Brüste, Bier und Blutfontänen: Piranha 3D startet in den Kinos

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Wenn ein Haufen bissiger Fische eine gigantische Party aufmischt, ist der Spaß schnell vorbei. Außer für den Zuschauer, denn was hier an pechschwarzem Humor aufgefahren wird, sucht wirklich seinesgleichen. plakatEs ist Spring Break in Arizona und die Jugend strömt zum Lake Victoria, um sich in Bikini und Bermudashorts ordentlich die Kante zu geben. Sheriff Julie Forrester (sexy: Elisabeth Shue) und ihr Deputy Fallon (Kampfkoloss Ving Rhames) haben alle Hände voll zu tun, um die durchgeknallte Meute halbwegs unter Kontrolle zu halten. Doch dieses Jahr hat sich ein wirklich wilder Haufen angemeldet: ein Schwarm urzeitlicher Piranhas, der wegen eines Erdbebens aus einem unterirdischen See zur Nackedei-Parade gelangt. Und als wenn das nicht schon für genug Probleme sorgen würde, hockt Julies Sohn auch noch mit zwei scharfen Porno-Bunnies auf einer sinkenden Yacht. Das Buffet ist eröffnet!

Same Fish, Different Movie

Horrorfans wissen, dass bereits zwei Piranha-Teile von zwei namenhaften Regisseuren existieren. Bei Teil 1 aus dem Jahre 1978 hat Gremlins-Regisseur Joe Dante schon einmal mit einer Horde gefräßiger kleiner Monster üben können, Teil 2 von 1981 wurde von keinem geringeren als Mr. James „Avatar“ Cameron inszeniert. Außerdem entstand im Jahr 1995 ein TV-Remake namens „Die Rückkehr der Piranhas„. Und obwohl sich das Horrorkino immer noch in einem Remake-Wahn befindet, ist „Piranha 3D“ von Regisseur Alexandre Aja (The Hills Have Eyes) alles andere als nur ein liebloser Aufguss in der dritten Dimension. Lediglich die Ausgangssituation – Fische fressen Menschen – ist gleich, der Rest ist brandneu und heftiger als je zuvor. Tatsächlich haben sich die Effektspezialisten so massiv ausgetobt, dass Dich in diesem Film die krassesten Kills der Filmgeschichte erwarten. Zum Beispiel Leute, die in der Mitte auseinanderreißen, während man sie aus dem Wasser trägt. Und sowas gehört noch zu den harmlosen Sachen. Diese grotesken Gewaltorgien werden nun mit Wet-T-Shirt Contests (in 3D!!!) und weiteren, vollkommen sinnlosen Schmuddeleinlagen zu einem wahnwitzigen Cocktail für große Jungs zusammen gerührt. Das ist ganz großes Kino! In Zukunft wird wohl kein Männerabend mehr ohne diesen Film auskommen. bunniesrettungwasserleiche
Filmfans können sich außerdem über ein paar ausgelassene Gastauftritte freuen. Richard Dreyfuss spielt exakt seine Rolle aus „Der weiße Hai“ nach und Christopher Lloyd gibt den durchgeknallten Wissenschaftler, den er schon als Doc Brown in „Zurück in die Zukunft“ so eindrucksvoll spielte. Außerdem ist „Hostel“ Regisseur Eli Roth wieder einmal als Schauspieler zu sehen. Man merkt diesem Film einfach an, wie viel Spaß die Crew beim Dreh hatte. Und wenn James Cameron tobt, weil dieser Film den guten Ruf von 3D besudelt, dann rufen wir ihm zu: „Geh mit Deinen Schlümpfen spielen, Jimmi, wir machen uns noch ´n Bier auf!“ Offizielle Website

Ein gebildeter Geist: Dr. Kürbis beantwortet ab heute Deine Fragen!

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Fragen-sie-drHalloween nähert sich mit großen Schritten, was den Kürbiskönig natürlich in Hochstimmung versetzt. Nachdem er seit letzter Woche seine filigranen Bastelarbeiten der Weltöffentlichkeit präsentiert, teilt er nun seinen monstermäßigen Wissensschatz mit Dir. Als Horrorfan bist Du ziemlich einsam. Du hockst in Deinem abgedunkelten Raum, kicherst psychotisch vor Dich hin und knabberst hin und wieder an einer Kakerlake. Wenige Menschen geben sich mit Dir ab, meistens sind das auch nur Pfleger oder Psychotherapeuten, die unsinniges Zeug reden. Isoliert vom Rest der Menschheit ziehst Du Dir einen Film nach dem anderen rein, verschlingst düstere Comicbücher oder klickst Dich durch dubiose Halloween-Seiten. Und wie jeder normale… äh… also wie jeder Mensch, machst Du Dir natürlich Deine Gedanken über das, was Du den ganzen Tag so siehst. Doch keiner möchte mit Dir darüber reden. Der schnarchige Therapeutenonkel notiert nur immer unablässig in seinem Heft herum und vom fiesen Pfleger setzt es eh nur Prügel. Doch Du kannst Dich freuen! Ab heute hört Dir jemand zu. Ab heute ist ein Verstand für Dich da, der ebenso krank und verdorben ist wie Deiner. Sein Name ist Dr. Kürbis. Und im Gegensatz zu Dir sitzt er auf der anderen Seite der Tür und kann Dich mit all dem Wissen versorgen, dass Dir bisher verwehrt blieb. Alles rund um Horror, Angst, Metzeleien und andere herzerfrischende Sachen ist das Spezialgebiet unseres höllischen Experten.

Frag den bösen Dr. Kürbis, er ist einer von den Guten!

Hier geht´s zur Frage-Seite!

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Fragen Sie Dr. Kürbis! – Teil 1: Todesfälle in Disneyworld

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Die Frage:

Lieber Dr. Kürbis! In Disney World ist immer alles bunt und es herrscht gute Laune. Selbst das frisch Erbrochene wird innerhalb von Sekunden mit Sägespänen abgedeckt. Aber diese zuckersüße Fassade hat doch sicherlich ihre Kehrseite. Was gabs für Todesfälle in Disney World? Dein Leon

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Die Antwort:


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Lieber Leon! Zunächst einmal hast Du natürlich recht, die Walt Disney Company betreibt eine quietschbunte Weichspülerpolitik, die bei Unsereins ganz schnell dazu führen würde, dass die besagten Sägespäne in Sekundenschnelle wieder bedeckt wären. Tod und Gewalt existieren in den zahlreichen Disney-Welten genauso wenig wie Sex. Egal ob wir von Fernsehserien wie „Hannah Montana“, „Micky Maus“-Comics oder eben diesen künstlichen Freizeitpark-Welten sprechen. Eine erfrischende Ausnahme sind heutzutage die Duck-Geschichten von Don Rosa und rückblickend auch irgendwie der Großteil der Comics von Carl Barks, bei dem Brandbomben auf Nachbarn, Prügelstrafen für Kinder und sich gegenseitig fetzende Onkel eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Aber ich schweife ab. Ähnlich wie „Micky Maus“ mittlerweile den biedersten Moralapostel gibt, so sind auch die zahlreichen Disney-Themenparks die Manifestation des erhobenen Zeigefingers des Gutmenschentums. Soll heißen: Gewalt, Drogen, Unglück, Sex und Tod gibt es nicht hinter den Toren von Disney World. So jedenfalls die Hoffnung der Company. Die Realität innerhalb dieser irrealen Welten ist dann doch wieder eine andere und sie kommt mir doch sehr „menschlich“ vor, denn natürlich haben sich hier schon Unzählige verletzt und nicht wenige Menschen sind gestorben! Das originale Disneyland in Kalifornien kommt seit 1955 auf 13 Tote, die überwiegend auf das Missachten von Sicherheitsbestimmungen seitens der Besucher oder das Missachten der Besucher seitens unsicherer Fahrgeräte zurückzuführen sind. Disney World in Florida ist seit 2001 verpflichtet, Verletzungen und Todesfälle bei staatlichen Behörden zu melden. Meines Erachtens sinnvoll, da beispielsweise vom ersten Quartal 2005 bis zum ersten Quartal 2006 vier Todesfälle und 19 Verletzte registriert wurden. Nicht nennenswert besser steht das Disneyland Paris da, das 2007 den Tod eines 14-jährigen Mädchens im „Rock’n’Rollercoaster“ zu beklagen hatte. Schon drei Jahre zuvor prügelte ein Stuntman einen anderen zu Tode – beide waren als Darsteller im Park angestellt. Wenn Du einen umfassenden Überblick über die doch gar nicht so quietschbunten Welten der Disney Company bekommen möchtest, kannst Du Dir auch die Wikipedia zu Gemüte führen, die eifrig jede Unbill auflistet . Fairerweise sei hier noch erwähnt, dass das Freizeitpark-Charakter-Treten immer noch in Mode zu sein scheint: 2005 hatte alleine Walt Disney World 773 verletzte Angestellte zu vermelden, die eine von 270 Figuren dargestellt haben. 14 Prozent davon wurden durch Schläge, Tritte oder Geschubse von Gästen verletzt. Und 2009 kam ein 60-jähriger Besucher vor Gericht, da er die Brüste von Minnie Maus betatscht hatte. Soviel zur zuckersüßen Fassade. Dein Dr. Kürbis PS: Und hier ein Clip aus der Zeit, als Micky Maus noch Skeletten zum Tanz aufspielen durfte:

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Angst hoch zehn: Das Halloween Horror Fest 2010 erwartet Dich!

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Ende August hat der Kürbiskönig noch vom Horrorcasting berichtet, jetzt sind alle Monster in Sarg und Tüten. Von heute an steigt die größte Halloween-Party Europas im Movie Park Germany. Fürchte Dich, fürchte Dich sehr! Obwohl der düsterplakate, verregnete Sommer schon ein Fest für jeden Horror-Fan war, beginnt nun endlich wieder die schönste Jahreszeit für jeden Freund des Morbiden: die Halloween-Saison! Im Supermarkt stapeln sich die Kürbisse, in der Spielzeugabteilung türmen sich die Masken und die gruselige Verkäuferin von Kasse 3 ist auch wieder da. Auch der Movie Park in Bottrop verwandelt sich alljährlich vom fluffigen Familienpark in eine gigantische Geisterbahn. Dafür fahren die Veranstalter unglaubliche 250 Monster-Darsteller auf, die nicht etwa wegen einer amtlich angeordneten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme unmotiviert durch den Park schlurfen, sondern durch ein knallhartes Casting sozusagen die Crème de la Crème der Erschreckerzunft bilden. Damit diese Darsteller nicht hinter der quietschbunten Wasserrutsche hervorspringen müssen, wird der ganze Park natürlich halloweenmäßig umdekoriert. Nebel, Grabsteine, Leichenteile und vier zusätzliche, aufwändig gestaltete Horror-Labyrinthe sorgen für eine Horror-Atmosphäre der Extraklasse. So darfst Du durch ein Hospital voller durchgeknallter Patienten streifen, Dich in einer zombieverseuchten Stadt umsehen und im Baboo Twister Club an einem Bloody Mary mit extra viel „Blood“ nippen. Außerdem läuft bei einer Monster-Show nicht immer alles glatt und Du kannst in dem weltweit einzigen, offiziellen „Paranormal Activity„-Haus dem fiesen Dämon aus dem Film begegnen. Nicht umsonst beschert das Grusel-Event dem Park regelmäßig Besucherrekorde von fast 30.000 Gästen am Tag und dazu fünfmal in Folge den parkscout.de-Award für das „Beste Event des Jahres“. Solch einen Aufwand zu betreiben, um Leute zu Tode zu erschrecken, das ist ganz im Sinne des Kürbiskönigs! spinnehausbeulezombies
Das Halloween Horror Fest findet ab dem 7. Oktober an jedem Donnerstag, Freitag und Samstag und natürlich am 31. Oktober statt. Von 12:00 bis 17:00 Uhr gibt es ein Kinder-Halloween-Programm, von 18:00 bis 22:00 Uhr läuft dann das Erwachsenen-Programm, von dem Du Deinen Sprössling lieber fernhältst. Der Eintritt ist im normalen Parkpreis enthalten. Vom 7. bis 29. Oktober gibt es an allen Halloween-Tagen das After-Dark-Ticket ab 15:00 Uhr für 24,90 Euro (donnerstags nur 21,- Euro). Für den 30. und 31. Oktober gibt es Tickets nur im Vorverkauf. Mehr Infos: www.movieparkgermany.de

Das Kleben ist schön: Neue Bastelfiguren auf halloween.de

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Ausgehöhlte Kürbisse, Skelette und Gespenster aus Papier – die Halloween-Dekoration im deutschen Einzelhandel ist nicht gerade abwechslungsreich. Doch wie schön, dass der Kürbiskönig ein kaltes Herz für Dich hat. Ab heute wird er Dir ein paar originelle Bastelbögen präsentieren, die garantiert ein Hinkucker sind. zylinderWenn der König eipappfigurne Schere in die Hand nimmt, können zwei Sachen passieren. Entweder, er dekoriert einen seiner Gefangenen im Verließ um oder er bastelt eine putzige Figur an seinem Schreibtisch. Da wir das Umdekorieren unschuldiger Opfer schon oft genug gezeigt haben (erinnere Dich nur an den Artikel „Brustkorb öffnen – aber richtig“) wird es nun Zeit, Dir endlich einmal die knuffigen Bastelfiguren des Kürbiskönigs zu präsentieren. Bis Halloween wirst Du auf dieser Seite nun in regelmäßigen Abständen die wichtigsten Monster der Horror-Geschichte als Bastelvorlage finden. Den Beginn macht dabei – wie sollte es anders sein – ein Abbild des King of Kürbis himself. Mit detaillierter Bastelvorlage und ausführlicher Anleitung ist es für Dich von nun an ein Kinderspiel, ein paar ausgefallene Dekorationen zu Dir nach Hause zu holen. Schnapp Dir Lineal, Kleber und ganz viel scharfes Werkzeug und huldige Deinem König! Hier geht’s zur Anleitung!

Halloween Monster Bastelfiguren

Ja, sind sie nicht knuffig? Der Kürbiskönig und seine Kumpels von halloween.de haben es sich zur Aufgabe gemacht, jeden Besucher von halloween.de sicher durch die gefährliche Webseite zu navigieren. Natürlich nicht ohne die ahnungslosen Gemüter dabei in die eine oder andere fiese Falle tappen zu lassen. Aber ein Besuch auf halloween.de erfolgt ja sowieso auf eigene Gefahr. Soviel Popularität bleibt natürlich nicht ohne Folgen. An jeder Ecke lauern kreischende Teenager und versuchen einem Liebesbriefe in den verrotteten Ausschnitt zu stecken. Dafür gibt es jetzt jedoch eine Lösung. Mit den Bastelbögen von halloween.de kann sich nun jeder seine eigene Halloween-Lieblingsfigur basteln.

