Haare zu Berge stehen, kalte Schauer den Rücken hinunterlaufen oder das Herz kurz stehen bleibt, gibt es bei „Paranormal Activity 3“ wohl noch häufiger, als bei den beiden Vorgängern. Damit dürften diesmal auch ein paar jener Filmfreunde, denen die Vorgänger zu ruhig und ereignisarm waren, glücklich(er) werden. Trotzdem steht – glücklicherweise – die Anspannung im Vordergrund, die man fühlt, wenn man mit den Augen förmlich an der Leinwand klebt und auf jedes noch so kleine Detail achtet bzw. auf ungewöhnliche Geschehnisse wartet: Hat sich eben die Kaffeetasse bewegt? War da nicht in der Ecke ein diffuser, menschenähnlicher Schatten auf der Videoaufzeichnung zu sehen? Genau das sind die Sachen, welche die „Paranormal Activity“-Filme schließlich ausmachen. Fazit: Wer „Paranormal Activity“ und „Paranormal Activity 2“ mochte, dem wird auch „Paranormal Activity 3“ gefallen. Wer sich von den Vorgängern etwas mehr Action erhoffte, der wird sich darüber freuen, dass die paranormalen Aktivitäten diesmal offenbar etwas stärker in Erscheinung treten. Und wer sich gar nicht vorstellen kann, dass so ein Film spannend ist, der verpasst was! „Paranormal Activity 3“ – Die offizielle Webseite zum Film

Verlosung

Zur Feier des Tages, also anlässlich des bevorstehenden Kinostarts, verlost der Kürbiskönig zwei „Paranormal Activity 3“-Sets, jeweils bestehend aus einem ganz speziellen USB-Stick, der dafür sorgt, dass Euer PC besessen erscheint (Maus bewegt sich von alleine, Computer schreibt eigenmächtig wirres Zeug etc. – doch keine Sorge, der Spaß ist vollkommen ungefährlich) und einem „Paranormal Activity 3“-Poster. Wenn Du an der Verlosung teilnehmen möchtest, dann beantworte die folgende Frage korrekt:

Wie lange dauerten die Dreharbeiten für „Paranormal Activity“ (also den ersten Teil)?

a) Etwa eine Woche b) Nicht ganz zwei Monate c) Drei Tage d) 1001 Nacht Schicke uns bis zum 13. November 2011 Deine Lösung, indem Du sie als Kommentar unten in das Textfeld schreibst! WICHTIG: Schreibe Deine E-Mail-Adresse und Deinen vollständigen Namen nebst Anschrift mit dazu! Natürlich werden Deine persönlichen Daten nicht im Kommentarfeld veröffentlicht! Je nach Browser kann es aber sein, dass Du Deinen eigenen Kommentar auf der Seite sehen kannst – doch keine Sorge, niemand sonst bekommt Deine persönlichen Daten zu Gesicht! „Paranormal Activity 3“ – Deutscher Trailer* *nicht alle Szenen des Trailers müssen auch im Film vorkommen.
Rechtliches: Eine Barauszahlung und/oder ein Umtausch des Gewinns sind nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und selbstverständlich dürfen unsere Mitarbeiter nicht am Gewinnspiel teilnehmen. Alle eingehenden Daten werden ausschließlich für die Verwendung in Zusammenhang mit unserer Verlosung gespeichert und entsprechend den Regelungen des Datenschutzgesetzes vertraulich behandelt. Die Zustellung des Gewinns erfolgt auf dem Postweg ohne Gewähr. Eine einwandfreie Angabe Deiner Daten ist Voraussetzung für die korrekte Zustellung des Gewinns.

Gewinnspiel: Der Kürbiskönig verlost Freikarten für das Weekend of Horrors in Bottrop

Wie bereits versprochen, hat der Kürbiskönig sich direkt nach Halloween wieder in die Arbeit geworfen und Großartiges erreicht: Für das bereits am kommenden Wochenende stattfindende „Weekend of Horrors“ kannst Du 4×2 Wochenend-Freikarten gewinnen! Als eine der bekanntesten Fanconventions für den Bereich Horror überhaupt, bietet Dir das „Weekend of Horrors“ vom 04. – 06. November 2011 ein ganzes Wochenende lang Autogrammrunden, Fragestunden und Fotoshoots mit zahlreichen bekannten und unbekannten Stargästen, Filmscreenings, Workshops, Fanfilmen und etlichen anderen interessante Events. Neben dem großartigen Malcolm McDowell haben auch Genregrößen wie Asia Argento, Linda Blair, Julian Sands, sowie Ex-Wrestler Diamond Dallas Page und viele, viele mehr ihre Teilnahme angekündigt. Auch der Kommerz darf nicht zu kurz kommen: Damit Deine Geldbörse auch locker genug sitzt, erwartet Dich ein Riesenfloor mit renommierten Horrorhändlern aus aller Welt. Solltest Du also dieses Jahr noch einen längeren Urlaub planen, verlege ihn lieber auf 2012.

Auf die Zwölf!


