Freeze – Albtraum Nachtwache

Freeze - Albtraum Nachtwache DVD CoverStell‘ Dir vor, Du arbeitest nachts in einem unheimlichen Gebäude – mit lauter Toten! Ziemlich unheimlich, oder? Ja, es gibt fürwahr gemütlichere studentische Jobs als der Posten des einzigen Nachtwächters in einer Leichenhalle. Am 25. Februar 1994 überrascht der bis dahin weitgehend unbekannte dänische Regisseur Ole Bornedal mit seinem Werk „Nattevagten“ das heimische Publikum. Der Film läuft noch im selben Jahr bei den internationalen Film-Festivals in Toronto und Chicago, bevor er am 2. Februar 1995 in einer kleinen Zahl deutscher Kinos unter dem Titel „Nightwatch – Nachtwache“ anläuft. In Deutschland wie auch zuvor in Dänemark und in Nordamerika sind die Meinungen einhellig: Ein Meisterwerk! Der Film gewinnt einige Preise bei verschiedenen Festivals und Regisseur Ole Bornedal wird sogleich mit Alfred Hitchcock verglichen. Und das nicht ohne Grund, denn „Nightwatch – Nachtwache“ ist unheimlich… unheimlich! Das erstklassige Drehbuch, welches aus der Feder von Ole Bornedal selbst stammt, zeigt, wie ein Thriller funktionieren muss: Unterhalte den Zuschauer, baue dabei eine gewisse Grundspannung auf, unterhalte ihn weiter während Du fast unbemerkt wichtige Bestandteile streust, schocke ihn ein bisschen, beruhige ihn, unterhalte ihn wieder während Du die Grundspannung weiter erhöhst, schocke ihn dann richtig und feuere ein Finale ab, welches dem Zuschauer die Nackenhaare zu Berge stehen lässt. Eine gefühlsmäßige Achterbahnfahrt, bei der die Nerven mit zunehmender Dauer des Films immer stärker und sprichwörtlich bis zum Zerreißen gespannt sind. Ach was, der Film ist nicht Nerven zerreißend, er ist Nerven ZERFETZEND! Schmackhaftes in EinweckgläsernSchreckhaftes in UniformSchreckliches im Leichen-Kühlraum

Alter Film, neue Besetzung

Trotzdem bleibt Regisseur Ole Bornedal der große finanzielle Erfolg verwehrt, „Nightwatch – Nachtwache“ bleibt mehr oder weniger ein Geheimtipp. Aber da es – wenn es um filmische Trüffel geht – praktisch nirgendwo solch potente Säue gibt wie in Hollywood, geht die Geschichte weiter. Mit liquiden Geldgebern im Hintergrund mobilisiert Ole Bornedal schon so etwas wie ein Staraufgebot und dreht sein Meisterwerk erneut. Am 13. August 1998 flimmert „Freeze – Albtraum Nachtwache“ über die Leinwände deutscher Lichtspielhäuser. Die Hauptrolle des jungen Studenten Martin Bells bekleidet nun Ewan McGregor, der erst kurz zuvor mit dem Film „Trainspotting“ seinen internationalen Durchbruch feiert und dem Darsteller des Originals (Nikolaj Coster-Waldau) verdammt ähnlich sieht. An seiner Seite spielt Patricia Arquette („True Romance“) die Freundin von Martin und Josh Brolin („Hollow Man“) dessen besten Freund. Komplettiert wird die Besetzung von Altmeister Nick Nolte („Kap der Angst“) als Inspektor, der eine Mordserie untersucht und so mit dem studentischen Aushilfs-Nachtwächter Martin in der Leichenhalle in Kontakt kommt. Taschenlampe und Baseballschläger - Die besten Freunde des NachtwächtersDa hinten hängt er, der Kontroll-Schlüssel - ausgerechnet am anderen Ende der LeichenhalleDa hängt er und wartet auf den nervenstarken Nachtwächter. Da die Story – wie bereits erwähnt – einfach viel zu toll ist, wollen wir Dir an dieser Stelle aber nicht zuviel verraten. Nur soviel: Ob Original oder Remake, die wesentlichen Unterschiede stellen nur die Darsteller und die Schauplätze (und selbst die ähneln sich sehr) dar. Deshalb empfehlen wir ihn Dir einfach generell, diesen Film, denn es ist ein wirklich prima Film zum Fürchten. Sowohl Original, als auch Remake. Text: Sascha Adermann Englischer Trailer Freeze – Albtraum Nachtwache Englischer Trailer Nightwatch – Nachtwache

Stolz und Vorurteil und Zombies

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Genre: Zombifizierter Klassiker Autor: Jane Austen und Seth Grahame-Smith Verlag: Heyne Wer kennt es nicht: “Stolz und Vorurteil“ – die bürgerliche Schmachtschmonzette von Jane Austen aus dem Jahr 1813 in der sich junge, verliebte Damen und ihre Verehrer erst durch ein Wirrwarr von gesellschaftlichen Verwicklungen und Irrtümern kämpfen müssen, bevor sie am Ende alle glücklich verheiratet sind. Wer kennt es nicht? Richtig: Kaum jemand kennt es! Denn im Allgemeinen zeigt der durchschnittliche Horror-und Halloweenfan doch ein recht begrenztes Interesse für Geschichten in denen die größte Herausforderung darin besteht, innerhalb der gesellschaftlichen Norm eine Balance zwischen gesellschaftlichem Druck und dem privaten Liebesglück zu finden und alle großen Probleme eigentlich mit einem kurzem Gespräch zu lösen wären. cover-stolz-und-vorurteil-und-zombiesDas könnte sich jetzt aber grundlegend ändern. Denn völlig unbemerkt hat Jane Austen eine zweite Version ihres Erfolgsromans, über den Mark Twain einmal gesagt hat: „Immer, wenn ich “Stolz und Vorurteil“ lese, möchte ich sie (Jane Austen) ausgraben und ihr mit ihrem eigenen Schienbein auf den Schädel hauen“, geschrieben. Er heißt “Stolz und Vorurteil und Zombies“. Genau, Zombies! Diese untoten, schwankenden Dinger, deren einziger Sinn und Streben dahin geht, den Lebenden das Gehirn aus dem Kopf zu lutschen. Zu verdanken ist diese … ähm … Entdeckung dem amerikanischen Literaturwissenschaftler Seth Grahame-Smith, der seitdem als verschollen gilt. England im 18. Jahrhundert: Das ganze Land ist von einer Zombieplage befallen. London ist durch dichte Mauern halbwegs sicher („Ich befürchte, das Osttor ist schon wieder gefallen“). Aber auf dem Land kommt es schnell mal vor, dass ein Anwesen mit 18 Personen durch eine einfallende Horde Untoter komplett ausgelöscht wird. Oder die Gesellschaft bei einem Abendessen auf das Dessert verzichten muss, da das Küchenpersonal durch das Öffnen der Kellerklappe für frische Luft sorgen wollte und nun mit seinen herumliegenden Eingeweiden den bereits servierfertigen Kuchen vollkommen ruiniert hat. Im Angesicht dieser dramatischen Lage hält es Mr. Bennet für richtig, seine fünf Töchter in einem chinesischen Shaolin-Kloster zu blutigen Kriegerinnen auszubilden. Mrs. Bennet dagegen hat vor allem die standesgemäße Verheiratung ihrer Töchter im Sinn. Da passt es ihr bestens, dass in dem vor kurzem so unglücklich frei gewordenen, benachbarten Anwesen (siehe oben) ein junger Gentleman einzieht und gleich noch einen reichen Freund mitgebracht hat. Und so nehmen bald darauf die Liebesringeleien ihren Lauf. Und in all den Verwicklungen und Missverständnissen kommen die Mädchen bald kaum noch zum Zombietöten oder den einfachsten, täglichen Leibesertüchtigungen wie „Küss das Rehlein“ (man schleicht sich von hinten unbemerkt an ein Reh, ringt das überraschte Tier nieder und küsst es auf die Schnauze).

„Es ist eine allseits bekannte Wahrheit, dass es einen Untoten, der im Besitz von Gehirn ist, nur nach einem verlangt: mehr Gehirn“

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“Stolz und Vorurteil und Zombies“ ist eine amüsante und kurzweilige Parodie auf Jane Austens berühmten Roman, der laut einer BBC-Umfrage (nach „Herr der Ringe“) das zweitbeliebteste Buch der Engländer ist. Natürlich wird auch hier, wie im Original, viel Spazieren gegangen und um den heißen Brei herum geredet. Aber der Kontrast der förmlichen Umgangsformen und gesellschaftlichen Normen mit Sätzen, wie: „Nein, der Hass auf ihn war schon lange verflogen, und fast genauso lang, schämte sie sich dafür, dass sie sich einst gewünscht hatte, sein Blut zu trinken“ oder „Dann köpfte er noch rasch das gemetzelte Personal, während Mr. Bingley sich diskret in die vorgehaltene Hand übergab“ macht das Buch zu einem unterhaltsamen und lustigen Leseerlebnis. Sehr gelungen ist auch der Anhang mit Arbeitsvorschlägen für die Abiturprüfung, sowie die Verlagswerbung für Bücher wie Goethes “Die neuen Leichen des jungen Werther“ oder “Der Zombieberg“ von Thomas Mann. Das Buch ist im Heyne-Verlag erschienen. Ein Verfilmung ist selbstverständlich bereits in Vorbereitung (mit Natalie Portman in der Hauprolle) und im Oktober soll das Prequel “Stolz und Vorurteil und Zombies: Aufstieg der lebenden Toten“ erscheinen, welches die Vorgeschichte erzählt.  
Text: A.Hartung

Nicht totzukriegen: „Resident Evil 4“ startet im Kino

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Anfang 1996 erscheint in Japan der Horror-Schocker „Biohazard“ für die Playstation 1. Wenige Monate später tritt das Spiel seinen Siegeszug um die Welt an und gerät auch bei uns als „Resident Evil“ zum Hit. Die Realverfilmung von 2002 ist so erfolgreich, dass das Folgen hat. Die neueste davon startet heute als „Afterlife“ in den heimischen Kinos. Passend zum aktuellen Trend natürlich in 3D! Resident-Evil-AfterlifeWas das britische Unternehmen BP für die Ozeane ist, das ist der amerikanische Konzern Umbrella Corporation für die Menschheit: der endgültige Untergang. Der riesige Industrieapparat hat fast unbegrenzten politischen und finanziellen Einfluss in der Gesellschaft und ist der führende Vertreter in Wissenschaft und Technik. Ob Computertechnologie, Arzneimittel oder biologische Waffen – wenn es Geld einbringt, wird es hergestellt. Und so forscht man fröhlich am sogenannten T-Virus, eine Mutation des Ebola-Virus, das in der Lage ist, tote Zellen wiederzubeleben. Dass die Wissenschaftler keine tanzenden Schnitzel produzieren wollen, ist vorauszusehen – der unbesiegbare Supersoldat ist wie üblich das Klassenziel. Bis hierhin sind Spiel und Film noch deckungsgleich. Doch während im Spiel die untoten Obergefreiten zu Testzwecken in der näheren Umgebung ausgesetzt werden, stiehlt im Film ein skrupelloser Dieb das Virus und setzt damit die Bedrohung frei (schöne Grüße aus dem Jurassic Park!). Jetzt sind die Menschenfresser entfesselt und nur ein unerschrockener Mann macht sich auf, die Biester mit vollem Körpereinsatz erbarmungslos zu stoppen: Milla Jovovich! *räusper*
chicks with gunsAnders als im Spiel und damit zum Unmut einiger Fans, hat sich die Kampfamazone Alice (gespielt von Jovovich) zum ultimativen Zombieschreck und damit zur Hauptdarstellerin aller Filme hochgefightet: Sie springt, schießt und kickboxt sich durch die Reihen der gammeligen Toten wie Steven Seagal in seinen besten Tagen. Dass dieses durchgestylte Nahkampfgepolter eine radikale Abkehr vom ursprünglichen Spiel ist, scheint Regisseur und Videospiel-Spezi Paul W. S. Anderson („Mortal Combat„, „Alien vs. Predator„) dabei kaum zu stören. Hauptsache Alice sieht sexy aus, wenn sie die Wiedergänger verkloppt. Das Anderson mit Jovovich verheiratet ist, könnte ein nicht unwesentlicher Grund für diese überzogene Film-Ästhetik sein. Wenn man sich damit einmal abgefunden hat, ist die „Resident Evil“-Filmreihe jedoch ein Heidenspaß für große Jungs: Untote und scharfe Kurven, das bekommt man sonst nur im Bahnhofskino zu sehen. Kauf Dir ’ne Tüte Popcorn, schalte das Hirn aus, stülp Dir ’ne schicke 3D-Brille über und genieße das überzogene Actionfeuerwerk in knackiger Optik. Es muss ja nicht immer Ingmar Bergman sein.
Nachdem es Alice in „Extinction“ aus dem zombieverseuchten Racoon-City in die Wüste verschlagen hat, setzt sie diesmal ihre Reise nach Alaska fort, wo die letzte Zuflucht der Menschheit zu finden sein soll. Dabei empfängt sie die Funksprüche einer Gruppe Überlebender aus Los Angeles, die sich in einem Hochsicherheitsgefängnis häuslich eingerichtet haben. Da Alice eh gerade nichts besseres vor hat, stattet sie dem Kittchen einen Überraschungsbesuch ab und trifft dort auf eine handvoll Leute, die den Gefangenen Soldaten Chris Redfield bewachen. Während man noch grübelt, ob man dem jungen Mann in seiner Zelle trauen sollte, der etwas von einem sicheren Schiff an der Küste erzählt, kriechen die Untoten auch schon durch die Abwasserkanäle in die mit Leckerli gefüllte Haftanstalt… Trailer