Inhalt

Teil 1 – Der Kürbiskönig Teil 2 – Der Werwolf Teil 3 – Nosferatu Teil 4 – Der Unsichtbare Teil 5 – Die Mumie Teil 6 – Der Kiemenmensch

Halloween Monster Bastelfiguren

Teil 1 – Der Kürbiskönig

Es beginnt, wie sollte es anders sein, mit seiner orangenen Majestät persönlich!

Kürbiskönig: Der Bastelbogen


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Lade Dir als erstes den Bastelbogen herunter. Er besteht aus zwei DIN A4-Blättern. Klicke dazu einfach auf die Abbildungen. Drucke diesen entweder bei Dir zu Hause auf Deinem Drucker aus oder gehe dazu in einen Copy-Shop. Die Copy-Shop-Variante hat den Vorteil, dass sie meist eine größere Auswahl an Papieren in unterschiedlichen Stärken haben und die Qualität oft etwas besser ist. Dafür kostet es natürlich Geld. (Nichts ist perfekt.) Damit die Figur am Ende einigermaßen stabil ist, solltest Du etwas festeres Papier bzw. Karton nehmen. Nicht zu dick, sonst lässt es sich nur noch schlecht falzen und auch das Ausschneiden ist mühselig. Ideal ist eine Papierstärke um 200 g.

 Kürbiskönig: Das Basteln

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Schneide als erstes alle Elemente aus. Die gestrichelten Linien nicht schneiden. Die werden später gefaltet. Vergiss nicht, an den Seiten des Körpers die Schlitze für die Arme zu schneiden.
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Halloween-Bastelbogen-Kuerbiskoenig30Halloween-Bastelbogen-Kuerbiskoenig31Halloween Bastelbogen Kuerbiskoenig(24)Halloween-Bastelbogen-Kuerbiskoenig25Halloween-Bastelbogen-Kuerbiskoenig4Halloween-Bastelbogen-Kuerbiskoenig26Halloween-Bastelbogen-Kuerbiskoenig23

Am besten bastelst Du als erstes den Zylinder (Elemente 1-3), der ist am fuzzeligsten. Benutze zum Kleben einen guten, sauberen und vor allem nicht zu langsam trocknenden Kleber.



Bevor Du den Körper (Element 6) faltest, bereite die Falze vor, indem Du sie mit einem flachen, aber nicht zu scharfen Gegenstand entlangfährst. Gut eignet sich dafür die stumpfe Rückseite eines einfachen Speisemessers. Der Vorteil dieser Arbeit liegt darin, dass Du anschließend einen sauberen Falz setzen kannst, ohne dass das Papier bricht. Experten können natürlich auch ein Falzbein benutzen.



Da der Körper des Kürbiskönigs sehr hoch und schmal ist, wird es am Ende etwas schwierig, die letzten Klebekanten aneinander zu pressen, um die maximale Klebewirkung zu erreichen. Benutze dann dafür einfach wieder ein Speisemesser oder einen ähnlich langen, stabilen Gegenstand.
Halloween-Bastelbogen-Kuerbiskoenig27Halloween-Bastelbogen-Kuerbiskoenig33Halloween-Bastelbogen-Kuerbiskoenig37Halloween-Bastelbogen-Kuerbiskoenig9 Schneide in der Stehfläche (Element 10) das markierte Kreuz ein und falte die Dreiecke anschließend nach oben. Klebe an ihnen den Körper des Kürbiskönigs fest.
Halloween-Bastelbogen-Kuerbiskoenig15Halloween-Bastelbogen-Kuerbiskoenig20Halloween-Bastelbogen-Kuerbiskoenig12Halloween-Bastelbogen-Kuerbiskoenig11 Der Bastelbogen enthält zwei Münder (Element 5) für den Kürbiskönig. Je nachdem welchen Du wählst, schaut er grimmig oder zeigt ein breites Grinsen. Achte darauf, den Mund besonders sauber auszuschneiden, damit es keine weißen Blitzer gibt. Klebe den Mund dann einfach ins Gesicht. Genauso gehst Du bei den Füßen (Element 9) vor. Die Arme (Elemente 7-8) kannst Du einfach in die Schlitze an den Seiten des Körpers stecken. Das hält auch ohne Kleber. Schneide in die Hand des rechten Armes (Element 8 ) die weiße Markierung ein. Hier kannst Du den Zylinder befestigen, auf dass der Kürbiskönig freundlich (oder grimmig) grüßt.

Kürbiskönig: Das Ergebnis

Fertig ist der freundlich-grimmige Kürbiskönig. Er zieht den Hut. Für alle Freunde der Statistik: Der Maßstab beträgt übrigens 1:20. Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Wir basteln uns unser eigenes Halloween-Personal!

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Teil 2 – Der Werwolf

Weiter  geht es mit dem dem freundlichen Werwolf.

Werwolf: Der Bastelbogen

Der Bastelbogen für den Werwolf funktioniert im Wesentlichen nach dem gleichen Prinzip, wie der Kürbiskönig. Durch das Fell ist das Ausschneiden jedoch etwas aufwändiger. Lade Dir als erstes den Bastelbogen herunter. Er besteht aus zwei DIN A4-Blättern. Klicke dazu einfach auf die Abbildungen. Du solltest etwas festeres Papier bzw. Karton nehmen. Ideal ist eine Papierstärke um 200 g.

Werwolf: Das Basteln

Schneide als erstes alle Elemente aus. Die gestrichelten Linien nicht schneiden. Die werden gefaltet. Schneide die mit einem hellen Streifen markierten Stellen an Kopf (Element 1) und Körper (Element 4) mit einem Cuttermesser ein. Dort werden später die Ohren (Element 3) bzw. Schwanz (Element 7) und Arme (Elemente 5-6) hineingesteckt. Das ausgeschnittene Gesicht (Element 2) klebst Du auf die Vorderseite des Kopfes. Je nachdem, wie Du die Arme in die Seiten einführst, ragen die Arme entweder nach vorne oder stehen zur Seite ab. armschlitz armschlitz2
Arm wird von vorn eingeschoben und ragt anschliessend nach vorn. Vorher den Falz knicken. Arm wird von hinten eingeschoben und steht anschliessend zur Seite ab. Von den Armen und dem Schwanz gibt es jeweils noch eine zweite, spiegelverkehrte Variante. Wenn Du sie aneinander klebst, sieht der Werwolf von jeder Seite vollständig und vorzeigbar aus und muss sich nicht auf der linken Seite mit einem weißen Schwanz begnügen.Schneide in der Stehfläche (Element 9) das markierte Kreuz ein und falte die Dreiecke anschließend nach oben. Klebe an ihnen den Körper des Werwolfs fest.

Werwolf: Das Ergebnis

Fertig ist der freundliche Werwolf. Mit ihm kann man übrigens super Schwarzer Peter spielen. Schade nur, dass er einem anschliessend mit seinen überlangen Klauen die Bauchdecke aufreißt. In nicht Vollmond-Tagen/Nächten ist er übrigens Kindergärtner von Beruf. bastelbogen-werwolf4 bastelbogen-werwolf2 bastelbogen-werwolf


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Teil 3 – Nosferatu

Es folgt Nosferatu. Seine staubige Durchlaucht: Der Fürst der Dunkelheit und König der Vampire.

Nosferatu: Der Bastelbogen

Der Nosferatu ist etwas schwieriger zu bauen als die anderen Figuren. Das liegt vor allem an seinem langen, zylindrischen Körper. Lade Dir als erstes den Bastelbogen herunter. Er besteht aus zwei DIN A4-Blättern. Klicke dazu einfach auf die Abbildungen. Du solltest etwas festeres Papier bzw. Karton nehmen. Ideal ist eine Papierstärke um 200 g. Halloween-Bastelbogen-Nosferatu-Bild-2Bastelbogen-Nosferatu-teil1Bastelbogen-Nosferatu-teil2

Nosferatu: Das Basteln

Schneide als erstes alle Elemente aus. Die gestrichelten Linien nicht schneiden. Die werden gefaltet. Schneide die mit einem hellen Streifen markierten Stellen am Körper (Element 1) mit einem Cuttermesser ein. Dort werden später die Ohren (Element 3) bzw. die Nase (Element 2) und die Arme (Elemente 6) hineingesteckt. Rolle den ausgeschnittenen Körper mit der Hand vor. Benutze zum Kleben einen gut und schnell haftenden Kleber. An den Stellen, wo Du mit den Händen nicht mehr herankommst, nimmst Du einen langen festen Gegenstand (wie ein schmales Messer) mit dem Du von innen die Klebestellen aneinander presst, bis sie nicht mehr verrutschen. Stülpe nun die Stellfläche (Element 7) über den geklebten, zylindrischen Körper und klebe die Zacken von unten gegen die Stellfläche. Dazu musst Du sie natürlich vorher umknicken. Um die Kopfplatte (Element 4) anzukleben, schmiere den oberen Rand des Körper-Zylinders von innen mit Kleber ein. Falte die Zacken der Kopfplatte um und schiebe nun die Kopfplatte mit den Zacken nach unten in die Kopföffnung, so dass die Zacken im Zylinder am Kleber anliegen. Drücke nun mit einem langen festen Gegenstand die Zacken der Kopfplatte fest. Wenn das gut geklappt hat, ist das Schwerste überstanden. Klebe den Mantelsaum (Elemente 5) am spitzen Ende zusammen und anschließend mit dem anderen Ende jeweils links und rechts am Körper fest. Nun musst Du nur noch die Arme, Ohren und Nase in die zugehörigen Öffnungen stecken. Die Nase vorher im Nasenrücken falten. Ein guter Effekt entsteht, wenn du die Hände ineinander verhakst.

Nosferatu: Das Ergebnis

Fertig ist Nosferatu, der steife, stolze Vampirfürst. Er ist mittlerweile um die 436 Jahre alt, hat prinzipiell gute Manieren, bringt aber durch die lange Untotenzeit gerne mal das eine oder andere durcheinander. Außerdem müffelt er leicht nach alter Erde. (Der Werwolf behauptet, irgendjemand sollt Nosti mal den Stock aus dem Arsch ziehen. Bevor man dem zustimmt, sollte man aber bedenken, dass dieser Satz von jemandem stammt, der seine Leber gerne frisch aus dem Magen und ohne Besteck und Zwiebeln isst!) Halloween-Bastelbogen-Nosferatu-Bild-1Halloween-Bastelbogen-Nosferatu-Bild-2

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Teil 4 – Der Unsichtbare

Er taucht auf: Der Unsichtbare. Ein durchschaubarer Charakter und trotzdem schwer zu fassen

Der Unsichtbare: Der Bastelbogen

Etwas kniffelig zum Basteln ist er, der Unsichtbare. Das liegt vor allem daran, dass die meisten seiner Körperteile schlicht unsichtbar sind und deswegen das Ausschneiden nicht immer einfach ist. Außerdem ist er sehr stark behaart, was die Sache noch zusätzlich etwas verkompliziert. Lade Dir als erstes den Bastelbogen herunter. Er besteht aus zwei DIN A4-Blättern. Klicke dazu einfach auf die Abbildungen. Du solltest etwas festeres Papier bzw. Karton nehmen. Ideal ist eine Papierstärke um 200 g. Halloween-Bastelbogen-Unsichtbarer-Bild-1BastelbogenUnsichtbarer-teil1BastelbogenUnsichtbarer-teil2

Der Unsichtbare: Das Basteln

Schneide als erstes alle Elemente aus. Die gestrichelten Linien nicht schneiden. Die werden gefaltet. Schneide die mit einem hellen Streifen markierten Stellen am Körper (Element 5) mit einem Cuttermesser ein. Dort werden später die Arme (Elemente 1-2) hineingesteckt. Bastle Körper und Kopf separat zusammen und klebe sie anschließend aufeinander. Befestige nun an den dafür vorgesehenen Einschnitten die Ohren. Du musst sie nicht festkleben, sondern kannst sie einfach in die Schlitze schieben. Das hält. Das Gleiche gilt für die Nase. Element 4 befestigst Du, wie markiert, im Schritt.

Der Unsichtbare: Das Ergebnis

Fertig ist ein überzeugender Unsichtbarer. Aber Vorsicht! Wie die Erfahrung zeigt, wirkt sich das Unsichtbar sein auf Dauer negativ auf den Charakter aus. Aus diesem Grund zahlt es sich aus, ihn immer so gut wie möglich im Auge zu behalten. Streue zu diesem Zweck einfach etwas Mehl um die Figur. Allerdings sind wir guter Dinge, dass er sich demnächst etwas anzieht. Halloween-Bastelbogen-Unsichtbarer-Bild-1Halloween-Bastelbogen-Unsichtbarer-Bild-2Halloween-Bastelbogen-Unsichtbarer-Bild-3

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Teil 5 – Die Mumie

Immer staubig. Immer schlecht gelaunt. Der Fluch der Mumie – er trifft auch Dich!

Die Mumie: Der Bastelbogen

Für die Mumie benötigt man aufgrund der langen zylindrischen Grundform etwas Geschick beim Zusammenbasteln. Lade Dir als erstes den Bastelbogen herunter. Er besteht aus zwei DIN A4-Blättern. Klicke dazu einfach auf die Abbildungen. Du solltest etwas festeres Papier bzw. Karton nehmen. Ideal ist eine Papierstärke um 200 g. Halloween-Bastelbogen-Mumie-Ansicht-2Bastelbogen-Mumie-Vorschau-1Bastelbogen-Mumie-Vorschau-2

Die Mumie:Das Basteln

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Schneide als erstes alle Elemente aus. Die gestrichelten Linien nicht schneiden. Die werden gefaltet. Rolle den ausgeschnittenen Körper (Element 1) mit der Hand vor. Benutze zum Kleben einen gut und schnell haftenden Kleber. An den Stellen, wo Du mit den Händen nicht mehr herankommst, nimmst Du einen langen festen Gegenstand (wie ein schmales Messer) mit dem Du von innen die Klebestellen aneinander presst, bis sie nicht mehr verrutschen. Gehe dabei so sorgsam wie möglich vor. Wenn Du den Körper zu eng oder zu weit klebst, passt später die Schädelplatte (Element 2) nicht mehr und es wird eine wirklich nervige Fummelei.

Stülpe nun die Stellfläche (Element 3) über den geklebten, zylindrischen Körper und klebe die Zacken von unten gegen die Stellfläche. Dazu musst Du sie vorher umknicken.