Und weil zu viel Friede, Freude, Eierkuchen schlecht für das Seelenheil ist, schauen die Leute vom Rock’n’Roll Wrestling Bash am Samstag (das ist der 05. November 2011) um 20 Uhr kurz vorbei und präsentieren Dir ihre „Weekend-Of-Horrors“-Supersonderschau: Fünf blutrünstige Mördermatches voller Spaß, Spannung und Dynamik. Die streng limitierten Tickets für das Prügelsonderevent kosten 18,99 € (VVK) bzw. 23,99 € (Abendkasse) und können hier bestellt werden: info@weekendofhorrors.com.
Doch nun *trommelwirbel* zu den wichtigen Angelegenheiten des Abends: Der Kürbiskönig hat immer noch die Spendierhosen an und möchte Freikarten unter seinen Untertanen verteilen. 4×2 Stück gibt es zu gewinnen! Um an die heißbegehrten und für das ganze Wochenende gültigen Teile zu gelangen, musst Du einfach folgende, kleine Aufgabe absolvieren: Schreibe mir bis zum Donnerstag, den 03. November 2011, 10:00 Uhr einen Kommentar, in welchem Du mir mitteilst, weshalb Du der treueste Untertan des Kürbiskönigs bist und warum gerade Du zum „Weekend of Horrors“ fahren solltest! WICHTIG: Schreib Deine E-Mail-Adresse, Deine Anschrift und Deinen vollständigen Namen dazu! Natürlich werden Deine persönlichen Daten nicht im Kommentarfeld veröffentlicht! Je nach Browser kann es aber sein, dass Du Deinen Kommentar auf der Seite sehen kannst – doch keine Sorge, niemand sonst bekommt Deine persönlichen Daten zu Gesicht! Ich freue mich auf Deine Zuschrift! Rechtliches: Eine Barauszahlung und/oder ein Umtausch des Gewinns sind nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und selbstverständlich dürfen unsere Mitarbeiter nicht am Gewinnspiel teilnehmen. Alle eingehenden Daten werden ausschließlich für die Verwendung in Zusammenhang mit unserer Verlosung gespeichert und entsprechend den Regelungen des Datenschutzgesetzes vertraulich behandelt. Du erklärst Dich mit der Veröffentlichung Deines Vornamens mit Wohnortangabe und ggf. Deines Fotos einverstanden.

NACH Halloween ist VOR Halloween ist halloween.de!

Zwar sind viele Halloweenpartys bereits gefeiert, aber eigentlich ist Halloween ja erst heute! Da trifft es sich gut, dass sich noch immer Spuren von Kunstblut auf Deinen Klamotten befinden und man traditionell am Abend von Halloween zum „Trick or Treat“ aufbricht. Sofern man ein Kind ist. Oder ein Erwachsener, der sein Kind begleitet. Fällt das „Trick or Treat“ für Dich flach, weil Du entweder kein Kind oder kein Erwachsener mit Nachwuchs bist, dann musst Du deswegen noch lange nicht in Winterdepressionen verfallen oder die Frage nach dem Sinn des Lebens stellen. Du musst auch nicht halloween.de aus der Liste Deiner Lesezeichen streichen. Nein, tu‘ das bloß nicht! Stattdessen solltest Du Dich einfach nur daran erfreuen, dass Du am heutigen Abend ein ums andere Mal von kleinen, verkleideten Rackern heimgesucht wirst, die hemmungslos an Deiner Tür klingeln und „Süßes, sonst gibt’s Saures“ schreien. Versuche, Dich in die Lage der Kinder zu versetzen und Du wirst Dich mit Ihnen noch mehr über Halloween freuen. Und gib ruhig etwas ab, denn der Kürbiskönig tut dies auch – das ganze Jahr über!

Der Kürbiskönig: 365 Tage im Jahr mit Herzblut dabei!


Ja, tatsächlich. Der knallharte Kürbiskönig sorgt dafür, dass seine an ihre Arbeitstische gefesselten Knechte das ganze Jahr über für Dich und alle anderen Leser von halloween.de im Einsatz sind. Während sich ein Teil der Knechtschaft mit dem Aufspüren äußerst seltener und oft auch überaus gefährlicher „Monster der Welt“ beschäftigt, sitzt der promovierte Kürbiskönig vor dem Kamin und beantwortet Deine Fragen in der Rubrik „Frag en Sie Dr. Kürbis„. Diese, aber auch viele andere Beiträge finden Ihren Weg mehrmals wöchentlich in die News-Rubrik. An anderen Tagen zieht sich der Kürbiskönig gerne mal in seinen Keller zurück, den er als Küche, Vorratskammer, Werkstatt und Abziehraum nutzt – manchmal auch alles zur gleichen Zeit. So entstehen immer mehr köstliche und zugleich gruselige Rezepte, aber auch Dekorationsideen. Und dekorieren kann man natürlich auch an anderen Tagen als nur an Halloween. Probier es einfach mal aus und veranstalte eine schicke Mottoparty für Deine Freunde. Mit etwas Fleiß und Hingabe werden Dir die Frauen-/Männerherzen gewiss zufliegen. Und wenn Du dann noch etwas von dem ganzen Wissen abrufst, das hier über die Seiten von halloween.de verteilt ist, dann ist Dir die Bewunderung Deiner Gäste sicher. Für den Fall, dass Dir eine richtige Party mit allerhand Vorbereitungen zu aufwändig ist, wirst Du Dich zweifelsfrei über unsere Ecke mit den Empfehlungen freuen: In den verschiedenen Kategorien gibt es Bücher, Filme, Spiele und mehr zu entdecken. Das heißt, selbst wenn Du alleine bleiben willst, findest Du bei halloween.de etwas, um Dir eine gruselige Zeit zu bescheren, Dich zu unterhalten und (fort) zu bilden. So solltest Du, bevor Du Dich heute Abend auf den Weg machst, um Deinen Jutesack mit Unmengen von Süßigkeiten zu füllen, unbedingt noch einen Blick auf unsere 10 Gebote des Trick or Treats werfen – für die ganz Mutigen hat der Kürbiskönigs sogar noch ein paar zusätzliche Tipps parat und Kniffe auf Lager. Wenn Du dann wieder nach Hause kommst, dann poste das Erlebte doch gleich bei facebook. Denn bei der Gelegenheit kannst Du auch noch kurz auf den hübschen „Gefällt mir“-Button klicken, der Dich auf der Seite von halloween.de bei facebook so hübsch anlächelt!