Poltergeist

Poltergeist Deutsches Filmposter1982 | 110min | FSK 16 Bevor der heutzutage legendäre Film „Poltergeist“ am 23. September 1982 erstmals in deutschen Kinos über die Leinwände flackert, haben sich wohl die wenigsten Cineasten Gedanken über die mögliche Existenz von Poltergeistern gemacht. Das ändert sich mit diesem Film, der Anfang der 1980er Jahre unter der Regie von Tobe Hooper („The Texas Chainsaw Massacre“) entsteht. Tobe Hooper? Oder vielleicht doch eher Steven Spielberg? Diese Frage beschäftigt nach Abschluss der Dreharbeiten sogar die Filmgewerkschaft DGA (Directors Guild of America), denn Produzent Steven Spielberg schließt Tobe Hooper als eigentlichen Regisseur sogar von der Nachbearbeitung des Films aus und übernimmt diese persönlich. Trotzdem oder deswegen begeistert „Poltergeist“ sowohl das gemeine Publikum, als auch die Kritiker. Die Geschichte einer amerikanischen Bilderbuch-Familie, welche in ihrem neuen Heim von unerklärlichen, zunehmend bedrohlichen Geschehnissen heimgesucht wird, zieht die Zuschauer in ihren Bann: Die Art und Weise, wie unheimliche Vorkommnisse und Schreckmomente in die Handlung eingewoben werden, sorgt bei vielen für Gänsehaut. Trotzdem kommt der Streifen dabei vollständig ohne schlimme Splattereffekte, Blutorgien oder sonstige Metzeleien aus. Tatsächlich gibt es keinen Mord oder Todesfall! Und das in einem Horrorfilm! Fürchte Dich, fürchte Dich sehr! Wie gesagt, es ist die Art und Weise, wie der Schrecken in die Köpfe der Zuschauer gelangt. Da sitzt die jüngste Tochter der Familie, Carol Anne, eines Nachts nach Sendeschluss (ja, sowas gibt es in den 1980er Jahren tatsächlich, hierzulande sogar bis zum Anfang der 1990er Jahre!) vor dem rauschenden Fernseher und unterhält sich mit dem Gerät, auf mysteriöse Weise stirbt der süße Kanarienvogel, es zerspringen ein paar Gläser, ein Steak bewegt sich von allein und in der Wer braucht schon Wii, Move oder Kinect, wenn er mit paranormalen  Poltergeistern interagieren kann?Küche bilden die Stühle seltsam gestapelte Gebilde. Aber spätestens als Carol Anne auf einem Kissen sitzend wie von Geisterhand über den Küchenboden gezogen wird, schauert es jeden Beobachter, der darin nicht nur eine super Methode zum Aufwischen von Essensresten sieht, sondern sich ernsthaft in den Film vertieft. Natürlich ist das Ende der paranormalen Fahnenstange damit noch lange nicht erreicht, denn: „Sie sind da.“ – wie Carol Anne ihren Eltern nach einem abermaligen Rendezvous mit dem rauschenden Fernseher berichtet. In der Folge zeigt der Film, warum er 1983 in drei Kategorien für den Oscar nominiert war – (auch wenn er in allen drei Kategorien gegenüber Spielbergs „E.T – Der Außerirdische“ den Kürzeren zog): Die visuellen Effekte von Industrial Light & Magic können sich nämlich fürwahr sehen lassen. Zwar klappen heutzutage beim effektverwöhnten Publikum wohl kaum noch Kinnladen vor Staunen nach unten, aber Anfang der 80er Jahre ist die verwendete Tricktechnik absolut „up to date“. Die tolle Musik von Jerry Goldsmith tut ihr Übriges. Dass der Film seine Wirkung eindrucksvoll entfaltet, ist aber auch den zu dieser Zeit weitgehend unbekannten Darstellern zu verdanken. Produzentautorheimlichregisseur Spielberg und Möchtegernregisseur Hooper sind sich nämlich einig, dass Stars die Glaubwürdigkeit der Familie und damit die Atmosphäre des Films zerstören würden. Spannend ist die Wahl der Besetzung für die Rolle der Carol Anne: Heather O’Rourke erhält beim Casting den Vorzug vor Drew Barrymore, weil Steven Spielberg ihr engelsgleiches Erscheinungsbild bevorzugt. Drew Barrymore wird im Zuge dessen die Rolle der kleinen Gertie in Spielbergs „E.T. – Der Außerirdische“ zugesprochen. Sieht doch nach jeder Menge Spaß aus, was Mutter und Tochter in der Küche veranstalten.Wie von Geisterhand streckt der Fernseher der kleinen Carol Anne eine Geisterhand entgegen.Manche Damen sind ganz aufgekratzt, wenn ihr Make-up nicht perfekt ist. Der „Poltergeist“-Fluch Dass Drew Barrymore dadurch im kommerziell erfolgreicheren Film spielt, ist die eine Sache. Die andere Sache ist, dass sie dadurch von dem sogenannten „Poltergeist“-Fluch verschont bleibt. Dieser „Fluch“ reist mehrere, an den „Poltergeist“-Filmen beteiligte Menschen aus dem Leben: Noch im Jahr des Erscheinens des ersten Teils, 1982, wird Dominique Dunne, im Film Carol Annes ältere Schwester Dana, von ihrem Freund brutal erwürgt. 1985 stirbt Schauspieler Julian Beck während der Dreharbeiten von „Poltergeist II – Die andere Seite“ an Magenkrebs. 1987 scheidet sein Kollege Will Sampson dahin – Nierenversagen. Und 1988 ereilt das Schicksal Heather O’Rourke. Wenige Monate nach Beendigung der Dreharbeiten zu „Poltergeist III – Die dunkle Seite des Bösen“ erliegt sie im Alter von gerade einmal zwölf Jahren einem Darmverschluss. Doch wenn es tatsächlich einen Fluch gibt, so betrifft dieser zumindest nicht die Bewohner des Hauses, das als Drehort des ersten „Poltergeist“-Streifens dient. Das Haus steht – trotz des verheerenden Northridge Erdbebens 1994 – immer noch in Kalifornien, in Simi Valley, in der Roxbury Street Hausnummer 4267. Und die Besitzer des Hauses, welche das Haus 1982 an das Filmteam vermieten, leben 2010 noch immer dort. Poltergeist – Deutscher Kinotrailer
Text: Sascha Adermann

Blair Witch Project

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(The Blair Witch Project) 1999 I USA I 78 min I FSK 12 plakat deutschMitte der 90er Jahre haben die beiden Filmstudenten Daniel Myrick und Eduardo Sanchez eine bahnbrechende Idee: Sie möchten einen Horrorfilm drehen, der wie eine reale Dokumentation aussieht. Nach ein paar Jahren ist es schließlich soweit. Sie suchen sich drei unbekannte Schauspieler, drücken ihnen zwei Kameras in die Hand und schicken sie in den Wald. Das Ergebnis versetzt die Welt in Angst und Schrecken. Der Film beginnt mit der nüchternen Einblendung eines Textes: „Im Oktober 1994 verschwanden drei Studenten in den Wäldern von Burkittsville, Maryland, beim Dreh eines Dokumentarfilms. Ein Jahr später wurden ihre Filmaufnahmen gefunden“. Und die bekommt der Zuschauer dann auch zu Gesicht. Die drei Studenten Heather, Josh und Mike filmen sich gegenseitig bei ihrer ausgelassenen Reise nach Burkittsville, das frühere Blair, wo sie eine Dokumentation über eine legendäre Hexe drehen wollen. Sie interviewen verschiedene Einwohner der Stadt, die alle von der Hexe von Blair gehört haben und Geschichten von Kindermorden und seltsamen Vorfällen erzählen. Am nächsten Tag begibt sich das Filmteam auf Spurensuche, tief in den Wäldern der Black Hills, wo die Hexe angeblich hausen soll. Zuerst verläuft alles nach Plan, sie finden einen alten Ritualplatz und einen improvisierten Kinderfriedhof. Doch als sie nach einer Nacht, in der sie seltsame Geräusche gehört haben, zurück zu ihrem Auto wollen, finden sie nicht mehr zurück. So müssen sie erneut im Wald übernachten, wobei ihnen undefinierbare Schritte und Kinderlachen aus der Tiefe des Waldes fast den Verstand rauben. Als sie auch am darauffolgenden Tag nicht aus dem Wald finden, beginnt die Stimmung zu kippen. Ein weiteres Mal wollen sie auf gar keinen Fall in diesen Wäldern campen. Doch bald wird es auch schon wieder dunkel und einer von ihnen wird bereits diese Nacht nicht überstehen…

Ein Schocker, wie er im Buche steht

Bei Produktionskosten von gerade mal 60.000 Dollar spielt der Film gigantische 250 Millionen Dollar ein und sichert sich damit sogar einen Eintrag im „Guinness Buch der Rekorde“. Dieser Erfolg hat mehrere Gründe. Die beiden Filmemacher nutzen zuerst einmal das im Jahre 1999 noch relativ junge Medium Internet für ihre Zwecke, und kreieren im Vorfeld eine Website, die sich absolut überzeugend mit den Ereignissen der Hexe von Blair auseinandersetzt. So gibt es eine Zeittafel, die 200 Jahre zurückreicht und von schrecklichen Ereignissen in den Wäldern von Burkettsville zu berichten weiß. Zudem gibt es haufenweise Infos über die angeblich verschwundenen Studenten, wie Fotos über die gefundene Ausrüstung der Crew und Interviews mit Verwandten und Experten. Schnell erreicht die Seite die damals unvorstellbare Eine-Millionen-Besucher Marke. Glücklicherweise kann man dieses Zeitdokument über die Geburtsstunde des sogenannten „viralen Marketings“ immer noch besuchen. Ein weiterer Grund für den Erfolg liegt darin, dass das Prinzip der Pseudo-Dokumentation 1999 im Horror-Bereich vollkommen neu und revolutionär ist. Wurde die sogenannte Mockumentary bisher eher zu satirischen Zwecken eingesetzt, erzielt diese besondere Art des Filmens im Grusel-Genre einen ungemein intensiven Effekt. Plötzlich gibt es keine Distanz mehr zwischen Schauspielern und Zuschauern, durch die subjektive Kamera ist der Betrachter Teil des Geschehens, man ist den Ereignissen regelrecht ausgeliefert. Dieses Gefühl von „Mittendrin, statt nur dabei“ beschert einigen Zuschauern schlaflose Nächte. josh und mikegesicht im dunkelastmännchen