Um die Schädelplatte anzukleben, schmiere den oberen Rand des Körper-Zylinders von innen mit Kleber ein. Falte die Zacken der Kopfplatte um und schiebe nun die Kopfplatte mit den Zacken nach unten in die Kopföffnung, so dass die Zacken im Zylinder am Kleber anliegen. Drücke nun mit einem langen festen Gegenstand die Zacken der Kopfplatte fest. Wenn das gut geklappt hat, ist das Schwerste überstanden.

Schneide nun mit einem scharfen Cuttermesser die mit einem hellen Streifen markierten Stellen am Körper ein! Dort befestigst Du das Gesicht (Element 4) und die wehenden Mullbinden (Elemente 7). Die Arme (Elemente 5 & 6) werden in die Schlitze an den Seiten gesteckt.




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Wenn Du willst, kannst Du dem Mumiengesicht noch etwas mehr Charakteristik verleihen, indem Du die Stirn, wie hier angezeigt, faltest. Falze die Stirnfalten mit der Rückseite eines Messers und einem Lineal vor, damit Du sie dann anschließend mit der Hand ganz einfach und sauber falzen kannst.

 

Die Mumie: Das Ergebnis

Und fertig ist die Mumie. Leider ist sie aus unerfindlichen Gründen andauernd schlecht gelaunt. Dabei sollte sie nach einigen tausend Jahren Schlaf doch entspannt und ausgeschlafen sein. Anstatt sich aber für die Wunder der modernen Technik zu interessieren oder mal im Internet ein paar saubere Binden zu bestellen, meckert sie die ganze Zeit etwas von aus der Grabkammer entwendeten Goldketten. Wie kann man nur so kleinlich sein?! Halloween-Bastelbogen-Mumie-Ansicht-1Halloween-Bastelbogen-Mumie-Ansicht-2Halloween-Bastelbogen-Mumie-Ansicht-3

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Teil 6 – Der Kiemenmensch

Welche genetischen oder amourösen Verwicklungen zu diesem abnormen Lebewesen, halb Mensch halb Amphibie, geführt haben möchte man lieber nicht wissen. Doch wie in allen großen Monstern, schlägt auch im Kiemenmenschen ein Herz voller Sehnsucht. Leider werden seine Annäherungsversuche an die Damenwelt oft missverstanden.

Der Kiemenmensch: Der Bastelbogen

Lade Dir als erstes den Bastelbogen herunter. Er besteht aus zwei DIN A4-Blättern. Klicke dazu einfach auf die Abbildungen. Du solltest etwas festeres Papier bzw. Karton nehmen. Ideal ist eine Papierstärke um 200 g.

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Der Kiemenmensch: Das Basteln

Schneide als erstes alle Elemente aus. Die gestrichelten Linien nicht schneiden. Rolle den ausgeschnittenen Körper (Element 6) mit der Hand vor. Benutze zum Kleben einen gut und schnell haftenden Kleber. An den Stellen, wo Du mit den Händen nicht mehr herankommst, nimmst Du einen langen festen Gegenstand (wie ein schmales Messer) mit dem Du von innen die Klebestellen aneinander presst, bis sie nicht mehr verrutschen. Schneide erst nach dem Zusammenkleben die Schlitze für Arme etc. mit einem scharfen Cutter-Messer ein. Stülpe nun die Stellfläche (Element 9) über den geklebten, zylindrischen Körper und klebe die Zacken von unten gegen die Stellfläche. Dazu musst Du sie natürlich vorher umknicken. Beim Kopf (Element 5) empfiehlt es sich, die Schlitze – in welche später die Kiemen und der Kamm gesteckt werden – VOR dem Zusammenkleben einzuschneiden. Eventuell musst Du nach dem Zusammenkleben die Schlitze noch einmal etwas nachschneiden, damit die Klebefalze sie nicht wieder verdecken. Die Arme (Element 10), Beinflossen (Element 7) etc. (Elemente 2 / 3 / 4 ) steckst Du einfach in die dafür vorgesehenen Schlitze. Kiemenmensch-Anleitung-1Kiemenmensch-Anleitung-2

Der Kiemenmensch: Das Ergebnis

Und fertig ist der Kiemenmensch. Der Schrecken aller Amazonas-Expeditionen. Doch seinem grotesken Äußeren zum Trotz, sehnt er sich nach nichts mehr als nach einer Herzensdame, mit der man Abends in der feuchten Grotte mal eine gepflegte Runde Mühle spielen kann. Für alle, die ein weiches Herz haben und dieses einsame Elend nicht mitansehen können, empfehlen wir den Ergänzungsbastelbogen. Kiemenmensch-frontalKiemenmensch-seitlich

Der Kiemenmensch: Ergänzungsbastelbogen

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Zum Downloaden einfach auf die Abbildung des Bastelbogens drücken.
Bastelfiguren Konstruktion und Illustration: Andreas Hartung

Stell Deine Frage an Dr. Kürbis!

Warum verkleidet man sich an Halloween gruselig? Warum reiten Hexen auf Besen? Wie kontaktiert man Geister? Brauchen Zombies überhaupt Nahrung? Sind das Fragen, die Dich Nachts vor Wissensgier nicht schlafen lassen? In Zeiten des Internets sollte das Finden der Antworten eigentlich kein Problem darstellen. Denkt man. Aber Ach! Zuviele Scharlatane und aufgeblasene Wichtigtuer versprühen auf obskuren Laberforen ihr halbgares Halbwissen. Da soll nicht länger so sein. Deswegen bietet Halloween.de allen Wissenshungrigen die Möglichkeit, solcherart Fragen, und seien sie auf den ersten Blick auch noch so abseitig, einem echten Experten für das Abseitige zu stellen: Fragen Sie Dr. Kürbis! Dr. Kürbis fischt aus den Einsendungen alle zwei Wochen eine Frage heraus und beantwortet sie so gewissenhaft, wie es bei seinem hohem wissenschaftlichen Grad zu erwarten ist. Die Redaktion von Halloween.de verbürgt sich dafür, dass der Doktor seine Promotion zum Thema “23 einfache Verfahren, um die Sonne auszuschalten“ (verfasst 1723 in Ingolstadt) eigenhändig und mit dem eigenen Fruchtsaft schrieb. Anschuldigungen des verrückten Professors Dr. Finkenstein, Kapitel 12 („Wie man die  Sonne mittels Krafthypnose durch 200 Jungfrauen auf die Unterseite der Erdscheibe verbannt“), wären dessen okkultem Standardwerk “Sanktus Perversus“ entnommen, wurden eindrücklich von Dr. Kürbis dementiert und konnten auch nie nachgewiesen werden, da Dr. Finkenstein wenige Wochen später unter ungeklärten Umständen verschwand. Wie Du also siehst, können wir auf eine echt Kapazität in Sachen Grusel, Halloween und allem Abseitigen zurück greifen, die zudem über die größte Bibliothek des Geheimnisvollen jenseits des Vatikans verfügt.

Also stell Deine Frage unter frage@halloween.de und (mit etwas Glück) wird Dr. Kürbis sie beantworten!

Alle bisher bereits beantworteten Fragen (inklusive der oben gestellten) gibt es hier!

Untoter Schminkanleitung

Untoter Profi Make-up Schminkanleitung Nacht für Nacht, Woche für Woche, Jahr für Jahr, Jahrhundert für Jahrhundert steigt der untote Skelettkrieger aus seinem namenlosen Grab, um seinem sagenumwobenen und ebenso untoten König immer wieder in die letzte Schlacht zu folgen. Da ist die jährliche Pause am Abend der Halloween-Party wohlverdient und sehnlichst willkommen. Aber Adel verpflichtet und so stürmt der stolze Skelettkrieger nicht wie ein durchgeknallter Werwolf auf die Tanzfläche, um sich zum Affen zu machen oder lutscht dem erstbesten Gesprächspartner das Gehirn aus. Stattdessen holt er sich erstmal einen Drink und sondiert die Lage. Wenn Du also eher der zurückhaltende Typ bist, der aber später um so mehr in Fahrt kommt, dann ist die Untotenmaske wahrscheinlich genau das Richtige für Dich. Denn ein Partymuffel ist der untote Kriegsheld nicht. Wer nur einmal im Jahr die Chance erhält – der nutzt sie auch. Und so hat man schon so manchen untoten Kriegshelden zu fortgeschrittener Stunde und zum Entzücken der anwesenenden Damen auf seinen Rippen mit einem Löffel „Highway To Hell“ und “Ich wünsch dir Lieben ohne Leiden“ zum Besten geben sehen. Aber Obacht! Jahrhundertealte Knochen brechen schnell und ein edler Skelettheld, der morgens noch zwischen Kreppgirlanden und Luftballons seine sieben Knochen zusammen sucht ist kein Ruhmesblatt für seinen König und wird schnell zum Gespött seiner ganzen untoten Kompanie.

Vorbereitung


Du brauchst eine saubere Arbeitsfläche und einen Spiegel. Helles Licht und warmes Wasser helfen Dir, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Für die Verwandlung in einen schaurigen Untoten benötigst Du: detail_maskedetail_zähnedetail_makeupdose2
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Diese Artikel kannst Du einzeln oder im Set (Untoter Deluxe Make-up Set) bei maskworld.com kaufen. Außerdem solltest Du folgende Dinge bereit halten:
  • eine kleine Schere (am besten eine Nagelschere)
  • einen Schminkpinsel und Schwämme (Du kannst aber auch nur Deine Finger verwenden)
  • etwas Küchenpapier oder Schminktücher
  • einige Wattestäbchen
Falls Du Effektkontaktlinsen (z.B. Zombie Kontaktlinsen oder Bloodshot Kontaktlinsen) tragen möchtest, denke bitte daran, sie VOR dem Einschminken der Augen einzusetzen! hw-inline-lang-zombie-4

1. Anpassen der Zähne


Bild 1Schritt 1 Löse die gesamte Abformmasse aus den Beuteln heraus und knete die beiden Komponenten (braun & weiß) mit den Fingerspitzen SCHNELL (ca. 10 Sekunden) zusammen, bis die Mischung einen einheitlichen Farbton angenommen hat. Forme daraus nun eine schmale Rolle in der Länge des Gebisses.
Bild 2Schritt 2 Lege die Rolle in das Gebiss. Drücke die Masse solange vorsichtig und gleichmäßig in das Gebiss hinein, bis etwas Silikon aus den Löchern an der Unterseite hervortritt. Je gleichmäßiger die Masse verteilt ist, umso besseren Halt haben Deine Zähne und das Gebiss kann unzählige Male verwendet werden.
Bild 3Schritt 3 Setze nun das Gebiss mittig auf Deine Zähne auf und drücke es mit geringem Druck an, bis Deine Zähne auf dem Kunststoff aufsetzen. Gleiche die Dentalmasse mit Deiner Zunge zwischen Gebiss und der Rückseite Deiner Zähne an. Nach ca. fünf Minuten ist die Masse ausgehärtet und Du kannst das Gebiss vorsichtig nach unten abziehen. Nun kannst Du mit dem Schminken beginnen. Die bereits angepassten Zähne setzt Du einfach ein, wenn Du fertig bist.

2. Anpassen der Maskenteile


untoter_cut2Schritt 4 Schneide als erstes die Augen Deiner neuen Applikation aus. Die Halbmaske hat einen gut sichtbaren Absatz, an dem man das Auge ausschneiden kann – wenn Du Dir nicht ganz sicher bist, schneide lieber zuerst ein wenig weg und vergrößere den Ausschnitt später noch schrittweise, bis er perfekt passt.
untoter_cut3Schritt 5 Schneide den Nasenbereich der Untotenmaske sorgfältig aus. Setze die Maske testhalber vor einem Spiegel auf. Die Halbmaske sollte am Auge gut anliegen, jedoch nicht drücken oder beim Blinzeln stören. Der Nasenbereich sollte so groß sein, dass Du gut atmen kannst. Bei Bedarf kannst Du die Halbmaske ganz einfach in zwei Maskenteile schneiden, ohne ihre Wirkung zu verringern. Vom Augenaußenwinkel zur Schläfe hin und in der Zornesfalte an der Nasenwurzel kannst Du unsichtbare Schnitte machen und die Halbmaske so ganz professionell an Dein Gesicht anpassen.
untoter_ankleben2Schritt 6 Wenn Du die die Maskenteile an Dein Gesicht hältst, kannst Du gut spüren, wo der Latex an Deinem Gesicht anliegt. Dort musst Du den Mastix auftragen. Verteile ihn dünn mit dem Pinsel. Überflüssigen Mastix kannst Du mit einem Wattestäbchen heruntertupfen. Dann spürst Du auch deutlich, wann der Kleber seine optimale Klebekraft erreicht hat. Achte darauf, dass alle Ränder gut angeklebt sind. Mastix, der dann noch unter den Rändern hervorschaut, sollte mit etwas Mastixentferner und einem Wattestäbchen entfernt werden.
untoter_anschmieren2Schritt 7 Für ein noch besseres Verwandlungsergebnis kannst Du mit der Horrorhaut die Ränder abdecken. Achte beim Schminken darauf, von der Applikation weg zu schminken, um die Ränder nicht wieder aufzurollen. An den Stellen, wo Du Deinem Untoten aufgerissene oder ausgetrocknet faltige Haut schminken willst, kannst Du weitere Horrorhaut auftragen. Am besten benutzt Du dazu ein Stück Schwamm, das Du nicht mehr brauchst. Die Horrorhaut muss gut antrocknen, bevor Du mit dem Schminken beginnst. Sie wird durchsichtig gelblich, wenn sie ganz trocken ist.

 3.Schminken der Maskenteile


untoter_grundieren#Schritt 8 Grundiere Dein Gesicht nun mit der Farbe, die Dein Untoter hauptsächlich haben soll. Zum Beispiel helles Knochenweiß, aber Du kannst auch andere Schminkfarben dafür verwenden, zum Beispiel eine blasse Hautfarbe oder ein gelbliches Braun für eine Mumie.
Schminken der Knochen für das Make-up eines UntotenSchritt 9 Betone mit Knochenweiß die hervorstehenden, hohen Stellen Deines neuen, untoten Gesichtes und mit Braun die tiefen Augenhöhlen, die Schläfen und die markante Wange. Vermische Braun mit dem Knochenweiß, um Übergänge zu schaffen. Ziehe dunkle Falten und die Zahnzwischenräume noch mal nach und tupfe erneut reines Weiß auf, um die dreidimensionale Wirkung weiter zu verstärken. Mit Rot und dem Blau kannst Du den dunklen Stellen in Deinem Untotengesicht noch mehr Lebendigkeit verleihen oder Adern in das Gesicht zu zeichnen.