Viel Spaß und Happy Halloween,

die Knechte von halloween.de!

p.s. Die Bilder Deiner diesjährigen Verkleidung solltest Du unbedingt beim großen Halloween-Fotowettbewerb einschicken – kostet nichts und kann sich lohnen!

Happy Halloween!

Es ist soweit! Lange habe ich auf dieses Wochenende gewartet! Der Tag aller Tage ist zwar noch nicht ganz gekommen, aber das nun folgende Wochenende schafft Gelegenheit, rauschend in das tollste Fest des Jahres reinzufeiern!  Ich wünsche Dir (ja, Dir: Unbekannter Untertan #3) formidablen Jagderfolg beim Trick-or-Treating, sei gruselig, gemein und verkleidet, dann klappt’s auch mit dem Süßigkeitenbeutel! Alle Anderen: Geht auf Partys! Tanzt und singt! Lasst es richtig krachen! Mischt den Laden richtig auf! Und bringt Stimmung in die Bude! Nicht unerwähnt bleiben sollen meine Leibeigenen Mitarbeiter von Halloween.de, die, weil ich so fürchterbar nett bin, heute und morgen Abend tatsächlich hinaus dürfen, bevor ich sie wieder an ihre Schreibtische kette. Und nein, dieses Jahr werde ich garantiert niemanden als Opfer ranholen. Großes, königliches Ährenwort! Daher: Sollte es hinter Dir im Gestrüpp rascheln ist das bestimmt nur der Wind!
(Ich komme wieder!)
PS: Und denk daran: NACH Halloween ist VOR Halloween. Und so werden ich und meine dunklen Kumpane von Halloween.de dich das ganze Jahr über mit den neusten News aus dem Bereich Grusel und Horror, tollen Verlosungen, nützlichen Tipps und seltsamen Informationen versorgen. Und so einiges Neues ist gerade in den Werkstätten von halloween.de in Arbeit. Sei gespannt!

Die Bücher des Autors Anonymus

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Genre: Crossover-Thriller in Tarantino-Manier Autor: Unbekannt Verlag: Bastei Lübbe Der Name des Autors ist unbekannt – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Feder von „Anonymus“ entsprangen die drei Romane „Das Buch ohne Namen“, „Das Buch ohne Staben“ und „Das Buch ohne Gnade“. Drei Werke, die nicht nur mit großem Tempo, sondern auch mit ordentlich Krawall, vulgären Ausdrücken, schwarzem Humor und fässerweise Blutvergießen daherkommen!

Das Buch ohne Namen

„Jeder, der dieses Buch liest, stirbt. Doch nur wer es liest, weiß, warum…“ Klappentext: „Ein Buch ohne Titel und ohne Autor tötet jeden, der es liest. Ein geheimnisvoller blauer Stein ist plötzlich verschwunden – und alle suchen ihn. In Santa Mondega bricht die Hölle los – im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Sonnenfinsternis wird Santa Mondega bald in völlige Dunkelheit tauchen und dann wird es blutig werden. Blutiger als sich irgendjemand vorstellen kann. Denn ein Fremder ist in der Stadt: Bourbon Kid.“ Von Beginn an geht es in „Das Buch ohne Namen“ zur Sache. Schon die Handlungen am ersten Schauplatz, der Tapioca Bar, geben einen kleinen Vorgeschmack auf das, was Dich hier erwartet: Düstere Szenarien, derbe Worte, dreiste Aktionen und drollige Regeln! Beispiel gefällig? Dafür taugt eines der ungeschriebenen Gesetze der eben erwähnten Bar, wonach man dort rauchen MUSS: „Zigarren, Pfeifen, Zigaretten, Joints, Wasserpfeifen, Zigarillos, Bongs, alles war akzeptabel, außer Nichtrauchen. Nichtrauchen war völlig inakzeptabel. Keinen Alkohol zu trinken, wurde ebenfalls als Sünde angesehen, doch die größte Sünde von allen war es, als Fremder dieses Lokal zu betreten.“ Fast unnötig zu erwähnen, dass der Barkeeper der Tapioca Bar Fremden gerne Pisse statt Bourbon einschenkt. Und noch unnötiger zu erwähnen, dass daraus an schlechten Tagen eine tödliche Schießerei, an guten Tagen aber immer noch sehr schnell zumindest eine handfeste Keilerei werden kann, wonach die Bar wie eine mexikanische Würfelbude aussehen muss. Klingt ein bisschen wie Wilder Westen und so wirkt es auch. Aber so bleibt es nicht. Häufig wechseln die Schauplätze von Kapitel zu Kapitel und auch Zeitsprünge sind keine Seltenheit. Hey, sogar die Stimmungen, welche die Buchstaben übertragen, schwanken. Eben noch Western mit knallharten, schmutzigen, schießwütigen Ganoven, plötzlich ein bisschen Eastern mit Martial-Arts-Mönchen. Insofern (aber auch aufgrund der bildhaften Sprache und expliziter Beschreibungen) wirkt „Das Buch ohne Namen“ tatsächlich teilweise so, als hätte ein Typ wie Quentin Tarantino die Feder geschwungen. Damit ist es ein großer Spaß für Leute, die ein Faible für schwarzen Humor haben.