…dort war es finster und auch so bitterkalt

Der wichtigste Grund für den Erfolg von „Blair Witch Project“ liegt in der realistischen Machart des Films. Nichts stört den Eindruck, es handle sich hierbei um ein inszeniertes Werk. Die Filmemacher lassen ihre Protagonisten die ganze Zeit improvisieren, so dass jedes Gespräch (besonders in der englischen Tonspur) vollkommen natürlich wirkt. Die drei Schauspieler quatschen und scherzen miteinander, wie man es schon tausendmal in persönlichen Heimvideos gesehen hat. Auch die geführten Interviews sind von verblüffender Überzeugungskraft. Besonders beeindruckend ist dabei eine Mutter, deren kleines Kind auf ihrem Arm bei einer gruseligen Geschichte fast ausflippt. „Das kann doch alles nicht gespielt sein“, denkt da das Gehirn des Zuschauers sorglos und tappt in die Falle. Denn wenn irgendwann die Dunkelheit über die Gruppe kommt und der Terror beginnt, läuft das Gehirn immer noch im Realismus-Modus. Und reagiert panisch. Es ist kaum mit anzusehen, wie sich das spärliche Kameralicht zwischen den Bäumen verliert, während aus der Tiefe der Dunkelheit diese undefinierbaren Geräusche dringen. Die Kamera schwenkt hektisch umher, man erschrickt praktisch vor jedem Ast in der atemlosen Erwartung, dass gleich etwas Schreckliches passieren wird. Es gibt sogar Momente, die in völliger Dunkelheit spielen und man nur das ängstliche Atmen und Flüstern der Schauspieler hört. Der clevere Schachzug des Films besteht darin, dass er so subtil vorgeht, die Bedrohung meist über die Tonebene abläuft, was viele Ur-Ängste beim Zuschauer abruft. Nach dem beklemmenden Finale bleibt man ziemlich angespannt zurück. kampfcry cry cryhände Aufgrund der Tatsache, dass keine nackten Brüste, keine Dinosaurier und keine Blutfontänen zu sehen sind, hat der FSK die kaum nachvollziehbare Altersfreigabe von 12 Jahren errechnet. Sowas passiert, wenn man nur nach Tabellen urteilt. Natürlich ist der Film nur gruselig, wenn man sich auf ihn einlässt. Wenn Du mit Deinen gröhlenden Kumpels auf dem Sofa sitzt und nebenbei ’ne SMS verschickst, wird er Dich sicher kalt lassen. Aber verdunkelst Du den Raum und schaust ihn in ganz kleinem Kreis, solltest Du Energiesparlampen im Schlafzimmer haben. Denn im Finstern willst Du anschließend sicher nicht mehr schlafen. Trailer Links www.blairwitch.com
Text: S. Werner

Gib Leatherface Deine Hand: 12. Movie & Comic Event in Bottrop

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Ein wahres Fest für alle Film- und TV-Nerds: Die riesige Messe mit Fotoshootings, Tauschbörsen und unzähligen Requisiten öffnet am Wochenende wieder ihre Pforten. DVD-Player aus, schwarzes T-Shirt übergezogen und nichts wie hin! Normalerweise wird derMovie Plakat Horror-Fan in Deutschland nicht gerade verwöhnt. Ein Fantasy-Filmfest, ein paar Halloween-Events in Kneipen und Familienrestaurants, mehr gibt es nicht, um den Freund zünftiger Schnetzeleien hinter der Schlachtbank hervorzulocken. Nachdem man das „Weekend Of Horror“ auf November verschieben musste, weil die Isländer im Mai ein paar Pleite-Bänker verbrannt haben (oder was qualmte da nochmal so?), kann sich der ausgeblutete Grusel-Fan nun endlich auf eine Großveranstaltung seines Geschmacks stürzen: das alljährliche „Movie & Comic Event“ im nordrhein-westfälischen Bottrop. Obwohl sich die Messe primär auf Science Fiction- und TV-Serien konzentriert, fällt für Horror-Fans immer noch genügend ab. So hast Du die Möglichkeit, Dich mit einigen Stars kleiner und großer Filmperlen fotografieren zu lassen oder ihnen beim Star-Talk zu lauschen. Zu Gast ist beispielsweise Corbin Brensen, den man als durchgeknallten Zahnarzt in „The Dentist“ bewundern darf. Auch Don Shanks wird mal auf einen Abstecher vorbeikommen, darin ist er schließlich geübt. Als Darsteller des Michael Myers in „Halloween 5“ und als rachsüchtiger Fisherman im dritten Teil des Teenie-Horrors „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ hat er schon ein paar Mal die Klinge geführt. Freunde des 70er Jahre Terror-Kinos freuen sich zudem über zwei alte Bekannte. So schaut Scream-Queen Marilyn Burns aus dem Original „Texas Chainsaw Massacre“ vorbei und beweist vielleicht, dass sie immer noch so schön vor dem Kettensägenmann flüchten kann wie einst. Schließlich wird kein geringerer als Gunnar Hansen, the one and only Leatherface aus besagtem Film die Bühne entern und vermutlich einiges aus seiner Karriere als degenerierter Sägemeister berichten können. Wenn das nichts ist! Außerdem gibt es auf den 2.500 Quadratmetern Ausstellungsgelände eine Filmbörse mit zahlreichen Angeboten an DVD und Blu-Ray, Filmplakate und Poster, Starfotos, Autogramme und Actionfiguren, die zweifellos auch Horror-Freunde begeistern werden. Und nachdem Du noch eine Menge Requisiten aus „Terminator 2„, „Indiana Jones“ oder „Star Wars“ bewundert hast, kannst Du den Machern bekannter Hörspiel-Serien wie „Titania Gruselkabinett“ oder „Geister-Schocker“ auf den Zahn fühlen. Die geben Einblicke in ihre Produktionsabläufe und klären hoffentlich die Frage, wie viele Tonassistenten Frankensteins Monster denn schon auf dem Gewissen hat.
Ort:
Saalbau Bottrop Droste-Hülshoff-Platz 4 46236 Bottrop Öffnungszeiten: Samstag, 18.09.2010 10:00 Uhr – 19:00 Uhr Sonntag, 19.09.2010 11:00 Uhr – 18:00 Uhr Eintritt (nur noch Tageskasse): Samstag: 15,- Euro Sonntag: 12,- Euro Wochenendticket: 25,- Euro Für Kinder bis 12 Jahre bleibt der Eintritt FREI! Offizielle Website

Schatten der Wahrheit

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(What Lies Beneath) 2000 I 124 min I FSK 16 schatten_der_wahrheit_posterAls Regisseur Robert Zemeckis im Jahr 2000 den Film „Cast Away“ über einen Mann und seinen Volleyball dreht, muss er eine Zwangspause einlegen, damit Hauptdarsteller Tom Hanks Gewicht verlieren und Haare zulegen kann. Um in Form zu bleiben, überbrückt Zemeckis diese Pause mit „Schatten der Wahrheit“. Das ist ein kleiner Film für den Blockbuster-Regisseur, doch ein großer Gewinn für das Grusel-Genre. Claire Spencer und ihr Mann Norman leben in einem ruhigen Haus am See. Weil ihre einzige Tochter gerade aufs College gegangen ist und ihr Ehemann den ganzen Tag im Labor zubringt, langweilt sich Claire ein bisschen und beobachtet deshalb das Ehepaar von nebenan, das gerade eingezogen ist. Als sie ihre Nachbarin verzweifelt weinen sieht und deren Ehemann kurz darauf ein ziemlich merkwürdiges Paket in seinen Kofferraum packt, beschleicht Claire die Angst, nebenan könnte ein Mord passiert sein. Dann geschehen plötzlich ein paar äußerst seltsame Dinge in ihrem Haus, so dass sich Claire bald sicher ist: Ihre Nachbarin ist tot und spukt jetzt als Geist durch ihre Immobilie. So stellt sie ein paar Nachforschungen an, ohne zu ahnen, dass Neugier manchmal der Katze Tod bedeutet…

Huldigung mit Geist

Regisseur Zemeckis legt seine kleine Filmperle als wunderbar altmodische Hommage an alte Hitchcock-Klassiker an. Fans werden sofort die netten Anspielungen auf „Das Fenster zum Hof„, „Vertigo“ oder „Psycho“ erkennen. Aber auch ohne die Kenntnis über diese Vorlagen besticht der Film durch seine angenehm klassische Atmosphäre: Gardinen wehen im Wind, Kerzen flackern, Nebel wabert und es gibt quälend langsame Fahrten auf Türknäufe. Kamera und Licht sind dabei erstklassig komponiert und verblüffen hin und wieder mit ausgefallenen Spielereien: So fährt die Kamera zum Beispiel durch den Fußboden hindurch und filmt das Geschehen plötzlich wie durch einen Glasboden. Ein Kniff, der auch von Hitchcock stammt, aber mit ausgeklügelten Effekten aufgepeppt wird. Dabei geraten diese Regieeinfälle aber nie zur reinen Muskelschau eines unterforderten Filmemachers, sondern unterstreichen hervorragend das Geschehen.

Was darunter liegt

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Auch die Erzählart ist so durchdacht wie von Meister Hitchcock selbst: Es gibt falsche Fährten, essentielle Hinweise werden ganz beiläufig erwähnt und die Hintergrundgeschichte der Charaktere puzzelt sich ganz langsam bis zum Schluss zusammen. So liegt unter der offensichtlichen Handlung noch eine weitere Ebene, die den Film angenehm über den üblichen Geisterspuk hebt. Wobei die Grusel-Elemente dabei immer im Vordergrund stehen. Es gibt ein paar wirklich gute Schockmomente, auf die man nicht vorbereitet ist. Und auch wenn der Film nach einer Stunde ein wenig süßlich zu werden scheint, es ist alles nur Fassade, das Finale ist nervenzerfetzend spannend und blutig. Ebenso sollte sich niemand davon abschrecken lassen, dass die Hauptrollen mit Harrison Ford und Michelle Pfeiffer besetzt sind. Beide machen ihre Sache exzellent und niemand von ihnen schont sich. Wer einfach Lust auf einen kleinen Film mit einem Haus, einer Handvoll Darsteller, einem Haufen guter Schockmomente und ganz dicker Atmosphäre hat, der wird mit „Schatten der Wahrheit“ hervorragend bedient. Bleibt zu hoffen, das Robert Zemeckis noch öfter solche Zwangspausen einlegen muss. Gruselfans würden es ihm danken. Trailer (nur englisch und die Hälfte wird darin auch noch verraten!)
Text: S. Werner

Shining

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(The Shining) 1980 I 119 min I FSK Keine Jugendfreigabe familyRegisseur Stanley Kubrik hat mit „2001“, „Full Metal Jacket“ und „A Clockwork Orange“ Meilensteine in den verschiedensten Genres geschaffen. Warum ihm das mit „Shining“ auch im Horrorgenre gelang, erfährst Du hier. Wenn Du Dich traust! Jack Torrance ist nicht gerade ein Mustergatte. Der trockene Alkoholiker möchte wieder auf die Füße kommen und endlich einen Roman schreiben. Um Ruhe zu haben, nimmt er einen Hausmeisterjob im Overlook-Hotel an, das hoch in der Bergen von Colorado liegt. Mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn Danny soll er dort im Winter wohnen und das verlassene Gebäude betreuen. Doch die Abgeschiedenheit tut dem psychisch labilen Mann eher weniger gut. Auch der kleine Danny, der eine Art Vorsehung namens „Shining“ besitzt, ahnt schnell, dass das Hotel kein Ponyhof ist. Doch da ist es schon zu spät. Jack dreht durch und alle Fluchtwege sind unpassierbar…

The King is not amused

Um eins vorweg zu nehmen: Stephen King, der die berühmte Romanvorlage schrieb, mochte den Film überhaupt nicht. Aus seinem Blickwinkel kann man das verstehen: Kubrick kürzt Kings dicken Wälzer auf wenige Ereignisse zusammen und lässt Jacks Abstieg in den Wahnsinn ziemlich schnell vonstatten gehen. Doch es gibt eine vierteilige TV-Verfilmung aus dem Jahr 1997, die sich sehr genau ans Buch hält. Und diese Version ist so aufregend, wie der Abschlussbericht des Taubenzüchter-Vereins Grünheide. Kubrick hat alles richtig gemacht: Er verknappt den Roman auf die wesentlichen Ereignisse, mit maximaler Wirkung – „Shining“ ist unheimlich gruselig. Das liegt vor allem daran, dass der Regisseur den Roman nicht einfach nur brav abfilmt, wie so viele schlechte Filmemacher es immer wieder tun. Kubrick überträgt den Roman so meisterhaft in Bild und Ton, dass einem Hören und Sehen vergeht. Die Filmsprache dieses Werks ist eine schiere Wucht.