 Profi-Tipp!


Ergänze Deinen untoten Helden mit weiteren schaurig wirkenden Accessoires. Setze zum Beispiel weiße Kontaktlinsen ein. Mit Kunstblut oder alternativen Zähnen kannst Du Deine Maske noch weiter aufwerten. Blutiges Untoten Make-up mit spitzen Zähne zum selber schminken

Abschminken


Der Mastixentferner ist eine milde alkoholische Lösung, die ein einfaches und schnelles Abnehmen der Latexteile ermöglicht. Zum Lösen der Latexteile nutzt Du am besten Wattestäbchen, die mit reichlich Mastixentferner getränkt sind. Damit fährst Du zwischen den Latexteilen und Deiner Haut entlang. Außerdem kannst Du ihn benutzen, um übrig gebliebenen Mastix von Deiner Haut zu entfernen. Die Latexteile sollten immer gründlich gereinigt werden. Entferne alle Schminke mit warmem Wasser und Seife sowie den Mastix mit Mastixentferner. Trockne die Applikation dann und bewahre sie trocken und dunkel auf. So werden Deine Latexteile lange halten und immer wieder beste Verwandlungsergebnisse erzielen. Großflächige Gestaltungen mit Horrorhaut entfernst Du am besten, indem Du wiederholt lauwarmes Wasser unter die Latexhaut bringst und dabei das Latexgebilde vorsichtig abziehst. Dieser Vorgang kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Verwende keine Entferner oder Seifen, weil die notwendigen Wiederholungen Deine Haut sonst austrocknen.


VIEL SPASS BEIM VERWANDELN!


Auf Teufel komm‘ raus – Gewinnspiel zu „The Last Exorcism“

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Der Hamburger Daniel Stamm studiert das Fach Film in Baden-Württemberg, trampt anschließend ein paar Jahre durch die USA und landet irgendwann in L.A., wo er mit vielen kleinen Filmprojekten auf sich aufmerksam macht. Bereits sein zweiter Langfilm „The Last Exorcism“ schockt die USA so nachhaltig, dass er dort schon als „German Wunderkind“ gehandelt wird. Anlässlich des heutigen Kinostarts in Deutschland verlost der Kürbiskönig drei Filmpakete für Horrorfans! Reverend Cotton Mathe-last-exorcism-posterrcus hat die Nase voll. Im Namen der Kirche führt er seit Jahren Exorzismen an vermeintlich besessenen Leuten durch, doch eigentlich ist alles nur ein großer Schwindel. In niemandem steckt wirklich der Teufel, alle Opfer haben eigentlich nur einen heftigen Sprung in der Schüssel. Da dieses Ritual aber bei seinen Kollegen vermehrt für Todesfälle unter den Geisteskranken sorgt, will der Pfaffe dem bösen Treiben endlich ein Ende bereiten. Er greift sich ein Kamerateam und führt noch ein letztes Mal sein verhasstes Handwerk vor, um der Welt die finsteren Machenschaften seines Arbeitgebers zu demonstrieren. Doch das junge Mädchen Nell Sweetzer in einem Kaff in Louisiana ist eine ganz andere Nummer als üblich. Ihre Show aus Blut und abnormen Akrobatik-Einlagen lassen den Reverend schnell fürchten, dass sich diesmal wohl doch Besuch aus der Unterwelt angemeldet hat…

Wir schalten live in die Hölle

„The Last Exorcism“, der es in den USA sogar auf Platz 1 der Kinocharts geschafft hat, bedient sich einem filmtechnischen Kniff, der schon seit Jahren für Furore sorgt: Der sogenannten Mockumentary. Mit Wackelkamera und dem Hinweis, man hätte endlich dieses Filmmaterial bergen können, wird dabei so getan, als wäre der Film eine echte Dokumentation. Seitdem „Blair Witch Project“ 1999 mit dieser Masche einschlägt wie ein Bombe, sorgen Filme in diesem Stil seitdem regelmäßig für Gänsehaut. Nach Zombie-Doku („Rec„, „Diary Of The Dead„), Monster-Doku („Cloverfield„), Serienkiller-Doku („Mann beißt Hund„), Kannibalen-Doku („Nackt und zerfleischt„) und Spuk-Doku („Paranormal Activity„) wird nun das gute alte Exorzismus-Thema in dieser beliebten Form inszeniert. Originell ist das vielleicht nicht, doch eins muss man dem Element der Fake-Dokumentation einfach lassen: Sie funktioniert immer wieder hervorragend. Die beunruhigende Unmittelbarkeit der dokumentarischen Erzählweise zieht den Zuschauer mitten in das Geschehen hinein und potenziert den Schrecken um ein Vielfaches. Der kühle Stil von „Last Exorcism“ mit seinem harten Kameralicht, dem nackten Ton und den ungeschönten Bildern des ranzigen Farmhauses sorgen für eine verstörende Atmosphäre. Wenn Nell in diesem realistischen Umfeld dann anfängt, ihre Teufelsshow abzuziehen und den Zuschauer dabei auch noch direkt ansieht, verkriecht man sich schon mal vor Panik hinter dem Kinositz seines Vordermanns. Ein raffinierter Gänsehautfilm, der endlich mal wieder die Freunde des gepflegten Grusels anspricht. 017433017433017433
Anlässlich des Filmstarts am 30.09. 2010 verlost der Kürbiskönig drei Freikarten und drei Filmposter zum Horror-Schmankerl! Doch das ist noch nicht alles: Einer der Gewinner bekommt zusätzlich und exklusiv einen Filmstreifen aus einer originalen Kinokopie des Films! Dafür musst Du nur die folgende Frage richtig beantworten: Was ist die sinngemäße Übersetzung des Wortes „Exorzismus“ 1) die Vertreibung des Bösen 2) das Hinausbeschwören 3) Weihwasser Marsch! 4) Dämonen nerven! Schick uns bis zum 5. Oktober 2010 Deine Lösung als Kommentar, indem Du sie unten in das Textfeld schreibst! WICHTIG: Schreib Deine E-Mail-Adresse und Deinen vollständigen Namen nebst Adresse mit dazu! Natürlich werden Deine persönlichen Daten nicht im Kommentarfeld veröffentlicht! Je nach Browser kann es aber sein, dass Du Deinen eigenen Kommentar auf der Seite sehen kannst – doch keine Sorge, niemand sonst bekommt Deine persönlichen Daten zu Gesicht! Trailer Offizielle Website Rechtliches: Eine Barauszahlung und/oder ein Umtausch des Gewinns sind nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und selbstverständlich dürfen unsere Mitarbeiter nicht am Gewinnspiel teilnehmen. Alle eingehenden Daten werden ausschließlich für die Verwendung in Zusammenhang mit unserer Verlosung gespeichert und entsprechend den Regelungen des Datenschutzgesetzes vertraulich behandelt. Die Zustellung des Gewinns erfolgt auf dem Postweg ohne Gewähr. Eine einwandfreie Angabe Eurer Daten ist Voraussetzung für die korrekte Zustellung des Gewinns.

Nocti Vagus – Essen und gruseln im Dunkelrestaurant

Ein altes Sprichwort sagt: „Im Dunkeln ist gut munkeln.“ Tatsächlich aber munkelt es sich im Dunkeln nicht nur gut, sondern sogar sehr gut. Man kann auch echt prima essen, im Dunkeln. Zumindest im Nocti Vagus. Nocti Vagus-01Nocti Vagus, das klingt für den einen potentiell pervers, für den anderen eventuell eklig und für den nächsten irgendwie interessant. Jedenfalls klingt es für Menschen, die der lateinischen Sprache mächtig sind, nach zwei vertrauten Worten, die zusammen soviel bedeuten wie „nachts umherschweifend“. Wie auch immer es klingt, es hört sich nicht zwingend lecker an und weckt auch sonst keinerlei Assoziationen in dieser Richtung. Aber das tut das Ecklokal mit dem Namen „Runde Ecke“ ja auch nicht. Und „Bei Louis“ könnte man genauso gut Aktmalerei betreiben. Folglich: Namen sind Schall und Rauch! Wobei: In dem Namen „Nocti Vagus“ steckt vielleicht doch ein bisschen „nomen est omen“ (schon wieder lateinisch). Denn nachts ist es ja nun einmal dunkel. Wenigstens dort, wo die Lichter der Großstadt nicht zu hell leuchten. Normalerweise. Denn obgleich dieser coole Schuppen namens „Nocti Vagus“ praktisch inmitten solch vermaledeiter Lichter steht, ist es im Dunkelrestaurant selbst – wer hätte das gedacht – dunkel.

Licht aus, Löffel raus!

Falls Du bisher nicht wusstest, wie Du Dir die „Welt der absoluten Finsternis“ vorstellen sollst, nach dem Eintritt weißt Du es. Tiefschwarz. Wie eine sternenlose Prärienacht in einem Bullenhintern. So dunkel, dass Du die eigene Hand vor Augen nicht siehst. Ohne das speziell geschulte Personal, dass aus stark sehbehinderten und blinden Kellnern besteht, würde schon der sonst obligatorische Weg zu Tisch zu einem echten Problem. Das Essen der verschiedenen 3-Gänge-Menüs selber ist natürlich schon eine ziemliche Herausforderung. Du solltest Deine Gabel, nachdem Du etwas – hoffentlich Essbares – aufgegabelt hast keinesfalls zu ungestüm und unvorsichtig in Richtung Deines Gesichts führen. Sonst droht unter Umständen der Verlust des Augenlichts. Obwohl das in dieser stockfinsteren Umgebung ja eigentlich ziemlich egal ist. Na gut, Löffeln ist vielleicht doch sicherer… Die Empfangslounge des Nocti VagusDas eigentliche Restaurant
Neben der besonderen Erfahrung, das Essen mit allen Sinnen (den Sehsinn mal ausgenommen) außerordentlich intensiv und bewusst zu erleben und sich mehr oder weniger erzwungenermaßen in die Welt blinder Menschen hineinzuversetzen, wird Dir als Gast aber auch „richtige“ Unterhaltung geboten. Nicht ein einzelner, verschrobener Typ, der mit Leierkasten oder einem Affen mit Schellen Stimmung macht. Sondern ein ganzer Trupp von Schauspielern, die auf der Dunkelbühne verschiedene spannende Programme mit tollen Namen wie „Ein Kessel Dunkles“, „Mord im Dunkeln“ oder „Das Geisterschloss“ performen. Auch erotische Titel wie „Verbotene Früchte“ hat die Besetzung im Portfolio. Die Aufführungen wechseln ständig, weshalb es sich empfiehlt, vorher und bei Tageslicht einen Blick ins Programm zu werfen. Ansonsten kann es passieren, dass Du nicht Lilly Andersen‘ Gruselshow erlebst, sondern mit Lilo Wanders die erotische Nacht des Jahres verbringst. Ach ja, rechtzeitig reservieren solltest Du auch. Nocti Vagus Saarbrücker Straße 36 10405 Berlin Tel. 030 – 74 74 91 23 Die „Nocti Vagus“ Homepage Das Programm im Nocti Vagus für den Oktober

Vampirkomödie, aber lustig – „Suck“ erscheint auf DVD

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Die Welt ist manchmal ungerecht. Während die Komödie „Beilight“ bei uns mit großem Erfolg im Kino läuft, dabei aber so witzig ist, wie Dracula beim Zähneputzen, startet eine wirkliche Perle hierzulande nur auf DVD. „Suck“ aus Kanada bietet schön schwarzen Humor und einige fantastische Gaststars. Die Jungs und Mädsuckels der Rockband „The Winners“ hätten sich keinen unpassenderen Namen wählen können. Erfolglos und unbeachtet von der Öffentlichkeit touren sie durch die miesesten Schuppen von Amerika. Eines Abends verschwindet Bassistin Jennifer mit einem fremden Typen – denn wenigstens Groupies vernaschen sollte ja noch drin sein. Allerdings vernascht der Groupie sie. Und zwar mehr, als ihr lieb ist. Als Jennifer am nächsten Morgen wieder bei der Band auftaucht, umgibt sie eine unwiderstehliche Aura. Und plötzlich beginnen sich die Konzerthallen zu füllen, denn die Vampirnummer der Lady rockt ungemein. Weil die anderen Bandmitglieder auch so cool drauf sein wollen, werden auch sie zu musikalischen Blutsaugern, die von nun an über Leichen gehen. Als schließlich der Plattenvertrag winkt, kennt die Band bald jeder. Doch so erfährt auch Vampirjäger Van Helsing von ihnen. Von nun an jagt er die Truppe unbarmherzig, trotz seiner Angst vor der Dunkelheit… Der Film „Suck“, der nur bei uns den bescheuerten Untertitel „Bis(s) zum Erfolg“ trägt, ist eine bewusst trashige Komödie mit der Extraportion schwarzem Humor. Seit seiner Veröffentlichung 2009 wird er auf verschiedenen Festivals in den USA und Kanada mit Preisen überhäuft, darunter sogar mehrfach mit dem Zuschauerpreis, was immer ein gutes Zeichen ist. Da der Streifen im Musikbusiness spielt, haben es sich einige Urgesteine der Rockgeschichte nicht nehmen lassen, ein paar witzige Auftritte zu absolvieren. So spielt Schreihals Henry Rollins einen Radiomoderator mit beknackter Frisur, Klappergestell Iggy Pop einen abgehalfterten Produzenten und kein geringerer als Alice Cooper zeigt sich als durchgeknallter Barkeeper, der den Leadsänger der Band verfolgt. Auch Techno-Opi Moby macht sich als knallharter Rocker im Lederoutfit schön zum Hampelmann. Außerdem spielt der göttliche Malcolm McDowell den Vampirjäger Van Helsing und die oben genannten Gaststars tragen ebenfalls fleißig zum Soundtrack des Films bei. Dass dieser herrlich makabre Streifen keinen Kinoverleih gefunden hat, ist eigentlich nicht nachzuvollziehen. Die Welt ist halt ungerecht. Suck – Bis(s) zum Erfolg FSK: 16 Laufzeit: 86 Minuten Preis: DVD ca. 13 Euro Blu-Ray ca. 17 Euro Erscheinungstermin: 24.09.2010 SuckTheMovie.com Trailer