Das Buch ohne Staben

„Jeder, der ‚Das Buch ohne Namen‘ las, ist tot. Für den Rest kommt nun ‚Das Buch ohne Staben’…“ Klappentext: Auch ein Massenmörder muss an seine Rente denken. Erst recht nach 18 Jahren Gemetzel und einer höllischen Menge Bourbon. Und so kommt es, dass der berüchtigte Bourbon Kid seinen Job an den Nagel hängen will. Doch so einfach ist das nicht. Der Mönch Peto ist ihm auf den Fersen, denn Bourbon Kid hat alle Mitbrüder des Mönchs auf dem Gewissen. Außerdem trachten ihm diverse Zeitgenossen nach dem Leben: eine Reihe von Vampiren und Söldnern, eine Mumie, ein neuer Dunkler Lord – die Liste scheint endlos. Rente hin oder her. Bourbon Kid hat die Nase voll und erstellt seine eigene Abschussliste. Und diesmal verschont er niemanden… Im Gegensatz zu „Das Buch ohne Namen“ kommt die Geschichte in „Das Buch ohne Staben“ etwas langsamer in Schwung – zumindest, wenn man dies auf das erste richtige Blutbad bezieht. Aber auch solange es kein Blutbad gibt, sondern nur die Auferstehung einer Mumie und mehrerer anderer, untoter Gestalten, wirst Du in genau der Art unterhalten, die sich bereits im ersten Buch bewährt hat – auf eine gewissermaßen merkwürdige Art: „Das Buch des Todes stand dort. Heilige Scheiße! dachte er bei sich. Diese Sesamstraße-Jahrbücher haben sich aber auch ein ganzes Stück verändert seit meiner Kindheit.“ Solche „Erkenntnisse“ sind es, die „Das Buch ohne Staben“ immer wieder auflockern, während Du dem Feldzug des gealterten Killers Bourbon Kid folgst, der lieber seine persönliche Abschussliste abarbeitet, anstatt in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen. Die aus „Das Buch ohne Namen“ bekannte Art der Szenen-, Zeit- und Stimmungswechsel unterbricht diese Geschichte zwar immer wieder, aber gerade das sorgt für Spannung. Das Interesse am Schicksal des Bourbon Kid wird deshalb wohl auch bei Dir im Mittelpunkt stehen, selbst wenn Du für diesen Bourbon kippenden Killer keine große Sympathie verspüren solltest – schließlich sind auch alle anderen Charaktere nicht unbedingt Sympathieträger. Das würde zu diesem tatsächlich überaus unterhaltsamen Roman auch nicht wirklich passen.

Das Buch ohne Gnade

„Ich schreibe so lange weiter, bis alle tot sind.“ Anonymus (der Legende nach) Klappentext: Ein Hotel irgendwo in der Wüste. Etwas Großes steht bevor: Abgehalfterte Barkeeper, schizophrene Musiker und eine Handvoll Zombies machen sich auf den Weg zu dem Rock-Festival, das unter dem Motto „Zurück von den Toten“ steht. Die Teilnehmer sollen längst verstorbene Stars imitieren. Keiner von ihnen ahnt, dass sie dem Tod näher sind, als ihnen lieb ist. Denn ein weiterer Gast steht auf der Liste: ein wahnsinniger Killer namens Bourbon Kid… Anstatt mit „Das Buch ohne Gnade“, dem dritten Titel der Buchreihe, die Geschichte des zweiten Buches weiter zu erzählen, springt der unbekannte Autor Anonymus diesmal wieder etwas in der Zeit zurück. Anstelle von Vampiren stehen diesmal Zombies im Mittelpunkt. Der bitterböse, schwarze Humor und die obligatorischen, derben Schilderungen fehlen natürlich ebensowenig, wie die immer wieder zu einem Schmunzeln führenden, skurrilen Konversationen: „Bist du Johnny Cash?“ „Ja.“ „Und du Kurt Cobain?“ „Ja, das ist er.“ Johnny deutete auf Kurt. „Gut.“ Der Knabe schien es nicht eilig zu haben, in eine andere Kabine zu gehen, und die Situation wurde ein bisschen peinlich. Johnny entschloss sich zu einem Friedensangebot. „Willst Du auch etwas von dem Koks? Wir haben noch zwei Lines übrig.“ „Nein.“ Auch für „Das Buch ohne Gnade“ gilt, das, was schon für die beiden Vorgänger galt: Wer sich an expliziten Beschreibungen teils krasser Gewalt sowie an einem meist vulgären Umgangston nahezu aller Charaktere nicht stört und den grotesken Geschichtchen innerhalb der Story ohne unangebrachten Ernst begegnet, der wird auch an diesem Roman seine helle Freude haben.
Text: Sascha Adermann

Zu gewinnen: Die todbringenden Bücher von Anonymus!