Todesmelodie

bett Es gibt wenige Filme, die von Anfang an solch ein Gefühl des Unbehagens erzeugen wie „Shining“. Der Vorspann zeigt Jacks Fahrt zum Hotel an einem klaren, sonnigen Tag. Wir sehen Jacks Käfer ganz klein aus der Luft durch die gigantische Berglandschaft fahren. Das allein erzeugt schon eine beängstigende Verlorenheit, doch viel entscheidender ist die dunkle, fast erdrückende Synthesizer-Musik, die über dem Vorspann liegt. Dieser Klangteppich zieht dem Zuschauer den Magen zusammen und die Farben förmlich aus dem Filmmaterial. Kubricks Musikeinsatz ist extrem vordergründig und macht einige Szenen schwer zu ertragen. So gibt es später im Film einen Dialog zwischen Vater und Sohn, in dem Danny scheinbar behütet auf Jacks Schoß sitzt. Vati sieht vielleicht ein wenig abwesend aus, aber was er sagt, macht Mut. Wäre da nicht diese Musik, die einem den kalten Schauer über den Rücken jagt: Die Töne schwelen so gnadenlos unter dem Dialog, wie Jacks Wahnsinn hinter seiner Stirn. Man möchte aufspringen und ihm das Kind entreißen, wenn nur nicht diese blöde Mattscheibe dazwischen wäre.

Postkartenidyll

dreirad Auch die Bilder stehen dem meisterhaften Ton in nichts nach. Kubrick profitiert von der damals brandneuen Erfindung der Steadicam, einem Hydrauliksystem, bei dem die Kamera wackelfrei am Kameramann befestigt wird. Damit erschafft er fast schon rauschhafte Bilder: Danny fährt zum Beispiel mit seinem Dreirad minutenlang durch das leere Hotel, die Kamera schwebt ganz knapp hinter ihm. Durch diesen Kniff wird der Zuschauer direkt ins Geschehen eingesogen und kann sich dem Horror nicht entziehen. Von düsteren Vorahnungen gelähmt, fürchtet man sich vor jeder kleinen Ecke, weil dahinter das Grauen lauern kann. Und das bekommen wir auch bald zu Gesicht, Dannys Visionen sind erschreckend drastisch. Auch die Kulisse ist genial: Gigantische, leere Hallen wechseln sich mit erdrückend engen Fluren ab, die Einrichtung und das Licht sind so kalt wie die Landschaft draußen. Bemerkenswert ist auch das blutrot gekachelte Badezimmer, in dem Jack einen ziemlich nachhaltigen Entschluss fasst. Das Hotel ist ein monströses Geisterhaus, das ganz ohne Spinnweben und knarrende Türen auskommt. So etwas kann nur ein Meisterregisseur erschaffen.

Here is Johnny!

Der größte Star des Films ist natürlich Jack Nicholson als Jack Torrance, das muss nicht extra betont werden. Dieser Schauspieler hat den Wahnsinn quasi erfunden, niemand sonst schaut so bösartig durch eine zerhackte Tür wie er. Aber auch der Rest der Familie ist großartig besetzt. Shelley Duval als Wendy Torrance spielt die kulleräugige Hilflosigkeit mit mitreißender Intensität und der damals erst 6-jährige Danny Lloyd als Filmsohn ist einfach umwerfend. Schon allein der überzeugende Wechsel zu seinem übersinnlichen Ich „Tony“ ist ganz großes Kino. „Shining“ ist ein Meisterwerk der Gruselfilmgeschichte, das seine Genialität in jeder Einstellung zur Schau stellt, ohne jemals aufgesetzt oder verkünstelt zu wirken. Nicht umsonst wird der Film bis zur heutigen Zeit in jeder erdenklichen Form zitiert und parodiert. Weil er seine Wirkung vor allem durch die erdrückende 70er-Jahre Kulisse entfaltet, wird er mit dem Alter sogar noch beklemmender. Dieser Film sollte von jedem Horrorfan mindestens einmal im Jahr angeschaut werden. Gesünder wäre aber einmal im Quartal! Englischer Trailer
Text: S. Werner

The Strangers

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2008 I 90 min I FSK 18 the-strangers-posterAn der Kinokasse ging dieser kleine Reißer von 2008 bei uns leider etwas unter. In Zeiten von „Saw 14“ und „Freddy Krügers allerneuste Streiche“ war der Film dem Horrorpublikum wohl zu subtil. Doch wer auf echten, klassischen Grusel steht, kommt um diesen Film nicht herum.

Sommerhaus, später

Kristen und James kehren spätabends von einer Party in ihr einsames Sommerhaus zurück. Kaum angekommen, macht James seiner Freundin einen Heiratsantrag, doch sie lehnt ab. In diese reichlich angespannte Situation platzt plötzlich eine Fremde, die an die Tür klopft und nach Tamara fragt. Doch es gibt dort keine Tamara, und so verschwindet das Mädchen wieder in die Nacht. James wird das alles zu viel, er verlässt das Haus, um Zigaretten zu holen (In Amerika kommt man mit diesem alten Spruch scheinbar noch durch!). Als Kristen alleine im Haus zurückbleibt, klopft es erneut. Das Mädchen fragt wieder nach Tamara. Und so beginnt es also…

Echter Horror

Im Vorspann wird erklärt, dass der Film auf wahren Begebenheiten basiert, doch das stimmt so nicht ganz. Regisseur und Autor Bryan Bertino hat sich von einem Kindheitserlebnis inspirieren lassen, als Fremde in seiner Gegend kategorisch an Häuser klopften, um dort eventuell einbrechen zu können. Die Fremden im Film sind allerdings nicht an Mamis Ohrringen interessiert. Eher schon an Mamis Ohren. Und einfach ins Haus stürmen ist ihnen auch zu einfach. Zuerst wollen sie noch spielen. Das dieses Spiel dem Zuschauer sämtliche Nerven kostet, liegt vor allem am ungeheuren Realismus der Szenerie. Denn Kristen und der bald wiederkehrende James verhalten sich bis zum Ende des Films ganz genau so, wie sich jeder andere auch benehmen würden: defensiv, immer darauf hoffend, dass es vielleicht doch irgendwie vorbei geht. Sie mutieren nie zu Aushilfs-Rambos, die es den bösen Bösen schon zeigen. Diese Hilflosigkeit überträgt sich auf den Zuschauer, der extrem mitleidet. Eine echte Tortur.

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Psychos von damals

Eine weitere Stärke des Films ist sein Retro-Feeling. Die Macher nehmen sich erfrischend viel Zeit zum Spannungsaufbau und arbeiten viel mit Geräuschen, wie Klopfen oder alten Schallplatten. Natürlich bleibt es nicht ewig bei den Psycho-Spielchen. Am Ende gehts ans Eingemachte. Doch bis dahin sind die Bilder irritierend altmodisch: Die Nacht ist furchtbar dunkel, die Einrichtung des Hauses bräunlich und schrecklich unmodern, der Kamin manchmal die einzige Lichtquelle. Wenn dann auch noch die Fremden mit ihren Kindermasken im Raum stehen, fühlt man sich an das Terrorkino der 70er Jahre erinnert. Erwähnenswert ist auch Liv Tyler in der Hauptrolle. Sonst eher als kulleräugige Elbin Arwen aus der „Herr der Ringe“-Trilogie bekannt, spielt sie in diesem Streifen erstaunlich intensiv. Das macht das Zuschauen noch eindringlicher. Einfach schön, dass sich manche Regisseure dem gängigen Trend verwehren und nicht nur eine Todesszene an die andere reihen. „The Strangers“ besinnt sich auf die alte Regel, dass der wahre Horror im Kopf des Betrachters passiert. Selten nimmt ein Machwerk den Zuschauer so mit. Nach diesem Film verkaufst Du Dein Wochenendhaus für 10 Euro! Deutscher Trailer
Text: S. Werner

Triangle

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2009 I 95 min I FSK 16

2004 überrascht Regisseur und Autor Christopher Smith mit seiner rabenschwarzen Horrorkomödie „Severance„, in der ein Betriebsausflug einer Rüstungsfirma mächtig in die Hose geht. Auch in seiner dritten Regiearbeit bleibt Smith dem Horror treu, Komödie ist aber gestrichen.

Eine Seefahrt, die ist lustig

Als die alleinerziehende Mutter Jess mit ihren Freunden auf einen entspannten Segeltörn geht, wird sie von düsteren Ahnungen heimgesucht, die schon bald wahr werden – ihr Schiff kentert in einem Sturm. Der daraufhin auftauchende Ozeanriese ist allerdings nicht so ganz die erhoffte Rettung für die Gruppe, denn das ganze Schiff ist verlassen. Bis auf eine vermummte Gestalt. Und die ist erstaunlich unfreundlich. Während ihre Freunde einer nach dem anderen das Zeitliche segeln, äh… segnen, wird Jess einfach das Gefühl nicht los, das Ganze schon mal erlebt zu haben.

Murmeltier Tod

Leider kam Christopher Smiths Mysterygrusel bei uns nie in die Kinos, was vermutlich an der durchschnittlichen Optik liegt. Es gibt keine Schauspielstars und die Kulissen sowie die Effekte lassen schnell durchblicken, dass es sich hierbei nicht um eine Big-Budget-Produktion handelt. Doch im Gegensatz zu seinen aufgeschlitzten Darstellern ist der Film im Inneren schön. Smith greift für seine Geschichte den bekannten Wiederholungsmythos aus „Und täglich grüßt das Murmeltier“ auf, ohne ihn bloß zu kopieren, wie das schon zu viele gelangweilte Skriptautoren getan haben. Smith versorgt den Wiederholungsreigen, das muss so gesagt werden, mit frischem Blut: „Triangle“ überrascht den Zuschauer, und zwar immer wieder. Selbst wenn man sich schon wissend zurücklehnt und die Geschichte durchschaut zu haben glaubt, setzt der Film noch einen drauf. Das ist alles nicht realistisch, in sich aber schlüssig.