Rare Exports: Die Wahrheit über den Weihnachtsmann

Rare Exports PosterHalloween steht bevor. Das bedeutet, dass auch Weihnachten unweigerlich näher rückt. Unmittelbar nach Allerheiligen gibt es dann wieder überall massig Lebkuchen, Spekulatius, Nüsse und andere Weihnachtsleckereien, während Kürbisse und auf gruselig getrimmte Süßigkeiten aus den Regalen verschwinden. Dann hat es sich bis zum nächsten Halloween ausgegruselt. Denkste! Denn die Geschichte vom Weihnachtsmann muss endgültig neu geschrieben werden. Die Wahrheit muss ans Licht. Der Weihnachtsmann ist nämlich keine Erfindung verkaufstüchtiger Kapitalisten, sondern ein seltenes Exportgut aus dem Hohen Norden. Und ein ziemlich fieses obendrein! RareExports LogoMit den beiden Kurzfilmen „Rare Exports Inc.“ und „The Official Rare Exports Inc. Safety Instructions“ machte der Finne Jalmari Helander 2003, respektive 2005 auf sich aufmerksam. In diesem Jahr folgt nun endlich eine abendfüllende Umsetzung: Am 3. Dezember läuft der Film „Rare Exports: A Christmas Tale“ in finnischen Lichtspielhäusern an. Und angesichts dessen, was uns der erste Trailer zeigt, wird das Ding bestimmt eine Wucht und darum auch in südlicheren Gefilden (von Finnland ausgehend) laufen. Die offizielle Seite zum Film „Rare Exports: A Christmas Tale“ Zur Einstimmung auf das, was Dich erwartet, hier die beiden ersten Kurzfilme und der offizielle Trailer zum Kinofilm. Rare Exports Inc. The official Rare Exports Inc. Safety Instructions Rare Exports: A Christmas Tale – Trailer

Freeze – Albtraum Nachtwache

Freeze - Albtraum Nachtwache DVD CoverStell‘ Dir vor, Du arbeitest nachts in einem unheimlichen Gebäude – mit lauter Toten! Ziemlich unheimlich, oder? Ja, es gibt fürwahr gemütlichere studentische Jobs als der Posten des einzigen Nachtwächters in einer Leichenhalle. Am 25. Februar 1994 überrascht der bis dahin weitgehend unbekannte dänische Regisseur Ole Bornedal mit seinem Werk „Nattevagten“ das heimische Publikum. Der Film läuft noch im selben Jahr bei den internationalen Film-Festivals in Toronto und Chicago, bevor er am 2. Februar 1995 in einer kleinen Zahl deutscher Kinos unter dem Titel „Nightwatch – Nachtwache“ anläuft. In Deutschland wie auch zuvor in Dänemark und in Nordamerika sind die Meinungen einhellig: Ein Meisterwerk! Der Film gewinnt einige Preise bei verschiedenen Festivals und Regisseur Ole Bornedal wird sogleich mit Alfred Hitchcock verglichen. Und das nicht ohne Grund, denn „Nightwatch – Nachtwache“ ist unheimlich… unheimlich! Das erstklassige Drehbuch, welches aus der Feder von Ole Bornedal selbst stammt, zeigt, wie ein Thriller funktionieren muss: Unterhalte den Zuschauer, baue dabei eine gewisse Grundspannung auf, unterhalte ihn weiter während Du fast unbemerkt wichtige Bestandteile streust, schocke ihn ein bisschen, beruhige ihn, unterhalte ihn wieder während Du die Grundspannung weiter erhöhst, schocke ihn dann richtig und feuere ein Finale ab, welches dem Zuschauer die Nackenhaare zu Berge stehen lässt. Eine gefühlsmäßige Achterbahnfahrt, bei der die Nerven mit zunehmender Dauer des Films immer stärker und sprichwörtlich bis zum Zerreißen gespannt sind. Ach was, der Film ist nicht Nerven zerreißend, er ist Nerven ZERFETZEND! Schmackhaftes in EinweckgläsernSchreckhaftes in UniformSchreckliches im Leichen-Kühlraum

Alter Film, neue Besetzung

Trotzdem bleibt Regisseur Ole Bornedal der große finanzielle Erfolg verwehrt, „Nightwatch – Nachtwache“ bleibt mehr oder weniger ein Geheimtipp. Aber da es – wenn es um filmische Trüffel geht – praktisch nirgendwo solch potente Säue gibt wie in Hollywood, geht die Geschichte weiter. Mit liquiden Geldgebern im Hintergrund mobilisiert Ole Bornedal schon so etwas wie ein Staraufgebot und dreht sein Meisterwerk erneut. Am 13. August 1998 flimmert „Freeze – Albtraum Nachtwache“ über die Leinwände deutscher Lichtspielhäuser. Die Hauptrolle des jungen Studenten Martin Bells bekleidet nun Ewan McGregor, der erst kurz zuvor mit dem Film „Trainspotting“ seinen internationalen Durchbruch feiert und dem Darsteller des Originals (Nikolaj Coster-Waldau) verdammt ähnlich sieht. An seiner Seite spielt Patricia Arquette („True Romance“) die Freundin von Martin und Josh Brolin („Hollow Man“) dessen besten Freund. Komplettiert wird die Besetzung von Altmeister Nick Nolte („Kap der Angst“) als Inspektor, der eine Mordserie untersucht und so mit dem studentischen Aushilfs-Nachtwächter Martin in der Leichenhalle in Kontakt kommt. Taschenlampe und Baseballschläger - Die besten Freunde des NachtwächtersDa hinten hängt er, der Kontroll-Schlüssel - ausgerechnet am anderen Ende der LeichenhalleDa hängt er und wartet auf den nervenstarken Nachtwächter. Da die Story – wie bereits erwähnt – einfach viel zu toll ist, wollen wir Dir an dieser Stelle aber nicht zuviel verraten. Nur soviel: Ob Original oder Remake, die wesentlichen Unterschiede stellen nur die Darsteller und die Schauplätze (und selbst die ähneln sich sehr) dar. Deshalb empfehlen wir ihn Dir einfach generell, diesen Film, denn es ist ein wirklich prima Film zum Fürchten. Sowohl Original, als auch Remake. Text: Sascha Adermann Englischer Trailer Freeze – Albtraum Nachtwache Englischer Trailer Nightwatch – Nachtwache

Stolz und Vorurteil und Zombies

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Genre: Zombifizierter Klassiker Autor: Jane Austen und Seth Grahame-Smith Verlag: Heyne Wer kennt es nicht: “Stolz und Vorurteil“ – die bürgerliche Schmachtschmonzette von Jane Austen aus dem Jahr 1813 in der sich junge, verliebte Damen und ihre Verehrer erst durch ein Wirrwarr von gesellschaftlichen Verwicklungen und Irrtümern kämpfen müssen, bevor sie am Ende alle glücklich verheiratet sind. Wer kennt es nicht? Richtig: Kaum jemand kennt es! Denn im Allgemeinen zeigt der durchschnittliche Horror-und Halloweenfan doch ein recht begrenztes Interesse für Geschichten in denen die größte Herausforderung darin besteht, innerhalb der gesellschaftlichen Norm eine Balance zwischen gesellschaftlichem Druck und dem privaten Liebesglück zu finden und alle großen Probleme eigentlich mit einem kurzem Gespräch zu lösen wären. cover-stolz-und-vorurteil-und-zombiesDas könnte sich jetzt aber grundlegend ändern. Denn völlig unbemerkt hat Jane Austen eine zweite Version ihres Erfolgsromans, über den Mark Twain einmal gesagt hat: „Immer, wenn ich “Stolz und Vorurteil“ lese, möchte ich sie (Jane Austen) ausgraben und ihr mit ihrem eigenen Schienbein auf den Schädel hauen“, geschrieben. Er heißt “Stolz und Vorurteil und Zombies“. Genau, Zombies! Diese untoten, schwankenden Dinger, deren einziger Sinn und Streben dahin geht, den Lebenden das Gehirn aus dem Kopf zu lutschen. Zu verdanken ist diese … ähm … Entdeckung dem amerikanischen Literaturwissenschaftler Seth Grahame-Smith, der seitdem als verschollen gilt. England im 18. Jahrhundert: Das ganze Land ist von einer Zombieplage befallen. London ist durch dichte Mauern halbwegs sicher („Ich befürchte, das Osttor ist schon wieder gefallen“). Aber auf dem Land kommt es schnell mal vor, dass ein Anwesen mit 18 Personen durch eine einfallende Horde Untoter komplett ausgelöscht wird. Oder die Gesellschaft bei einem Abendessen auf das Dessert verzichten muss, da das Küchenpersonal durch das Öffnen der Kellerklappe für frische Luft sorgen wollte und nun mit seinen herumliegenden Eingeweiden den bereits servierfertigen Kuchen vollkommen ruiniert hat. Im Angesicht dieser dramatischen Lage hält es Mr. Bennet für richtig, seine fünf Töchter in einem chinesischen Shaolin-Kloster zu blutigen Kriegerinnen auszubilden. Mrs. Bennet dagegen hat vor allem die standesgemäße Verheiratung ihrer Töchter im Sinn. Da passt es ihr bestens, dass in dem vor kurzem so unglücklich frei gewordenen, benachbarten Anwesen (siehe oben) ein junger Gentleman einzieht und gleich noch einen reichen Freund mitgebracht hat. Und so nehmen bald darauf die Liebesringeleien ihren Lauf. Und in all den Verwicklungen und Missverständnissen kommen die Mädchen bald kaum noch zum Zombietöten oder den einfachsten, täglichen Leibesertüchtigungen wie „Küss das Rehlein“ (man schleicht sich von hinten unbemerkt an ein Reh, ringt das überraschte Tier nieder und küsst es auf die Schnauze).

„Es ist eine allseits bekannte Wahrheit, dass es einen Untoten, der im Besitz von Gehirn ist, nur nach einem verlangt: mehr Gehirn“

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“Stolz und Vorurteil und Zombies“ ist eine amüsante und kurzweilige Parodie auf Jane Austens berühmten Roman, der laut einer BBC-Umfrage (nach „Herr der Ringe“) das zweitbeliebteste Buch der Engländer ist. Natürlich wird auch hier, wie im Original, viel Spazieren gegangen und um den heißen Brei herum geredet. Aber der Kontrast der förmlichen Umgangsformen und gesellschaftlichen Normen mit Sätzen, wie: „Nein, der Hass auf ihn war schon lange verflogen, und fast genauso lang, schämte sie sich dafür, dass sie sich einst gewünscht hatte, sein Blut zu trinken“ oder „Dann köpfte er noch rasch das gemetzelte Personal, während Mr. Bingley sich diskret in die vorgehaltene Hand übergab“ macht das Buch zu einem unterhaltsamen und lustigen Leseerlebnis. Sehr gelungen ist auch der Anhang mit Arbeitsvorschlägen für die Abiturprüfung, sowie die Verlagswerbung für Bücher wie Goethes “Die neuen Leichen des jungen Werther“ oder “Der Zombieberg“ von Thomas Mann. Das Buch ist im Heyne-Verlag erschienen. Ein Verfilmung ist selbstverständlich bereits in Vorbereitung (mit Natalie Portman in der Hauprolle) und im Oktober soll das Prequel “Stolz und Vorurteil und Zombies: Aufstieg der lebenden Toten“ erscheinen, welches die Vorgeschichte erzählt.  
Text: A.Hartung

Nicht totzukriegen: „Resident Evil 4“ startet im Kino

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Anfang 1996 erscheint in Japan der Horror-Schocker „Biohazard“ für die Playstation 1. Wenige Monate später tritt das Spiel seinen Siegeszug um die Welt an und gerät auch bei uns als „Resident Evil“ zum Hit. Die Realverfilmung von 2002 ist so erfolgreich, dass das Folgen hat. Die neueste davon startet heute als „Afterlife“ in den heimischen Kinos. Passend zum aktuellen Trend natürlich in 3D! Resident-Evil-AfterlifeWas das britische Unternehmen BP für die Ozeane ist, das ist der amerikanische Konzern Umbrella Corporation für die Menschheit: der endgültige Untergang. Der riesige Industrieapparat hat fast unbegrenzten politischen und finanziellen Einfluss in der Gesellschaft und ist der führende Vertreter in Wissenschaft und Technik. Ob Computertechnologie, Arzneimittel oder biologische Waffen – wenn es Geld einbringt, wird es hergestellt. Und so forscht man fröhlich am sogenannten T-Virus, eine Mutation des Ebola-Virus, das in der Lage ist, tote Zellen wiederzubeleben. Dass die Wissenschaftler keine tanzenden Schnitzel produzieren wollen, ist vorauszusehen – der unbesiegbare Supersoldat ist wie üblich das Klassenziel. Bis hierhin sind Spiel und Film noch deckungsgleich. Doch während im Spiel die untoten Obergefreiten zu Testzwecken in der näheren Umgebung ausgesetzt werden, stiehlt im Film ein skrupelloser Dieb das Virus und setzt damit die Bedrohung frei (schöne Grüße aus dem Jurassic Park!). Jetzt sind die Menschenfresser entfesselt und nur ein unerschrockener Mann macht sich auf, die Biester mit vollem Körpereinsatz erbarmungslos zu stoppen: Milla Jovovich! *räusper*
chicks with gunsAnders als im Spiel und damit zum Unmut einiger Fans, hat sich die Kampfamazone Alice (gespielt von Jovovich) zum ultimativen Zombieschreck und damit zur Hauptdarstellerin aller Filme hochgefightet: Sie springt, schießt und kickboxt sich durch die Reihen der gammeligen Toten wie Steven Seagal in seinen besten Tagen. Dass dieses durchgestylte Nahkampfgepolter eine radikale Abkehr vom ursprünglichen Spiel ist, scheint Regisseur und Videospiel-Spezi Paul W. S. Anderson („Mortal Combat„, „Alien vs. Predator„) dabei kaum zu stören. Hauptsache Alice sieht sexy aus, wenn sie die Wiedergänger verkloppt. Das Anderson mit Jovovich verheiratet ist, könnte ein nicht unwesentlicher Grund für diese überzogene Film-Ästhetik sein. Wenn man sich damit einmal abgefunden hat, ist die „Resident Evil“-Filmreihe jedoch ein Heidenspaß für große Jungs: Untote und scharfe Kurven, das bekommt man sonst nur im Bahnhofskino zu sehen. Kauf Dir ’ne Tüte Popcorn, schalte das Hirn aus, stülp Dir ’ne schicke 3D-Brille über und genieße das überzogene Actionfeuerwerk in knackiger Optik. Es muss ja nicht immer Ingmar Bergman sein.
Nachdem es Alice in „Extinction“ aus dem zombieverseuchten Racoon-City in die Wüste verschlagen hat, setzt sie diesmal ihre Reise nach Alaska fort, wo die letzte Zuflucht der Menschheit zu finden sein soll. Dabei empfängt sie die Funksprüche einer Gruppe Überlebender aus Los Angeles, die sich in einem Hochsicherheitsgefängnis häuslich eingerichtet haben. Da Alice eh gerade nichts besseres vor hat, stattet sie dem Kittchen einen Überraschungsbesuch ab und trifft dort auf eine handvoll Leute, die den Gefangenen Soldaten Chris Redfield bewachen. Während man noch grübelt, ob man dem jungen Mann in seiner Zelle trauen sollte, der etwas von einem sicheren Schiff an der Küste erzählt, kriechen die Untoten auch schon durch die Abwasserkanäle in die mit Leckerli gefüllte Haftanstalt… Trailer