Geschmäcker sind – und das ist gut so – oft von Mensch zu Mensch verschieden. Das gilt für kulinarische Vorlieben ebenso, wie für die eigene Lesenslust. Ja, richtig gelesen. Lesenslust. Nicht zu verwechseln mit der Lebenslust, mit der sie allerdings eng verwoben ist. Denn sich mit einem lesenswerten Buch an einen Ort der Stille und Gemütlichkeit zurückzuziehen, ist gewissermaßen beides gleichzeitig: Lesenslust und Lebenslust! Im Falle der drei Bücher, von denen Dir der Kürbiskönig heute erzählt, verhält es sich ähnlich und doch anders. Man kann sie prima im Bett oder vor dem Kamin lesen. Aber sie entfalten eben auch ihre Wirkung, wenn man sie im Bus, Zug, Flugzeug oder sonst irgendwo liest, wo es weniger ruhig zugeht. Denn gerade die Abwesenheit von Ruhe, die einem beim Lesen eines Buches oft den Nerv rauben kann, ist bei diesen Büchern kaum ein Problem. Die Rede ist von Büchern, die rüberkommen als hätte Tarantino höchst persönlich die Schreibfeder geschwungen. Die Rede ist von Büchern, deren Autor keinen Namen hat, sondern der sich „Anonymus“ nennt.

Pseudonymus? Anonymus!

Anonymus, der Unbekannte. Wer sich hinter diesem Pseudonym verbirgt, bleibt unklar und diffus. Es könnte tatsächlich Quentin Tarantino sein. Oder aber jeder andere Mensch auf dieser Welt, der schreiben kann und lebendig ist (vorausgesetzt, weder Tote noch Untote schreiben Bücher). Aber das ist auch eigentlich nicht wichtig. Wichtiger ist, dass Herr Anonymus einen ausgeprägten Hang zum Verwegenen hat. Das beginnt schon bei den Titeln der Bücher (mehr dazu in unserer Rubrik „Empfehlungen“): Den Anfang der Reihe machte „Das Buch ohne Namen“ (engl. Originaltitel: „The Book With No Name“), welches 2009 bei Bastei Lübbe erschien. Auf fast 450 Seiten wird eine abgefahrene und abwechslungsreiche Geschichte erzählt. Mit dabei: Eine bevorstehende Sonnenfinsternis, ein geheimnisvoller, blauer Stein, ein Killer namens Bourbon Kid, zwei Mönche, viele Untote und jede Menge Gewalt. Darum liest sich „Das Buch ohne Namen“ auch wie ein Buch gewordener, blutiger Action-Film mit derber Sprache und Coolness allerorten. Und abwechslungsreich ist das Buch auch. Zwar wirst Du nicht wirklich groß zum Denken angeregt, aber Du tauchst ganz schnell in die Geschichte ein, blätterst Dich im Leserausch zügig durch die Seiten und merkst irgendwann, wie sich viele Stile und Stimmungen zu einem Gesamtwerk vermischen: Las sich das Buch eben noch wie ein Western, so hat es vielleicht gleich Elemente eines Fantasyfilms und wirkt im nächsten Kapitel eventuell sogar kurzzeitig wie ein Krimi auf Dich. Dies ist einer der Reize, der sich auch durch die Fortsetzungen zieht. Zwar schieden sich an Anonymus‘ Erstlingswerk die Geister, doch der durch fleißige Internet-Propaganda und kontrovers geführte Diskussionen gewachsene Erfolg des zunächst im Selbstverlag veröffentlichten Buches ebnete den Weg für „Das Buch ohne Staben“ (engl. Originaltitel: „The Eye of the Moon“) und „Das Buch ohne Gnade“ (engl. Originaltitel: The Devil’s Graveyard“), welche 2010 bzw. 2011 erschienen und auch mit jeweils fast 450 Seiten eine Menge Lesestoff bieten. Auch bei den Fortsetzungen bleibt sich Anonymus treu, vor allen Dingen wenn es um die expliziten, blutigen Schilderungen, die teils verschachtelte Erzählweise und die vielen Stimmungswechsel geht. Mumien, Vampire, Zombies und andere Monster: Anonymus lässt nach und nach fast alles auf den Leser los, was Rang und Namen in der Welt des Horrors hat. Gerade den Lesern, die sich beim Lesen nicht all zu sehr anstrengen, sondern einfach unterhalten werden wollen, darf man die Bücher von Anonymus ans Herz legen. Man sollte jedoch idealerweise zumindest ein gewisses Maß an Begeisterung für derart explizite Gewaltschilderung haben, wie sie in den Büchern anzutreffen ist – und ein ausgeprägter Sinn für schwarzen Humor kann auch nicht schaden!