Blutiges Feuilleton

Wieder einmal beweist der Regisseur, dass ein Slasherfilm nicht zwangsläufig aus kreischenden Silikonpuppen bestehen muss, die sehenden Auges ins Verderben rennen. Smith ist ein selten intelligenter Reißer gelungen. Der Blutfaktor ist zwar nicht ganz so hoch, wie uns das Plakat vorgaukelt, dafür kann man das Hirn zur Abwechslung mal eingeschaltet lassen. Und das ist doch auch mal eine Erfahrung.
Trailer (deutsch):
Text: S. Werner

Fairytale Fights

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Fairytale Fights Spielcover2009 | PC, PS3, Xbox 360 | USK ab 18 Wenn wir Dir hier bei halloween.de ein Videospiel empfehlen, dann nicht ohne Grund. Es heißt nicht, dass das Spiel besonders gut ist. Der Grund kann auch sein, dass es besonders ist. Oder einfach nur anders. Nicht so „Fairytale Fights“. Dieses Spiel ist ganz besonders anders. Wo sonst geben sich Witzfiguren, welche über Leichen gehen, die Klinke in die Hand (außer in den Vorständen multinationaler Großkonzerne natürlich)? Eben! Aber hier gibt es das! Hier, bei „Fairytale Fights“ wohnt tiefschwarzer Humor in einer Bonbon-bunten Umgebung, hier leben die Attribute „putzig“ und „pervers“ Tür an Tür, wie im Regierungsviertel von… ach lassen wir das. Mordlust im Märchenland Bei den Witzfiguren handelt es sich um Märchenfiguren wie Rotkäppchen, Schneewittchen oder den Kaiser. Nicht um den Versicherungs-Kaiser, sondern um den Kaiser mit den neuen Kleidern. Obwohl er im Spiel fast keine trägt. Dazu kommt noch der Jack aus dem Märchen „Jack und die Bohnenstange“, ohne Bohnenstange. Diese vier Charaktere sind es, mit denen Du die farbenfrohe Märchenwelt in ein blutgetränktes Amok-Wunderland verwandeln kannst. Dank so toller Spiel-Elemente wie „Dynamic Slicing“ (dynamisches Schneiden) aka „Salami Violence“ und „Volumetric Liquid“ (volumetrische Flüssigkeit) sind schwungvolle Schnetzeleien und andere makabre Machenschaften möglich. Na gut, eigentlich dreht sich im Märchenland alles nur ums Schnetzeln, denn es werden reihenweise Mitleid erregende Märchenweltbewohner nach allen Regeln der Metzgerkunst massakriert. Das dynamische Schnetzeln erlaubt akkurates Abtrennen ganzer Körperpartien lebensmüder Lebkuchenmänner und volumetrisches Blut lässt den roten Lebenssaft von gestörten Hasen einerseits ansehnlich aus dem Bildschirm spritzen, andererseits die eigens gesteuerten Killer in Knuddeloptik heiter durch die entstehenden Blutpfützen rutschen. So sieht es aus, wenn Rotkäppchen eine Party schmeißt... Keiner mehr da.Die kunterbunte Welt quietschfideler Killer-Märchenfigurenfairytale fights das komplette team Von Sägeblättern und Lollies Damit die Umgebung im Laufe der mehr als 20 etwas abwechslungsarmen Abschnitte (hmmm… Abschnitte… wie passend) immer ausreichend mit Hämoglobin geschwängert ist, werden allerlei abgefahrene Waffen aufgefahren. Das sadistische Spektrum reicht von klassischen Todbringern wie Äxten oder Sägeblättern, bis hin zu Lollies. Genau. Die sind nicht nur in echt schlecht für die Zähne, sondern im Spiel auch ganz schlecht für die Gegner, die damit zu Gulasch verarbeitet werden. Unter den mehr als 100 Waffen finden sich übrigens auch Katzen-Tatzen – und die kratzen! Darüber hinaus gibt es noch verschiedene magische Tränke. Manche sind so heiß, dass man den Widersachern ordentlich einheizen kann. Andere Drinks sind so cool, dass man keine Eiswürfel mehr braucht, sondern im Nu welche aus seinen Gegnern macht. Sogar ein Säure-Sprudel, der aus munteren Märchenfiguren in Sekundenschnelle schöne Skelette macht, steht Dir als Spieler zur Verfügung. Apropos Spieler: „Fairytale Fights“ kann nicht nur allein, sondern auch mit Freunden gezockt werden. Besonders toll ist dabei, dass zusätzliche Mitspieler dank „Drop In – Drop Out“ jederzeit ins Spielgeschehen einsteigen und eingreifen können. Wenn Du die brutalen Märchengeschichten Deiner Kindheit noch nicht so recht verarbeitet hast und Dir ein Spiel auch dann gefällt, wenn es keine tolle Story, wenig Abwechslung, mittelmäßige Grafik, dafür aber gaaanz viel Blutvergießen zu bieten hat, dann solltest Du „Fairytale Fights“ ruhig eine Chance geben. Du wirst es lieben oder hassen. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich immer prima streiten. Fairytale Fights – Trailer (BLUTIG!)
Text: Sascha Adermann

Schizophrenie 2.0: „Jekyll and Hyde“ erscheint als PC-Spiel

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Im Jahre 1886 schreibt „Schatzinsel“-Autor Robert Louis Stevenson das Buch „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“. Das Buch inspiriert über 120 Jahre lang unzählige Autoren sowie Musik- und Filmemacher. Jetzt hat eine deutsche Software-Firma ein Spiel daraus gemacht. pcIn der klassischen Buchvorlage gelingt es dem liebenswerten Arzt Dr. Henry Jekyll in einem Experiment, das Böse vom Guten in der menschlichen Seele zu trennen. Durch einen blubbernden Trank aus dem Chemiebaukasten verwandelt er sich in den ungezügelten Mr. Edward Hyde, der dem Arzt die Freiheit gibt, sich einmal ordentlich auszutoben. Doch was der Normalbürger weiß, raffen intelligente Wissenschaftler nie: Man spielt nicht mit seiner Persönlichkeit herum! Schon bald verliert der Arzt die Kontrolle, verwandelt sich unkontrolliert in den bösen Wüterich und killt schließlich sogar wehrlose Menschen. In einem letzten Anfall von Vernunft beendet der fiese Mr. Hyde am Ende sein Leben selbst. Die uralte Horrorgeschichte ist mit weit über 100 Kinoadaptionen eine der am häufigsten verfilmten literarischen Vorlagen überhaupt. Kein Wunder also, dass der Stoff immer noch als Inspiration für viele Werke der modernen Popkultur dient. Ozzy Osbourne singt 1997 den Song „My Jekyll Doesn’t Hide“, 2001 nimmt die Metalband Iced Earth das Lied „Jekyll & Hyde“ auf. Figuren wie Hulk, Green Goblin oder „Der verrückte Professor“ beschäftigen sich ebenfalls mit dem Mythos der Persönlichkeitstrennung durch Wissenschaft. 1988 versucht sich auch eine japanische Spieleschmiede an dem Thema „Dr.Jekyll and Mr.Hyde„, doch mit bescheidenem Erfolg. Kritiker bescheinigen dem Machwerk teilweise Unspielbarkeit. Nun widmet Pixelcage aus Weimar dem ungleichen Duo einen sehr vielversprechenden Mix aus klassischer Rätselkost und schweißtreibenden Action-Einlagen. Dabei spinnen die Macher eine ganz eigene Story um den jungen Arzt. Im London des Jahres 1894 rafft eine mysteriöse Seuche überwiegend Einwohner aus den armen Vierteln der Stadt dahin, verschont dabei aber seltsamerweise die Kinder. Während Thilo Sarrazin es wahrscheinlich auf ein bestimmtes Armen-Gen schieben würde, will Dr. Jekyll der Krankheit auf den Grund gehen und ein Heilmittel entwickeln. Nächtelang forscht er in seinem Labor nach einem wirkungsvollen Medikament. Da er keine Versuchsperson gefährden will, probiert er seine angerührten Mittelchen an sich selbst aus, was irgendwann – Du ahnst es schon – den Hyde in ihm entfesselt. Eines Morgens wundert sich Jekyll, dass irgendwer sein Labor ziemlich rüpelhaft umdekoriert hat und mit seinem Trank verschwunden ist. Auf der Suche nach dem Präparat findet der Doktor einen unterirdischen Tunnel, der ihn in eine Art Tempel führt. Immer tiefer dringt er in die Gewölbe ein und stößt dabei auf seltsame Maschinen und grausige Machenschaften. jumpmanmine
Die Hauptfigur des Spiels bewegt sich teilweise in klassischer „Tomb Raider„-Manier durch die Katakomben von London: Er schleicht und kämpft sich durch Tempelanlagen, verlassenen Minen und Lavahöhlen, springt über Abgründe und weicht gemeinen Fallen aus. Durch bestimmte Tränke, die Jekyll direkt im Verließ anmischen kann, hat er die Möglichkeit, sich in den monströsen Mr. Hyde zu verwandeln, um mit dessen wachsenden Kräften bestimmte Aufgaben zu lösen. Doch nicht nur der Wechsel der Charaktere unterscheidet das Spiel von Lara Crofts Abenteuern, vor allem die hohe Rätseldichte zeigt, dass „Jekyll & Hyde“ mehr Adventure als Action ist. Der Arzt muss oft komplexe Maschinen manipulieren und aufwändige Schalterrästel lösen. Dafür kann er auf ein großes Inventar zugreifen, in dem er  Gegenstände sammelt und kombiniert. Außerdem muss keiner der Endgegner durch Waffengewalt besiegt werden. Nur Nachdenken bringt den Unhold zur Strecke. Gruselfans freuen sich über eine durchdachte Neuinterpretation des bekannten Themas und eine schön düstere Atmosphäre. Die gelungene Beleuchtung, die guten Synchronsprecher und die Einsamkeit wird Fans stimmungsvoller Action-Adventures erfreuen. Außerdem kann man bei dem entgegenkommenden Preis schon mal einen ausführlichen Ausflug in Londons gefährliche Unterwelt wagen. Eine Monatskarte für die englische U-Bahn kostet auf jeden Fall mehr. Name: Jekyll & Hyde Erscheinungsdatum: 10.9.2010 Preis: ca. 29 Euro Teaser

Zombies zu verschenken: Gewinne Freikarten für „Rammbock“!

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Er ist nicht der erste deutsche Zombiefilm, aber der bisher populärste. Schon seit vielen Monaten raunt man hinter vorgehaltener Hand von dem kleinen, feinen Horrorfilm namens „Rammbock“, der in Berlin spielt und unglaublicherweise vom ZDF produziert ist. Anlässlich des Kinostarts am 9. September verlost der Kürbiskönig 5 x 2 Freikarten! Der Österreicher Michrammbock1ael hat ein Problem: Er kann seine Ex-Freundin Gabi einfach nicht vergessen. Also fährt er kurzerhand nach Berlin, um es noch einmal bei ihr zu versuchen. Doch Michael hat noch ein weiteres Problem. Ein schrecklicher Virus vermehrt sich im Norden Europas in rasantem Tempo – die daran Erkrankten werden zu wütenden Bestien. In Gabis Wohnung angekommen, trifft Michael nur auf einen aufgebrachten Handwerker, der sich am Heizungsrohr zu schaffen macht. Typisch Berlin, wo man schon fürs Busfahren einen Unterleibschutz braucht. Doch der Monteur ist ein kleines bisschen wütender als üblich und will Michael fressen. Nur knapp entkommt der Protagonist dem tödliche Angriff. Als Michael im Hausflur dem 15jährigen Harper begegnet, stürmen die Infizierten auch schon den Hof. Nun müssen die beiden sich und andere vor den tobenden Zombies im Kreuzberger Hinterhaus beschützen. Die beiden Absolventen der Hamburg Media School Marvin Kren (Regie) und Benjamin Hessler (Buch) inszenieren ihren kleinen Reißer im Rahmen der ZDF-Reihe „Das kleine Fernsehspiel“. Doch wer fürchtet, die Produktion von so einem verstaubten Sender könnte zu einem jugendfreien Kasperletheater geraten, irrt glücklicherweise. Die 200.000 Euro-Produktion ist erstaunlich schmutzig und blutig. Um den Großteil des Budgets für die Effekte verwenden zu können, strich man den Film auf knackige 65 Minuten zusammen. Aus diesem Grund kommt der Film mit einem Vorfilm in die Kinos, die sogenannte „Zombiekurzfilmrolle„, die aus Einsendungen eines Zuschauer-Wettbewerbs besteht. Weil man den Film auf diese Weise in 13 preisgünstigen Drehtagen verwirklichen konnte, haben die Macher das gesparte Geld in aufwändige Masken und großartige Settings investieren können. So hebt sich das Ergebnis ganz klar von üblichen deutschen Zombie-Trash-Produktionen wie „Zombie 90“ oder „Zombie – The Resurrection“ ab. Aus diesem Grund gewann „Rammbock“ sogar ein paar beachtliche Preise, wie den „new berlin film award 2010“ als bester Spielfilm und den Publikumspreis beim „Max Ophüls Festival 2010“. ommarammbock_title
Und um Preise geht’s jetzt auch. Der Kürbiskönig verlost 5 x 2 Freikarten zum Filmstart am 9. September! Dafür brauchst Du nur folgende Frage zu beantworten:

Wie hieß eine deutsche Zombie-Komödie von 2004?