Poltergeist

Poltergeist Deutsches Filmposter1982 | 110min | FSK 16 Bevor der heutzutage legendäre Film „Poltergeist“ am 23. September 1982 erstmals in deutschen Kinos über die Leinwände flackert, haben sich wohl die wenigsten Cineasten Gedanken über die mögliche Existenz von Poltergeistern gemacht. Das ändert sich mit diesem Film, der Anfang der 1980er Jahre unter der Regie von Tobe Hooper („The Texas Chainsaw Massacre“) entsteht. Tobe Hooper? Oder vielleicht doch eher Steven Spielberg? Diese Frage beschäftigt nach Abschluss der Dreharbeiten sogar die Filmgewerkschaft DGA (Directors Guild of America), denn Produzent Steven Spielberg schließt Tobe Hooper als eigentlichen Regisseur sogar von der Nachbearbeitung des Films aus und übernimmt diese persönlich. Trotzdem oder deswegen begeistert „Poltergeist“ sowohl das gemeine Publikum, als auch die Kritiker. Die Geschichte einer amerikanischen Bilderbuch-Familie, welche in ihrem neuen Heim von unerklärlichen, zunehmend bedrohlichen Geschehnissen heimgesucht wird, zieht die Zuschauer in ihren Bann: Die Art und Weise, wie unheimliche Vorkommnisse und Schreckmomente in die Handlung eingewoben werden, sorgt bei vielen für Gänsehaut. Trotzdem kommt der Streifen dabei vollständig ohne schlimme Splattereffekte, Blutorgien oder sonstige Metzeleien aus. Tatsächlich gibt es keinen Mord oder Todesfall! Und das in einem Horrorfilm! Fürchte Dich, fürchte Dich sehr! Wie gesagt, es ist die Art und Weise, wie der Schrecken in die Köpfe der Zuschauer gelangt. Da sitzt die jüngste Tochter der Familie, Carol Anne, eines Nachts nach Sendeschluss (ja, sowas gibt es in den 1980er Jahren tatsächlich, hierzulande sogar bis zum Anfang der 1990er Jahre!) vor dem rauschenden Fernseher und unterhält sich mit dem Gerät, auf mysteriöse Weise stirbt der süße Kanarienvogel, es zerspringen ein paar Gläser, ein Steak bewegt sich von allein und in der Wer braucht schon Wii, Move oder Kinect, wenn er mit paranormalen  Poltergeistern interagieren kann?Küche bilden die Stühle seltsam gestapelte Gebilde. Aber spätestens als Carol Anne auf einem Kissen sitzend wie von Geisterhand über den Küchenboden gezogen wird, schauert es jeden Beobachter, der darin nicht nur eine super Methode zum Aufwischen von Essensresten sieht, sondern sich ernsthaft in den Film vertieft. Natürlich ist das Ende der paranormalen Fahnenstange damit noch lange nicht erreicht, denn: „Sie sind da.“ – wie Carol Anne ihren Eltern nach einem abermaligen Rendezvous mit dem rauschenden Fernseher berichtet. In der Folge zeigt der Film, warum er 1983 in drei Kategorien für den Oscar nominiert war – (auch wenn er in allen drei Kategorien gegenüber Spielbergs „E.T – Der Außerirdische“ den Kürzeren zog): Die visuellen Effekte von Industrial Light & Magic können sich nämlich fürwahr sehen lassen. Zwar klappen heutzutage beim effektverwöhnten Publikum wohl kaum noch Kinnladen vor Staunen nach unten, aber Anfang der 80er Jahre ist die verwendete Tricktechnik absolut „up to date“. Die tolle Musik von Jerry Goldsmith tut ihr Übriges. Dass der Film seine Wirkung eindrucksvoll entfaltet, ist aber auch den zu dieser Zeit weitgehend unbekannten Darstellern zu verdanken. Produzentautorheimlichregisseur Spielberg und Möchtegernregisseur Hooper sind sich nämlich einig, dass Stars die Glaubwürdigkeit der Familie und damit die Atmosphäre des Films zerstören würden. Spannend ist die Wahl der Besetzung für die Rolle der Carol Anne: Heather O’Rourke erhält beim Casting den Vorzug vor Drew Barrymore, weil Steven Spielberg ihr engelsgleiches Erscheinungsbild bevorzugt. Drew Barrymore wird im Zuge dessen die Rolle der kleinen Gertie in Spielbergs „E.T. – Der Außerirdische“ zugesprochen. Sieht doch nach jeder Menge Spaß aus, was Mutter und Tochter in der Küche veranstalten.Wie von Geisterhand streckt der Fernseher der kleinen Carol Anne eine Geisterhand entgegen.Manche Damen sind ganz aufgekratzt, wenn ihr Make-up nicht perfekt ist. Der „Poltergeist“-Fluch Dass Drew Barrymore dadurch im kommerziell erfolgreicheren Film spielt, ist die eine Sache. Die andere Sache ist, dass sie dadurch von dem sogenannten „Poltergeist“-Fluch verschont bleibt. Dieser „Fluch“ reist mehrere, an den „Poltergeist“-Filmen beteiligte Menschen aus dem Leben: Noch im Jahr des Erscheinens des ersten Teils, 1982, wird Dominique Dunne, im Film Carol Annes ältere Schwester Dana, von ihrem Freund brutal erwürgt. 1985 stirbt Schauspieler Julian Beck während der Dreharbeiten von „Poltergeist II – Die andere Seite“ an Magenkrebs. 1987 scheidet sein Kollege Will Sampson dahin – Nierenversagen. Und 1988 ereilt das Schicksal Heather O’Rourke. Wenige Monate nach Beendigung der Dreharbeiten zu „Poltergeist III – Die dunkle Seite des Bösen“ erliegt sie im Alter von gerade einmal zwölf Jahren einem Darmverschluss. Doch wenn es tatsächlich einen Fluch gibt, so betrifft dieser zumindest nicht die Bewohner des Hauses, das als Drehort des ersten „Poltergeist“-Streifens dient. Das Haus steht – trotz des verheerenden Northridge Erdbebens 1994 – immer noch in Kalifornien, in Simi Valley, in der Roxbury Street Hausnummer 4267. Und die Besitzer des Hauses, welche das Haus 1982 an das Filmteam vermieten, leben 2010 noch immer dort. Poltergeist – Deutscher Kinotrailer
Text: Sascha Adermann

Blair Witch Project

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(The Blair Witch Project) 1999 I USA I 78 min I FSK 12 plakat deutschMitte der 90er Jahre haben die beiden Filmstudenten Daniel Myrick und Eduardo Sanchez eine bahnbrechende Idee: Sie möchten einen Horrorfilm drehen, der wie eine reale Dokumentation aussieht. Nach ein paar Jahren ist es schließlich soweit. Sie suchen sich drei unbekannte Schauspieler, drücken ihnen zwei Kameras in die Hand und schicken sie in den Wald. Das Ergebnis versetzt die Welt in Angst und Schrecken. Der Film beginnt mit der nüchternen Einblendung eines Textes: „Im Oktober 1994 verschwanden drei Studenten in den Wäldern von Burkittsville, Maryland, beim Dreh eines Dokumentarfilms. Ein Jahr später wurden ihre Filmaufnahmen gefunden“. Und die bekommt der Zuschauer dann auch zu Gesicht. Die drei Studenten Heather, Josh und Mike filmen sich gegenseitig bei ihrer ausgelassenen Reise nach Burkittsville, das frühere Blair, wo sie eine Dokumentation über eine legendäre Hexe drehen wollen. Sie interviewen verschiedene Einwohner der Stadt, die alle von der Hexe von Blair gehört haben und Geschichten von Kindermorden und seltsamen Vorfällen erzählen. Am nächsten Tag begibt sich das Filmteam auf Spurensuche, tief in den Wäldern der Black Hills, wo die Hexe angeblich hausen soll. Zuerst verläuft alles nach Plan, sie finden einen alten Ritualplatz und einen improvisierten Kinderfriedhof. Doch als sie nach einer Nacht, in der sie seltsame Geräusche gehört haben, zurück zu ihrem Auto wollen, finden sie nicht mehr zurück. So müssen sie erneut im Wald übernachten, wobei ihnen undefinierbare Schritte und Kinderlachen aus der Tiefe des Waldes fast den Verstand rauben. Als sie auch am darauffolgenden Tag nicht aus dem Wald finden, beginnt die Stimmung zu kippen. Ein weiteres Mal wollen sie auf gar keinen Fall in diesen Wäldern campen. Doch bald wird es auch schon wieder dunkel und einer von ihnen wird bereits diese Nacht nicht überstehen…

Ein Schocker, wie er im Buche steht

Bei Produktionskosten von gerade mal 60.000 Dollar spielt der Film gigantische 250 Millionen Dollar ein und sichert sich damit sogar einen Eintrag im „Guinness Buch der Rekorde“. Dieser Erfolg hat mehrere Gründe. Die beiden Filmemacher nutzen zuerst einmal das im Jahre 1999 noch relativ junge Medium Internet für ihre Zwecke, und kreieren im Vorfeld eine Website, die sich absolut überzeugend mit den Ereignissen der Hexe von Blair auseinandersetzt. So gibt es eine Zeittafel, die 200 Jahre zurückreicht und von schrecklichen Ereignissen in den Wäldern von Burkettsville zu berichten weiß. Zudem gibt es haufenweise Infos über die angeblich verschwundenen Studenten, wie Fotos über die gefundene Ausrüstung der Crew und Interviews mit Verwandten und Experten. Schnell erreicht die Seite die damals unvorstellbare Eine-Millionen-Besucher Marke. Glücklicherweise kann man dieses Zeitdokument über die Geburtsstunde des sogenannten „viralen Marketings“ immer noch besuchen. Ein weiterer Grund für den Erfolg liegt darin, dass das Prinzip der Pseudo-Dokumentation 1999 im Horror-Bereich vollkommen neu und revolutionär ist. Wurde die sogenannte Mockumentary bisher eher zu satirischen Zwecken eingesetzt, erzielt diese besondere Art des Filmens im Grusel-Genre einen ungemein intensiven Effekt. Plötzlich gibt es keine Distanz mehr zwischen Schauspielern und Zuschauern, durch die subjektive Kamera ist der Betrachter Teil des Geschehens, man ist den Ereignissen regelrecht ausgeliefert. Dieses Gefühl von „Mittendrin, statt nur dabei“ beschert einigen Zuschauern schlaflose Nächte. josh und mikegesicht im dunkelastmännchen


…dort war es finster und auch so bitterkalt

Der wichtigste Grund für den Erfolg von „Blair Witch Project“ liegt in der realistischen Machart des Films. Nichts stört den Eindruck, es handle sich hierbei um ein inszeniertes Werk. Die Filmemacher lassen ihre Protagonisten die ganze Zeit improvisieren, so dass jedes Gespräch (besonders in der englischen Tonspur) vollkommen natürlich wirkt. Die drei Schauspieler quatschen und scherzen miteinander, wie man es schon tausendmal in persönlichen Heimvideos gesehen hat. Auch die geführten Interviews sind von verblüffender Überzeugungskraft. Besonders beeindruckend ist dabei eine Mutter, deren kleines Kind auf ihrem Arm bei einer gruseligen Geschichte fast ausflippt. „Das kann doch alles nicht gespielt sein“, denkt da das Gehirn des Zuschauers sorglos und tappt in die Falle. Denn wenn irgendwann die Dunkelheit über die Gruppe kommt und der Terror beginnt, läuft das Gehirn immer noch im Realismus-Modus. Und reagiert panisch. Es ist kaum mit anzusehen, wie sich das spärliche Kameralicht zwischen den Bäumen verliert, während aus der Tiefe der Dunkelheit diese undefinierbaren Geräusche dringen. Die Kamera schwenkt hektisch umher, man erschrickt praktisch vor jedem Ast in der atemlosen Erwartung, dass gleich etwas Schreckliches passieren wird. Es gibt sogar Momente, die in völliger Dunkelheit spielen und man nur das ängstliche Atmen und Flüstern der Schauspieler hört. Der clevere Schachzug des Films besteht darin, dass er so subtil vorgeht, die Bedrohung meist über die Tonebene abläuft, was viele Ur-Ängste beim Zuschauer abruft. Nach dem beklemmenden Finale bleibt man ziemlich angespannt zurück. kampfcry cry cryhände Aufgrund der Tatsache, dass keine nackten Brüste, keine Dinosaurier und keine Blutfontänen zu sehen sind, hat der FSK die kaum nachvollziehbare Altersfreigabe von 12 Jahren errechnet. Sowas passiert, wenn man nur nach Tabellen urteilt. Natürlich ist der Film nur gruselig, wenn man sich auf ihn einlässt. Wenn Du mit Deinen gröhlenden Kumpels auf dem Sofa sitzt und nebenbei ’ne SMS verschickst, wird er Dich sicher kalt lassen. Aber verdunkelst Du den Raum und schaust ihn in ganz kleinem Kreis, solltest Du Energiesparlampen im Schlafzimmer haben. Denn im Finstern willst Du anschließend sicher nicht mehr schlafen. Trailer Links www.blairwitch.com
Text: S. Werner