Verlosung

Ebenfalls nicht schaden kann es, wenn Du Dich an unserem Gewinnspiel beteiligst. Denn unter allen richtigen Einsendungen verlost der Kürbiskönig zweimal die komplette Reihe der bei Bastei Lübbe erschienenen Anonymus-Bücher. Wenn Du an der Verlosung teilnehmen möchtest, dann beantworte die folgende Frage korrekt:

Wie heißt der Killer, der in allen drei Büchern eine wichtige Rolle spielt?

a) Bourbon Kid b) Ouzo Man c) Vodka Boy d) Tequila Girl Schicke uns bis zum 06. November 2011 Deine Lösung, indem Du sie als Kommentar unten in das Textfeld schreibst! WICHTIG: Schreibe Deine E-Mail-Adresse und Deinen vollständigen Namen nebst Anschrift mit dazu! Natürlich werden Deine persönlichen Daten nicht im Kommentarfeld veröffentlicht! Je nach Browser kann es aber sein, dass Du Deinen eigenen Kommentar auf der Seite sehen kannst – doch keine Sorge, niemand sonst bekommt Deine persönlichen Daten zu Gesicht!
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„Scream 4“ auf Blu-ray und DVD: Fast so beeindruckend wie der Ur-Schrei!

Es gibt sie also doch: Fortsetzungen, die tatsächlich so etwas wie eine Daseinsberechtigung genießen, weil sie eben nicht lieblos hingeklatschte Weiterführungen oder ideenarme Aufgüsse eines brauchbaren Originals sind! Ein relativ junger Vertreter dieser Gattung ist „Scream 4“, der seit letzter Woche auf Blu-ray und DVD im Handel erhältlich ist. Wie hoch der „Abnutzungseffekt“ bei in kurzen Abständen folgenden Fortsetzungen ist, wissen wir ja nicht erst seit es die „Saw“-Reihe (ab 2004) gibt, bei der jährlich eine Fortsetzung auf dem Programm stand, bis sich die Produzenten 2010 (wahrscheinlich) sagten: „Wir haben jetzt echt genug Kohle mit immer demselben Scheiß gescheffelt. Wir machen noch schnell was mit 3D und dann reicht es (erstmal).“ Sieben Teile in sieben Jahren. Respekt. Nicht. Denn wirklich bahnbrechend war eigentlich nur der erste Teil. Auch bei „Scream“ war eine ähnliche Entwicklung zu erkennen: Nach dem unerwarteten, aber vollkommen berechtigten Erfolg des „Ur-Schreis“ im Jahr 1996 wurde nur ein Jahr später die Fortsetzung rausgehauen. „Scream 2“ war zwar kein wirklich schlechter Film, aber eben auch kein Meilenstein wie der Vorgänger. „Scream 3“ erschien drei Jahre später und vollzog das (vorläufige) Ende der Reihe, das eigentlich schon mit dem zweiten Teil eingeläutet wurde. So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass die Skepsis insgesamt ziemlich ausgeprägt war, als Pläne einer Fortsetzung der „Scream“-Reihe konkretisiert wurden. Wohl nur die größten Fans und Optimisten dürften auf einen wirklich guten Film „Scream 4“ gehofft haben. Aber: Sie haben ihn bekommen!

Schuster, bleib‘ bei Deinen Leisten

Das übergreifende Motto des Films lautet dabei in dreierlei Hinsicht „back to the roots“. 1. Ein vertrauter Ort: Die Handlung des Films spielt wieder in Woodsboro. Das Städtchen war schon im ersten Teil der zentrale Ort der Geschehnisse. 2. Der kultige Killer: Der von allen geschätzte Ghostface-Killer ist wieder mit dabei, ideenreich, überraschend und manchmal etwas tolpatschig. Eben so, wie wir ihn lieben. 3. Alte Bekannte: Sidney Prescott (Neve Campbell), Dewey Riley (David Arquette) und Gale Weathers-Riley (Courteney Cox) sind allesamt seit dem ersten Teil dabei, die alte Garde bietet einen hohen Wiedererkennungswert. Dazu kommen einige junge Gesichter, allen voran Jill (Emma Roberts), welche die kleine Schwester von Sidney (oder Neve, ganz nach Belieben) sein könnte, und Charlie (Rory Culkin), der im wahren Leben der Bruder von „Kevin – Allein zu Haus“-Macaulay Culkin ist. Aber nicht nur die Auswahl der Darsteller ist gelungen, auch ist die Handlung spannend und kurzweilig genug, um die Zuschauer bei Laune zu halten: So ziemlich jeder ist verdächtig und auch Du wirst Dich bestimmt mehr als nur einmal dabei ertappen, wie Du rätselst, wer denn nun unter der Killerkutte steckt – zumindest, wenn Du den Film das erste Mal siehst! Klar, das Konzept ist nicht mehr revolutionär, aber es funktioniert gut, wenn man sich ein wenig Mühe gibt, hier und da eine falsche Fährte legt und nebenbei einem offensichtlich verdächtigen Charakter ein mehr oder weniger brauchbares Alibi verpasst. All diese Register werden bei „Scream 4“ gezogen und so scheint es, als habe Regisseur Wes Craven die gut zehn Jahre währende „Scream“-Auszeit gut getan. Ja, die Lebenserfahrung hat es Dir und dem einen oder anderen da draußen bestimmt auch schon gezeigt: Manchmal ist es besser oder sogar notwendig, etwas Zeit vergehen zu lassen, bevor man sich einem bereits behandelten Thema noch einmal zuwendet. Und genau so verhält es sich hier. Denn tatsächlich liegen mehr als zehn Jahre zwischen den beiden Erscheinungsterminen von „Scream 3“ und „Scream 4“. Und nun – pünktlich zu Halloween – gibt es den vierten Teil, der wahrscheinlich einer der besten vierten Teile aller je gedrehten Horrorfilme ist, auf Blu-ray und DVD im Handel! Die offizielle „Scream 4“-Webseite  