1) Mario Barth – Der Untotenfilm 2) Unterm Grabtuch wird gejodelt 3) Die Nacht der lebenden Loser 4) Keinohrzombie Schick uns bis zum 14. September 2010 Deine Lösung als Kommentar, indem Du sie unten in das Textfeld schreibst! WICHTIG: Schreib Deine E-Mail-Adresse und Deinen vollständigen Namen nebst Adresse mit dazu! Natürlich werden Deine persönlichen Daten nicht im Kommentarfeld veröffentlicht! Je nach Browser kann es aber sein, dass Du Deinen eigenen Kommentar auf der Seite sehen kannst – doch keine Sorge, niemand sonst bekommt Deine persönlichen Daten zu Gesicht! Trailer Weitere Infos zum Film Rechtliches: Eine Barauszahlung und/oder ein Umtausch des Gewinns sind nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und selbstverständlich dürfen unsere Mitarbeiter nicht am Gewinnspiel teilnehmen. Alle eingehenden Daten werden ausschließlich für die Verwendung in Zusammenhang mit unserer Verlosung gespeichert und entsprechend den Regelungen des Datenschutzgesetzes vertraulich behandelt. Die Zustellung des Gewinns erfolgt auf dem Postweg ohne Gewähr. Eine einwandfreie Angabe Eurer Daten ist Voraussetzung für die korrekte Zustellung des Gewinns.

Ein Schreck im Maisfeld – MaisMaze lehrt Dich das Fürchten

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Normalerweise ist ein Aufenthalt im Maisfeld nicht besonders gruselig. Es sei denn, Du fürchtest dich vor der Farbe Gelb oder Du bist eine Krähe, die schon bei ein bisschen Stroh mit Hut und Flickenmantel das große Flattern kriegt. Die Stadt Ditzingen in Süddeutschland könnte Dich allerdings so sehr traumatisieren, dass Du bald schon bei einer Tüte Popcorn Panik bekommst – mit einem Maislabyrinth des Grauens. Auf einer Fläche von sagenhello kittyhaften 25.000 Quadratmetern und einer Wegstrecke von 2,5 km steht in dem kleinen Städtchen Ditzingen westlich von Stuttgart eins der größten Maislabyrinthe unseres Landes. Seit vielen Jahren ist es ein beliebtes Ausflugsziel von Familien und Spaziergängern. Am Freitag, dem 3. September allerdings, wenn sich die Dunkelheit langsam wie ein Leichentuch aufs Land legt, verwandelt sich die beschauliche Idylle in einen Ort des Schreckens. Bis Samstagabend steht unter dem Motto „Aller Bösen Dinge sind vier“ auf dem riesigen Gelände das einzige MaisMaze Deutschlands, ein Horror-Labyrinth im Maisfeld, das sich in vier Themenparks aufteilt. So begegnest Du in „The Vampire“ auf einem verlassenen Friedhof ein paar missgelaunte Anwohner wie Untote und – Überraschung! – Vampire. In „Industrial Shock“ streifst Du über einen alten Schrottplatz und erschreckst Dich höchstwahrscheinlich nicht nur darüber, dass jemand ein paar brandneue Inlineskates weggeworfen hat. „Circe du Freak“ ist ein kleiner Zirkus am Stadtrand, der leider nicht von den grauenhaften Ereignissen im Maislabyrinth verschont bleibt. Ein paar Horrorclowns sorgen nun für Vorstellungen jenseits aller Vorstellungen. In der „Farm of Fear“ stößt Du schließlich auf Ratten und scheinbar leblose Vogelscheuchen. Du wirst doch vor denen nicht etwa das große Flattern kriegen? erschrockene mädelsZahlreiche Licht- und Nebeleffekte sowie ein Haufen gut verkleideter Erschrecker sorgen für viel Adrenalin in der Blutbahn. Die Macher empfehlen für die abendlichen Themenparks ein Mindestalter von 11 Jahren. Für die etwas kleineren Kinder wird am Samstagnachmittag zusätzlich ein Grusel-Labyrinth angeboten. Zu klein sollten die Sprösslinge aber auch nicht sein, Du willst ja keinen Horror-Flashback beim nächsten Kindergartenfest riskieren. Termin: 3.- 4. September ab 20 Uhr, Samstag Grusel-Labyrinth 15-18 Uhr Ort: Ditzinger Maislabyrinth, Hülben 1, 71254 Ditzingen Eintritt: Horror-Labyrinth: 4€, Grusel-Labyrinth: Erwachsene 3€, Kinder bis 12 Jahren 2€ Offizielle Website

Germany´s next Todmodel: Großes Horrorcasting für Halloween-Event

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Du lauerst manchmal stundenlang unterm Schreibtisch, um Deiner Sekretärin den Schreck ihres Lebens einzujagen? Du springst hin und wieder schreiend aus dem Wäschekorb, wenn Dein Partner sich rasiert? Du setzt gern Gummispinnen in die Pillendose Deiner Oma? Dann haben wir einen Job für Dich: Der „Movie Park Germany“ sucht 250 Dämonen, Monster und Zombies für sein Halloween Horror Fest im Oktober! Seit 1999 verwandelt sichHalloween Horror Fest der kuschelige Freizeitpark „Movie Park Germany“ für 15 Tage im Oktober in einen Ort des Grauens. Ab dem 7. Oktober wuseln drei Mal die Woche 250 Monster-Darsteller durch vier zusätzlich gestaltete Horror-Labyrinthe, um unbescholtenen Besuchern das Blut in ihren Adern schockzufrosten. Das Grusel-Event beschert dem Park nicht nur Besucherrekorde von fast 30.000 Gästen am Tag, sondern auch gleich fünfmal in Folge den Parkscout.de-Award für das „Beste Event des Jahres“. Damit auch dieses Jahr einige wehrlose Unterhosen ihr Leben lassen können, braucht es wieder jede Menge Vampire mit Biss, Skelette mit Herzblut und Zombies mit Hirn. Aus diesem Grund veranstalten die Macher des Events am 1. und am 3. September ein freies Casting, bei dem jeder auftauchen kann, der sich auch nur im Entferntesten für gruselig hält. Stuntfrau Miriam Höller, diverse Darsteller des Musicals „Wicked“ und einige Vertreter der Entertainment-Abteilung des Parks werden Dich auf Deine Schrecklichkeit testen. Auch wenn Du nicht gewinnst, Deinen Arbeitskollegen hast Du nach so einem durchgeknallten Bewerbungsgespräch sicher was zu erzählen. Abgesehen vielleicht von Deiner Sekretärin. Die liegt ja seit Deiner letzten Aktion auf der Intensivstation. Termin: 1. und 3. September ab 18 Uhr Ort: Movie Park Germany, Warner Allee 1, 46244 Bottrop Personaleingang (geradeaus am Haupteingang vorbei und bis zur nächsten Schranke laufen) Offizielle Website Fernsehbericht über das letztjährige Casting

Die Kürbisköpfe rollen wieder!

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_MG_9571Das Wetter wird mieser, die Tage werden kürzer und die Stimmung … steigt! Endlich hat der Kürbiskönig wieder Saison und sich für das diesjährige Halloween in seinem langen, unruhigen Sommerschlaf so einige Überraschungen in seinem Oberstübchen zurecht gepfriemelt. Zwar hat er in den letzten Jahren bereits zahlreiche monströse Dekorationen, ausgegorene Rezepte, zwielichtige Schminktipps und höllische Party-Ideen gesammelt, doch in den unergründlichen Tiefen seiner Nervenwindungen schlummern noch wahrhaft erschreckende Pläne, die Dir der Kürbiskönig in den nächsten Wochen bis zum 31. Oktober unterjubeln will. Da sich seine Glieder erst so langsam mit frischem Blut füllen, will es unser Herr und Meister zunächst ruhig angehen und greift für die ersten Dekorationstipps in diesem Jahr nur zu Schere und Papier: Gruselige Girlanden sind die einfache aber effektvolle Ergänzung jeder Halloween-Party und selbst bei einer kurzfristig anberaumten Feierei schnell zustande gebracht. Liebenswerterweise stellt er Dir jedes der vorgestellten Motive auch als PDF zum Ausdrucken zur Verfügung! _MG_9524_MG_9527
  Wir sind schon schrecklich aufgeregt, welch schauriger Schabernack dem Kopf des Kürbiskönig noch entspringen wird, wenn er in den nächsten Wochen so richtig in Fahrt kommt…
 

Gruselige Halloween Girlanden aus Papier

Halloween Girlanden zum selber basteln mit Vorlagen zum downloaden

Na so ein Pech! Heute Abend haben sich die Freunde des Kürbiskönigs zur Halloween-Party angesagt und bei aller Vorbereitung hat er ganz vergessen, standesgemäß zu dekorieren. Da wird der stinkige Werwolf aber wieder lästern. Denn eine gelungene, gruselige Halloween-Dekoration ist schließlich eine der Grundbedingungen für eine angemessene Halloween-Party. Nun ist es ja möglich, dass nicht jeder herumliegende Leichenteile und eklige Sachen in Einweckgläsern für eine gelungene Raumdekoration hält. Als sehenswerte Alternative bietet sich die Ausstattung mit themenrelevanten Halloween Girlanden an. Leider ist der Girlanden-Fachhandel, was die Auswahl an Motiven betrifft, erschreckend einseitig bestückt. Zur Saison findet man mit Müh und Not eine Kürbis- oder Skelettgirlande. Freunde der „Freitag der 13“-Filmreihe gehen genauso leer aus, wie Fans von Frankensteins Monster. Aber das ist jetzt vorbei! Aber der Kürbiskönig wäre nicht der Kürbiskönig, wenn er nicht seinen Erste-Hilfe-Bastel-Koffer zu Rate ziehen und in Selbsthilfe mit einem scharfen Schneidewerkzeug und ein wenig Geschick und Geduld die originellsten und gruseligsten Halloween Girlanden basteln würde. Und Du kannst das auch! Halloween Girlande basteln: Frankensteins MonsterHalloween Girlande Boogeyman Halloween Girlande Skelettkopf - Skelett Deko aus PapierHalloween Deko: Girlande Fledermaus DekoHalloween Girlande Nosferatu - Vampir Deko bastelnHalloween Girlande Jason Hockeymaske Deko basteln

Die Vorbereitung

Zeitaufwand: je nach Motiv und Länge 0,5 – 1,5 Stunden Schwierigkeitsgrad: Einfach – Anspruchsvoll Dafür benötigst Du: – farbige Papiere. Achte darauf, dass sie weder zu dünn (reißt schnell), noch zu dick (lässt sich schwer schneiden) sind. Bewährt hat sich eine Papierstärke von 150 g. Um so größer die Bögen sind, um so längere Streifen bekommst Du aus ihnen heraus und um so weniger musst Du später kleben. Besorge Dir am besten DIN A1 Bögen. – Schneidewerkzeug. Nimm dafür am besten ein Bastelskalpell. Mit denen lässt es sich wesentlich besser schneiden und man bekommt die Rundungen viel einfacher und besser hin als mit einem normalen Cutter. Zur Not geht aber auch der. – ein 30cm Lineal – Klebestift – Angelsehne – Blaupapier (im Schreibwaren und Bastelbedarf erhältlich) Halloween Girlanden aus Papier basteln - VorbereitungHalloween Deko Girlanden aus Papier