Gib Leatherface Deine Hand: 12. Movie & Comic Event in Bottrop

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Ein wahres Fest für alle Film- und TV-Nerds: Die riesige Messe mit Fotoshootings, Tauschbörsen und unzähligen Requisiten öffnet am Wochenende wieder ihre Pforten. DVD-Player aus, schwarzes T-Shirt übergezogen und nichts wie hin! Normalerweise wird derMovie Plakat Horror-Fan in Deutschland nicht gerade verwöhnt. Ein Fantasy-Filmfest, ein paar Halloween-Events in Kneipen und Familienrestaurants, mehr gibt es nicht, um den Freund zünftiger Schnetzeleien hinter der Schlachtbank hervorzulocken. Nachdem man das „Weekend Of Horror“ auf November verschieben musste, weil die Isländer im Mai ein paar Pleite-Bänker verbrannt haben (oder was qualmte da nochmal so?), kann sich der ausgeblutete Grusel-Fan nun endlich auf eine Großveranstaltung seines Geschmacks stürzen: das alljährliche „Movie & Comic Event“ im nordrhein-westfälischen Bottrop. Obwohl sich die Messe primär auf Science Fiction- und TV-Serien konzentriert, fällt für Horror-Fans immer noch genügend ab. So hast Du die Möglichkeit, Dich mit einigen Stars kleiner und großer Filmperlen fotografieren zu lassen oder ihnen beim Star-Talk zu lauschen. Zu Gast ist beispielsweise Corbin Brensen, den man als durchgeknallten Zahnarzt in „The Dentist“ bewundern darf. Auch Don Shanks wird mal auf einen Abstecher vorbeikommen, darin ist er schließlich geübt. Als Darsteller des Michael Myers in „Halloween 5“ und als rachsüchtiger Fisherman im dritten Teil des Teenie-Horrors „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ hat er schon ein paar Mal die Klinge geführt. Freunde des 70er Jahre Terror-Kinos freuen sich zudem über zwei alte Bekannte. So schaut Scream-Queen Marilyn Burns aus dem Original „Texas Chainsaw Massacre“ vorbei und beweist vielleicht, dass sie immer noch so schön vor dem Kettensägenmann flüchten kann wie einst. Schließlich wird kein geringerer als Gunnar Hansen, the one and only Leatherface aus besagtem Film die Bühne entern und vermutlich einiges aus seiner Karriere als degenerierter Sägemeister berichten können. Wenn das nichts ist! Außerdem gibt es auf den 2.500 Quadratmetern Ausstellungsgelände eine Filmbörse mit zahlreichen Angeboten an DVD und Blu-Ray, Filmplakate und Poster, Starfotos, Autogramme und Actionfiguren, die zweifellos auch Horror-Freunde begeistern werden. Und nachdem Du noch eine Menge Requisiten aus „Terminator 2„, „Indiana Jones“ oder „Star Wars“ bewundert hast, kannst Du den Machern bekannter Hörspiel-Serien wie „Titania Gruselkabinett“ oder „Geister-Schocker“ auf den Zahn fühlen. Die geben Einblicke in ihre Produktionsabläufe und klären hoffentlich die Frage, wie viele Tonassistenten Frankensteins Monster denn schon auf dem Gewissen hat.
Ort:
Saalbau Bottrop Droste-Hülshoff-Platz 4 46236 Bottrop Öffnungszeiten: Samstag, 18.09.2010 10:00 Uhr – 19:00 Uhr Sonntag, 19.09.2010 11:00 Uhr – 18:00 Uhr Eintritt (nur noch Tageskasse): Samstag: 15,- Euro Sonntag: 12,- Euro Wochenendticket: 25,- Euro Für Kinder bis 12 Jahre bleibt der Eintritt FREI! Offizielle Website

Schatten der Wahrheit

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(What Lies Beneath) 2000 I 124 min I FSK 16 schatten_der_wahrheit_posterAls Regisseur Robert Zemeckis im Jahr 2000 den Film „Cast Away“ über einen Mann und seinen Volleyball dreht, muss er eine Zwangspause einlegen, damit Hauptdarsteller Tom Hanks Gewicht verlieren und Haare zulegen kann. Um in Form zu bleiben, überbrückt Zemeckis diese Pause mit „Schatten der Wahrheit“. Das ist ein kleiner Film für den Blockbuster-Regisseur, doch ein großer Gewinn für das Grusel-Genre. Claire Spencer und ihr Mann Norman leben in einem ruhigen Haus am See. Weil ihre einzige Tochter gerade aufs College gegangen ist und ihr Ehemann den ganzen Tag im Labor zubringt, langweilt sich Claire ein bisschen und beobachtet deshalb das Ehepaar von nebenan, das gerade eingezogen ist. Als sie ihre Nachbarin verzweifelt weinen sieht und deren Ehemann kurz darauf ein ziemlich merkwürdiges Paket in seinen Kofferraum packt, beschleicht Claire die Angst, nebenan könnte ein Mord passiert sein. Dann geschehen plötzlich ein paar äußerst seltsame Dinge in ihrem Haus, so dass sich Claire bald sicher ist: Ihre Nachbarin ist tot und spukt jetzt als Geist durch ihre Immobilie. So stellt sie ein paar Nachforschungen an, ohne zu ahnen, dass Neugier manchmal der Katze Tod bedeutet…

Huldigung mit Geist

Regisseur Zemeckis legt seine kleine Filmperle als wunderbar altmodische Hommage an alte Hitchcock-Klassiker an. Fans werden sofort die netten Anspielungen auf „Das Fenster zum Hof„, „Vertigo“ oder „Psycho“ erkennen. Aber auch ohne die Kenntnis über diese Vorlagen besticht der Film durch seine angenehm klassische Atmosphäre: Gardinen wehen im Wind, Kerzen flackern, Nebel wabert und es gibt quälend langsame Fahrten auf Türknäufe. Kamera und Licht sind dabei erstklassig komponiert und verblüffen hin und wieder mit ausgefallenen Spielereien: So fährt die Kamera zum Beispiel durch den Fußboden hindurch und filmt das Geschehen plötzlich wie durch einen Glasboden. Ein Kniff, der auch von Hitchcock stammt, aber mit ausgeklügelten Effekten aufgepeppt wird. Dabei geraten diese Regieeinfälle aber nie zur reinen Muskelschau eines unterforderten Filmemachers, sondern unterstreichen hervorragend das Geschehen.

Was darunter liegt

what-lies-beneath haus

Auch die Erzählart ist so durchdacht wie von Meister Hitchcock selbst: Es gibt falsche Fährten, essentielle Hinweise werden ganz beiläufig erwähnt und die Hintergrundgeschichte der Charaktere puzzelt sich ganz langsam bis zum Schluss zusammen. So liegt unter der offensichtlichen Handlung noch eine weitere Ebene, die den Film angenehm über den üblichen Geisterspuk hebt. Wobei die Grusel-Elemente dabei immer im Vordergrund stehen. Es gibt ein paar wirklich gute Schockmomente, auf die man nicht vorbereitet ist. Und auch wenn der Film nach einer Stunde ein wenig süßlich zu werden scheint, es ist alles nur Fassade, das Finale ist nervenzerfetzend spannend und blutig. Ebenso sollte sich niemand davon abschrecken lassen, dass die Hauptrollen mit Harrison Ford und Michelle Pfeiffer besetzt sind. Beide machen ihre Sache exzellent und niemand von ihnen schont sich. Wer einfach Lust auf einen kleinen Film mit einem Haus, einer Handvoll Darsteller, einem Haufen guter Schockmomente und ganz dicker Atmosphäre hat, der wird mit „Schatten der Wahrheit“ hervorragend bedient. Bleibt zu hoffen, das Robert Zemeckis noch öfter solche Zwangspausen einlegen muss. Gruselfans würden es ihm danken. Trailer (nur englisch und die Hälfte wird darin auch noch verraten!)
Text: S. Werner

Shining

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(The Shining) 1980 I 119 min I FSK Keine Jugendfreigabe familyRegisseur Stanley Kubrik hat mit „2001“, „Full Metal Jacket“ und „A Clockwork Orange“ Meilensteine in den verschiedensten Genres geschaffen. Warum ihm das mit „Shining“ auch im Horrorgenre gelang, erfährst Du hier. Wenn Du Dich traust! Jack Torrance ist nicht gerade ein Mustergatte. Der trockene Alkoholiker möchte wieder auf die Füße kommen und endlich einen Roman schreiben. Um Ruhe zu haben, nimmt er einen Hausmeisterjob im Overlook-Hotel an, das hoch in der Bergen von Colorado liegt. Mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn Danny soll er dort im Winter wohnen und das verlassene Gebäude betreuen. Doch die Abgeschiedenheit tut dem psychisch labilen Mann eher weniger gut. Auch der kleine Danny, der eine Art Vorsehung namens „Shining“ besitzt, ahnt schnell, dass das Hotel kein Ponyhof ist. Doch da ist es schon zu spät. Jack dreht durch und alle Fluchtwege sind unpassierbar…

The King is not amused

Um eins vorweg zu nehmen: Stephen King, der die berühmte Romanvorlage schrieb, mochte den Film überhaupt nicht. Aus seinem Blickwinkel kann man das verstehen: Kubrick kürzt Kings dicken Wälzer auf wenige Ereignisse zusammen und lässt Jacks Abstieg in den Wahnsinn ziemlich schnell vonstatten gehen. Doch es gibt eine vierteilige TV-Verfilmung aus dem Jahr 1997, die sich sehr genau ans Buch hält. Und diese Version ist so aufregend, wie der Abschlussbericht des Taubenzüchter-Vereins Grünheide. Kubrick hat alles richtig gemacht: Er verknappt den Roman auf die wesentlichen Ereignisse, mit maximaler Wirkung – „Shining“ ist unheimlich gruselig. Das liegt vor allem daran, dass der Regisseur den Roman nicht einfach nur brav abfilmt, wie so viele schlechte Filmemacher es immer wieder tun. Kubrick überträgt den Roman so meisterhaft in Bild und Ton, dass einem Hören und Sehen vergeht. Die Filmsprache dieses Werks ist eine schiere Wucht.

Todesmelodie

bett Es gibt wenige Filme, die von Anfang an solch ein Gefühl des Unbehagens erzeugen wie „Shining“. Der Vorspann zeigt Jacks Fahrt zum Hotel an einem klaren, sonnigen Tag. Wir sehen Jacks Käfer ganz klein aus der Luft durch die gigantische Berglandschaft fahren. Das allein erzeugt schon eine beängstigende Verlorenheit, doch viel entscheidender ist die dunkle, fast erdrückende Synthesizer-Musik, die über dem Vorspann liegt. Dieser Klangteppich zieht dem Zuschauer den Magen zusammen und die Farben förmlich aus dem Filmmaterial. Kubricks Musikeinsatz ist extrem vordergründig und macht einige Szenen schwer zu ertragen. So gibt es später im Film einen Dialog zwischen Vater und Sohn, in dem Danny scheinbar behütet auf Jacks Schoß sitzt. Vati sieht vielleicht ein wenig abwesend aus, aber was er sagt, macht Mut. Wäre da nicht diese Musik, die einem den kalten Schauer über den Rücken jagt: Die Töne schwelen so gnadenlos unter dem Dialog, wie Jacks Wahnsinn hinter seiner Stirn. Man möchte aufspringen und ihm das Kind entreißen, wenn nur nicht diese blöde Mattscheibe dazwischen wäre.

Postkartenidyll

dreirad Auch die Bilder stehen dem meisterhaften Ton in nichts nach. Kubrick profitiert von der damals brandneuen Erfindung der Steadicam, einem Hydrauliksystem, bei dem die Kamera wackelfrei am Kameramann befestigt wird. Damit erschafft er fast schon rauschhafte Bilder: Danny fährt zum Beispiel mit seinem Dreirad minutenlang durch das leere Hotel, die Kamera schwebt ganz knapp hinter ihm. Durch diesen Kniff wird der Zuschauer direkt ins Geschehen eingesogen und kann sich dem Horror nicht entziehen. Von düsteren Vorahnungen gelähmt, fürchtet man sich vor jeder kleinen Ecke, weil dahinter das Grauen lauern kann. Und das bekommen wir auch bald zu Gesicht, Dannys Visionen sind erschreckend drastisch. Auch die Kulisse ist genial: Gigantische, leere Hallen wechseln sich mit erdrückend engen Fluren ab, die Einrichtung und das Licht sind so kalt wie die Landschaft draußen. Bemerkenswert ist auch das blutrot gekachelte Badezimmer, in dem Jack einen ziemlich nachhaltigen Entschluss fasst. Das Hotel ist ein monströses Geisterhaus, das ganz ohne Spinnweben und knarrende Türen auskommt. So etwas kann nur ein Meisterregisseur erschaffen.

Here is Johnny!

Der größte Star des Films ist natürlich Jack Nicholson als Jack Torrance, das muss nicht extra betont werden. Dieser Schauspieler hat den Wahnsinn quasi erfunden, niemand sonst schaut so bösartig durch eine zerhackte Tür wie er. Aber auch der Rest der Familie ist großartig besetzt. Shelley Duval als Wendy Torrance spielt die kulleräugige Hilflosigkeit mit mitreißender Intensität und der damals erst 6-jährige Danny Lloyd als Filmsohn ist einfach umwerfend. Schon allein der überzeugende Wechsel zu seinem übersinnlichen Ich „Tony“ ist ganz großes Kino. „Shining“ ist ein Meisterwerk der Gruselfilmgeschichte, das seine Genialität in jeder Einstellung zur Schau stellt, ohne jemals aufgesetzt oder verkünstelt zu wirken. Nicht umsonst wird der Film bis zur heutigen Zeit in jeder erdenklichen Form zitiert und parodiert. Weil er seine Wirkung vor allem durch die erdrückende 70er-Jahre Kulisse entfaltet, wird er mit dem Alter sogar noch beklemmender. Dieser Film sollte von jedem Horrorfan mindestens einmal im Jahr angeschaut werden. Gesünder wäre aber einmal im Quartal! Englischer Trailer
Text: S. Werner

The Strangers

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2008 I 90 min I FSK 18 the-strangers-posterAn der Kinokasse ging dieser kleine Reißer von 2008 bei uns leider etwas unter. In Zeiten von „Saw 14“ und „Freddy Krügers allerneuste Streiche“ war der Film dem Horrorpublikum wohl zu subtil. Doch wer auf echten, klassischen Grusel steht, kommt um diesen Film nicht herum.

Sommerhaus, später

Kristen und James kehren spätabends von einer Party in ihr einsames Sommerhaus zurück. Kaum angekommen, macht James seiner Freundin einen Heiratsantrag, doch sie lehnt ab. In diese reichlich angespannte Situation platzt plötzlich eine Fremde, die an die Tür klopft und nach Tamara fragt. Doch es gibt dort keine Tamara, und so verschwindet das Mädchen wieder in die Nacht. James wird das alles zu viel, er verlässt das Haus, um Zigaretten zu holen (In Amerika kommt man mit diesem alten Spruch scheinbar noch durch!). Als Kristen alleine im Haus zurückbleibt, klopft es erneut. Das Mädchen fragt wieder nach Tamara. Und so beginnt es also…

Echter Horror

Im Vorspann wird erklärt, dass der Film auf wahren Begebenheiten basiert, doch das stimmt so nicht ganz. Regisseur und Autor Bryan Bertino hat sich von einem Kindheitserlebnis inspirieren lassen, als Fremde in seiner Gegend kategorisch an Häuser klopften, um dort eventuell einbrechen zu können. Die Fremden im Film sind allerdings nicht an Mamis Ohrringen interessiert. Eher schon an Mamis Ohren. Und einfach ins Haus stürmen ist ihnen auch zu einfach. Zuerst wollen sie noch spielen. Das dieses Spiel dem Zuschauer sämtliche Nerven kostet, liegt vor allem am ungeheuren Realismus der Szenerie. Denn Kristen und der bald wiederkehrende James verhalten sich bis zum Ende des Films ganz genau so, wie sich jeder andere auch benehmen würden: defensiv, immer darauf hoffend, dass es vielleicht doch irgendwie vorbei geht. Sie mutieren nie zu Aushilfs-Rambos, die es den bösen Bösen schon zeigen. Diese Hilflosigkeit überträgt sich auf den Zuschauer, der extrem mitleidet. Eine echte Tortur.