Verlosung

Und weil dem Kürbiskönig beim Gedanken an einen maskierten Serienkiller immer ganz warm ums steinerne Herz wird, erbarmt er sich, ein gewissenhaft zusammengestelltes „Scream 4“-Fanpaket, bestehend aus „Scream 4“ als Blu-ray Steelbook, die CD „Set The World On Fire“ von den Black Veil Brides und eine kultige Scream-Maske unter die Leute zu bringen. Wenn Du an der Verlosung teilnehmen möchtest, dann beantworte die folgende Frage korrekt:

Wie heißt die Schauspielerin, die als umtriebige und durchaus schlagkräftige Reporterin in allen vier „Scream“-Teilen mitgespielt hat?


Schicke uns bis zum 06. November 2011 Deine Lösung, indem Du sie als Kommentar unten in das Textfeld schreibst! WICHTIG: Schreibe Deine E-Mail-Adresse und Deinen vollständigen Namen nebst Anschrift mit dazu! Natürlich werden Deine persönlichen Daten nicht im Kommentarfeld veröffentlicht! Je nach Browser kann es aber sein, dass Du Deinen eigenen Kommentar auf der Seite sehen kannst – doch keine Sorge, niemand sonst bekommt Deine persönlichen Daten zu Gesicht! Scream 4 – Deutscher Trailer
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Kostüm-Trends – Teil 3: Heute mit quietscheknallebunten Ganzkörperkostümen

Happy Halloween an alle emsigen Untertanen S.M. Curcubitus I. Ich bin es: Der Unsichtbare! Als Beauftragter für die ehrenamtliche Suche nach angesagten Kostümen und Experte für alle körperbetonenden Ideen zur Aufmotzung des eigenen Outfits bin ich mindestens 365 Tage im Jahr in den Brennpunkten dieser Welt unterwegs, um Trends aufzuspüren. Und da ich mich als komplett Unsichtbarer fast ausschließlich über meine Klamotten und Verkleidungen definiere, weiß ich auch, wovon ich rede, beziehungsweise schreibe. Es ist wieder kurz vor Halloween und viele Seelen werden sich erneut den Kopf darüber zerbrechen, welches Kostüm die Leute in der Saison 2011 noch staunen lässt. Die alte Zombie-Geister-Frankenstein-DarthVader-Leier reißt schließlich niemanden mehr vom Hocker. Aus diesem Grund folgt nun wieder ein Vorschlag, mit dem Du voll im Trend liegst:

Morphsuits erobern die Welt

  Was in Japan bereits seit über 100 Jahren bekannt ist, wird bei uns im Westen gerade zum ganz großen Ding in Sachen Verkleidung: Enganliegende, hauchdünne, badeanzugähnliche Ganzkörperkostüme erobern die Welt. Und wenn ich sage „Ganzkörperkostüm“, dann meine ich auch Ganzkörperkostüm. Die Teile bedecken nämlich wirklich den ganzen Körper von Kopf bis Fuß, inklusive Gesicht. Statt „Warum sollte ich mir so ein Ding anziehen?“ fragen sich immer mehr Leute beim Anblick der bunten Ganzkörperkondome „Warum eigentlich nicht?“ oder „Wo krieg ich so’n Teil her?“. Ja, die Morphsuits haben es wahrlich heraus aus dem Randbereich der Theater- und Fetischmode hinein in den Mainstream geschafft. Zu Recht.

Spaß & Gute Laune

  Denn ein Morphsuit, bzw. ein Mensch, der einen Morphsuit trägt, transportiert eine ganz einfache Botschaft: Ich habe Spaß und möchte, dass auch Du Spaß hast. So finden sich Gleichgesinnte rund um den Globus zu Morphsuit-Happenings zusammen, um gemeinsam auf Partys zu gehen, Freizeitparks zu entern oder einfach nur gut gelaunt durch die örtliche Fußgängerzone zu schlendern und ein Bierchen zu zischen – durch den dünnen Stoff kannst Du nämlich sogar trinken. Der Spaß an der Freude ist es, der ausschlaggebend sein sollte, wenn Du überlegst, Dich in die hautengen Dinger reinzuquetschen. Alle anderen Überlegungen (Ist das überhaupt der richtige Anlass? Sehe ich in dem Teil sexy aus? Was werden wohl die Nachbarn sagen? …) treten dahinter zurück. Und apropos hauteng: Es ist wirklich nicht nötig, ein Sixpack Dein Eigen zu nennen, wenn Du in einem Morphsuit rumrennen möchtest. Die Teile sind dehnbar genug um auch voluminöseren Damen und Herren ausgezeichnet zu passen. Und wie bereits angesprochen, geht’s vor allem um den Spaß an der Sache und nicht um irgendein Schönheitsideal.  