Das Basteln

Schritt 1 Entscheide Dich für eines der Motive (z.B. den lachenden Skelett-Kopf), lade es Dir mit einem Klick mit der rechten Maustaste („Ziel speichern unter“) herunter oder öffne es mit einem einfachen Klick auf das gewünschte Motiv mit der linken Maustaste und drucke es auf normalem Papier aus. Vorlage Girlande Fledermaus zum DownloadVorlage Halloween Deko basteln DownloadVorlage Halloween Deko aus Papier basteln - DownloadHalloween Kürbiskopf-Girlande aus Papier zum Download Vampir-Deko aus Papier: Girlande basteln VorlageHalloween Girlande basteln Vorlage GespenstJason Vorhees Freitag der 13. Bastel Vorlage Halloween Deko
Schritt 2 Schneide den überflüssigen Rand um das Vorlagen-Motiv weg und messe die Höhe des Motivs aus. Übertrage die ausgemessene Höhe auf das Papier aus dem Du die Girlande basteln möchtest. Schneide dann entlang der Höhenmarkierungen den Papierbogen in Streifen. _MG_9271Halloween Deko Basteln Girlande 2Halloween Deko Basteln Girlande 3Halloween Deko Basteln Girlande 3
Schritt 3 Übertrage nun mit Hilfe des Blaupapiers die Vorlagenzeichnung auf den Anfang des Papierstreifens. Lasse vor dem Motiv noch einen ca. 1-1,5 cm breiten Streifen stehen. Den benötigst Du später, um die einzelnen Stücke der Girlanden aneinander zukleben. Halloween Deko Basteln Girlande 4Halloween Deko Basteln Girlande 5Halloween Deko Basteln Girlande 6Halloween Deko Basteln Girlande 7
Schritt 4 Nun faltest Du den Papierstreifen abwechselnd nach links und rechts, wie eine Ziehharmonika. Um einen sauberen gerade Falz zu bekommen, benutzt Du am besten ein Lineal. Lasse am rechten Rand ebenfalls einen Kleberand stehen! (siehe Schritt 3). Halloween Deko Basteln Girlande 8Halloween Girlande basteln Vorlage 9Halloween Girlande basteln Vorlage 10Halloween Girlande Faltplan
Schritt 5 Jetzt kommt der aufwändigste Teil: Schneide mit dem Skalpell die markierten Stellen aus. Versuche so viele Papierschichten, wie möglich auf einmal zu durchschneiden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, nicht zu dickes Papier zu benutzen. Falls das nicht auf Anhieb gelingt, musst Du noch einmal nachschneiden. Halloween Deko basteln mit PapierHalloween Party Deko GirlandenHalloween Deko Girlanden Basteln Anleitung VorlageHalloween Party Girlanden basteln Anleitung
Schritt 6 Wiederhole nun Schritt 2-5 bis Du genügend Girlandenfragmente hast, die zusammen eine Länge ergeben, die einer Girlande würdig ist. Klebe die einzelnen Fragmente nun an den Laschen zusammen. Halloween Deko Party Girlanden Vorlage AnleitungHalloween Deko selber machen Girlanden bastelnHalloween Girlanden
Schritt 7 Damit die Girlande auch wirklich ohne zu reißen durch den Raum gespannt werden kann, fädelst Du sie auf einer Angelsehne auf. Am Anfang und Ende der Angelsehne knotest Du eine kleine Lasche, an der Du die Girlande aufhängen kannst. Um die aufgehängte Girlande daran zu hindern, nach der Aufhängung traurig zusammen zu rutschen, befestige einen Streichholz oder Zahnstocher (etc.) zwischen jeweils dem ersten und zweitem, sowie dem vorletzten und letzten Segment der Girlande. Dort bleiben dann die äußersten Segmente hängen, so dass die Girlande immer schön aufgefaltet bleibt. Halloween Deko Girlande-Auffaedelung
Na, das sieht doch schon sehr festlich aus. Kürbiskönig Halloween Party Deko GirlandenSo wird die Halloween Girlande aufgehangenHalloween Girlanden verschiedene MotiveHalloween kann kommen mit der passenden Deko Hmmm… Allerdings wird der Kürbiskönig das Gefühl nicht los, dass dieser Hockeymaske noch ein entscheidendes Detail fehlt. Irgendwas fehlt noch bei dieser Halloween Girlande
Na klar, sie ist einfach zu sauber! Jasons Hockeymaske ohne Blut ist wie Freddy Krueger im Rentierpulli. Die Girlande benötigt einfach noch etwas blutigen Pepp. Dazu füllst Du einen Becher fingerbreit mit Wasser. Das vermischst Du nun mit viel roter Farbe, so dass eine flüssige, aber kräftige rote Farblösung entsteht. In diese tunkst Du den Pinsel und verteilst nun rote Farbspritzer auf den Masken. Pass auf, dass Du es nicht übertreibst, sonst hast Du am Ende eine rote Hockeymaske und das Papier wellt sich zu sehr.

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Das Ergebnis

Endlich fertig. Zufrieden lehnt sich der Kürbiskönig zurück und beschaut genießend sein Werk. Jetzt können die Gäste kommen. (Und wenn der blöde Werwolf beim Tanzen mit seinen langen Pranken wieder alle Girlanden runterreißt und alle Luftballons kaputt macht, fliegt er dieses Jahr aber sofort raus) So ein Keller sieht doch mit einer zünftigen Halloween Girlande gleich viel gemütlicher aus

Die Toten sind da!

Sie sind da! Vor Kurzem konnte man noch erleichert sagen, dass unhöfliche Zombies, welche den Lebenden an das pulsierende Innenleben wollen, vor allem ein amerikanisches, vielleicht noch italienisches oder spanisches Problem sind. Nun schwappt die Zombiewelle etwas verspätet, dafür aber um so gnadenloser über den deutschen Horrorfreund zusammen. Mit „Rammbock“ startet am 09. September eine durchaus vielversprechende deutsch-östereichische Zombie-Produktion in den einheimischen Kinos (!). Und nicht nur das: Seit Kurzem gibt es auch eine einheimische Zombie-Comic-Serie, die „The Walking Dead“ mal zeigen will, wo der Zombie-Hammer hängt. DieTotenCover1Bereits auf dem diesjährigen Erlanger Comicsalon stellte der Comicverlag Zwerchfell den ersten Band seines ambitionierten Projektes „Die Toten“ vor. Die Comicserie erzählt vom Ausbruch einer Zombie-Epidemie in good old Germany. In der Nachbarschaft also. Ausfahrt Autobahnkreuz Hohenflechten und bei Konnopke um die Ecke. „Die Toten“ ist keine stringent zusammenhängende Geschichte, sondern besteht aus Kurzgeschichten mit einzelnen Protagonisten, die anschließend nie wieder auftauchen (bzw. meistens am Ende sowieso tot oder untot sind). Zusammen erpuzzelt sich daraus nach und nach ein vielschichtiges Bild einer deutschen Zombie-Apokalypse. DieTotenLogoCleanerBItNEG---KopieJede Episode wird von einem anderen Zeichner/Texter-Team gestaltet. Vom Verlag bekommen diese nur die Richtlinien und die wichtigsten wissenschaftlichen Fakten über die einheimischen Zombies übermittelt. Schließlich würde es nicht angehen, dass in Bayern die Zombies rennen und in Berlin schlurfen (zumal es – wenn überhaupt – sowieso eher umgekehrt wäre). Stefan Dinter und Christopher Tauber, die Köpfe hinter den Toten, sind Fans der klassischen Zombies. Den Zombies also, die torkeln und schlurfen. Mit einer eingeplanten zeitlichen Verzögerung ist nun der erste Band endlich auch im Handel erhältlich. Anlass genug für den Kürbiskönig, den beiden Machern und Zombiefreunden hinter dem Comicprojekt „Die Toten“ ein paar tiefschürfende Fragen in die Gehrinrinde zu ritzen. „Die Toten“ erzählt in mehreren abgeschlossenen Episoden vom Ausbruch einer Zombie-Epidemie in Deutschland. Die Geschichten spielen auf der Autobahn in Baden-Baden, bei München oder in Frankfurt am Main. Wodurch unterscheidet sich denn eine deutsche Zombie-Epidemie von z.B. einer amerikanischen? Erstmal durch die Waffen. In den USA greifen die Jungs einfach in ihr Handschuhfach und ziehen ’ne abgesägte Mossberg raus, um den Zombies die Köppe wegzuschießen. In Deutschland gibt es weniger Feuerwaffen, deshalb werden sich die Überlebenden wohl eher im Baumarkt mit Hieb- und Stichwaffen eindecken. Und dann durch die relative Enge – in Deutschland leben einfach mehr Menschen pro Quadratkilometer, dadurch kann sich die Seuche einerseits schneller ausbreiten und ist andererseits einfach näher an den Hauptfiguren. So richtig in der Nachbarschaft. Auch bei unseren langsamen Zombies. DT1_P23DT1_P40DT1_P56
Welche Maßnahmen würde die aktuelle Bundesregierung beim Ausbruch einer Zombie-Epidemie ergreifen? Die aktuelle? Ach, eigentlich würde jede Regierung erst einmal beruhigen und beschwichtigen, am zweiten Tag bei der WHO nachfragen und die Entscheidung noch einen Tag aufschieben und am dritten Tag die Bundeswehr mit Sandsäcken losschicken. Also genau an dem Tag, an dem eh alles schon zu spät ist… Welche Maßnahmen SOLLTE sie, nach euren Zombie-Erfahrungen, stattdessen ergreifen?! Erstmal: Georg Seeßlen die komplette Handlungsmacht übergeben. Dann, einfach, aber unschön: Alle frischen Leichen SOFORT verbrennen. Keine Gräber, keine Ansprachen, einfach Asche. Infizierte müssen leider, leider sofort erschossen und verbrannt werden. Schon existierende Zombies mit Flammenwerfern bearbeiten oder in Containern fangen und ab in die Müllverbrennung. Wem das alles zu herzlos ist: In die Kühltürme von AKWs treiben, da kommt keiner raus, keiner rein und es gibt genug Platz. Hey, hat keiner gesagt, dass das schön wird, wenn in der Hölle kein Platz mehr ist und die Toten auf die Erde zurückkommen. Die-Toten -  IllustrationWo wäret Ihr vermutlich beim Ausbruch einer Zombie-Epidemie? Im Kaufhaus, in der Zombiehorde, auf dem Campingplatz etc.? Wie würdet Ihr Euch verhalten?! Tauber: Das Haus, in dem ich wohne, verbarrikadieren, alle Infizierten darin töten und die Treppe vom Parterre zum ersten Stock kaputt hauen. Meine Freundin darf mit rein. Ganz sicher ist es aber wohl eher so: Ich gehe schwer davon aus, dass ich unterwegs um die Freundin zu retten, überfahren oder gebissen werde. Sollte ich bereits bei der Freundin sein oder sie während des ganzen Schlamassels mit mir Schluss machen, dann werde ich spätestens beim Zigarettenholen zum Zombie. Wobei… das fühlt sich als Nikotinjunkie auch ohne Untoten-Meute manchmal so an. Dinter: Mit Frau und Kind ab auf ein Boot und zur nächsten Insel. Da alles von Zombies reinigen und dann… halt auf der Insel leben. Woher kommt die anhaltende Begeisterung für Zombies, obwohl es sich bei diesen doch um eher stumme und handlungsarme Gesellen handelt?! Zombies sind einfach die besten Katalysatoren für Geschichten. Sie sind nicht romantisch wie Vampire, animalisch wie Werwölfe, programmiert wie Cyborgs. Sie haben keine Regeln, außer dass sie dich fressen wollen. Sie sind die menschenähnlichsten Monster, ohne dass sie selbst (noch) Menschen sind. Sie sind dein Ende. DieToten2CoverHardAuf welche Schauplätze und soziale Typen können wir uns in den nächsten „Die Toten“-Bänden freuen? Eine ganze Menge verschiedene… eine Burg im Schwarzwald, ein Seniorenheim in Hamburg, ein Labor in Berlin, ein Bundeswehrcamp in der Mark Brandenburg, die Fußgängerzone in Heidelberg… jeder Autor und jede Autorin bringt eine neue Sicht und ein neues Setting mit ein. Das ist für uns auch einfach superspannend zu sehen, wenn die neuen Stories reinkommen. Wann werden diese voraussichtlich erscheinen und welche Künstler werden beteiligt sein. „Die Toten“ Band 2 erscheint zu, ahem, Halloween mit Stories von Andi Völlinger mit Till Felix und Steven Bagatzky, Ponti und Ingo Römling und Stefan Dinter mit Manuel Clavel. Band 3 kommt nächsten März mit Geschichten von Barbara Kirchner mit Marc Ewert, Tilman Rau mit Benjamin Höllrigl und Dietmar Dath mit Christopher Tauber. Weitere Stories und Plots von Christopher Bünte und Boris Koch liegen vor. Nico Simon, Sarah Burrini, Martin Schlierkamp und Florian Steinl haben auch einiges vor. Es geht, kurz gesagt, rund. Welche sind Eure fünf All-Time-Zombie-Favoriten (Film, Comic, Buch, Hörspiel, Ballett etc.)? The obvious, really. „Dawn“ und „Day Of The Dead„, „Return Of The Living Dead“, [rec•], „Shaun Of The Dead“ und Max Brooks‘ „The Zombie Survival Guide“. Es gibt jede Menge Zombiekram, aber auch eine Menge, der einfach blöd ist… und im Zweifel sind wir auf der Seite von George A. Romero. Punkt. Welchen Film aus der Flut von Zombiefilmen der letzten Zeit, würdet Ihr den Lesern von halloween.de empfehlen?! Die englische Miniserie „Dead Set“ war unser Lieblingszombiebeitrag der letzten Zeit. „Zombieland“ war auch prima, aber „Dead Set“ schlägt so ziemlich alles.