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Psychos von damals

Eine weitere Stärke des Films ist sein Retro-Feeling. Die Macher nehmen sich erfrischend viel Zeit zum Spannungsaufbau und arbeiten viel mit Geräuschen, wie Klopfen oder alten Schallplatten. Natürlich bleibt es nicht ewig bei den Psycho-Spielchen. Am Ende gehts ans Eingemachte. Doch bis dahin sind die Bilder irritierend altmodisch: Die Nacht ist furchtbar dunkel, die Einrichtung des Hauses bräunlich und schrecklich unmodern, der Kamin manchmal die einzige Lichtquelle. Wenn dann auch noch die Fremden mit ihren Kindermasken im Raum stehen, fühlt man sich an das Terrorkino der 70er Jahre erinnert. Erwähnenswert ist auch Liv Tyler in der Hauptrolle. Sonst eher als kulleräugige Elbin Arwen aus der „Herr der Ringe“-Trilogie bekannt, spielt sie in diesem Streifen erstaunlich intensiv. Das macht das Zuschauen noch eindringlicher. Einfach schön, dass sich manche Regisseure dem gängigen Trend verwehren und nicht nur eine Todesszene an die andere reihen. „The Strangers“ besinnt sich auf die alte Regel, dass der wahre Horror im Kopf des Betrachters passiert. Selten nimmt ein Machwerk den Zuschauer so mit. Nach diesem Film verkaufst Du Dein Wochenendhaus für 10 Euro! Deutscher Trailer
Text: S. Werner

Triangle

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2009 I 95 min I FSK 16

2004 überrascht Regisseur und Autor Christopher Smith mit seiner rabenschwarzen Horrorkomödie „Severance„, in der ein Betriebsausflug einer Rüstungsfirma mächtig in die Hose geht. Auch in seiner dritten Regiearbeit bleibt Smith dem Horror treu, Komödie ist aber gestrichen.

Eine Seefahrt, die ist lustig

Als die alleinerziehende Mutter Jess mit ihren Freunden auf einen entspannten Segeltörn geht, wird sie von düsteren Ahnungen heimgesucht, die schon bald wahr werden – ihr Schiff kentert in einem Sturm. Der daraufhin auftauchende Ozeanriese ist allerdings nicht so ganz die erhoffte Rettung für die Gruppe, denn das ganze Schiff ist verlassen. Bis auf eine vermummte Gestalt. Und die ist erstaunlich unfreundlich. Während ihre Freunde einer nach dem anderen das Zeitliche segeln, äh… segnen, wird Jess einfach das Gefühl nicht los, das Ganze schon mal erlebt zu haben.

Murmeltier Tod

Leider kam Christopher Smiths Mysterygrusel bei uns nie in die Kinos, was vermutlich an der durchschnittlichen Optik liegt. Es gibt keine Schauspielstars und die Kulissen sowie die Effekte lassen schnell durchblicken, dass es sich hierbei nicht um eine Big-Budget-Produktion handelt. Doch im Gegensatz zu seinen aufgeschlitzten Darstellern ist der Film im Inneren schön. Smith greift für seine Geschichte den bekannten Wiederholungsmythos aus „Und täglich grüßt das Murmeltier“ auf, ohne ihn bloß zu kopieren, wie das schon zu viele gelangweilte Skriptautoren getan haben. Smith versorgt den Wiederholungsreigen, das muss so gesagt werden, mit frischem Blut: „Triangle“ überrascht den Zuschauer, und zwar immer wieder. Selbst wenn man sich schon wissend zurücklehnt und die Geschichte durchschaut zu haben glaubt, setzt der Film noch einen drauf. Das ist alles nicht realistisch, in sich aber schlüssig.

Blutiges Feuilleton

Wieder einmal beweist der Regisseur, dass ein Slasherfilm nicht zwangsläufig aus kreischenden Silikonpuppen bestehen muss, die sehenden Auges ins Verderben rennen. Smith ist ein selten intelligenter Reißer gelungen. Der Blutfaktor ist zwar nicht ganz so hoch, wie uns das Plakat vorgaukelt, dafür kann man das Hirn zur Abwechslung mal eingeschaltet lassen. Und das ist doch auch mal eine Erfahrung.
Trailer (deutsch):
Text: S. Werner

Fairytale Fights

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Fairytale Fights Spielcover2009 | PC, PS3, Xbox 360 | USK ab 18 Wenn wir Dir hier bei halloween.de ein Videospiel empfehlen, dann nicht ohne Grund. Es heißt nicht, dass das Spiel besonders gut ist. Der Grund kann auch sein, dass es besonders ist. Oder einfach nur anders. Nicht so „Fairytale Fights“. Dieses Spiel ist ganz besonders anders. Wo sonst geben sich Witzfiguren, welche über Leichen gehen, die Klinke in die Hand (außer in den Vorständen multinationaler Großkonzerne natürlich)? Eben! Aber hier gibt es das! Hier, bei „Fairytale Fights“ wohnt tiefschwarzer Humor in einer Bonbon-bunten Umgebung, hier leben die Attribute „putzig“ und „pervers“ Tür an Tür, wie im Regierungsviertel von… ach lassen wir das. Mordlust im Märchenland Bei den Witzfiguren handelt es sich um Märchenfiguren wie Rotkäppchen, Schneewittchen oder den Kaiser. Nicht um den Versicherungs-Kaiser, sondern um den Kaiser mit den neuen Kleidern. Obwohl er im Spiel fast keine trägt. Dazu kommt noch der Jack aus dem Märchen „Jack und die Bohnenstange“, ohne Bohnenstange. Diese vier Charaktere sind es, mit denen Du die farbenfrohe Märchenwelt in ein blutgetränktes Amok-Wunderland verwandeln kannst. Dank so toller Spiel-Elemente wie „Dynamic Slicing“ (dynamisches Schneiden) aka „Salami Violence“ und „Volumetric Liquid“ (volumetrische Flüssigkeit) sind schwungvolle Schnetzeleien und andere makabre Machenschaften möglich. Na gut, eigentlich dreht sich im Märchenland alles nur ums Schnetzeln, denn es werden reihenweise Mitleid erregende Märchenweltbewohner nach allen Regeln der Metzgerkunst massakriert. Das dynamische Schnetzeln erlaubt akkurates Abtrennen ganzer Körperpartien lebensmüder Lebkuchenmänner und volumetrisches Blut lässt den roten Lebenssaft von gestörten Hasen einerseits ansehnlich aus dem Bildschirm spritzen, andererseits die eigens gesteuerten Killer in Knuddeloptik heiter durch die entstehenden Blutpfützen rutschen. So sieht es aus, wenn Rotkäppchen eine Party schmeißt... Keiner mehr da.Die kunterbunte Welt quietschfideler Killer-Märchenfigurenfairytale fights das komplette team Von Sägeblättern und Lollies Damit die Umgebung im Laufe der mehr als 20 etwas abwechslungsarmen Abschnitte (hmmm… Abschnitte… wie passend) immer ausreichend mit Hämoglobin geschwängert ist, werden allerlei abgefahrene Waffen aufgefahren. Das sadistische Spektrum reicht von klassischen Todbringern wie Äxten oder Sägeblättern, bis hin zu Lollies. Genau. Die sind nicht nur in echt schlecht für die Zähne, sondern im Spiel auch ganz schlecht für die Gegner, die damit zu Gulasch verarbeitet werden. Unter den mehr als 100 Waffen finden sich übrigens auch Katzen-Tatzen – und die kratzen! Darüber hinaus gibt es noch verschiedene magische Tränke. Manche sind so heiß, dass man den Widersachern ordentlich einheizen kann. Andere Drinks sind so cool, dass man keine Eiswürfel mehr braucht, sondern im Nu welche aus seinen Gegnern macht. Sogar ein Säure-Sprudel, der aus munteren Märchenfiguren in Sekundenschnelle schöne Skelette macht, steht Dir als Spieler zur Verfügung. Apropos Spieler: „Fairytale Fights“ kann nicht nur allein, sondern auch mit Freunden gezockt werden. Besonders toll ist dabei, dass zusätzliche Mitspieler dank „Drop In – Drop Out“ jederzeit ins Spielgeschehen einsteigen und eingreifen können. Wenn Du die brutalen Märchengeschichten Deiner Kindheit noch nicht so recht verarbeitet hast und Dir ein Spiel auch dann gefällt, wenn es keine tolle Story, wenig Abwechslung, mittelmäßige Grafik, dafür aber gaaanz viel Blutvergießen zu bieten hat, dann solltest Du „Fairytale Fights“ ruhig eine Chance geben. Du wirst es lieben oder hassen. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich immer prima streiten. Fairytale Fights – Trailer (BLUTIG!)
Text: Sascha Adermann

Schizophrenie 2.0: „Jekyll and Hyde“ erscheint als PC-Spiel

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Im Jahre 1886 schreibt „Schatzinsel“-Autor Robert Louis Stevenson das Buch „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“. Das Buch inspiriert über 120 Jahre lang unzählige Autoren sowie Musik- und Filmemacher. Jetzt hat eine deutsche Software-Firma ein Spiel daraus gemacht. pcIn der klassischen Buchvorlage gelingt es dem liebenswerten Arzt Dr. Henry Jekyll in einem Experiment, das Böse vom Guten in der menschlichen Seele zu trennen. Durch einen blubbernden Trank aus dem Chemiebaukasten verwandelt er sich in den ungezügelten Mr. Edward Hyde, der dem Arzt die Freiheit gibt, sich einmal ordentlich auszutoben. Doch was der Normalbürger weiß, raffen intelligente Wissenschaftler nie: Man spielt nicht mit seiner Persönlichkeit herum! Schon bald verliert der Arzt die Kontrolle, verwandelt sich unkontrolliert in den bösen Wüterich und killt schließlich sogar wehrlose Menschen. In einem letzten Anfall von Vernunft beendet der fiese Mr. Hyde am Ende sein Leben selbst. Die uralte Horrorgeschichte ist mit weit über 100 Kinoadaptionen eine der am häufigsten verfilmten literarischen Vorlagen überhaupt. Kein Wunder also, dass der Stoff immer noch als Inspiration für viele Werke der modernen Popkultur dient. Ozzy Osbourne singt 1997 den Song „My Jekyll Doesn’t Hide“, 2001 nimmt die Metalband Iced Earth das Lied „Jekyll & Hyde“ auf. Figuren wie Hulk, Green Goblin oder „Der verrückte Professor“ beschäftigen sich ebenfalls mit dem Mythos der Persönlichkeitstrennung durch Wissenschaft. 1988 versucht sich auch eine japanische Spieleschmiede an dem Thema „Dr.Jekyll and Mr.Hyde„, doch mit bescheidenem Erfolg. Kritiker bescheinigen dem Machwerk teilweise Unspielbarkeit. Nun widmet Pixelcage aus Weimar dem ungleichen Duo einen sehr vielversprechenden Mix aus klassischer Rätselkost und schweißtreibenden Action-Einlagen. Dabei spinnen die Macher eine ganz eigene Story um den jungen Arzt. Im London des Jahres 1894 rafft eine mysteriöse Seuche überwiegend Einwohner aus den armen Vierteln der Stadt dahin, verschont dabei aber seltsamerweise die Kinder. Während Thilo Sarrazin es wahrscheinlich auf ein bestimmtes Armen-Gen schieben würde, will Dr. Jekyll der Krankheit auf den Grund gehen und ein Heilmittel entwickeln. Nächtelang forscht er in seinem Labor nach einem wirkungsvollen Medikament. Da er keine Versuchsperson gefährden will, probiert er seine angerührten Mittelchen an sich selbst aus, was irgendwann – Du ahnst es schon – den Hyde in ihm entfesselt. Eines Morgens wundert sich Jekyll, dass irgendwer sein Labor ziemlich rüpelhaft umdekoriert hat und mit seinem Trank verschwunden ist. Auf der Suche nach dem Präparat findet der Doktor einen unterirdischen Tunnel, der ihn in eine Art Tempel führt. Immer tiefer dringt er in die Gewölbe ein und stößt dabei auf seltsame Maschinen und grausige Machenschaften. jumpmanmine
Die Hauptfigur des Spiels bewegt sich teilweise in klassischer „Tomb Raider„-Manier durch die Katakomben von London: Er schleicht und kämpft sich durch Tempelanlagen, verlassenen Minen und Lavahöhlen, springt über Abgründe und weicht gemeinen Fallen aus. Durch bestimmte Tränke, die Jekyll direkt im Verließ anmischen kann, hat er die Möglichkeit, sich in den monströsen Mr. Hyde zu verwandeln, um mit dessen wachsenden Kräften bestimmte Aufgaben zu lösen. Doch nicht nur der Wechsel der Charaktere unterscheidet das Spiel von Lara Crofts Abenteuern, vor allem die hohe Rätseldichte zeigt, dass „Jekyll & Hyde“ mehr Adventure als Action ist. Der Arzt muss oft komplexe Maschinen manipulieren und aufwändige Schalterrästel lösen. Dafür kann er auf ein großes Inventar zugreifen, in dem er  Gegenstände sammelt und kombiniert. Außerdem muss keiner der Endgegner durch Waffengewalt besiegt werden. Nur Nachdenken bringt den Unhold zur Strecke. Gruselfans freuen sich über eine durchdachte Neuinterpretation des bekannten Themas und eine schön düstere Atmosphäre. Die gelungene Beleuchtung, die guten Synchronsprecher und die Einsamkeit wird Fans stimmungsvoller Action-Adventures erfreuen. Außerdem kann man bei dem entgegenkommenden Preis schon mal einen ausführlichen Ausflug in Londons gefährliche Unterwelt wagen. Eine Monatskarte für die englische U-Bahn kostet auf jeden Fall mehr. Name: Jekyll & Hyde Erscheinungsdatum: 10.9.2010 Preis: ca. 29 Euro Teaser