Variationsmöglichkeiten en masse

Ob Du einfarbig herumrennst oder bemustert, als Landesflagge verkleidet, den Skelettmann mimst oder den Morphsuit nur als Basis für ein ungleich individuelleres und ausgefalleneres Kostüm benutzt, ist ganz allein Deinem Geschmack und Deiner Kreativität überlassen. Denn selbstverständlich kannst Du Deinen Morphsuit mit allen möglichen Features kombinieren. Den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt: Perücken, Hosen, Schuhe, Hemden, Masken, Bikinis, Shorts und viele Accessoires mehr laden zur munteren Kombination ein, um ein individuelles Kostümkunstwerk zu erschaffen, das auffällt. Nur zu menschenscheu solltest Du nicht sein. Denn eines ist sicher wie das Amen in der Kirche: Trägst Du einen Morphsuit, stehst Du im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Glücklicherweise bist Du dann ja halbwegs anonym unterwegs.
So, das war’s erstmal. Dann beim nächsten mal wieder artig reinlesen, wenn ich mit den neuen Trends aus den Untiefen unheimlicher Umkleidekabinen und verwegener Kostüm-Laboratorien rüberkomme. Bis dahin – bin dann mal weg. Dein Unsichtbarer

Warum verkleidet man sich zu Halloween gruselig? – Fragen Sie Dr. Kürbis


Die Frage:

Lieber Dr. Kürbis! Bald ist wieder Halloween und meine Freunde nerven mich mit ihrem [keine Schimpfwörter bitte – der Kürbiskönig]-Verkleidungskram. Warum die janze Gruselverkleidungsnummer? Ist das nicht super-kindisch??? Vielen Dank!!!! Ronny  

Die Antwort:

  Lieber Ronny, einleitend möchte ich sagen, dass es bei Halloween vor allem um Spaß und Freude geht. Wenn Du keine Freude am Verkleiden hast, dann verkleidest Du Dich eben nicht. Doch nun zu Deiner Frage: Die Idee, sich zu Halloween zu verkleiden, entstand bereits während des ausgehenden Mittelalters in Westeuropa. Die Feiertage Allerheiligen und Allerseelen wurden häufig begleitet von Paraden in Verkleidung, wilden Partys und Zügellosigkeit aller Art. Im ausgehenden 18. Jahrhundert war das Halloween Fest in England bereits ein großes gesellschaftliches Ereignis, das besonders in den Ballungsräumen karnevaleske Ausmaße annahm. Doch mit dem Spaß war es bald vorbei: Die aufkommende viktorianische Ära bewirkte eine spürbare gesellschaftliche Abkühlung und aus dem wilden Treiben am Vorabend des Allerheiligenfestes wurde nunmehr ein Feiertag für Kinder – von Erwachsenen wurden Anstand und Würde erwartet. Eine der ersten Quellen für tatsächliche Verkleidungen datiert auf 1895, wo die sogenannten „Guisers“ (von engl. disguise – Verkleidung) in Schottland erwähnt werden: Kinder, die in Verkleidung von Haus zu Haus ziehen, um Obst und Süßigkeiten für das Halloweenfest zu erbeten. Um 1900 herum ist der Brauch, sich zu verkleiden, in Nordamerika, Großbritannien und Irland überliefert. 1911 berichtete eine Zeitung in Kingston, Ontario (Kanada) von verkleideten Kindern, die durch die Nachbarschaft streiften. Bezogen sich die ersten Verkleidungen noch stark auf die heidnische Herkunft des Feiertages, wurden spätestens in den 1930er Kostüme populär, die auf Ikonen aus Film, Buch und Radio basierten. Ebenfalls in diesem Zeitraum gründeten sich die ersten Unternehmen, die sich auf die Produktion und Verkauf von Halloweenkostümen spezialisierten. Vorher wurden die Verkleidungen eher im trauten Heim mit Mitteln, die dort zur Verfügung standen, hergestellt. Die Kinder, die in dieser Zeit aufwuchsen, wurden irgendwann erwachsen. So feierten ab der Mitte des 20. Jahrhunderts auch wieder zunehmend Erwachsene den Tag vor Allerheiligen, verkleideten sich und begründeten so den Brauch von Halloween als Fest für die ganze Familie, wie wir es heute kennen. Tatsächlich sind die Verkleidungsbräuche zu Halloween mittlerweile in einem Maße diversifiziert, dass man nicht unbedingt von einem Gruselgebot sprechen kann. Neben den klassischen, nach wie vor auf der alten Allerheiligen-/Allerseelen-Thematik aufbauenden Motiven wie Monstern, Vampiren und Untoten tragen die Feiernden heute Kostüme aus allen möglichen Bereichen. Gerade kleine Mädchen verkleiden sich häufig gänzlich ungruselig als Prinzessin oder Ballerina. Auch Filmmonster, Superhelden, Charaktere aus Film und Fernsehen, popkulturelle Ikonen und vieles mehr stehen Pate für die heutigen Halloween Kostüme.

Fazit:

Halloween mit all seinen Aspekten, ist ein Ereignis für Groß und Klein und im Vordergrund steht das gemeinsame Erleben einer guten Zeit. Das klassische Gruselthema ist aufgrund der Herkunft des Festes nach wie vor prominent vertreten, tritt aber, gerade bei den Verkleidungen, zunehmend in den Hintergrund. Dein Dr. Kürbis

Du hast auch ein Frage an Dr. Kürbis? Dann schreibe eine Mail an: frage@halloween.de