Wenn Du Dir ein Bild machen willst, ob „Die Toten“ eventuell „Dead Set“ schlagen können und einen von drei Bänden gewinnen willst, beantworte einfach die folgende Frage:

Was würdest Du tun, wenn in Deutschland eine Zombie-Epidemie ausbrechen würde?!

Schick uns bis zum 08. September 2010 Deine Lösung als Kommentar, indem Du sie unten in das Textfeld schreibst! WICHTIG: Schreib Deine E-Mail-Adresse und Deinen vollständigen Namen nebst Adresse mit dazu! Natürlich werden Deine persönlichen Daten nicht im Kommentarfeld veröffentlicht! Je nach Browser kann es aber sein, dass Du Deinen eigenen Kommentar auf der Seite sehen kannst – doch keine Sorge, niemand sonst bekommt Deine persönlichen Daten zu Gesicht! dieToten--Ilustration-2
Weitere Infos zu „Die Toten“ Artikel auf halloween.de Immer aktuelle Infos über den aktuellen Stand der Epidemie gibt es auf: dem Blog zum Zombie-Comic dem Twitter-Account dem offiziellem Facebook-Account von Zwerchfell Rechtliches: Eine Barauszahlung und/oder ein Umtausch des Gewinns sind nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und selbstverständlich dürfen unsere Mitarbeiter nicht am Gewinnspiel teilnehmen. Alle eingehenden Daten werden ausschließlich für die Verwendung in Zusammenhang mit unserer Verlosung gespeichert und entsprechend den Regelungen des Datenschutzgesetzes vertraulich behandelt. Die Zustellung des Gewinns erfolgt auf dem Postweg ohne Gewähr. Eine einwandfreie Angabe Eurer Daten ist Voraussetzung für die korrekte Zustellung des Gewinns.

Zombieland

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2009 I 88min I FSK 16 zombieplakat Im Bereich der Zombiekomödie gilt über lange Zeit der englische Film „Shaun of the Dead“ als das Maß aller Dinge. Doch mit einem hohem Budget, einer gut aufgelegten Besetzung und tollen Regie-Einfällen schlägt die USA fünf Jahre später zurück. „Zombieland“ ist kommerziell äußerst erfolgreich und wird nicht ohne Folgen bleiben.  

Ich liebe es…gnnaauuuhhharrgn!

Nachdem irgendwo in Amerika jemand in einen Burger beißt, der mit BSE verseucht ist, dauert es keine zwei Monate, bis aus der Rinderkrankheit eine landesweite Zombiekrankheit und aus den vereinigten Staaten das namensgebende Zombieland geworden ist. In dem von untoten Fast Food-Fans überrannten Land gibt es noch eine handvoll Überlebender, die ihre ganz eigenen Ziele verfolgen. Da wäre der junge Ohio, ein übervorsichtiger Phobiker, dessen erste Eroberung ihn gleich mal auffressen will. Er ist auf dem Weg in seine Geburtsstadt, um nach seinen Eltern zu suchen. Nach einem Unfall trifft er auf den durchgeknallten Tallahassee, der grundsätzlich jeden Zombie vermöbelt, der ihm über den Weg läuft. Als sie auf Tallahassees fanatischer Suche nach der Süßspeise „Twinkie“ noch auf die kriminellen Mädchen Wichita und Little Rock treffen, ist die Gruppe komplett. Aber nur weil draußen die Untoten rumkriechen, muss man sich ja nicht gleich vertragen.

For Whom The Bell Tolls

Das Regisseur Ruben Fleischer früher Musikvideos gemacht hat, sieht man seinem Erstling sofort an. Wenn Ohio am Anfang seine selbstverfassten Überlebensregeln vorträgt, wird das ganze mit einem optischen Effektfeuerwerk unterlegt, das seinesgleichen sucht. Auch in punkto brutalem Zynismus ist man nicht zimperlich. Leider wird die innovative Erzählweise schon sehr bald von einer recht herkömmlichen Optik abgelöst. Die Radikalität bleibt dabei etwas auf der Strecke. Puristen wird ebenfalls stören, dass die Gruppe sich in einer riesigen Villa häuslich einrichtet, ohne diese vorher zu durchsuchen oder gar zombiesicher zum machen. Doch das alles tut dem Spaß keinen Abbruch, denn für eine Komödie ist der Film immer noch drastisch und realistisch genug. Vor allem das Finale in einem zombieverseuchten Vergnügungspark dreht ziemlich an der Splatterschraube. 2009_zombieland_007zombieland3Zombieland_11Zombieland-Jesse-Woody_l

Zombieaction und Situationskomik

Weil Zombieland ursprünglich als TV-Serie geplant ist, stehen vor allem die erstklassigen Figuren im Mittelpunkt. Wie die verschiedenen Charaktere miteinander klar kommen müssen, darum dreht sich die Geschichte. Schüchtern, durchgeknallt, hinterhältig: Was da aufeinanderprallt bietet viel Potential. Und allein schon Woody Harrelson als Twinkie-besessener Draufgänger ist ein Fest. Ein wirklich gelungener Mix aus drastischer Zombieaction und Situationskomik. Trailer (englisch)
Text: S. Werner

Rückblick: Großes Gehirne-Fressen auf der Gamescom 2010

Obwohl der Kürbiskönig naturgemäß den größten Spaß bei realen, abartigen Folterspielen im heimischen Keller oder bei Treibjagden durch heimgesuchte Kornfelder empfindet, ist auch virtueller Horror gerne gesehen – und gespielt! Da versteht es sich von selbst, dass die seelenlosen Sklaven des Kürbiskönigs per Anhalter des Todes mit Zwischenstationen in Magdeburg, Hannover und Hamm nach Köln ausgesandt wurden, um Hochwürden Bericht zu erstatten. Und somit auch Dir als halloween.de-Leser. Denn auch in diesem Jahr hat die Videospiel-Branche wieder das ein oder andere Schmankerl aufgetischt, welches den blutigen Geschmack nervenstarker Gamer trifft. Der Vorteil als untoter Messebesucher liegt ganz klar darin, dass man keine Müdigkeit empfindet. Im Gegenteil: Nach knapp sieben Stunden Fahrt und drei Gehirnen Wegzehrung stand dem Zutritt in die Hallen der höllischen Horrorspiele nur noch eines im Weg: Die zweiköpfige studentische Einlasskontrolle aka Gehirne vier und fünf. dead space 2_02fear-3_01Saw 2_01

Gehirnspender gesucht – und gefunden!

Aufgrund des Standorts der anschließend leblosen Gehirnspender und der Tatsache, dass Halloween mit riesigen Schritten näher rückt, führt uns der Weg zunächst zu Konami. Denn dort können, bzw. wollen wir zwar nicht Real Life-Jigsaw Killer spielen, aber zumindest „Saw 2: Flesh and Blood“ zocken. Das Game kommt nämlich bereits pünktlich zu Halloween auf den Markt. Im Spiel bekleiden wir die Rolle des Detective Trapp, welcher den fiesen, blassen Fallenbauer schon ewig und drei Tage lang jagt. Musste er sich bisher in erster Linie mit den gepeinigten Opfern beschäftigen, so ist er nun plötzlich selbst Teil des sadistischen Spiels. Und somit dürfen wir uns wieder selber verstümmeln und fiese Rätsel lösen, wenn wir am Leben bleiben wollen. Die Atmosphäre ist wie beim Vorgänger schön dicht und ungemütlich, es gibt für Zombies allerdings noch zu wenig Gehirne. Ein kleiner Minuspunkt. Appetit hat „Saw 2: Flesh and Blood“ aber gemacht, deshalb gibt es im Anschluss ein kleines Hirn als Zwischenmahlzeit – klein deshalb, weil Nummer Sechs einfach kein besonders großes Hirn hat. Da unsere Lust am Spielen erst geweckt und unser Hunger vorerst gestillt ist, widmen wir uns zunächst der spielbaren Version von „F.E.A.R. 3.“ Dafür, dass das Spiel erst 2011 erscheinen wird, können wir schon ordentlich was wegschießen. Wie bei den Vorgängern dreht sich die Geschichte um das mysteriöse Mädchen namens Alma – deren paranormale Fähigkeiten und Kräfte im Vergleich zu vergangenen Tagen spürbar gewachsen sind. Oh Freude schöner Gotterfunken! Typisch ist auch für „F.E.A.R. 3“ wieder einmal die einschüchternde Art des Horrors: Merkwürdige Erscheinungen, die nur für Sekundenbruchteile zu sehen sind und plötzliche Schreckmomente halten uns auf Trab. Deshalb sind wir der Meinung, dass die Anschaffung eines Herzschrittmachers durchaus Sinn machen dürfte – nur so lassen sich unangenehme Aussetzer ohne Folgeschäden überstehen. Wahrscheinlich. Sicher sind wir uns nicht. Sicher ist nur, dass es gut ist, dass wir zuvor das kleine Hirn Nummer Sechs hatten, andernfalls hätte uns das Gesehene sicher auf den Magen geschlagen.

Schwerelos? Erzähle bloß!

Wie reizvoll es sein kann, mal nicht selber das Joypad zu bedienen, zeigte Electronic Arts, denn ein weiteres Highlight war die Präsentation von „Dead Space 2„: Der beklemmende Sci-Fi-Horror des ersten Teils sorgte seinerzeit reihenweise für Angstzustände. Ganz zu schweigen davon, dass die Gewaltdarstellung nichts für zartbesaitete Zeitgenossen war. Daran ändert sich im Nachfolger… nichts! „Dead Space 2“ wird aller Wahrscheinlichkeit nach zu den gruseligsten Games gehören, die Anfang 2011 in den Laufwerken rotieren. Denn auch wenn sich Protagonist Isaac im zweiten Teil öfter Mal „ins Freie“ und damit häufiger in die Schwerelosigkeit begibt, schmälert das kaum die Angst des Spielers vor der nächsten unliebsamen Überraschung. Höchstens die klaustrophobischen Symptome. Denn es gilt, trotz aller Metzeleien im Freien: Im Weltraum hört Dich niemand schreien! Nicht in der Schwerelosigkeit, aber immerhin in luftigen Höhen befinden wir uns im Spiel „Bioshock: Infinite„. Denn im Gegensatz zu den beiden ersten Teilen, welche Unterwasser spielen, bewegen wir uns diesmal in einer steampunkigen Umgebung zwischen Luftschiffen und fliegenden Gebäuden. Die virtuelle frische Luft macht natürlich hungrig – auch in echt. Ein weiterer kleiner Pausensnack, die lucky number Seven, schafft Abhilfe. Aber zurück zur über den Wolken schwebenden Steampunk-Stadt. Klingt nicht besonders gruselig? Stimmt. Aber tatsächlich ist „Bioshock: Infinite“ SEHR gruselig, weil total unheimlich. Es fällt schwer in Worte zu fassen, was wir in der Lounge im viktorianischen Stil, auf Ledercouches sitzend und Gehirne verdauend, gesehen haben. Aber es ist allein deshalb so spooky, weil es wirklich unwirklich erscheint. Wie die Visualisierung eines Alptraumes, in dem vieles echt, aber dennoch befremdlich ist. Wenn im Internet die bewegten Bilder dessen erscheinen, was wir gesehen haben, dann wisst Ihr, wovon wir reden. Oder schreiben. Nicht von Gehirn in Scheiben.